Die perfekte Jeans finden – so geht’s

Es gibt einige Dinge, die stellen selbst die Besten unter uns vor schier unlösbare Aufgaben. Die richtige Größe/Passform für die eigenen Kleidungsstücke finden dürfte da sicherlich mit dazu zählen. Zumindest ist es nicht ganz so einfach wie man denkt, die perfekte Jeans für sich selbst zu finden. Aber nachdem ich mich schon mit den angesagten Denim-Trends 2017 befasst habe, ergibt es auch Sinn, dass ich mir ein paar Gedanken dazu mache, wie man seine perfekte Jeans findet. Oder dieser sich zumindest nähert.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht immer ganz einfach ist das passende Exemplar zu finden. Dennoch gibt es ein paar Punkte, auf die man achten kann und die Suche dadurch um einiges erleichtern kann.

Zu welchem Anlass möchte ich die Jeans tragen?

Zunächst ist es sicherlich von Vorteil, wenn man weiß zu welchem Anlass man die Jeans eigentlich tragen möchte. Denn mittlerweile gibt es mehr als einen Schnitt beziehungsweise Jeans-Style und nicht jeder passt zu jedem Anlass. Also, trägst du die Jeans jeden Tag oder ab und an? Wie viel muss die Jeans aushalten können, den Gang vom Büro zur Kaffeeküche dreimal täglich oder eine Wanderung über Stock und Stein über mehrere Tage? Trägst du die Jeans eher im Büro, in der Freizeit beim Weggehen oder bei einem offiziellen Anlass?

Alles Fragen die man sich stellen muss, um die Auswahl seiner Jeans ein wenig einzugrenzen. Denn so erschließt sich durch die Beantwortung der Fragen schon selbst, das Jeans mit Ziernähten, Löcher und Co. im Büro nicht unbedingt eine gute Figur abgeben. In der Freizeit zum Abhängen mit Freunden kann sie allerdings durchaus etwas hermachen.

Auf den richtigen Schnitt kommt es an

Neben dem eigentlichen Anlass, der schon maßgeblich die Auswahl des Erscheinungsbildes einschränkt, kommt es bei einer Jeans auf den richtigen Sitz und den passenden Schnitt an. Hier haben sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Schnitten und Designs entwickelt, welche man je nach Anlass beziehungsweise eigenem Geschmack tragen kann. Unterschieden wird hierbei unter anderem in:

  • Bootcut Jeans – sind am Oberschenkel körperbetont und ab dem Knie weiter geschnitten
  • Loose Fit Jeans – sind lässig und leger geschnitten. Baggy Jeans sind extrem weit geschnittene Jeanshosen
  • Slim Fit Jeans – sind am gesamten Bein sehr körpernah geschnitten. Der Bund sitzt meist etwas tiefer
  • Regular Fit Jeans – sind körperbetont geschnitten und die Fußweite ist leger
  • Comfort Fit Jeans – sind lässig und leger geschnitten, nach unten sind sie keilförmig geschnitten

Bringt man nun den ersten Punkt – Auswahl des Anlasses – mit dem zweiten Punkt – Schnitt der Jeans – zusammen kann man die Auswahl schon gut einschränken. Bei einem eher lässig, legeren Anlass wie einer Kneipentour mit Kumpels kann man sich für eine Comfort Fit Jeans entscheiden. Wird es ein wenig offizieller, beispielsweise ein gemeinsames Abendessen mit der Frau beim Lieblingsitaliener, dann macht die Slim Fit Jeans mit Hemd ein wenig mehr her.

Auswahl der richtigen Jeans-Größe

Aufgepasst Fallstrick! Denn hier kommt es wirklich darauf an, wie bei einem Anzug der nicht richtig sitzt, schaut auch die bestausehendste Jeans nach nichts aus, wenn sie dir nicht passt. Daher mein Tipp, versuche zunächst Jeans in deiner Standardgröße anzuziehen, wenn du ein für dich passendes Exemplar gefunden hast. Dann zieh das gleiche Modell eine Nummer kleiner an.

