Beanies gelten bekanntermaßen als einzig wahre Option, um sich als Mann im Winter vor Kälte zu schützen. Okay, ganz so ist es dann doch nicht. Aber zumindest macht man mit einer Beanie als Kopfbedeckung bei kühlen Temperaturen nichts verkehrt. Fast nichts. Denn den ein oder anderen Punkt, auf den es zu achten gilt gibt es eben doch.

Es geht eben nicht immer nur darum, was man trägt, sondern auch darum wie man es trägt. Denn ein Kleidungsstück kann noch so stylisch sein, falsch getragen zerstört es ein Outfit eher, als das es dieses aufwertet. Auch pauschale Aussagen wie: „Ich kann keine Mütze, Hüte, Beanies, … tragen“ bekommen auf einmal eine ganz andere Bedeutung. Vielleicht war dir bisher nur nicht klar, wie du diese richtig trägst und im Alltag kombinierst.

Die richtige Beanie für dein Gesicht auswählen

Die Beanie als solches ist ein großartiges Accessoire, um die eigene Wintergarderobe aufzuwerten und sich für kühle Temperaturen zu rüsten. Bevor man allerdings loszieht und eine x-beliebige Beanie kauft, sollte man sich zumindest ein paar Gedanken darüber machen, ob diese Mütze zum eigenen Gesicht passt.

Hier spielt die eigene Gesichtsform eine entscheidende Rolle. Bei einer runden oder quadratischen Gesichtsform – wir erinnern uns an den Bösewicht von Kevin Allein zu Hause – sollte man auf Beanies mit Umkehrmanschetten verzichten. Diese lassen das Gesicht zu gedrungen erscheinen. Stattdessen sollte man hier auf eine Beanie mit Rippung und eher lockerem Stil setzen, da dieser dem eigenen Gesicht etwas mehr Höhe verleihen und es optisch strecken. Des Weiteren sollte die Mütze nicht über die Ohren getragen werden.

Beanie im Streetwear Look

Photo by Alex Boyd on Unsplash

Bei längeren Gesichtsformen gilt umgekehrt, dass Beanies mit Umkehrmanschetten wunderbar funktionieren. Da das Gesicht ein wenig in der Höhe optisch verkürzt wird. In diesem Fall kann man sich sogar für Modelle mit kontrastreichen Farben oder minimalistischen Prints entscheiden. Des Weiteren sollte man darauf achten, dass sie enger geschnitten sind, damit das eigene Gesicht optisch nicht noch mehr Höhe verliehen bekommt.

Beanie Styles für jeden Anlass

Um die eigenen Ohren stilvoll warmzuhalten, sind diese Mützen wahrlich eine gute Wahl. Wenn man sich für diese Modelle entscheidet, macht man sowohl vom Style und auch hinsichtlich Funktion nichts verkehrt.

Klassische Beanie mit Umkehrmanschette

Beim Begriff „Wollmütze“ denkt man am ehesten an diesen Style. Könnte ich mir zumindest vorstellen. Da dies wohl als die klassischste Form der Beanie gilt. Quasi, eine Kopfbedeckung, die meist aus Baumwolle oder Fleece besteht, mit einer Umkehrmanschette. Dieser Stil ist gerade im Alltag äußerst beliebt, da er vielseitig getragen und kombiniert werden kann.

Fischermanns-Mütze

Okay, okay über die Bezeichnung darf man wahrlich diskutieren. Aber aus meiner Sicht trifft keine Bezeichnung diesen Art Beanie-Style besser als „Fischermanns-Mütze“. Vom Stil eher ähnlich der klassischsten Form kommt dieser Style ein wenig zu kurz geraten daher. So hört die Beanie mit Umschlag direkt über dem Ohr auf und liegt verhältnismäßig eng an. Gerade in eher robusteren Outfits, beispielsweise im Workwear-Stil, eine gern gesehenes Accessoire.

Bommel-Mütze

Die Beanie in der klassischen Form ist quasi ein Bommel-Mütze / Pudelmütze ohne Bommel, daher sei auch dieser Vergleich erlaubt.  Bereits zu früheren Zeiten wurden die Bommel-Mützen nicht nur getragen, um den Kopf vor Kälte zu schützen, sondern auch, um durch verschiedenfarbige Bommel eine Unterscheidung zwischen den Kompanien zu ermöglichen.

