Ein Anblick, den man erst einmal finden muss, wenn man erst auf der Suche ist: Ein formeller Anlass schneit ins Haus und ein Anzug muss her. Es geht um etwas. Trendsetting und Salonfähigkeit in Einem. Ganz auf klassisch mit weißem Hemd, schwarzen – bitte polierten – Schuhen, wenn es ernst wird. Oder man zumindest so wirken soll. Oder darf, denn manchmal tut es gut, den perfekten Auftritt zu wagen. Perfekt hinsichtlich des Anlasses, und sei es ein Essen zu dem der Vorstand lädt. Dieser Anzug ist dunkelblau meliert und kommt für alle formellen Anlässe nicht nur in Frage, sondern kann hinsichtlich dieser Eigenschaft nicht übertroffen werden. Zusätzlich setzt er die Anforderungen an Jugendlichkeit und Moderne um. Ein Muss, um als zukunftsorientiert wahrgenommen zu werden.

Warum genau dieser Anzug? Es sind seine Details. Reverskragen, Knopf und Pattentaschen. Mit zwei Knöpfen vorne wird heute das Auslangen gefunden, eine ganze Knopfreihe wäre längst zu viel des Guten. Diese drei zeitlosen Elemente, die immer gleich bleiben sollten, egal, was die Modewelt plötzlich herausbringt. Aktueller Zeitgeist, mit dem ersten Blick erkennbar: Slim Fit, what else. Bei der Hose setzt sich das Procedere fort mit dem verdeckten Zip-Fly sowie Gesäß- und Seitentaschen. Aktuell ist die Leibhöhe wieder hoch. Dieselben diskret gehaltenen Knöpfe finden sich zudem an den Ärmeln und Gesäßtaschen wieder. Wie das Model nur den oberen Knopf verschließt, während der untere geöffnet bleibt, bringt angesichts des aktuellen Hosenschnitts, der dadurch sichtbar bleibt, das erlaubte Maß an Lockerheit ins Spiel. Nicht zu viel, nicht zu wenig – schön, dass es hier demonstriert wird. Abschauen ist erlaubt.

Am Sakko hinten und den Beinen vorne findet sich jeweils der Hauch einer Bugs bzw. einer Bug-Falte, ebenfalls nicht übertrieben steif, sondern genau richtig. Die Schlaufen an der Hose, ob für einen Gürtel benötigt oder nicht, setzen ihrerseits den klassischen Akzent um – ein Fehlen von Schlaufen hielte nicht ein, was die Tradition des Herren-Anzugs einfordert.

Das Täschchen am Sakko ist kaum sichtbar und befindet sich in Brusthöhe. Ob Kärtchen oder Taschentuch, besser in sie deponiert als in die unteren. Diese sollte man nur als Zierde verstehen und nicht mit Handys oder Geldbörsen nach außen biegen. 72 % Polyester, 25 % Wolle, 2 % Polyamid, 1 % Polyacryl. Das Futter ist 100 % Polyester. Was sagt uns das? Was ohnehin bei Anzügen klar ist: chemische Reinigung ist auch mit ihm angesagt.

Sicher, wer einfach mal nur ein Sakko braucht und mit Anzug overdressed wäre, kann die Jacke schnell zu etwas anderem, lockereren kombinieren. Genauso lässt sich die Hose sehr gut zu einem Pulli anziehen. Wer den Anzug im Schrank hat, wird auf die Teile auch mal getrennt zurückgreifen, weil es sich einfach anbietet. Da man ihn in die Reinigung bringen muss und nicht in die Maschine werfen kann, besteht auch nicht die Gefahr, dass ein Teil rascher die Farbe verliert als der andere. Wie es sonst bei Zweiteilern oft passiert, die getrennt benützt werden. Dieser Anzug bringt auch in seinen Einzelteilen betrachtet einen Mehrwert in das eigene Kleidungsrepertoire.

Die angebotenen Größen bewegen sich zwischen 46 und 54. Zur Auswahl sollte man aber noch mehr wissen. Am Foto haben wir einen 185cm großen Herrn, der die Größe 58 trägt. In Zahlen ausgedrückt: Die Ärmel, die wie hier sehen, sind 65 cm lang. Die Rückenbreite beträgt 41 cm. Die Beininnenlänge liegt bei 78, die Beinaußenlänge bei 102 cm. Angaben dieser Natur machen heute den Rückgriff auf den Maßschneider obsolet. Zumindest bei den meisten unter uns.

Gepostet von Sebastian

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