Basiscamp der Ruhe in Oberstaufen: Hotel Bayerischer Hof

Kontrastprogramm pur! Anders kann man diesen Abschnitt unseres Sommer-Roadtrips durch den Süden Deutschlands gar nicht beschreiben. Von der bayrischen Hauptstadt München ging es in die Natur, um genauer zu sein nach Oberstaufen in das Hotel Bayerischer Hof, das für drei Tage zu unserem Basiscamp werden sollte. Ein Rückzugsort inmitten von Bergen, grünen Wiesen, Seen und ganz viel frischer Luft. Das Hotel selbst versteht sich als Rückzugsort, der den Gästen die alltäglichen Aufgaben abnimmt, um Platz fürs Außergewöhnliche zu schaffen. Ob dem Bayerischer Hof das gelingt, erfährst du im Detail nachfolgend.

Das Hotel Bayerischer Hof in Oberstaufen – ein Haus mit Geschichte

Mitten im Ortskern von Oberstaufen gelegen trifft man nahe der katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul auf das Hotel Bayerischer Hof, das auf eine lange Geschichte zurückblickt. So wurde das Haus erstmals im Jahr 1723, in einem Steuerbuch der Herrschaft Staufen, erwähnt. Wobei hier direkt der Einwurf einzubringen ist, dass der Ort nicht nach der Herrschaft Staufen benannt wurde, sondern in Anlehnung an den gleichnamigen Berg, der sich vom althochdeutschen Wort für Kelch „stouf“ ableitet. Denn dieser erinnert an die umgedrehte Form eines solchen Kelches.

1785 wurde das Anwesen durch einen verheerenden Brand völlig zerstört, um im Anschluss durch Josef Aurel Stadler wiederaufgebaut zu werden. Stadler richtete in eben diesem Haus eine große Krämerei mit Tuchhandel und einem ausgedehnten Käselager ein. Noch heute ist Stadler Teil des Hauses, also zumindest seinen Namen, denn das Restaurant Stadlers im Bayerischer Hof findet man genau dort vor, wo Stadler vor gut weit über 200 Jahren sein Käselager hatte. 1856 erblickte der Gasthof Büttner das Licht der Welt, welches im Laufe der Jahre stetig wuchs, um im Jahr 1949 als Hotel Büttner seinen ersten Gast zur Schrothkur zu begrüßen. Übrigens nicht nur für das Haus selbst ein wichtiges Ereignis, sondern für ganz Oberstaufen. Seit 1989 ist das Haus als Hotel Bayerischer Hof bekannt.

Hotel Bayerischer Hof im Detail

Die kleine Geschichtsstunde vorweg konnte ich mir nicht nehmen lassen. Denn es handelt sich beim Bayerischer Hof nicht um ein x-beliebiges, austauschbares Hotel, sondern eines mit Geschichte, die man dem Haus noch heute ansieht. Und die man ebenfalls im ganz eigenen Charme des Designs zu sehen bekommt. Klassische, alte Elemente treffen auf moderne, neue Designstücke jedoch ohne fehl am Platz zu wirken. Allein der Weg zur Rezeption ist mit allerlei Designstücken verschiedener Zeiten bestückt: eine alte Sitzbank aus Holz, ein Kronleuchter der neben Licht noch für eine ganz besondere Stimmung sorgt, sowie zwei lilafarbene Sessel die zum Verweilen einladen.

Dieser Ansatz der Gegensätze setzt sich durch das Haus hinweg stimmig fort. Das Haus selbst verfügt über 76 Zimmer und Suiten, viele davon verfügen über einen großzügigen Balkon und Terrassen, welche wiederum einen herrlichen, uneingeschränkten Blick auf das Alpenpanorama bieten. Sowohl im „Stammhaus“, der „Residenz“ und dem „Gästehaus Leopold“ sind die Zimmer der verschiedenen Kategorien untergebracht, gleich ist hierbei bei allen, dass diese über Bäder mit Dusche & WC, in der Residenz teilweise mit Badewanne und separatem WC verfügen. Den Unterschied im Detail sowie die verschiedenen Zimmerkategorien kannst du dir auf dieser Webseite des Hauses ansehen.

