Kurzurlaub über den Wolken auf dem Burghotel „Auf dem Falkenstein“

Mit dem Burghotel „Auf dem Falkenstein“ in Pfronten haben wir uns bei der letzten Station unseres Roadtrips in Süddeutschland eingefunden. Nachdem wir nun an Seen, in der Stadt und nahe Wäldern unterwegs waren, hat es uns auf einen Berg gezogen. Um genau zu sein auf den namensgebenden Falkenstein, dort befindet sich neben dem eigentlichen Burghotel die Ruine der Höhenburg (1.268 Meter). Der Falkenstein selbst ist Teil des Falkensteinkamm bei Pfronten im Allgäu.

Die Auffahrt auf den Falkenstein an sich war bereits ein Erlebnis. Denn einfach hoch- und herunterfahren ist dann doch nicht. Hierfür sind die Wege einfach ein wenig zu schmal. Daher gibt ein Ampelsystem Auskunft, wann die Auffahrt beziehungsweise die Abfahrt möglich ist. Die Abreise vom Burghotel Falkenstein ist in den ersten zehn Minuten jeder vollen Stunde möglich, die restlichen fünfzig Minuten können zur Auffahrt genutzt werden. Sollte man zumindest bei der Abreise beachten, dass man pünktlich loskommt, wenn man noch Termine hat.

Burghotel „Auf dem Falkenstein“ im Blick

Über 120 Jahre hat das Burghotel „Auf dem Falkenstein“ mittlerweile auf dem Buckel. Ein Familienbetrieb der auf seine eigenen Werte, Zusammenhalt und Respekt setzt, die mittlerweile drei Generationen auf dem Falkenstein zusammenschweißen. An vorderster Front steht Herta Schlachter, die Hausherrin, Ruhepol und gute Seele des Hauses. Die meist in irgendeiner Ecke des Burghotels zu sehen ist, Empfehlungen für Ausflüge ausspricht oder gerne einfach Mal plauscht.

Weiterhin zeichnet sie sich für einen Großteil der Dekoration im Burghotel verantwortlich, die mit großer Liebe zum Detail umgesetzt wird. Sieht man übrigens in jeder Ecke des Hotels. Egal ob im Frühstücks- oder Speiseraum als auch im Wellnessbereich des Hauses, aber eben auch in den einzelnen Zimmern, wie du später noch sehen wirst.

An Hertas Seite steht mit Toni ein echter Wirbelwind, Kreativkopf und Geschmacksvirtuose. Jedoch findet man ihn meist hinter verschlossenen Türen, Küchentüren, wo er kreative Ideen für neue Rezepte umsetzt. Im Rahmen unserer Halbpension vor Ort hatten wir die Möglichkeit seine Gerichte, die auf handwerklicher Zubereitung und ehrlichem Geschmack fußen kennen zu lernen. Bei der Auswahl seiner Zutaten setzt er auf heimische Produkte, Fleisch aus eigener Jagd sowie Milch, Käse und Obst von ansässigen Bauern oder Kräuter aus der Natur und dem eigenen Gemüsegarten.

Neben Herta und Toni sieht man auch noch deren drei Kinder Toni jr., Daniela und Simon ab und an Burghotel Falkenstein. Wenn du noch ein wenig mehr über die Familie Schlachter erfahren möchtest, kann ich dir empfehlen auf dieser Webseite vorbeizuschauen. Gerade mit Daniela hatten wir im Service des Öfteren zu tun und haben uns sehr über ihre freundliche, interessierte Art gefreut.

Seit dem Kauf des Burghotel „Auf dem Falkenstein“ im Jahr 1988 durch Herta und Toni Schlachter hat sich dort einiges verändert. Bis 2002 gab es immer wieder Veränderungen im Burghotel, bis schließlich dann das neue Konzept der Themenzimmer angegangen wurde. So entstand zunächst das Hochzeitszimmer im orientalischen Stil sowie das Rosenzimmer und der Blaue Salon.

Zimmer für Zimmer wurden im Laufe der Zeit diese mit unterschiedlichen Themen in Szene gesetzt und bekommen so ihren ganz eigenen Charme. Im Detail werfe ich nachfolgend einen Blick auf unsere Burgkristallsuite, bevor ich das Kulinarikangebot sowie den Wellnessbereich des Hauses ein wenig genauer unter die Lupe nehme.

