Gestreift durch den Alltag mit Scotch & Soda

Beim ersten Eindruck des Trägers dieses Oberteils mag er noch eher unscheinbar wirken. Beim zweiten Blick aber wird dem Betrachter bewusst, was ein „normales“ Shirt, ohne besonderen Blickfang und in dezenter Farbgebung, alles hergeben kann.

Erstens: Es fällt topmodern. Das ist vor allem dem lässigen Schnitt zu verdanken, setzt aber auch einen bestimmten Materialmix voraus um zur Geltung zu kommen. Nachahmer gibt es viele – doch erst das Material schafft den Erfolg. Zweitens: Der Rundhalsausschnitt und eine bis zur Hüfte reichende Länge setzen im Jahr 2017 die Voraussetzungen für hochaktuelle Oberteile. Das heißt: Die Ärmel werden locker nach oben geschoben und das Shirt keinesfalls in die Hose gesteckt – wenn, dann bitte nur vorne und mittig. So zeigen sich der Mann von heute und sein Fashionverständnis. Und drittens ist weniger oft mehr. Das Gesamtoutfit hat noch „Luft nach oben“ für Hingucker, wie Accessoires, ohne zu belasten.

Die Ärmelnähte liegen quer zur Schulter hin. Keine kantig-geradlinigen an Rechtecke erinnernde Formen mehr – cooles Fallen und bequemes Tragen sind möglich. Unten, an der Seitennaht zwischen dem Vorder- und Rückenteil, befinden sich Ansätze eines Schlitzes – also nur minimal. Der hintere Teil ist um eine Spur länger als der vordere. Knapp über der dem unteren Ende wurde auch das Logo platziert. Diese Details heben das gute Stück von der Masse ab und lassen den Träger „up to date“ erscheinen. Ob das schlichte Blau mit schwarzen Querstreifen ergänzt oder unifarben getragen wird, tut eigentlich nichts zur Sache. Aber: Die einfarbige Variante lenkt weniger von den beschriebenen Details ab und unbewusst das Auge des Betrachters zur gekonnten Schnitt-Material-Kombination hin.

Man muss aber bedenken: Dieses lässige Fallen eines Shirts bedarf Vorsicht bei der Pflege – eine Eignung für den Trockner kann keinesfalls bestätigt werden. Lieber einfach aufhängen. Zwar besteht es zu 100 % aus Baumwolle, aber die Materialkonstruktion Jersey braucht eine schonende Behandlung. Auch darf der Waschgang nicht heißer als mit 30 °C ausfallen.

Thema Größe – dieser Schnitt nimmt es zwar nicht so genau. Ob bei den Ärmeln oder der Gesamtlänge könnte man es ruhig etwas länger tragen als das Model mit 187 cm Körpergröße und einem Shirt in L. Das ist aber Geschmackssache und erfordert wohl ein permanentes Hochschieben der Ärmel. Die Naht bei den Schultern sollte aber sitzen. Und eine Auswahl von S bis XXL sollte alle Bedürfnisse abdecken, so dass man den lässigen Schnitt auf den eigenen Körper abstimmen kann.

About Sebastian

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