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Cabanjacke für Herren – der ideale Begleiter bei nassem, kalten Wetter…

Dieser Name geistert nur gelegentlich durch die Fashionszene, still und gemächlich, aber doch mit immer wiederkehrender Präsenz. Was genau ein Cabanjacke ist, wissen heute viele Menschen nicht mehr. Die Bezeichnung stammt aus dem Französischen und bedeutet schlicht Regenmantel- oder Jacke.

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Als eingedeutschte Bezeichnung umfasste sie Wolljacken der Marine und Seefischerei. Aus ihren Ursprung lässt sich auch bereits die Funktionalität ableiten – Schutz gegen feuchte Verhältnisse. Das schließt aber in Sachen Stil keine Pluspunkte aus – viele Dinge entwickeln sich zufällig zu Kultobjekten. Ein Cabanjacke Herren steht heute für elegante Alltagsjacken bei der gesamten Landbevölkerung und das in unserem gesamten Kulturkreis und darüber hinaus.

Cabanjacke – Dresscode der Kaiserlichen Marine

Aus deutscher Betrachtung lässt sich eine kleine Zeitreise bis in die 1880er Jahre zurückverfolgen. Man nannte sie ehrfurchtsvoll „Calani“ – freilich in verschiedenen Versionen, so wie es jedem Eigennamen aus dem französischen Sprachraum ergeht. Bevor sich ein Name landläufig etabliert gibt es mannigfaltige Vorgänger. Wie man allerdings auf den Spitznamen „Stutzer“ kam, ist ungeklärt. Doch auch dieser war geläufig.

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In Deutschland beschränkte man sich bei der Fertigung auf Schurwolle – das Haus „Berger & Colani“ aus Kiel fungierte dabei als kaiserlicher Lieferant. Die Kriegsmarine wurde auf diese Weise vollständig mit den schon damals hochwertigen Kleidungsstücken ausgestattet. In Übersee nannte man ähnliche Anfertigungen „Pea Coat“. Selbst in der DDR griff man auf diese Kleidungsstücke offiziell für ihre Seeleute zurück.

Von Frankreich ausgehend konnte man somit schon damals die weltweite Verbreitung des Trends beobachten, freilich gab es für die Masse noch keine Möglichkeit der Beobachtung. Als eines der ersten stilistischen Kultobjekte mit globaler Verbreitung strahlt der Träger des Cabanjacke im Vergleich zu rein hipper Ware auch eine gewisse Tradition, Weltoffenheit und Bodenständigkeit aus. Und diese Aspekte zu vereinen bedarf es wohl auch einer Portion Glück. Nunmehr handelt es sich um Ausdrücke, die man zumindest situationsbedingt mit dem Griff in den Kleiderschrank rasch parat haben kann. Die Hersteller halten sich teils an archivierte Vorlagen aus vergangenen Jahrhunderten und die einst den Seeleuten vorbehaltene Optik ist trotzdem topmodisch.

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Merkmale der Original Cabanjacke Herren

Ein breiter Revers aus Materialien, die so gar nicht an Regenmäntel erinnern sondern heute eher als traditionelle Woll-Kurzmäntel durchgehen ist wohl das am schnelltesten sichtbarste Erkennungsmerkmal. Die Krägen lassen sich mit sogenannten Sturmriegeln in hochgeklapptem Zustand fixieren. Witterungsbeständigkeit ist dennoch führende Eigenschaft, wenngleich die Aufmachung gleichermaßen schick als auch praktikabel ist.

Sind nicht zwei Knopfreihen vorhanden, kann man auch nicht von einer Herren Cabanjacke sprechen. Diese etablierten sich als dem Original zugehörig und verleihen ihm auch den Charakter. Vom Schnitt ist grundsätzlich eine leichte Taillierung zu erkennen oder zumindest ein gerader Schnitt. Geräumige Taschen gehören außerdem zum Abbild des Originals. Weite Schnitte haben oft mit dem Original nicht mehr viel zu tun, werden mitunter aber auch angeboten – vor allem für Damen.