Ein Blick auf unsere Burgkristallsuite

Beim Betreten der Burgkristallsuite im Burghotel „Auf dem Falkenstein“ standen wir nicht wie bei den vorherigen Stationen unseres Roadtrips auf einem Gang, der sich in Bad und Schlaf- und Wohnbereich abspaltet, sondern direkt im Badezimmer. Nach Eintritt in die Suite blickt man direkt auf die großzügige Dusche mit normaler Brause und Regendusche, eine Besonderheit hierbei ist sicherlich noch der großflächige Spiegel innerhalb der Dusche. Hatte ich so bisher auch nicht gesehen.

Rechts der Eingangstür befindet sich eine Whirlbadewanne für zwei Personen, die natürlich auch getestet und für gut befunden wurde. Im Sommer eher an tristen Tagen eine Option, im Winter aber definitiv ein Must-Have zum Aufwärmen und Abschalten vom Alltag. Ansonsten sieht man auf den ersten Blick, das Stein und Holz in der Burgkristallsuite bestimmende Elemente sind und sich gegenseitig gut ergänzen.

Dabei wirkt die Suite nicht altbacken, sondern modern. Gerade die durchdachte Beleuchtung, beispielsweise durch wechselfarbige leuchtende Kristalle, eingelassen im antiken Eichenfußboden. Diese schauen nicht nur gut aus, sondern leiten in der Nacht den Weg zum Badezimmer.

Stein spiegelt sich nicht nur in den Wänden wider, gerade im Badezimmer fällt das massive, dunkle Steinwaschbecken auf. Vom Badezimmer/Eingangsbereich führt dann doch noch ein kleiner Gang in den Rest der Suite. Wo sich Holz und Stein weiterhin vereint zeigen. Auf dem Weg dorthin kommt man an einem großzügigen Kleiderschrank mit Ganzkörperspiegel vorbei, dem gegenüber befindet sich eine Garderobe, an der Jacken und Co. aufgehängt werden können. Übrigens der Ort, an dem wir unseren Zimmerschlüssel immer deponiert haben.

Am Ende des Gangs steht man dann im großzügigen Wohn- und Schlafbereich der Burgkristallsuite. Das Highlight der Suite ist sicherlich das große Bett, welches fast mittig im Raum steht. Wenn es sprechen könnte, würde es sicherlich einige Geschichten zu erzählen wissen.

Dies gilt aber nicht nur für das Bett selbst, das von drei Seiten mit großen Spiegeln den Raum noch größer erscheinen lässt und einen ganz anderen Blickwinkel auf das Bett gestattet. Auch das antike Holz, aus dem das Bett gefertigt ist, hat mit gut 100 Jahren auf dem Buckel seine Geschichten zu erzählen. Selbst die Kissen tragen zur entspannten Stimmung bei, nicht zuletzt durch die Zirbenspäne-Füllung, die wissenschaftlich nachgewiesen positive Wirkung auf das Wohlbefinden, den Schlaf und die Gesundheit des Menschen haben.

Dem Bett gegenüber steht ein großzügiger TV der in Verbindung mit dem Bio-Ethanol Ofen und dem rustikalen, bequemen Bett die Burgkristallsuite zu einem echten Rückzugsort der Ruhe werden lässt. Passend dazu zieht sich der Lärchen- und Eichendielen Holzboden durch das gesamte Zimmer und versprüht seinen ganz eigenen Charme. Durch die Fenster und den an die Suite angeschlossenen Balkon hat man direkten Blick aufs Tal und die Burgruine.

Ein weiteres Detail, das man bei seinem Besuch allerdings selbst genauer ansehen sollte ist die besondere Beleuchtung des Zimmers. Wozu ich nicht nur die Kristallbodenbeleuchtung zähle, sondern noch das ein oder andere Beleuchtungsdetail aus Wohn- und Schlafbereich. Rechnet man nicht unbedingt mit, in einem eher rustikalen Zimmer wie der Burgkristallsuite. Persönlich bin ich mir sicher, dass die anderen Zimmer des Hauses unserer Suite in nichts nachstehen, bei Interesse kannst du hier einen Blick auf diese werfen.

Kulinarik im Burghotel „Auf dem Falkenstein“

Dreimal durften wir „Auf dem Falkenstein“ zu Abend speisen und müsste ich Stand heute eine Entscheidung fällen, was mein absolutes Lieblingsgericht war, könnte ich keine endgültige Entscheidung treffen. Dafür waren die einzelnen Gerichte zu verschieden, beziehungsweise zu überzeugend.

An sich nichts Schlimmes, so kann man auch als Gast auf der Durchreise Mal wieder vorbeischauen und weiter durch die Karte schlemmen. Doch bevor ich ein wenig näher auf unser Abendessen im Burghotel eingehe, möchte ich natürlich die wichtigste Mahlzeit des Tages nicht außen vor lassen: das Frühstück.

