Building a minimal Wardrobe

Building a Minimal Wardrobe

Der heutige Beitrag fällt sicherlich ein wenig kürzer aus als ihr es von mir gewohnt seid. Allerdings wollte ich es mir nicht nehmen lassen, um euch auf das Video „Building a Minimal Wardrobe“ von The Art of Manliness aufmerksam zu machen.

Thematisch widmet sich dieses Video den Grundgedanken, welche man sich beim Aufbau oder Ausbau des eigenen Kleiderschranks machen sollte. Insbesondere hinsichtlich der Fragen: Welche Kleidungsstücke benötige ich, was brauche ich nicht und wie kann ich verschiedene Stücke geschickt miteinander kombinieren.

Fragen, welche ich mir in meinem Beitrag „Männermode – ein Leitfaden – Was sollte man(n) im Schrank haben“ in ähnlicher Art und Weise bereits gestellt habe. Im Mittelpunkt des Videos, welches übrigens am Ende des Beitrags eingebunden ist, erklärt uns Brett McKay, der Gründer des Blogs The Art of Manliness, welchen drei Prinzipien er beim Aufbau seines Kleiderschranks folgt. Zudem gibt er einige Tipps, wie man verschiedene Kleidungsstücke geschickt miteinander kombiniert. Doch kommen wir zunächst zu dem ersten seiner drei Prinzipien.

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„Pick Clothes that fit your Lifestyle“

Hiermit möchte uns Brett sagen, dass man sich am besten die Kleidungsstücke für seinen Kleiderschrank aussucht, welche am ehesten zum eigenen Lebensstil passen. Sprich, als Bänker wird man weniger Jeans und Shirts im Schrank hängen haben, als beispielsweise ein Bauarbeiter, der wiederum weniger Anzüge in selbigem hat. Was einfach damit zusammenhängt, dass man sich Kleidung entsprechend seinem Lebensstil, Alltag und Jobs zulegt.

So macht es für den Bauarbeiter keinen Sinn fünf Anzüge im Schrank zu haben, welche er vielleicht alle fünf Jahre benötigt, um es übertrieben zu sagen. Das der Bänker mehr als einen Anzug im Schrank haben wird ist allerdings auch klar, da dies sein tägliches Arbeitsoutfit ist und er hier ab und an schon die Kleidung wechseln sollte. So oder so kommt es eben stark auf den eigenen Lebensstil an.

Bei mir im Schrank findet sich beispielsweise genau ein Anzug, welchen ich für besondere Anlässe anziehen kann. Reicht vollkommen für mich aus. Wobei dieser in nächster Zeit wohl durch einen Moderneren ausgetauscht werden soll, aber dazu in einem späteren Beitrag mehr.

Ansonsten habe ich einige Hemden im Schrank, sowie Jeans in verschiedenen Farben. In Sachen Schuhen gibt es eine gesunde Mischung aus Sneaker und Lederschuhen, letztere lassen sich übrigens auch sehr gut mit einer schicken Jeans tragen. Ihr seht der Inhalt eines Kleiderschranks richtet sich ganz nach dem Lebensstil seines Besitzers, was auch sehr sinnvoll ist.

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„Focus on the Basics.“

Im Mittelpunkt unseres Kleiderschranks sollten die Basics stehen, wie beispielsweise Shirts, Hemden, Schuhe und Jeans. Davon nicht allzu viele in verschiedenen Formen und Farben, sondern auf das Wesentliche reduziert, dafür allerdings in einer vernünftigen Qualität.

Dies musste ich bereits aus eigener Erfahrung lernen, dass sich Qualität durchsetzt. Früher war es bei mir so, dass ich zig verschiedene Hemden im Kleiderschrank hatte, angezogen habe ich allerdings immer die mit höhere Qualität, welche natürlich auch bei der Anschaffung mehr gekostet haben. Aber ganz ehrlich fünf Hemden für 15€, welche man nicht trägt, da die Qualität nicht stimmt, sind in Summe 75 Euro zu viel!

Daher nehme ich lieber die 75 Euro einmal in die Hand, kaufe mir ein vernünftiges Hemd und bin auch zufrieden. Denn meist ist die Lebensdauer eines solchen Hemdes auch entsprechend länger. Diese Denkweise lässt sich natürlich auf alle Kleidungsstücke übertragen. Daher vorher ruhig Mal darüber nachdenken, ob es denn Sinn ergibt etwas mehr Geld bei der Anschaffung eines Kleidungsstücks in die Hand zu nehmen, dafür aber auf Dauer davon überzeugt zu sein.

Brett zeigt uns in seinem Video noch ganz gut, wie man diese einfachen Basics durch geschickte Kombination zu verschiedensten Outfits kombinieren kann. So nimmt er ein einfaches Paar blaue Chinos als Mittelpunkt seines Outfits und kombiniert dies mit anderen Kleidungsstücken und schafft daraus fünf verschiedene Outfits. Definitiv einen Blick wert, wie man aus einer minimalistischen Garderobe doch soviel herausholen kann.

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„Be Darwinian with your Clothes“

Auf sein drittes Prinzip bin ich in meinem Beitrag „Ordnung im Kleiderschrank – so geht’s richtig“ bereits ausführlich eingegangen, möchte es aber zumindest teilweise hier nochmals aufgreifen.

Brett beschreibt mit diesem Prinzip, dass er sich jeweils im Sommer und Winter Zeit dafür nimmt seinen Kleiderschrank durchzugehen und zu schauen, welche Kleidungsstücke er angezogen hat, welche er nicht angezogen hat und welche er definitiv nicht mehr anziehen wird. Dann entledigt er sich der überflüssigen Kleidungsstücke und behält nur die im Kleiderschrank, welche er regelmäßig anzieht.

Das Ganze kann man als Ordnung schaffen im Kleiderschrank beschreiben. Sprich ihr geht nun Kleidungsstück für Kleidungsstück euren Kleiderschrank durch und entscheidet, ob ihr diese jemals wieder anzieht oder ob sie eh nur im Schrank als Staubfänger landen. Hierbei empfiehlt sich folgender Tipp als ganz hilfreich, um einen gewissen Überblick zu behalten.

Alle Kleidungsstücke, welche auf Kleiderbügeln hängen, hängt man in eine Richtung in den Kleiderschrank. Hat man diese nun angezogen, gewaschen und gebügelt hängt man sie entgegen der ursprünglichen Richtung in den Schrank. So sieht man dann nach sechs Monaten oder einem anderen beliebigen Zeitraum, welche Kleidung man tatsächlich getragen hat und welche nicht.

Auf Grundlage der Erkentnis aus diesem Auswahlprozess kann man sich dann entscheiden, ob man die Kleidungsstücke aufheben oder hergeben möchte. Natürlich sollte man hierbei beachten, dass formale Kleidung oder bestimmte Outfits nur zu speziellen Anlässen getragen werden können, diese sollten daher von diesem System außen vor sein.

Mein persönlicher Tipp, um den eigenen Kleiderschrank nicht allzu sehr aufzublähen ist folgender: Wenn ich mir ein neues Kleidungsstück zulege, entsorge ich im gleichen Zug ein altes oder gebe dieses her, so laufe ich nicht in Gefahr, dass mein Kleiderschrank eines Tages überquillt. Und bisher scheint dieses System zumindest bei mir ganz gut zu funktionieren.

Wie versprochen gibt es nun noch das Video von Brett zu Building a Minimal Wardrobe | The Art of Manliness. Viel Spaß damit, die erste Minute ist übrigens Werbung, falls ihr diese überspringen möchtet.

About Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

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