Manche Sachen muss man sich erst bewusst aneignen, für andere wiederum hat man ein natürliches Gespür. Kennt sicherlich jeder von sich, dass es Dinge gibt, welche beim ersten Versuch klappen, bei anderen bringt man dreißig hinter sich und es wird nicht wirklich besser. Aber Übung macht den Meist. So ist es auch beim Farben richtig kombinieren. Manche haben ein Gespür dafür diese richtig zu kombinieren, andere müssen es erst lernen. Dazu zähle ich übrigens auch mich.

Farben richtig kombinieren – reine Übungssache

Gerade in Sachen Mode durfte ich durch das Schreiben für Maenner-Style.de erfahren, dass es eine steile Lernkurve gibt. Man kann nicht alles wissen, können oder gar meistern. Stück für Stück muss man sich Dinge aneignen: Verstehen, erfahren und umsetzen – dann gelingt es. Gerade das Thema Farben im eigenen Outfit spielt hier eine wichtige Rolle.

Früher war es für mich ein Graus Farben richtig zu kombinieren und Mal etwas anderes zu tragen als Jeans und T-Shirts mit Print. Auch heute bevorzuge ich noch „Ton-in-Ton“ Looks, da diese so schön einfach sind. Aber mittlerweile stellt es kein Problem mehr dar eigene Outfits mit ein wenig Farbe aufzuwerten und sich stylisch auf farblichen Pfaden zu bewegen, welche mir fremd vorkamen.

1. Schritt – eigenen Farbtyp bestimmen

Doch wo fängt man an? Am besten damit, dass man sich überlegt: Welche Farben passen zu meinem Typ? Den entsprechenden Beitrag habe ich zuvor verlinkt. Dieser klärt die Frage, welcher Farbtyp man selbst ist und welche Farben gut mit einem harmonieren.

Dies schränkt zumindest die mögliche Auswahl an Farben ein wenig ein, welche man im eigenen Outfit unterbringen sollte. Wobei zu erwähnen ist, es ist lediglich ein Denkanstoß, entscheiden was man trägt sollte immer der eigene Geschmack. Nachfolgend habe ich die vier Farbtypen kurz zusammengefasst, im Detail sollte man sich das Ganze unter dem verlinkten Beitrag ansehen.

Der Frühlingstyp ist hell mit blauen, blaue-grünen oder grau-grünen Augen. Seine Haarfarbe ist entweder blond oder kastanienbraun. Der Hautton ist gold-braun, gelb-braun oder pfirsichfarben. Ihm stehen besonders warme, helle und klare Farben, die wir auch beim Frühling vorfinden. Er braucht leuchtend und frische Farben, um sein Gesicht zum Strahlen zu bringen. Der Frühlingstyp braucht goldenen Schmuck.

Der Sommertyp ist ein sehr heller Typ mit blauen oder grau-blauen Augen. Seine Haare sind entweder taupe, aschblonden oder hellbraun. Die Haut ist hierbei rosa-braun und er bräunt eher selten. Er braucht kalte, helle und gedeckte Farben. Seine Farbpalette reicht von eleganten Grau und Brauntönen oder Rosa-Braun. Ihm stehen auch nur Silber oder Weißgold als Schmuckelement bei Uhren, Gürtel und Manschettenknöpfen.

Der Herbsttyp ist entweder sehr hellhäutig mit grünen, grau-grünem, olivfarbenen, haselnussbraunen oder braunen Augen, roten Haaren und hat oftmals auch rötliche Sommersprossen. Seine Haut ist oft hell mit Schattierungen von Bernstein oder Pfirsich oder Bronze oder Brauntönig. Ihm stehen am besten die warmen, dunklen und gedeckten erdigen Farben. Seine Schmuckfarben sind ebenfalls Gold für Gürtelschnalle und Uhr.

Der Wintertyp braucht kalte, dunkle und klare Farben. Man charakterisiert ihn durch seine helle Haut mit braunen Augen und dunklen Haaren, oftmals bräunt er wenig. Ein weiterer Vertreter des Wintertyps ist der Mann mit olivfarbener Haut, welcher sehr schnell bräunt und ebenfalls dunkle Augen und dunkle Haare hat. Seine Schmuckfarben sind Silber oder Weißgold.

2. Schritt – Mit dem Farbkreis Farbbeziehungen verstehen

Nachdem wir nun festgestellt haben, welcher Farbtyp wir sind und welche Farben grundsätzlich zu einem passend, werfen wir einen Blick auf den Farbkreis / das Farbrad. Wenn überhaupt kennt man dies noch aus der Grundschulzeit. Dürfte tatsächlich der Zeitpunkt sein zu dem ich dies das letzte Mal gesehen habe.

Das Farbrad zeichnet die Beziehungen zwischen den Farben des Regenbogens ab. Die Grundfarben – auch Primärfarben – (rot, blau, gelb) teilen das Rad gleichmäßig in Drittel. Auf halbem Weg zwischen jedem Primärpaar ist die jeweilige „sekundäre“ Farbe (grün, violett, orange) zu finden. Dieses Muster wiederholt sich über den gesamten Farbkreis hinweg.

