Die meisten Stilregeln sind nicht wirklich Regeln. Sondern vielmehr Vorgaben die sich aufgrund wiederkehrender Trends festigen oder gefestigt haben. Nur wenige Regeln haben sich über die Jahre wirklich festgesetzt und als solche etabliert. Aber genau auf diese Fashion-Regeln für Männer, die man niemals brechen sollte, möchte ich nachfolgend eingehen. Bereits in meinem Beitrag fünf Fashion-Regeln, welche in Stein gemeißelt sind… habe ich ein, zwei Fashion-Regeln benannt, welche sicherlich auch in der nachfolgenden Auflistung betrachtet werden. Schadet aber nicht, denn so wird man diese definitiv nicht vergessen.

Wobei eins auch klar sein sollte. Unsere Welt ist schnelllebig und wer weiß schon, ob diese Fashion-Regeln nicht doch in den nächsten Jahren gebrochen werden. Als bestes Beispiel für die Schnelllebigkeit unserer Fashion-Regeln kann man Hosenpassformen benennen. War im vergangenen Jahr noch eng und körperbetont angesagt, bewegen wir uns in diesem Jahr in die Richtung breit, locker und nur nicht zu eng anliegend. Auf die 11 Fashion Regeln die man sich bei angesagten Street Styles abschauen kann… solltest du dennoch einen Blick riskieren.

Das Sakko wird niemals komplett zugeknöpft

Knöpfe sind zum Knöpfen da. In der Regel stimmt das auch. Allerdings sollten diese nicht immer geschlossen werden, nur weil sie vorhanden sind. Im Gegenteil, ein wenig darf man dabei schon mitdenken. Denn wenn man konsequent sämtliche Knöpfe eines Sakkos schließt, führt dies dazu, dass sich der Stoff verzieht, wodurch das eigene Erscheinungsbild nicht besonders vorteilhaft erscheint. Durch das Verziehen des Stoffes liegen die Nähte nicht mehr richtig und der eigentlich durchdachte Schnitt des Kleidungsstücks existiert nur noch in der eigenen Vorstellung.

Das gleiche Risiko geht man ein, wenn das Sakko beim Hinsetzen zugeknöpft bleibt. Ein Anzug sollte eng am aufrechten Körper anliegen. Wenn du allerdings sitzt, verschiebt sich die eigene Haltung und Körperspannung, was sich dann auf das Sakko auswirkt. Vor allem, wenn dies durch geschlossene Knöpfe keine Möglichkeit hat sich den geänderten Gegebenheiten anzupassen. Nachfolgend habe ich die wichtigsten Regeln zum richtigen knöpfen eines Sakkos aufgeführt.

  • Zwei-Knopf-Sakko: Ein Knopf geschlossen, wahlweise der untere oder der obere.
  • Drei-Knopf-Sakko: Zwei Alternativen: die beiden oberen Knöpfe geschlossen oder nur der mittlere.
  • Vier-Knopf-Sakko: Die beiden mittleren oder die drei oberen Knöpfe werden geschlossen.
  • Fünf-Knopf-Sakko: Alle Knöpfe bis auf den untersten bleiben geschlossen.

Die richtige Passform wird durch aktuelle Fashion-Trends nicht verändert

Trends ändern sich. Stetig und ständig. Dennoch ändert sich eine Sache nicht, die richtige Passform. Diese bleibt gleich. Egal, ob nun ein neuer Trend bei Anzügen oder T-Shirts aufkommt, die Passform bleibt. Besonders bei Anzügen sollte man darauf achten, dass dieser im Bereich der Schultern gut fällt. Idealerweise ist der Übergang von den Schultern in die Ärmel direkt am Ende des Schulterblatts. Sprich, die Naht zwischen Schulter und Ärmel fällt direkt auf das Ende des eigenen Schulterblatts. Ist dies nicht der Fall, wirkt der Anzug schnell zu groß und ergibt einen Wulst, der nicht sehr vorteilhaft wirkt.

Des weiteren gilt es auf die Ärmel zu achten. Diese sollten so fallen, dass der Ärmel am Daumenansatz auf das Handgelenk trifft. Zudem sollte man beim Anprobieren eines Sakkos immer ein Hemd darunter tragen, da dieses ansonsten vollkommen anders fallen kann als beispielsweise mit einem T-Shirt darunter. Die Manschette des Hemdes sollte hierbei immer ein paar Zentimeter zu sehen sein.