Neben den eigentlichen Zimmern muss man im Hotel Bayerischer Hof allerdings auch nicht auf das leibliche Wohl verzichten, welches im Restaurant Stadlers nicht zu kurz kommt, doch dazu später im Beitrag mehr. Auch eine einladende Bar, die bereits ab 18 Uhr öffnet, lädt zum Verweilen auf einem der bequemen Barhocker oder dem angeschlossenen Sitzbereich mit Tischen, Stühlen und gepolsterten Bänken ein. Wer nach einer anstrengenden Wanderung noch nicht genug hat, kann sich im hauseigenen Fitnessbereich weiter verausgaben. Die Meisten wird es aber sicherlich eher in den Wellnessbereich mit Schwimmbad, Whirlpool, Sauna, Dampfbad sowie Infrarot-Kabine ziehen. Wäre in diesem Fall zumindest meine erste Wahl. Im Anschluss daran kann man im kleinen Ruheraum bei einer Tasse Tee weiter entspannen.


Sowohl vorm Haupthaus, als auch der daran angeschlossenen Residenz gibt es eine Terrasse, auf der man es wunderbar aushalten kann. Durch die direkte Nähe zum Bistro ist man zudem bestens mit Kuchen, Kaffee und was einem sonst noch Beliebt versorgt.

 

Schrothkur – ein Naturheilverfahren der besonderen Art

Greifen wir noch einmal die sich anziehenden Gegensätze aus dem vorherigen Abschnitt auf und übertragen diese nun auf unseren eigenen Körper. Dann kommt in etwa so etwas heraus:

 

„Ohne Verzicht kein Genuss, ohne Kampf kein Sieg, ohne Reinigung keine Heilung!“

 

Unter diesem Motto steht die sogenannte Schrothkur und erfordert, wie man bereits vermuten kann, eine gehörige Portion Disziplin, wenn man diese gewissenhaft durchziehen möchte. Wie bereits im ersten Absatz erwähnt wurde die Schrothkur zum ersten Mal 1949 im heutigen Hotel Bayerischer Hof praktiziert, damals noch Hotel Büttner. Der Bayerischer Hof bietet aber noch heute das bekannte Naturheilverfahren an, das natürliche Reize in Form von Ernährung und Nahrungserhaltung, Trinken und Nicht trinken, Wärme und Kälte, Bewegung und Ruhe, sowie Licht und Luft in sich vereint. Dabei stößt dies auf Zuspruch bei den Gästen, die teilweise sieben bis 21 Tage im Haus zu Gast sind, um durch die medizinischen Reize der Schrothkur die körpereigenen Heilkräfte zu wecken.

Als Belohnung für die salz-, fett- und eiweißlosen Wochen, einigen Trockentagen und morgendlichen Kältepackungen erleben Schrothler nicht nur körperliches und geistiges Wohlbefinden. Auch das Gefühl, etwas durchgehalten zu haben, stärkt das Selbstbewusstsein und motiviert zur weiteren Disziplin nach ihrer Kur. Bemerkenswert finde ich hierbei die sogenannten Trockentage, die gerade im Sommer eine Qual für mich wären. Je nach Art des Tages gibt es mehr oder wenig zu trinken, wobei die Trinkmenge gemeinsam mit dem Kurarzt abgestimmt wird. Hört sich definitiv spannend an, diese Art der Aktivierung der körpereigenen Heilkräfte, wenn ich allerdings ganz ehrlich bin, wäre das 21 Tage lang nichts für mich.

Hotel Bayerischer Hof als Basiscamp der Ruhe

Das Hotel versteht sich selbst als Basiscamp der Ruhe, der Einkehr und als Ort der Erholung für seine Gäste. Was wir sowohl selbst als Gäste des Hauses, als auch nach Gesprächen mit anderen Gästen bestätigen können. Für jeden Gast gibt es das passende Angebot. Sei es nun die Teilnahme an der Schrothkur, geführte oder selbst zusammengestellte Wanderungen fernab der bekannten, stark Touristen überlaufenen Routen oder Empfehlungen für Events in Oberstaufen und Umgebung. Man kann es einfach genießen, denn die alltäglichen Aufgaben werden einem vom Hotel abgenommen und man hat Zeit für die Dinge, die man wirklich gerne machen möchte.

