Mittlerweile befinden wir uns schon wieder im monatlichen Schlußspurt; das Monatsende ist zum Greifen nah. Dennoch scheint etwas zu fehlen. Das Kurzportrait für den Januar 2018 gab’s noch nicht auf Maenner-Style.de; werden wir Mal schnellstmöglich nachholen. Dieses Mal im Mittelpunkt ein Hamburger Label: 877 Workshop. Hinter 877 Workshop verbergen sich Sylvia und Daniel Janssen, die nicht nur im privaten Alltag gemeinsame Sache machen, sondern mit ihrem Accessoire-Label auch im Beruf.

877 Workshop Ring

Mit fast vergessenen Techniken und viel handwerklichem Geschick überzeugt Ehepaar Janssen mit ansehnlichen Accessoires. Gefertigt im hohen Norden, in Hamburg, kommen die formschönen Accessoires für Herren zeitgemäß und äußerst ansehnlich daher. Dezent genug, um im Business-Outfit integriert zu werden und dennoch stylisch genug, um jedes Outfit aufzuwerten. 877 Workshop überzeugt sowohl durch seine Designs, die Verarbeitung als auch die hohe Qualität; die durch den Einsatz bester Materialien in Verbindung mit viel handwerklicher Erfahrung zustande kommt.

Man merkt Sylvia und Daniel an, dass sie hinter dieser Aussage, auf ihrer About-Seite stehen:

„Wir lieben es einfach schöne Produkte zu kreieren und herzustellen, die wir selbst lieben und benutzen.“

877 Workshop – Leidenschaft trifft auf Design

Wenn man Sylvia und Daniel mit nur einem Wort beschreiben sollte, dann wäre dies sicherlich: Leidenschaft. Der beste Beweis, die Einblick auf deren Webseite in die Fertigungsprozesse der 877 Workshop Produkte. Oder eine Stippvisite auf der Facebookseite des Labels. Dort geben die zwei Einblicken in das aktuelle Geschehen und lassen auch den ein oder anderen Blick hinter die Kulissen zu. Von der Inspiration über das Design bis hin zur Fertigung entstehen die Produkte von 877 Workshop komplett aus eigener Hand.

Seit über fünf Jahren fertigen die Beiden einzigartige, anspruchsvolle Accessoires für Männer. Die Besonderheit, auch vermeintliche Zukaufteile wie Verschlüsse, Haken, Schnallen, Perlen und Nieten werden in Handarbeit gefertigt. Zum Einsatz kommen massive Metalle wie 14k Gold, 925 Sterling Silber, Messing, Bronze und Aluminium. Beginnend bei der Auswahl der eigenen Lieferanten wird ein hoher Anspruch ersichtlich. Metalle, Leder und Textilien kommen aus Deutschland; meist aus direkter Nähe zum 877 Workshop. Gewachstes Canvas kommt aus Schottland.

Wer sein einzigartiges Accessoire noch individueller gestalten möchte, der kann es sich von Sylvia und Daniel gravieren lassen. Bietet sich natürlich auch wunderbar als Geschenk an. Für mich eine absolut faszinierende Tatsache: die Accessoires werden mit alten Handwerkstechniken und Maschinen gefertigt. Keine CNC-Fräse, hochmoderne Laser und 3D-Drucker. Historische Werkzeuge und Maschinen geben den Ton an. Selbst Jahre nachdem andere Firmen solche Maschinen bereits abgeschrieben haben, fertigen Janssens ihre einzigartigen Stücke damit.

Mehr als nur Schlüsselanhänger, Gürtel und Co.

Im 877 Workshop trifft man auf eine Vielzahl von Accessoires wie: Ringe, Schlüsselanhänger und Gürtel. Aber auch einzigartige Kleidungsstücke wie Pullover, Hemden und Jacken gibt es dort. Natürlich einzigartig veredelt. Doch bevor ich darauf eingehe, werfen wir einen Blick auf metallenen Accessoires. Hier gibt Daniel als Meister-Graveur die Richtung vor. Verschiedene Designs werden mit fünf Tonnen Druck in Bronze, Messing oder Kupfer geprägt oder auch in Sterling Silbermünzen.

Die Silbermünzen werden dann zu Druckknöpfen, Abzeichen, Stiften und Verschlüssen gefeilt, geformt, poliert, patiniert oder andersweitig verarbeitet. Um nochmals auf die alten Maschinen zurückzukommen. Zum Drehen von Verschlüssen, Nieten und Knöpfen kommt eine Drehbank aus dem Jahr 1928 zum Einsatz. Auch historische Werkzeuge wie Stichel, Stahlwerkzeugen, eine Graviermaschine und ein Gravierball zählen zur Grundausstattung in der Werkstatt des 877 Workshop.

Man kann dort allerdings nicht nur Metall; auch historische Maschinenstickereien werden von Sylvia und Daniel umgesetzt. Wie sollte es sein mit einer entsprechend alten Kettenstichmaschine aus dem Jahr 1920; als auch einer Freemotion Stickmaschine von 1950. Alleine die Bedienung der Maschinen ist eine Herausforderung; hat man dies allerdings gemeistert scheinen die Möglichkeiten unendlich. Mit den Maschinen kann man buchstäblich schreiben und malen. Im Vergleich zur heutigen Computerstickerei ist dies zwar extrem zeitaufwendig; aber deutlich spaßiger bei der eigentlichen Arbeit. Und Arbeit soll doch schließlich Spaß machen!

877 Workshop – kein Stück gleicht dem anderen

Für mich ein absoluter Pluspunkt ist die Tatsache, dass kein Stück dem anderen gleicht. Bei jedem Stück sieht man mehr oder weniger die Spuren der Herstellung. Grob geschmiedete Teile, unregelmäßige Formen und natürlich gegerbtes Leder mit kleinen Falten und Narben gehören hier zum guten Ton und sind kein Zeichen für miserable Qualität. Im Gegenteil diese Merkmale sind wichtiger Bestandteil des Designs und des einzigartigen Charakters der Accessoires und Kleidungsstücke. Oder wie 877 Workshop passend schreibt: „Ehrliche Handwerkskunst made in Germany.“ Davon überzeugst du dich aber am besten selbst und schaust bei diesen vorbei.

Gepostet von Sebastian

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