Eine gute Passform an der Taille der Hose ist wichtig, um eine elegante und saubere Silhouette zu erhalten. Die Passform sollte nicht zu schmal sein, aber eben schlank genug, um den Schnitt des Anzuges zu erhalten.. Ansonsten kann ich dir meine Beiträge „Augen auf beim Anzugkauf. Darauf kommt es an!“ sowie „Alles zum Maßanzug – das muss man(n) wissen!“ ans Herz legen. Diese zeigen ganz gut auf, worauf man bei der Auswahl der richtigen Passform achten muss. Vieles davon lässt sich auch auf andere Kleidungsstücke übertragen.

Kleidung muss nicht nach jedem Tragen gewaschen werden

Es ist ein Missverständnis, dass Kleidung nach jedem Tragen gewaschen werden muss. Unterwäsche Mal ausgenommen. Und auch bei Trainingskleidung würde ich mir dann doch überlegen diese regelmäßiger zu Waschen. Allerdings ist es gerade bei Anzügen und Jeans nicht notwendig, diese nach jedem Tragen in den Wäschekorb zu schmeißen.

Gerade die Chemikalien, die bei der Trockenreinigung eines Anzuges verwendet werden, beschädigen den Stoff und schwächen die Nähte. Gut lüften und vorsichtig den Schmutz herausbürsten reicht in der Regel vollkommen aus. Dies erschließt sich auch logisch nachvollziehbar durch die Tatsache, dass meist sehr feine Stoffe für Anzüge zum Einsatz kommen. Je feiner nun die Stoffe sind, desto anfälliger sind diese in der Regel auch. Entsprechend sollte man die Reinigungszyklen daher auf ein Minimum reduzieren.

Nun ist mir auch klar, dass man in der Regel nicht jeden Tag im Anzug unterwegs ist. Die Chance, dass man allerdings eine Jeans tagtäglich trägt, ist da schon um einiges größer. Aber auch hier gilt: Viel waschen hilft nicht viel! So geben Denim-Experten durchaus zu verstehen, dass Jeans nicht allzu häufig gewaschen werden sollen. Gerade bei unbehandelten Jeans sollte man darauf achten diese zuerst einmal lange zu tragen, bevor diese ihren Weg in die Waschmaschine finden. Denn nur durch regelmäßiges tragen stellt sich der einzigartige Look ein.

Neigt man dazu, diese direkt in die Maschine zu schmeißen geht die Farbe gleichmäßig verloren und nutzt sich nicht auf natürliche Weise ab. Die eigene Persönlichkeit kann man damit sofort vergessen. Ein Waschgang alle paar Monate reicht vollkommen aus. Ansonsten gilt hier auch wieder: gut lüften und vorsichtig Schmutz herausbürsten.

„Aber keine Sorge, man muss keine Jeans tragen, welche unangenehm riecht. Einfaches Lüften der Hose wirkt hier wahre Wunder. Wenn das nichts hilft bleibt noch das Gefrierfach, richtig gelesen, die Jeans kommt ins Eisfach. Gegen die Bakterien, die sich im Baumwollstoff festsetzen hilft regelmäßig etwa eine Nacht im Gefrierfach. Dies tötet Keime ab und minimiert Gerüche. Schmutz und Flecken kann man meist mit einem feuchten Schwamm oder einer Zahnbürste herausrubbeln.“
Die 6 wichtigsten Eigenschaften einer Jeans und worauf man(n) achten muss

Landet die Jeans dann doch in der Wäsche, bitte auf zu hohe Temperaturen verzichten und an der Luft trocknen lassen. Ist schonender für die Umwelt und die Jeans an sich.

Lustige Krawatten, Socken und Co. sind nicht witzig

Mehr muss man dazu nicht sagen. Krawatten mit Bugs Bunny, Donald oder anderen Zeichentrickfiguren darauf, waren in meinen Augen schon immer eine Beleidigung für den Betrachter. Natürlich wird versucht so etwas als witzig und locker zu verkaufen. Aber ganz ehrlich ist es nicht, wird es nicht. Man(n) sollte konsequent bleiben und auf bewährte Designs setzen.