Ein Ansatz der zu gefallen weiß. Mich persönlich hat hierbei die Tatsache angesprochen, dass der Gast und seine Wünsche ganz offensichtlich im Mittelpunkt steht. Alles darf, nichts muss. Dies merkt man ganz gut daran, dass der Bayerischer Hof mit dem Restaurant Stadlers und dem hauseigenen Bistro selbst für das leibliche Wohl sorgt. Allerdings auch gar kein Problem damit hat, wenn die Gäste andere Gaststätten aufsuchen oder keine Gäste des eigenen Hauses im Restaurant vorbeischauen. Es wird eine Art Politik der offenen Tür gelebt, die man leider ab und an vermisst.

Unser Doppelzimmer Deluxe mit Balkon

Die verschiedenen Zimmertypen des Hauses hatte ich bereits aufgegriffen, im Detail kann ich diese allerdings nicht alle vorstellen. Was ich allerdings kann, ist einen Blick auf das Doppelzimmer Deluxe mit Balkon in der Residenz zu werfen, denn in diesem waren wir für drei Nächte einquartiert und auch tagsüber haben wir uns dort ab und an aufgehalten. Unser Zimmer befand sich im Dachgeschoss (4. Stock) des Hauses und war sowohl über Treppe als auch einen Aufzug zu erreichen, der übrigens genau gegenüber unseres Zimmers vorzufinden war. Gepäck und Co. konnten daher ohne weiteres von der zu buchbaren Tiefgarage ins Zimmer gebracht werden. Ohne erst einen Umweg durch das gesamte Hotel zu gehen.

Nach dem Betreten unseres Doppelzimmer Deluxe im Bayerischer Hof standen wir in einem etwa drei Meter langen Flur, der auf der linken Seite mit einem massiven Kleiderschrank mit großem Ganzkörperspiegel aufwartete. In welchem zudem noch die Minibar, ein Safe sowie zig Ablagefächer als auch Kleiderhaken zu finden waren, ebenfalls dort waren die Sitzkissen für den Balkon untergebracht. Probleme mit Stauraum sind quasi schon nach dem ersten Schritt ins Zimmer gelöst.

Vom Flur aus abgehend lag rechterhand das innenliegende Bad mit großem Badezimmerspiegel, großzügiger, begehbarer Regendusche und einem beleuchteten Kosmetikspiegel, der mir bei meiner täglichen Rasur stets positiv aufgefallen ist. Eben die kleinen Details, die den Unterschied machen. Das Bad selbst war sehr sauber, aufgeräumt und nicht zu überladen. Dank zuschaltbarer Lüftung gab es auch keine Probleme mit Wasserdampf und Co., was gerade bei innenliegenden Bädern sonst eher zu Problemen führen kann.

Wieder zurück im Flur geht es geradeaus ins eigentliche Herzstück des Deluxe Doppelzimmer, den Schlaf- und Wohnbereich. Auf der rechten Seite befindet sich direkt nach Betreten das großzügige Bett, gegenüber davon steht ein Schreibtisch, welcher in eine Kommode übergeht. Darauf ein Flatscreen TV, wenn man sich doch Mal für den Rückzug ins eigene Zimmer entscheidet. Richtung Balkon ist der Wohnbereich mit einer bequemen Couch für zwei, eher drei Personen vorzufinden, den dazugehörigen Sessel gibt es gegenüber. Zwei kleine Beistelltische lassen sich zusammenschieben und bieten somit genügend Platz, wenn man beispielsweise Mal eine Runde Karten spielen möchte.

Vom Wohnbereich geht’s mit einem Schritt direkt auf den Balkon, der nicht nur eine wunderbare Aussicht auf die Natur ermöglicht. Sondern mit zwei Holzstühlen sowie einem dazu passenden Holztisch zum Verweilen einlädt. Gerade in den Abendstunden oder am frühen Morgen hat es uns dahin gezogen, um noch ein wenig vom Alltag abzuschalten und die Ruhe der Natur, unterbrochen von dem ein oder anderen Vogel zu genießen. Für uns war das Doppelzimmer Deluxe der ideale Rückzugsort vom regen Treiben Oberstaufens, dem aktiven Programm tagsüber und für die notwendige Ruhe am Abend.