Häufig macht man nämlich den Fehler die Jeans eine Spur zu weit zu kaufen. Sprich, der Bund sitzt ohne Gürtel extrem locker. Zieht man nun einen Gürtel zur neu erworbenen Jeans an, wird diese zusammengedrückt, wirft Falten und schaut nicht mehr so aus, wie sie es eigentlich sollte. Durch verschiedene Schnitte und Auslegung der Größen durch die Marken empfiehlt es sich hier einfach ein wenig durchzuprobieren.

Aufgepasst bei der Farbwahl

Nicht nur Hemden und T-Shirts kommen mittlerweile in allen Farben des Regenbogens daher, auch Jeans haben farblich einiges zu bieten. So überzeugen klassische, dunkelblaue oder schwarze Jeans in Verbindung mit einem lässigen Shirt, als auch mit einem schicken Hemd. Bei einer weißen Jeans wird es dann schon schwieriger mit den Kombinationsmöglichkeiten. Persönlich würde ich mich bei der Farbauswahl im Spektrum: Schwarz, Indigo, leicht verblasstes Blau bis zu Weiß im Sommer bewegen. Jedoch eher in die dunkle Richtung tendierend.

Wer natürlich bewusst auffallen möchte, der greift auf modische Farben wie Bordeauxrot, Grün oder ein knalliges Sonnengelb zurück. Meiner Meinung nach allerdings Farben, die man eher bei seinen Sommer-Shorts oder T-Shirts verwenden sollte. So oder so, auch farblich wird eine breite Auswahl geboten. Die Regel je offizieller der Anlass, desto dunkler die Jeans greift bei der Farbauswahl aber ganz gut, wie ich finde.

Akzente setzen – so funktioniert es!

Persönlich bevorzuge ich meine Jeans schlicht und simpel, ohne großen Schnickschnack, einfach nur eine Jeans eben. Wer dennoch Akzente setzen möchte, kann dies durch verschiedene Waschungen erreichen. Hier gibt es laut Wikipedia folgende gängigen Jeans-Waschungen:

  • Authentic – Spezielle Art des Used-Looks, bei der die Jeans sandgestrahlt und mit Bimsstein gewaschen wird
  • Acid-Washed – Waschung mit gechlortem Bimsstein um starke Kontraste zu erreichen
  • Bleached – Gebleichte Jeans
  • Moon-Washed – Jeans deren Muster an die Mondlandschaft erinnert
  • Old Blue-Washed – Jeans bei der durch umweltschonende Waschung ein gelblicher Used-Look erzeugt wird
  • Rinse-Washed – Sehr dunkle Jeans
  • Sand-Washed – Weiche Jeans die mit kleinen Bimssteinen gewaschen wird
  • Stone-Washed – Klassischer Used-Look

Bequem darf sie sein…

Trotz gutem Sitz, ansprechendem Schnitt und überzeugendem Erscheinungsbild sollte eine Jeans vor allem eins sein, bequem. Denn was bringt einem die beste Hose, wenn sie einfach kratzt und unangenehm anfühlt, wenn man sie trägt. Dürfte wohl auch mit ein Grund sein, dass neben Denim nun immer auch Elasthan, Leinen oder Ähnliches für Jeans verwendet wird. Wobei der Denim Anteil natürlich überwiegt.

Nun hast du sicherlich einiges gelernt, um die für dich perfekte Jeans zu finden. Oder zumindest die Auswahl der Jeans spürbar einzugrenzen. Die 6 wichtigsten Eigenschaften einer Jeans und worauf man(n) achten muss, kannst du dir bei Gelegenheit auch nochmal ansehen. Selbst die Jeans – Klassiker aus dem Frühjahr 2016 sind einen Blick wert. Versprochen!

About Sebastian

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