Frühstücken weit oben über Pfronten

Anders lässt es sich wohl nicht in Worte fassen. Denn in der Tat sitzt man auf dem Falkenstein weit oben über Pfronten, schaut auf die Stadt, die umliegenden Städte und Dörfer als auch die umgebende Natur hinab. Nicht nur, wenn man auf der Terrasse des Burghotels unterwegs ist, sondern direkt aus dem Frühstücksraum heraus. Ein heller, aufgeschlossener Anbau, der im Jahr 1999 an das Burghotel angegliedert wurde, bietet genügend Platz für einen Großteil der Gäste, die ab acht Uhr zum Frühstück kommen können.

Doch was frühstückt man am besten in einem solchen Ambiente? Normalerweise würde ich nun mit meiner Standardantwort Speck und Ei ums Eck kommen. Mache ich aber nicht. Dafür hat mich das selbst gebackene Brot des Hauses einfach zu sehr überzeugt. Üblicherweise eher auf der Brötchen- und Baguetteschiene unterwegs, hat mich das dunkle, frische Brot nicht mehr aus seinem Bann gelassen. Knusprige Kruste, weicher Kern. Eine Kombination, die sowohl mit der großen Käse- und Wurstauswahl, als auch mit Honig- und Marmeladenaufstrichen funktioniert.

Dazu frisches Obst in Form eines Obstsalats oder eben doch fein säuberlich in Scheiben geschnitten und akkurat auf Platten angerichtet. Im  Burghotel „Auf dem Falkenstein“ hat man verstanden, dass eben das Auge auch ein wenig mit isst. Was mich bei den angebotenen Säften sehr gefreut hat, ist die Tatsache, dass man ein wenig vom Hotel-Standard abgewichen ist. Orangen- und Multivitaminsaft gibt es hier ebenfalls, aber auch Holunder-Eistee sowie Kombucha kann man hier bereits beim Frühstück trinken.

Wem das noch nicht reicht, der bestellt eben einen Cappuccino, Kaffee und Co. beim hilfsbereiten und zuvorkommenden Service-Personal. Gilt übrigens immer, egal ob Morgens oder Abends, das Service-Personal „Auf dem Falkenstein“ weiß durch seine nette, zuvorkommende Art zu überzeugen und macht in Absprache mit der Küche fast alles möglich.

Abendessen im Rahmen der Halbpension

Wenn dir nun schon bei der Beschreibung des Frühstücks das Wasser im Munde zusammengelaufen ist, dann solltest du nun definitiv nicht weiterlesen. Denn ganz ehrlich beim Abendessen legt Küchenchef Walter Jung mit seinem Team noch eine Schippe drauf. Im Rahmen der Halbpension gab es drei Gänge, bestehend aus Vorspeise, Hauptspeise und Dessert zu genießen. Davor ein Gruß aus der Küche, der jeden Abend aufs Neue durch seinen kreativen Ansatz zu überzeugen weiß.

Ebenfalls gab es Abends das selbst gebackene Brot mit zwei verschiedenen Aufstrichen sowie eine Öl-Kräutermischung dazu. Alleine daran hätte man sich satt essen können. Den Speck-Frischkäseaufstrich zum Frühstück und ich wäre nicht mehr glücklicher zu machen. Sämtliche Gänge habe ich natürlich nicht fotografisch festhalten können, eine Auswahl gibt es natürlich dennoch zu sehen.

Aber lass uns doch einfach Mal einen Blick auf ein Abendmenü werfen, um dir zu zeigen, was dich im Restaurant im Burghotel mit Blick auf die Allgäuer Alpen erwartet. Bei den Hauptgängen muss man sich dann leider doch für einen entscheiden…

  • Carpaccio vom Rind – Gepickelter Spargel/Avocado/Limonen-Chili-Vinaigrette/Salat
  • Hirschrücken – Rotweinkus/Spargel/Kartoffelstampf
  • Confierter Adlerfisch – Cous Cous/Kaiserschoten/Tomatenconfit
  • Nuss-Knödel – Spargelragout/Austernpilze/Wildkräuter
  • Rhabarber-Crumble – Zitronenmousse/Sorbet/Topfen

Und, wofür hättest du dich nun entschieden? Bei mir ist der Hirschrücken auf dem Tisch gelandet, wobei ich sagen muss, dass die restlichen Gerichte auf den Nachbartischen auch eine gute Figur gemacht haben. Natürlich hätte ein Rotwein wunderbar dazu gepasst. Gab es für mich allerdings nicht, ich habe ich für einen Radler entschieden. Im Gegensatz zu den Radlern, die es ei uns gibt, kommt dieser im Burghotel Falkenstein nicht hell, sondern dunkel daher. Definitiv Mal etwas anderes, aber dennoch sehr gut. Muss nicht immer Wein sein!