Kulinarik im Hotel Bayerischer Hof

Die Namensherkunft des Restaurant Stadlers habe ich eingangs bereits erläutert. So ist das Restaurant nach einem der drei „Käse-Pioniere“ im Allgäu benannt: Josef Aurel Stadler, der als einer der Wegbereiter der Hartkäse Herstellung gilt. Im Keller des heutigen Hotels Bayerischer Hof hatte Stadler eine große Krämerei mit Tuchhandel und ausgedehntem Käselager. Stadler spielt allerdings nicht nur bei der Bezeichnung des Restaurants eine wichtige Rolle. Denn bereits am ersten Abend durften wir eine Spezialität des Hauses kennen lernen: Stadlers Hut.

Ein Highlight für sich: Stadlers Hut im Restaurant Stadler

Keine Sorge, es ist kein Hut auf unserem Teller gelandet. Im Gegenteil, Stadlers Hut bezeichnet eine Zubereitungsart, die interaktiv ist und gerade in einer größeren Gruppe viel Spaß bereitet. Stadlers Hut könnte man als Hybrid aus Fondue-Raclette-Pfanne bezeichnen. Auf der Hutspitze wird Speck gebraten, am Hutkörper selbst werden an kleinen Haken Fleischstücke aufgespießt und langsam gebraten, der Bratensaft fließt in die „Hutkrempe“ in der die Brühe mit fein geschnittenem Gemüse vor sich hin köchelt. Eine Stufe darunter befinden sich die klassischen Raclette-Pfännchen, die mit Allgäuer Käse bestückt werden.

Hört sich nicht nur ein wenig abenteuerlich an, es ist auch der Fall, dass es Mal eine ganz andere Art des Abendessens ist. Man teilt hier nicht nur das gleiche Gericht mit seinem Gegenüber, sondern ein Erlebnis. Natürlich stößt Stadlers Hut auch bei anderen Gästen auf Interesse und führt dazu, dass man sich direkt im Gespräch befindet. Wenn ich also ein Gericht im Hotel Bayerischer Hof empfehlen müsste, wäre dies Stadlers Hut, gefolgt von einer Auswahl von Sorbet. Perfekte Kombination!

Restaurant Stadler kann auch anders…

Keine Sorge, neben Stadlers Hut hat das Restaurant im Bayerischer Hof noch einiges mehr zu bieten. So haben wir uns am zweiten Abend für ein Essen von der Karte entschieden. Wobei ich direkt zu Beginn anmerken muss, dass auf Sonderwünsche und Umstellungen bei den einzelnen Gerichten ohne Probleme eingegangen beziehungsweise entsprechende Empfehlungen ausgesprochen wurden. Generell kann man festhalten, dass der Service äußerst zuvorkommend und hilfsbereit war, nicht nur im Restaurantbereich, sondern in allen Berührungen mit dem Personal des Hotels.

Dennoch kam nochmals etwas von Stadlers auf den Tisch, Stadlers Zwiebelrostbraten mit einem mit Emmentaler überbackenen Allgäuer Kartoffelrösti und dazu passender dunkler Soße. Vorab gab es einen großen, bunten Salat mit frischem Grillgemüse, fruchtigen Tomaten und Balsamicocreme. Meine Frau hatte sich das Hirschedelgulasch bestellt, das ebenfalls sehr gut geschmeckt hat. So gut, dass sie kaum etwas davon abgeben wollte…

Um nochmals die Flexibilität und das Entgegenkommen des Personals aufzugreifen kann ich nur erwähnen, dass es überhaupt kein Problem war unseren Nachtisch mit aufs Zimmer zu nehmen, da noch ein geschäftliches Telefonat anstand und die Zeit doch ein wenig knapper wurde als angenommen. War natürlich großartig für uns, da wir so nicht auf das Sorbet und den Apfelstrudel mit Vanilleeis verzichten mussten, der uns bereits auf der Karte angelächelt hat.