Farben die sich im Farbrad/Farbkreis gegenüber liegen ergänzen sich, diese sind komplementär zueinander. Gerade die Farbkombination Blau/Orange sieht man sehr häuft im Alltag. Nicht nur bei Kleidung, sondern auch bei Filmplaketen, Werbevideos, usw… Einfach Mal den Blick ein wenig dafür schärfen.

Drei Dinge spielen eine wichtige Rolle, um die Farbbeziehungen zu verstehen und Farben richtig zu kombinieren:

  • Farbton – die Farbe selbst
  • Sättigung – die Intensität der Farbe
  • Helligkeit – die Menge an Weiß oder Schwarz gemischt mit der Farbe

Selbst kleine Veränderungen in einem der drei Punkte beeinflussen das Farbspiel merklich. Man kann aber festhalten, dass Farben auf dem gleichen Niveau der Sättigung und der Helligkeit gut miteinander harmonieren. Sprich, alle Farbtöne bei gleicher Helligkeit und Sättigung schauen in Kombination gut aus. Ausgenommen Schwarz und Weiß sowie Grau. Versteht sich.

Eine einzelne Farbe in einem Outfit unterzubringen stellt also gar kein großes Problem dar. Es muss lediglich darauf geachtet werden, dass dies mit der Sättigung und Helligkeit der anderen Farben im Look harmoniert. Bewegen sich diese auf einer Ebene, funktioniert die Kombination der Farben problemlos.

Die zuvor eingebundenen Fotos zeigen ganz gut, wie Farben einer ähnlichen Ausprägung miteinander harmonieren können. Fünf weitere Farbkombination, welche immer miteinander funktionieren, habe ich dir bereits vor einiger Zeit im zuvor verlinkten Beitrag zusammengestellt. Also ruhig auch Mal dort vorbeischauen.

3. Schritt – Mit einer Farbpalette die Kombination von Farben meistern

Steigen wir noch ein wenig tiefer in die gelungene Kombination unterschiedlicher Farben im eigenen Outfit ein. Nachdem das Grundverständnis über den eigenen Farbtyp sowie die Beziehung der Farben untereinander durch das Farbrad geklärt ist, ist es wichtig zu verstehen wie uns eine Farbpalette helfen kann die Kombination von Farben zu meistern.

Es ist nicht zwingend erforderlich das Farben dieselbe Helligkeit und Sättigung teilen und/oder komplementär zueinander sind, damit diese optisch zueinander passen. Manche Farben arbeiten und wirken intuitiv miteinander, ohne das man es mit Regeln, Formeln und Vorgaben erklären kann. Zumindest nicht kurz und knackig. Diese Farbarrangements, welche zueinander passen werden auch als Farbpaletten bezeichnet.

Die Farbpalette bietet einen ganz großen Vorteil. Denn damit kann man, ausgehend von bereits vorhandenen Kleidungsstücken, das eigene Farbarrangement festlegen. Macht die Kombination um einiges leicht. Einfach auf einer entsprechenden Webseite, wie beispielsweise paletton.com, einen möglichst dem Kleidungsstück ähnlichen Farbton bestimmen, um die eigene Farbpalette angezeigt zu bekommen.

Der Blog As Rakestraw hat mit eben dieser Webseite im vergangenen Jahr einige Outfits analysiert, um zu sehen, welche Farben miteinander gut harmonieren und zu kombinieren sind. Einige der Fotos habe ich dir eingebunden.

Fazit: Farben miteinander kombinieren – kein Buch mit sieben Siegeln

Du siehst, durch drei einfache Schritte bist du dem Ziel die Farben richtig für dein Outfit zu kombinieren erheblich näher gekommen. Es gibt kein großes Geheimnis dahinter. Vielmehr geht es darum ein allgemeines Verständnis zu bekommen und dieses entsprechend einzusetzen und Rückschlüsse zu ziehen. Das Ergebnis kann sich dann durchaus sehen lassen.

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein „Gefällt mir“ geben würdest.

Ein Kommentar

  1. […] Farben im eigenen Outfit richtig zu kombinieren ist nicht gerade eine Einsteigerdisziplin im Fashion-Bereich. Erste Grundlagen zu Kombinationsmöglichkeiten habe ich mit dem zuvor verlinkten Beitrag bereits gelegt. Doch damit dies überhaupt erst einmal möglich ist benötigt man natürlich auch ein paar farbige Kleidungsstücke im eigenen Kleiderschrank. Mit weißem T-Shirt, blauer oder schwarzer Jeans und vielleicht einer dunklen Jacke kommt man schließlich nicht weit. Was man wie miteinander kombinieren kann, habe ich im Beitrag: Acht angesagte Styles für den Herbst/Winter 2017 aufgezeigt. Nun geht’s aber an die Farbpalette. […]

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.