Betrachtet man die aktuelle Mode, Frisuren und Gadgets, dann merkt man, dass sich fast alles nach Trends oder vorbeiziehenden Entwicklungen richtet. Manche bleiben uns mehrere Monate erhalten, andere verschwinden bereits wieder nach wenigen Wochen – eine Beständigkeit auf lange Sicht stellt sich selten ein. Als Beispiel für diese Schnelllebigkeit kann man Hosenpassformen aufzählen, war im vergangenen Jahr noch eng und körperbetont angesagt, bewegen wir uns in diesem Jahr in die Richtung breit, locker und nur nicht zu eng anliegend.

Es war eben Mal wieder ein Trend, keine beständige Fashion-Regel. Aber auch diese gibt es Fashion-Regeln, welche in Stein gemeißelt sind und genau auf diese möchte ich im heutigen Style Guide eingehen. Es geht um Trends, welche schon längst zu festen Ankern der Herrenmode geworden sind und guten Stil beschreiben. Egal wie schnelllebig der Alltag erscheint, diese Regeln werden nicht gebrochen. Maximal ein wenig gebeugt, wenn überhaupt.

Regel 1: Knöpfe niemals deinen Sakko komplett zu

Reißverschlüsse sind zum Schließen da, Knöpfe demnach auch – so einfach ist es. Wohl nicht so ganz, denn bei einem Sakko gelten andere Regeln. Dieser besitzt Knöpfe, diese Knöpfe sind auch zum Schließen des Sakkos da. Aber man schließt eben niemals alle Knöpfe auf einmal. Denn dies wäre ein Fashion-Fauxpas, welcher zudem noch ziemlich bescheiden ausschaut.

  • Zwei-Knopf-Sakko: Ein Knopf geschlossen, wahlweise der untere oder der obere.
  • Drei-Knopf-Sakko: Zwei Alternativen: die beiden oberen Knöpfe geschlossen oder nur der mittlere.
  • Vier-Knopf-Sakko: Die beiden mittleren oder die drei oberen Knöpfe werden geschlossen.
  • Fünf-Knopf-Sakko: Alle Knöpfe bis auf den untersten bleiben geschlossen.

Zwei Gründe sprechen dafür, dass stets mindestens ein Knopf ungeknöpft bleibt: Stil und Funktion. Sakkos sind so konzipiert, dass sie der Figur des Trägers schmeicheln. Schließt man nun sämtliche Knöpfe entsteht Spannung, diese Spannung im Sakko trägt dazu bei, dass das angestrebte Erscheinungsbild verzerrt wird. Setzt man sich dann noch hin, kann es sein, dass das Erscheinungsbild komplett zerstört wird.

Die Spannung auf das Sakko wird noch größer und wirkt sich auf die Nähte aus, von der eigentlichen Form Mal ganz abgesehen. Aus diesem Grund öffnet man eigentlich auch stets sein Sakko komplett beim Hinsetzen und verschließt es wieder, wenn man aufsteht.

Regel 2: Viel Waschen hilft nicht viel

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass viel Waschen viel hilft. Dem ist nicht so. Klar sollte man Trainingskleidung in die Wäsche schmeißen, am besten noch bevor man Zutrittsverbot ins Fitnessstudio erhält. Aber es ist nicht zwingend notwendig, dass der eigene Anzug nach einer Hochzeitsfeier direkt in die Reinigung muss. Im Gegenteil. Hängt man diesen ordentlich auf, lässt ihn auslüften und bürstet vorsichtig den Schmutz heraus, dann ist dies wesentlich besser für den Anzug, als der Gang zur Reinigung.

Man muss bedenken, dass eine solche Reinigung einen Anzug nicht nur sauber macht, sondern auch beansprucht. Sowohl der eigentliche Stoff, als auch die Nähte sind teilweise sehr großen Belastungen ausgesetzt. Wenn man nun noch bedenkt, dass die Stoffe immer feiner werden, je größer der Anschaffungspreis des Anzugs ist, dann wird schnell klar, dass feine Stoffe mit vielen Reinigungszyklen nicht klar kommen.