Frühstück im Hotel Bayerischer Hof

Bereits ab sieben Uhr bis zehn Uhr dreißig gibt’s im Bayerischer Hof das Frühstück, welches sich vorm Abendessen nicht zu verstecken braucht. Alleine die Präsentation des Frühstücks weiß zu überzeugen. Klar strukturiert nach Säften, verschiedenen Tees und frischem Obst beziehungsweise Trockenobst. Im anderen Bereich des Frühstückraums trifft man auf verschiedene Quarks und Joghurts, frischen Obstsalat, dreierlei Müsli als auch die üblichen Brot-/ Brötchenaufstriche.

Keine Sorge, auch die „Fleisch-Fraktion“ kommt nicht zu kurz. Eine Auswahl verschiedener Wurst- und Käseaufschnitte, frischem Lachs, Rührei, gebratenem Speck und Würstchen gab es zum Frühstück. Dazu eine reichhaltige Auswahl an Brötchen und frischem Brot. Wer mochte, konnte sich dazu Cappuccino, Milchkaffee und Co. dazu bestellen, worauf man eben Lust hat. Hört sich zunächst einmal standardmäßig an, war es aber definitiv nicht. Und selbst nach drei Tagen vor Ort entdeckte man immer wieder etwas Neues am Frühstücksbuffet.

Aktiv im Hotel Bayerischer Hof und Umgebung

Im Hotel Bayerischer Hof konnte man nicht nur lecker Speisen, sondern sich auch aktiv betätigen. Sei es im Fitness- beziehungsweise dem Schwimmbadbereich des Hotels direkt oder bei einem der angebotenen Aktivitäten wie geführten Wanderungen oder Yoga. Vielmehr versteht sich das Haus allerdings als Basiscamp und Rückzugsort von Aktivitäten außerhalb des Hauses. So werden Empfehlungen für Tagesausflüge getroffen, Wanderungen außerhalb typischer Touristenrouten empfohlen als auch der ein oder andere Event-Tipp ausgesprochen.

In vierzig Minuten von Oberstaufen an den Bodensee

Uns hat es beispielsweise über die Grenze nach Österreich gezogen. Innerhalb von fünfundvierzig Minuten waren wir in Bregenz, Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg, die direkt am Bodensee liegt. Mit gutem, sonnigen Wetter auf unserer Seite schlenderten wir zunächst durch die überschaubare Innenstadt, die dennoch genügend Möglichkeiten zum Shoppen oder Abschalten bei einer Tasse Kaffee bot. Um im Anschluss in direkter Nähe des Bodensees zu entspannen.

Eine große Treppe, die stufenweise in Richtung Bodensee führte, lud unter Kastanienbäumen zum Verweilen ein. Genau die richtige Kombination aus Schatten und Sonne in Verbindung mit kühlem Nass, wo man zumindest ohne Bedenken die eigenen Füße im Wasser abkühlen konnte. Wer möchte, findet natürlich noch die ein oder andere Eisbude in Bregenz, schadet bekanntlich bei heißem Wetter nie. Ein Tipp noch am Rande, beim Parken eher in der Parkzone B parken und ein paar Meter zu Fuß zurücklegen, spart Geld und man sieht noch ein wenig mehr von der Stadt.

Shoppen, Sightseeing und mehr in Oberstaufen

Ganz so weit muss man dann aber doch nicht fahren, wenn man etwas sehen möchte. Oberstaufen selbst lädt ebenfalls zum Verweilen oder Shoppen ein. Meine Frau ist in Oberstaufen unter anderem auf einen Sportladen (Sport-Market) aufmerksam geworden, der das ganze Jahr über schicke, moderne Sportkleidung aus allen Bereichen – Wandern, Radfahren, Laufen, usw… – anbietet. Natürlich konnten wir nicht nein sagen und haben uns entsprechende mit neuen Fleecejacken, Sportkleidung, usw… eingedeckt.

