Die Neue am Handgelenk: Flieger Professional von Fortis

Bereits zur Baselworld 2016 war ich mit der Schweizer Tradtionsuhrenmarke Fortis im Gespräch, um mich ein wenig über deren aktuellen und kommenden Armbanduhren Kollektion auszutauschen.

Ende Juli erreichte mich dann die Flieger Professional von Fortis (Referenz 704.21.11.), damit ich mir selbst einen Eindruck von meiner ersten Fortis Uhr verschaffen konnte. Über meine Eindrücke, Erfahrungen und visuellen Eindrücke dieser berichte ich im heutigen Beitrag.

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Fortis – Schweizer Uhrenmarke mit Tradition

Doch bevor ich näher auf die Flieger Professional eingehe, möchte ich zunächst ein paar Worte zu Fortis selbst verlieren. Das Unternehmen ist seit der Gründung 1912 ununterbrochen am Markt tätig und schrieb als erste Uhrenfabrik der Welt für automatische Armbanduhren mit der Serienfertigung der Harwood 1926 Uhrengeschichte.

Gut 70 Jahre nach der Gründung des Schweizer Unternehmens, in den 80er Jahren, hatte Fortis seinen Ruf als Hersteller von funktionalen, zuverlässigen mechanischen Armbanduhren nicht nur ausgebaut, sondern gefestigt. Grund genug, um nach umfangreichen Tests im Grenzbereich der Physik, mit dem Fortis Official Cosmonauts Chronograph 1994 vollkommenes Neuland zu betreten. Oder nennen wir es Mal besser den Weltraum zu erobern.

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Den der Chronograph wurde in die Liste der offiziellen Ausrüstungsgegenstände für Weltraummissionen aufgenommen. Seitdem beweist die Uhrenmarke, dass auch die neueren Modelle den Herausforderungen im All gewachsen sind. Nicht nur innerhalb der schützenden Raumstation, sondern auch im freien Weltraum.

Bedingt durch die intensive Zusammenarbeit mit der Luft- und Raumfahrt entstand Ende der 90er Jahre eine einzigartige, neue Uhr: Der welterste und einzige Chronograph Automatik mit mechanischem Alarm. Diese Uhrwerksentwicklung trug dazu bei, dass die Schweizer Marke sich die Anerkennung des Wettbewerbs und der gesamten Fachwelt sicherte.

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Stets hoch hinaus, da stoppt einen auch der Mars nicht. So verwundert es nicht, das Fortis als offizieller Ausrüster der Mars 500 Mission, welche im Juni 2010 startete, ausgewählt wurde und die Crew am Handgelenk begleitete. Ein weiteres Highlight war sicherlich der 100. Geburtstag der Marke. Zu diesem Anlass wurde 2012 die Spacematic-Limited Edition, mit einer Auflage von 2012 Exemplaren, veröffentlicht.

Es ist nicht gerade schwer zu erkennen, dass das Image des Unternehmens eindeutig von der Expertise der Weltraumuhren geprägt ist. Aber auch Fliegeruhren sowie Taucheruhren mit den Serien Marinemaster und Diver finden sich in deren Portfolio wieder und mit der Flieger Professional – Referenz 704.21.11. betrachten wir nun eine der Fliegeruhren von Fortis.

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Die Flieger Professional von Fortis (Referenz 704.21.11.) im Blick

Eins meine ich erkennen zu können und das ist übrigens nicht nur bei Fortis der Fall, je teurer die Uhr desto größer die Verpackung. Für mich nicht ganz nachvollziehbar, da man sich eh schon für die Uhr entschieden hat und diese nicht noch zusätzlich großartig präsentiert werden muss. Aber das dürfte wohl unter Geschmackssache fallen. Für mich ging es auch eher um den Inhalt der Box, als um die Box selbst.

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Die 2016er 704.21.11 Flieger Professional von Fortis bleibt der traditionellen Linie ihrer Vorgänger treu und so sieht man auf den ersten Blick, dass die Kernelemente, beste Lesbarkeit und Übersichtlichkeit, beibehalten worden sind. Alles andere wäre auch verwunderlich. Da es gerade bei einer Fliegeruhr auf Übersichtlichkeit und einfaches Ablesen ankommt. Dennoch hat das Unternehmen einige Änderungen vorgenommen, welche insbesondere im Detail stecken.