Was spricht dagegen Socken oder Krawatten mit einem schicken, aber dezenten Mikro-Print zu tragen? Nichts! Nur sollte man darauf achten, dass dieser zu anderen Mustern im eigenen Outfit passt. Es gibt viele Möglichkeiten, dem eigenen Outfit Persönlichkeit zu verleihen. Ein bedrucktes Hemd, das unter einem Blazer getragen wird, ist eine bessere Option, ebenso wie Statement-Sneakers mit neutralem Look, als mit Comic-Figuren bedruckte Accessoires. Wer sich mehr traut, spielt mit verschiedenen Mustern.

Hemden in die Hose / T-Shirts nicht

Zwei Regeln, die man so erst einmal stehen lassen kann. Auch wenn es hier wieder Ausnahmen gibt. Grundsätzlich sind Hemden erst einmal eine feine Sache. In der Regel gehören diese auch in die Hose, allerdings kommt es hier auch auf die Details an. Besonders einfach kann man es sich merken, wenn man auf die Länge des Hemdes achtet. Ist Rückseite länger als die Vorderseite gehört das Hemd in die Hose oder ist es besonders lang, dann sollte es ebenfalls in der Hose getragen werden.

Der längere Saum auf der Rückseite trägt dazu bei, dass das Hemd beim Hinsetzen zwischen Körper und Hose eingeklemmt wird, damit es nicht hochrutscht oder knittert. Trägt man nun ein Hemd in der Hose, welches nicht über diesen längeren Saum verfügt, wird man den ganzen Tag damit beschäftigt sein es wieder in die Hose zu stopfen.

Gleiches gilt übrigens für T-Shirts und Polos, diese bleiben auch aus der Hose draußen. Möchte man diese Kurzarm-Oberteile dennoch in der Hose tragen, dann sollte man darauf achten, dass diese grundsätzlich länger ausfallen. Damit man quasi die gleiche Wirkung wie beim Hemd mit dem langen Saum auf der Rückseite erzielt. Dazu ein schicker Ledergürtel, der geschickt die Blicke lenkt, dann ist auch ein T-Shirt in der Hose ok. Aus meiner Sicht eher zu empfehlen, wenn das Shirt unter einem Sakko getragen wird.

Keine unterschiedlichen Farben bei Leder-Accessoires

Daran gibt es nichts zu rütteln. Die Farbtöne der Leder-Accessoires des eigenen Outfits müssen immer zusammenpassen. Das Problem ist hierbei die Farbe an sich, schaut Schwarz zu Camel doch ganz gut aus, sondern das Material, welches neben der Farbe meist unterschiedlich ist. Aufgrund der leicht glänzenden Textur des Leders führt das Mischen verschiedener Farben nur dazu, dass jedes Stück um Aufmerksamkeit kämpft. Einen Gewinner gibt es nicht.

Leder-Accessoires spielen bei durchdachten Outfits eine wichtige Rolle. Ganz egal was der Anlass ist, ob Hochzeit oder Büroalltag mit perfekt abgestimmten Lederaccessoires wertet man die Looks noch einmal auf. Im Detail bedeutet dies, dass Gürtel, Uhr und Tasche farblich aufeinander abgestimmt sein sollten. Eine gewisse Harmonie zwischen den Stücken sollte gegeben sein. Und eins noch. Die Farbe der Schuhe sollte man natürlich auch bedenken.

Schuhe putzen ist mehr als nur polieren

Wer ein Paar vernünftige Lederschuhe sein eigen nennt, der weiß, dass diese regelmäßig geputzt und gepflegt werden müssen. Zumindest nicht, wenn man lange Freude an diesen haben möchte. Denn gute Schuhe können eine Investition fürs Leben sein und wie jede Investition sollte man auch auf seine Schuhe achten. Die Grundlage für eine lange Lebenszeit legt man, wenn man die Schuhe regelmäßig bürstet und poliert.

Des weiteren trägt die Behandlung mit einer passenden Schuhpolitur dazu bei, dass die Schuhe nicht nur glänzen, sondern auch, dass das Leder geschmeidig bleibt. Das Leder bleibt weich, lässt sich angenehmer tragen und ist Dank der Schutzschicht, welche regelmäßiges Polieren mit sich bringt, zumindest ein wenig besser gegen Wasser und Schmutz geschützt. Sollte man also durchaus bedenken, dass Schuhe putzen mehr Nutzen mit sich bringt, als nur ein glänzendes Auftreten.

Gepostet von Sebastian

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