Bei einer Jeans verhält es sich ähnlich. Hier reicht es auch vollkommen aus, wenn diese nach dem Tragen gut gelüftet wird. Experten Empfehlen sogar, dass alle paar Monate ein Waschgang vollkommen ausreicht. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Jeansstoff. Zudem besteht eine größere Chance, dass der Denimstoff weniger schnell seine Farbe verliert, als wenn dieser nach jedem Tragen gewaschen wird.

Bevor man seine Jeans das erste Mal wäscht soll man sogar sechs Monate warten, denn in dieser Zeit bekommt der Stoff seine ganz eigene Patina. Sicherlich ein Argument dafür. Allerdings handhabe ich es so, dass ich es von Fall zu Fall entscheide, wann und wie ich meine Jeans wasche.

Regel 3: Nicht jedes Hemd gehört in die Hose / T-Shirts eigentlich gar nicht

Hemden trage ich vor allem im beruflichen Alltag sehr gerne. Dank einer Vielzahl von Farben, Designs, Schnitten, usw… hat man stets die Möglichkeit, das eigene Outfit nur durch das Austauschen des Hemdes ein wenig zu verändern. Was man neben den vielfältigen Möglichkeiten zum Kombinieren auch beachten sollte, ist die Tatsache, dass nicht jedes Hemd in der Hose getragen werden muss oder gar sollte.

Lediglich Hemden mit einem Vogelschwanz – Rückseite länger als die Vorderseite – oder besonders lange Hemden sollten in der Hose getragen werden. Klar kann man dies auch mit Hemden machen deren Saum sowohl auf Vorder- und Rückseite gleich lang ist. Dann kann man sich allerdings sicher sein, dass das Hemd regelmäßig wieder aus der Hose rutscht.

Aus dem gleichen Grund trägt man auch keine normalen T-Shirts in der Hose. Dafür sind diese einfach nicht gedacht. Wer sein T-Shirt dennoch in der Hose tragen möchte, der sollte darauf achten, dass dies entsprechend länger ist und mit einem Gürtel getragen wird. Die Kombination aus weißem T-Shirt, dunkelblauer Jeans sowie einem Paar brauner Lederschnürer mit farblich passenden Ledergürtel kann dann auch mit reingestecktem T-Shirt funktionieren.

Regel 4: Beim Schuhe Polieren geht es um mehr als um den Glanz

Wer sich schon einmal ein Paar vernünftige Schuhe gekauft hat, der weiß, dass man diese nicht nur trägt und wieder ins Schuhregal stellt. Zumindest nicht, wenn man lange Freude an diesen haben möchte. Denn gute Schuhe können eine Investition fürs Leben sein und wie jede Investition sollte man auch auf seine Schuhe achten. Ganz einfach geht dies, wenn man die Schuhe regelmäßig bürstet und poliert.

Richtig putzen und pflegen sollte man diese schon. Denn die Schuhpolitur trägt nicht nur dazu bei, dass die Schuhe glänzen, sondern auch, dass das Leder geschmeidig bleibt. Das Leder bleibt weich, lässt sich angenehmer tragen und ist Dank der Schutzschicht, welche regelmäßiges Polieren mit sich bringt, zumindest ein wenig besser gegen Wasser und Schmutz geschützt.

Regel 5: Wenn du einen Anzug trägst, trägst du bitte auch deine Tasche!

2017 sind Rucksäcke mehr denn je wieder im Alltag angekommen. Gibt es diese in einer Vielzahl von Designs, Größen und Formen und bieten genügend Platz, um die Dinge des alltäglichen Lebens sicher von A nach B zu bringen. Selbst bevorzuge ich einen solchen beim Reisen, gerade dann, wenn es nur Mal ein, zwei Tage sind die man unterwegs ist. Für den täglichen Weg zur Arbeit greife ich allerdings auf eine Umhängetasche zurück.

Schaut einfach ein wenig stylischer und dem Anlass entsprechend eleganter aus, als ein Rucksack. Eine solche Tasche sollte auch immer dann zum Einsatz kommen, wenn du einen Anzug trägst. Denn der Anzug kann noch so elegant und schick sein, ein Rucksack wirkt sich negativ auf dessen Erscheinungsbild aus und verzerrt diesen komplett. Ein Rucksack schädigt durch den Druck und die Reibung beim Tragen dem Anzugsstoff. Hierdurch können die Schultern glänzend werden beziehungsweise ausfransen.

Gepostet von Sebastian

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