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Von den Farben her gibt es eigentlich keine Vorgaben, außer dass dunkel- oder marineblau den eigenständigen Charakter wohl am besten trifft. Typische Farben der Außenkleidung wie alle Grautöne zwischen Schwarz und Weiß – inklusive dieser selbst, Brauntöne inklusive Beige aber auch Khaki oder seriöse Grüntöne sind üblich. Es gibt sie freilich in allen Farben, auch in eigenwilligen, dabei schränkt man eben die Kombinationsmöglichkeiten stark ein und bei der Außenbekleidung kann das schlicht nachteilig sein. Auch entfernt man sich so vom ursprünglichen Abbild, so man dies möchte.

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Die verschiedenen Arten von heute: elegant oder lässig?

So viele Unterschiede kann es bei den Ausführungen gar nicht geben – die obigen Merkmale schränken die Details selber bereits stark ein. Trotzdem gibt es Angebote in klassischer Ausführung oder individuelle Abwandlungen, auch nach aktuellen Trendvorgaben. Manche sind gerade auf die Übergangszeit, andere mit zusätzlichem Innenfutter auf die kalte Jahreszeit ausgerichtet.

Die wesentlichen Unterscheidungskriterien werden also weniger vom Outfit, sondern vielmehr von qualitativen Kriterien geleitet. Damit ist einmal zwischen dem Material und der Verarbeitung zu unterscheiden, einmal zwischen Preis-Leistungsverhältnis und individuellen Fokusse.

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Ob sie jeweils als elegant oder lässig einzuordnen sind, hängt davon ab: Über dem Anzug oder bei Frauen zu einem formellen Kostüm ist er durchaus als Mantelersatz erlaubt. Es darf sich nur um kein abgewandeltes Modell oder unpassende Farbgebung handeln. Aber auch der sportliche Charakter kann herausgeholt und unterstrichen werden. Jeans und Edel-Sneakers mit einer Cabanjackejacke kombiniert ist eine gute Idee, wer mag, kann den Seemanns-Look mit anderen Details anklingen lassen. So gesehen hat man viel Spielraum bei der Kombination.

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Materialien einer Caban

Vom Baumwoll-Mix bis zur Schurwolle ist alles möglich. Je näher man sich aber an das Original herantasten möchte, umso schwerer und wolliger sollte er wirken – wobei „wollig“ mittlerweile durchaus auch aus Baumwoll-Mix besteht. Auch Polyamid wird gerne eingesetzt. High-Tech-Materialien, beispielsweise ein Polyurethan oder Polyester-Mix, die insbesondere gegen Nässe gerichtet sind, haben den Vorteil eines Glanzes – sind aber im Winter nicht sehr warm.

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Diese sind für Herbst/Frühjahr besser geeignet. Auch gegen Schmutz sind sie resistenter als Wolle, eine Wahl mit allerhand Vorteilen. Mag es auch früher nicht verwendet worden sein, tut das der Authentizität keinen Abbruch sondern ist schlichte Innovation.

Fazit zur Cabanjacke Herren

Möchte man eine Jacke, mit der man mit nur einem Griff in den Schrank einen halboffiziellen Eindruck herbeizaubern will oder für alle Eventualitäten stilistisch gut ausgerüstet sein, ist die Cabanjacke Herren genau richtig. Schwierig ist die Unterscheidung zwischen Übergangs- oder Winterjacke. Das kann wohl nur individuell – oder eben ein Doppelkauf – gelöst werden. Persönlich würde ich aber auch eine Übergangscabanjackejacke im Winter tragen wenn kein langer Fußmarsch bei Kälte damit verbunden wäre aber in solchen Fällen braucht man ohnehin keinen stilsicheren, sondern winterfesten Auftritt.

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About Sebastian

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