Heutzutage sollte man Bommel-Mützen / Pudelmützen eher dem weiblichen Gegenpart überlassen. Hier lässt sich das verspielte Design der Mütze leichter im Outfit unterbringen. Sollte man sich dennoch für diesen Stil entscheiden gilt es darauf zu achten, dass man sich von neonfarbenen Exemplaren oder gar denjenigen mit ausgefallenen Mustern fernhält. Des Weiteren sollte auch der Bommel nicht zu übergroß daherkommen.

Beanies mit Schild

Dieser Art Beanie präsentiert sich durch ein eher schlankes, schlichtes Design, bei der allerdings im Front-Bereich ein Art Schild vorhanden ist. Ähnliche wie man es von der Baseball-Cap kennt. Wer nun allerdings der Meinung ist, dass man diese Mütze in das eigene Outfit mit einbringen muss, der sollte nochmal nachdenken. Schaut einfach zu lässig aus und erinnert an 13-jährige Skater-Kids.

So kannst du deine Beanie im Alltag tragen

Nun, da wir wissen, welche Beanies man im Alltag tragen kann und welche eher nicht, widmen wir uns der Art und Weise wie man diese trägt. Denn wie eingangs bereits erwähnt kommt es nicht immer nur darauf an was, sondern auch wie man es trägt.

Gerade, wenn man an kühlen Tagen von A nach B kommen will, empfiehlt es sich auf schlichte Styles zu setzen. Beanies die traditionell daherkommen und sich optisch nicht zu sehr in den Vordergrund drängen sind eine vernünftige Wahl für den Alltag. Auch hinsichtlich der Farbwahl sollte man auf subtile, neutrale Farbtöne setzen. Farben wie Grau, Schwarz, Braun und Marine sind stets eine gute Wahl.

Neben der Farbe und dem eigentlichen Design kann man auch mit der Struktur und dem verwendeten Stoff spielen. Hierdurch gelingt es dem eigenen Outfit noch ein wenig mehr Tiefe zu verleihen. Wer Hemd und Anzugshose trägt, setzt mit einer wollenen Beanie, mit gröberer Struktur durchaus einen optischen Gegenpart. Quasi, eine Integration der Mütze in den Dresscode Smart Casual. Kann funktionieren, wenn man auf die zuvor erwähnten Details achtet.

Beanie im Streetwear-Look

Photo by Jacob Hilton on Unsplash

Die Beanie als solche lässt sich auch ganz gut in den Athleisure Look integrieren. Eher Streetwear mäßig geprägt geht die Beanie als Alternative zur Baseball-Cap durch und funktioniert wunderbar im Zusammenspiel mit Hoodie, Sneakers und Co. Was die Farben der Mütze bei diesem Look betrifft, scheint hier alles möglich. Es kommt eben lediglich auf ein ausgewogenes Verhältnis des ganzen Styles an.

Die Kombination aus einer lässig geschnittenen Jeans, Hoodie unter einer Bomberjacke und Beanie kann durchaus durchgehen. Nur bitte darauf achten, dass nicht sämtliche Elemente des Looks zu farbenfroh und präsent daherkommen. Eine gewisse Ordnung sollte hierbei schon gegeben sein.

Im Workwear-Look weiß vor allem die Fischer-Mütze als prägendes Accessoire zu überzeugen. In diesem Sinne sind Wollmützen eines der wichtigsten Accessoires des Looks, aber es gibt einen richtigen und einen falschen Weg, diese zu tragen. Man sollte lediglich darauf achten, dass die Beanie zum robusten Look des Outfits passt.

Mann mit Beanie im Gegenlicht

Photo by Pavel Lozovikov on Unsplash

Sollte es wirklich eisig kalt und zugig werden, wird man mit einer kleinen, schlichten Fischer-Mütze den eigenen Kopf nicht schützen können. In diesem Fall muss man eher auf Funktion als Style achten. Dies äußert sich dadurch, dass spezielle Kaltwetterstoffe, Fleecefutter und Marken, die für den Außenbereich entwickelt wurden zum Einsatz kommen sollten.

Der Rest des Outfits bestimmt sich daher auch eher aus funktionellen und weniger stylischen Gesichtspunkten. Im Winter macht man dann aber mit Thermohose, winterfestem Parka sowie robusten Schneeschuhen nichts verkehrt. Es gilt nur darauf zu achten, dass sich die einzelnen Stücke nicht gegenseitig die Schau stehlen.

Copyright Titelfoto: Photo by Andrew Neel on Unsplash

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.