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Beim ersten Auspacken und Anziehen der Armbanduhr fällt sofort das schwarzes, teilweise gerilltes Ziffernblatt mit erhabenen Ziffern und Indexen – grün nachleuchtend – auf. Die Zwölf weicht hierbei, wie bei Fliegeruhren typisch, einem Dreieck, welches die Ablesbarkeit erleichtern soll. Ebenso ist das schwarze Ziffernblatt bewusst gewählt, um in Verbindung mit den grün nachtleuchtenden Ziffern, Indexen sowie Stunden- und Minutenanzeigern zu jeder Tages- und Nachzeit zu ermöglichen.

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Die Stunden- und Minutenzeiger kommen in Schwertform, ebenfalls grün nachleuchtend, daher. Lediglich der Sekundenzeiger hebt sich in Orange ab. Die Krone der Flieger Professional, ist im Vergleich mit anderen Uhren von mir, vergleichsweise groß. Begründet ist dies in der Geschichte der Fliegeruhr, da diese auch mit Handschuhen einfach zu bedienen sein sollte. Fortis hat dies für die neu gestaltete, sehr griffige Krone, auf der gleichzeitig das Fortis-Logo wiederzufinden ist beibehalten.

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Für mich ein absolutes Highlight ist das dreiteilige Bicolor-Gehäuse der Flieger Professional 704.21.11. Dieses kommt mit einem Glasboden daher, der einen Blick auf das ETA 2836-2 Uhrwerk ermöglicht. Das Ziffernblatt ist durch ein doppelt entspiegeltes Saphirglas geschützt, welches einem Druck von 10 bar standhält. Mit einem Durchmesser von 41mm liegt es noch in einem Bereich, in dem man die Uhr auch an nicht so kräftigen Armen tragen kann, ohne das es gleich lächerlich wirkt.

Entschieden habe ich mich für ein schwarzes Lederband mit Faltschliesse. Dies ist neben einem Metallarmband – welches es übrigens auch gibt – wahrscheinlich die sicherste Wahl, wenn man die Uhr in eine Vielzahl von Outfits mit einbringen möchte. Alternativ hat man noch die Wahl zwischen Straussenleder, Alligatorleder und Kalbsleder im Alligator-Look. Quasi für jeden Geschmack etwas dabei.

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Zu tief kann ich aufgrund fehlenden Fachwissens nicht in die technischen Details des verwendeten Uhrwerk ETA 2836-2N einsteigen. Erwähnen möchte ich jedoch deren Gangreserve von 38 Stunden. Dies bedeutet, dass die Uhr nach dem Aufziehen, maximal 38 Stunden läuft bis sie wieder aufgezogen werden muss. Für mich im Alltag vollkommen ausreichend, da ich meine Armbanduhren meist nur über Nacht ausziehe. Sollte man dennoch die Uhr wechseln, kann man auch am Tag danach zur Flieger Professional greifen und sich sicher sein, dass sie die richtige Zeit anzeigt.

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Für mich kein unbedingtes Muss, aber ein nettes Detail ist die Tages- und Datumsanzeige auf drei Uhr. Im Alltag kommt es eben ab und an vor, dass man vergisst, ob nun heute der 01.09. oder der 02.09. ist. Gerade gegen Ende der Woche ist für mich allerdings eher das Datum weniger irreführend, vielmehr frage ich mich, ob nun eigentlich Donnerstag oder doch schon Freitag ist. Kommt tatsächlich in dem ganzen Trubel mehr als einmal im Jahr vor.

Ein Fazit zur Fliegeruhr von Fortis

Die Fliegeruhr von Fortis verbrachte einige Zeit an meinem Handgelenk und daher kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, dass diese ein alltäglicher Begleiter ist, auf den man sich verlassen kann. Besonders die gute Ablesbarkeit und die illuminierten Zeiger beziehungsweise Ziffer machen es in alltäglichen Situation um einiges einfacher die Zeit abzulesen.

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Trotz ihrer Größe wirkt sie nicht wie Ballast am Handgelenk, sondern fällt nach dem Anlegen kaum auf. Sei es durch Größe oder Gewicht. Alles in allem eine durchaus hochwertige Armbanduhr, welche bedingt durch den Automatikaufzug ohne Batteriewechsel auskommt – großes Plus von meiner Seite. Meine Empfehlung, den nächsten Juwelier aufsuchen und anprobieren. Erst dann kann man sagen, ob die Uhr zu einem passt, oder nicht.

Für mich heißt es nun allerdings ein wenig Sparen, denn beim Stöbern auf der Webseite von Fortis ist mir die Diver Titanium Referenz: 647.29.41 ins Auge gesprungen. Schaut auch total schick aus, oder?

Mit freundlicher Unterstützung von Fortis

About Sebastian

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