Egal wofür ich mich während unseres Aufenthalts beim Essen entschieden habe, es hat überzeugt. Es war auch schön zu sehen, dass das Angebot des Restaurants nicht nur von den Hausgästen angenommen wurde, sondern auch von Wanderern oder Restaurantbesucher, die einfach nur Mal über Pfronten speisen wollten.

Ruhe & Weitblick im Wellnessbereich des Burghotel Falkenstein

Wer nun denkt, dass er seine „überschüssigen“ Pfunde im Fitnessbereich abtrainieren kann, dem muss ich leider entgegnen, dass es diesen im Burghotel Falkenstein nicht gibt. Vielleicht das einzige größere Manko, das mir bei unserem Besuch aufgefallen ist. Dabei könnte ich mir ein Training auf dem Berg durchaus vorstellen. Wobei es hier natürlich auch viele Gäste gibt, die eh ein Großteil ihres Aufenthalts am Wandern sind, die brauchen dann nicht auch noch ein Fitnessstudio.

Diese können sich sicherlich mehr für den „Burgtempel“ begeistern, dem Wellnessbereich des Hotels. In diesem wird man von einem Panorama-Ruheraum mit angeschlossener Ruheterrasse begrüßt, der alleine die Auffahrt auf den Berg wert ist. Bequem von gepolsterten Liegen aus den Blick über das umliegende Tal schweifen zu lassen ist schließlich nicht von so vielen Orten möglich. Hier spielt das Burghotel Falkenstein seine Stärke der überragenden Aussicht gekonnt aus. Zum Abschalten vom Alltag verleitet hierbei allerdings nicht nur die Aussicht, sondern auch frischer Tee, Obst und eine Auswahl an kleinen, feinen Leckereien.

Und wer unbedingt ein wenig Schwitzen möchte, der kann das zwar nicht im Fitnessstudio, aber in einer der Saunen, die im Wellnessbereich vorzufinden sind. Hierbei hat man als Gast die Wahl zwischen 80°C in der finnischen Sauna, 60°C in der marokkanischen Lehmsauna oder vergleichsweise kühle  30- 35°C im Pfrontner Heustadl.

Letzteres ist übrigens mein persönlicher Favorit gewesen, nicht nur wegen der milden Temperaturen und dem würzigen Duft, sondern auch wegen dem großartig inszenierten Design der Sauna. Sieht man nicht alle Tage.

Entspannen konnten meine Frau und ich aber vor allem, an einem Tag, an dem draußen Regen und Wind das Wetter bestimmten, wir aber im warmen Ruheraum in unserer kuscheligen Kaminnische einen Rückzugsort gefunden hatten, denn wir so schnell nicht aufgeben wollten. Im Winter in Verbindung mit Schnee und Kälte im Freien und dem lodernden Karminfeuer im inneren sicherlich ein Ort, den man dann noch weniger verlassen möchte. Zumindest würde es mir sicherlich so gehen.

Fazit zu unserem Kurzurlaub im Burghotel „Auf dem Falkenstein“

Manchmal fällt es mir tatsächlich schwer Erfahrungen und Eindrücke in Worte zu fassen. Vor allem dann, wenn man mit einer solchen Lage wie der des Burghotels „Auf dem Falkenstein“ überrascht wird. Bereits beim Frühstück braucht man nicht auf Google Maps vorbeischauen, um zu entscheiden, wo die Reise hingehen soll, ein Blick ins Tal genügt. Dann wiederrum gibt es so gutes Essen, dass man doch nicht vom Berg runter will. Und der Wellnessbereich verlangt nach dem ersten Besuch ebenfalls nach einem Zweiten.

Es ist also eher weniger die Frage, was man auf dem Falkenstein macht, sondern in welcher Reihenfolge, wie lange und mit was man dann wieder anfängt. Allein die Themenzimmer des Hauses verlangen danach, dass man regelmäßig vorbeischaut, damit man ja alle Mal zu Gesicht bekommt. Bin mir sicher, dass wir das ein oder andere Zimmer zukünftig nochmal von innen sehen werden. Denn das Gesamtkonzept Burghotel „Auf dem Falkenstein“ hat überzeugt.

Mit freundlicher Unterstützung von Burghotel „Auf dem Falkenstein“ / enthält Werbung

About Sebastian

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