Auch die zahlreichen Cafés, Restaurants und Eisdielen laden zum Verweilen ein. Einfach ein wenig die Augen offen halten und schauen was einen anspricht. Enttäuscht hat uns dort nichts. Und auch am Abend findet man immer ein Plätzchen zum Tanzen. Im Zweifelsfall direkt an der Rezeption nachfragen und ich bin mir sicher, du bekommst genauso gute Empfehlungen, wie wir sie vom Hotel Bayerischer Hof erhalten haben.

Unterwegs im Wandergebiet Mittag – auch für Einsteiger eine Option

Eines meiner persönlichen Highlights war die gut dreistündige Wanderung mit Hoteldirektor Meyer. Gestartet im Tal von Immenstadt, ging es zunächst mit der Bergbahn vom Tal aus in Richtung Mittelstation, kurz umgestiegen war die Bergstation das nächste Ziel. Ein wenig Zeit sollte man für diese Fahrt allerdings mit einplanen, denn ganz so flott ist man dann doch nicht auf dem Berg. Aber zumindest deutlich schneller als zu Fuß. Ausgehend von der Bergstation ging es an das erste Teilstück unserer Wanderung. Ziel: Bärenköpfle.

Insgesamt legten wir auf unserer Wanderung entlang der Nagelfluhkette gut 500 Höhenmeter auf und ab zurück. Bekannt ist die Nagelfluhkette durch ihren besonderen geologischen Aufbau, den das Nagelfluhgestein erinnert an Waschbeton. So sind in einer verbackenen Masse abgerundet Gesteinsbrocken eingeschlossen, die im Verwitterungsprozess langsam an die Oberfläche gelangen und abbröckeln. Im Allgäuer Volksmund wird das Gestein daher auch „Herrgottsbeton“ oder „Beton Gottes“ genannt. Weitere Informationen dazu und zur Nagelfluhkette im Allgemeinen vermittelt dieser Wikipedia-Artikel ganz gut.

Das Bärenköpfle war relativ schnell erreicht, zumindest gefühlt. Auch wenn ich auf der Wanderung selbst deutlich mehr geschwitzt habe, als teilweise im Fitnessstudio. Aber darf ruhig sein, schließlich soll man auch merken, was man geschafft hat. Seinen Namen erhielt der Berg, weil auf ihm 1760 angeblich der letzte Bär des Allgäus erlegt worden sein soll. Vom Bärenköpfle aus wurde die Strecke anspruchsvoller, der Aufstieg zum Steineberg stellte dann noch ein paar Herausforderungen bereit.

Gemeinsam mit Herr Meyer stellten diese allerdings kein Problem dar und während des Aufstiegs konnte ich noch einiges über Berge, Blumen, Tierwelt, die Flora und Fauna im Allgemeinen und Pilze erfahren. Kurz vorm Ziel, dem Gipfelkreuz des Steineberg stand die größte Herausforderung bevor, eine 14 Meter lange Stahlleiter, die direkt am Berg anlag. Mit ein wenig Überwindung meinerseits wurde aber auch dies Etappe erfolgreich beendet. Der Abstieg, mit kurzem Zwischenstopp auf einer Alm, gestaltete sich dann schon um einiges einfacher. Für mich tatsächlich eine ganz spannende Wanderung, die Sport mit Natur und ein wenig lebhaftem „Schulunterricht“ verbunden wurde.

Fazit zum Basiscamp der Ruhe in Oberstaufen: Hotel Bayerischer Hof

Vorgestellt wurde uns das Hotel Bayerischer Hof in Oberstaufen von Hoteldirektor Meyer als Basiscamp der Ruhe, das seinen Gästen alltäglichen Arbeiten abnimmt, um diesen so viel Freiraum wie möglich für deren Aktivitäten zu schaffen. Wer möchte, kann sich so sein eigenes Programm, um seinen Aufenthalt, zusammenstellen oder vom Hotel dabei unterstützen lassen. Für uns war das Hotel allerdings so viel mehr als ein Basiscamp. Es war Rückzugsort, ein Ort der Erholung und Kulinarik, ein Ort des Zusammenseins und eben doch der Ort, um von dort das Allgäu ein wenig zu erkunden.

Mit freundlicher Unterstützung von Hotel Bayerischer Hof / enthält Werbung

About Sebastian

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