Der Haferlschuh – ein bayrisches, traditionelles Schuhmodel im Alltag – das geht!

Im Bereich der Mode gibt es Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires, welche einem zum ersten Mal über den Weg laufen und man fragt sich, braucht man das wirklich? Oder kann man das im Alltag tragen? Wenn ich ganz ehrlich bin, ging mir das beim Haferlschuh nicht anders. Bei diesem handelt es sich um ein bayrisches, traditionelles Schuhmodel, welches als Arbeitsschuhwerk der Bevölkerung der Alpenregion gebräuchlich war und ist.

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Haferl.com transportiert diesen Klassiker nun in die heutige Zeit und gemeinsam mit dir möchte ich einen Blick auf die Herkunft, die Besonderheiten und die Alltagstauglichkeit des Haferlschuh werfen. Auch das Unternehmen hinter der Webseite, die Schwangau Schuh GmbH, möchte ich kurz vorstellen.

Begeisterung für hochwertig gearbeitete Schuhen, die man spürt

Der Firmensitz von Haferl.com liegt im Allgäu, einem der schönsten Ferienregionen Deutschlands. Um genau zu sein blicken die Mitarbeiter des Unternehmens im idyllischen Dorf Schwangau auf die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. So kann man definitiv arbeiten. Eins verbindet die Mitarbeiter ganz stark miteinander, die Liebe zu hochwertig gearbeiteten Schuhen.

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Entstehen die ersten Ideen für neue Schuhmodelle noch an diesem idyllischen Ort und werden dort ebenfalls von deren Modelleur fachmännisch umgesetzt, findet die eigentliche Produktion in deren versierten Schuhmanufaktur in Ungarn statt. Alleine diese blickt auf eine 100-jährige Geschichte und Erfahrung in der Schuhproduktion zurück, weshalb man zu recht von der Qualität der auf traditionell handwerkliche Weise Original Haferl® überzeugt sein darf.

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In der Schuhmanufaktur arbeitet man nicht nur auf traditionell handwerkliche Weise, sondern nutzt moderne Fertigungstechniken, um eine ökologisch orientierte Herstellung abzubilden und eine gleichbleibende hohe Qualität zu gewährleisten. Rund 200 Arbeitsschritte sind nötig, bis aus einem ausgewähltem Stück Leder ein zwiegenähter Original Haferl entsteht.

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Hierzu werden die einzelnen Lederteile für Obermaterial, Sohle und Futter aus einem Stück Leder ausgestanzt. Im Anschluss daran vernähen die Stepperinnen die Einzelteile des Schafts miteinander. Darauf folgend zieht der Zwicke, in der Montage, den Schuh über den Leisten. Nach dem Einstechen und der Bodenmontage folgt das Fräsen und Schleifen des Bodens. Bevor der Schuh in die abschließende Qualitätsprüfung geht, folgt das Finish, welches dem Schuh seine individuelle Optik verleiht.

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Betrachtet man den klassischen Haferlschuh ist dieser auf den ersten Blick nicht sonderlich für den Alltag geeignet. Aus diesem Grund greift das Unternehmen die ursprüngliche Form und Machart der Haferlschuhe auf und bringt diese in die Moderne. Dies gelingt unter anderem durch die Kombination von traditionellen und neuen Obermaterialien sowie weiter entwickelter Formen. Bevor ich dir einige moderne Interpretationen des Haferlschuhs vorstelle, möchte ich dir erst einmal den Klassiker näher bringen.

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Der Haferlschuh – mehr als ein Arbeiterschuh

Trotz Änderungen am Design und am verwendeten Material bleibt eins immer gleich: die Machart. Diese ist seit über 200 Jahren beim Aufbau des Haferlschuhs unverändert. Je nach angewandter Machart kann der Schuh aus bis zu zwanzig Einzelteilen bestehen. Bei den Macharten unterscheidet man unter:

  • Zwiegenäht – aufwendigste Machart: hier werden Schaft und Rahmen zunächst an die Brandsohle genäht, die zweite, sogenannte Doppelnaht, befestigt die (Zwischen-) Sohle am Rahmen.
  • Zwieflex – mehr Flexibilität und Leichtigkeit: Schaft und Boden sind nur durch die erste Naht miteinander verbunden, es wird keine Zwischensohle aufmontiert.
  • Rahmengenäht – feinere und elegantere Optik: Der Rahmen wird beim Einstechen nach innen gelegt; es bleibt somit nur die Doppelnaht sichtbar.

Die zwanzig Einzelteile des Haferlschuhs werden vom Absatz bis hin zu Vorderkappe um einen Leisten montiert, wodurch die dreidimensionale Form des Schuhs erreicht wird. Der Haferlschuh besteht aus zwei Hauptteilen – Schaft und Boden -, welche beim Schuhbau miteinander verbunden werden. Nicht nur durch seine Herkunft als Arbeiterschuh, sondern insbesondere durch die Verwendung hochwertiger Materialien wird der Haferl zu einem noblen Produkt, das seinen Träger lange und treu begleitet.

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In der zuvor eingebundenen Skizze kannst du den Aufbau des Haferlschuhs im Detail nachvollziehen. Nachfolgend möchte ich noch auf eine Auswahl typischer Merkmale des Haferlschuhs eingehen.

Typische Merkmale des Haferlschuhs

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Von den fünf typischen Merkmalen des Haferlschuhs sind mir zwei besonders aufgefallen: Parallelschnürung und Schiffchenspitze. Die anderen kannst du dir auf dieser Webseite im Detail ansehen.

Ein deutlicher Unterschied zu anderen Schuhen fällt schon bei der Schnürung des Haferlschuhs auf. So werden diese traditionell mit einer Parallelschnürung gebunden. Sprich, die Schnürsenkel werden von der Seite durch die Löcher gefädelt und auf der Außenseite gebunden. Durch diese seitliche Bindung, welche nur durch vier Löcher geführt wird, wird sowohl ein guter Halt gewährleistet, als auch ein schnelles An- und Ausziehen ermöglicht.

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Mit am auffälligsten dürfte aber wohl die sogenannte Schiffchenspitze sein. Diese bezeichnet die relativ kantige Spitze des Haferls, welche dafür sorgt, dass die Zehen des Trägers viel Platz haben. Zudem hebt sich die Spitze vom Untergrund ab, was in der Schuhfachsprache als „Sprengung“ bezeichnet wird. Durch diese Kombination wird dem Träger ein komfortables Bergauf- und Bergabgehen ermöglicht.

So trägt man den Haferlschuh im Alltag

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Natürlich habe ich mir auch ein paar Gedanken gemacht, wie man einen Haferlschuh in alltägliche Outfits integrieren kann. Entschieden habe ich mich für den Stiefelette Haferl Richard in kaffee. Eine Farbkombination, welche mich auf den ersten Blick begeistert hat. Und aus hochwertigem, vollnarbigem Leder gefertigt ist, das aus den besten Gerbereien Europas stammt.

Auf der Webseite von Haferl.com wird dieser als Wanderschuh angepriesen, kann meiner Meinung nach auch gut im Alltag getragen werden. Kombiniert habe ich diesen mit einer einfachen, dunklen Blue Jeans. Passt meiner Meinung nach Bestens zusammen. Dazu einen dunkelbraunen Strickpullover, welcher zumindest teilweise die Farben des Schuhs aufgreift.

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Die Winterjacke von Element greift den Blauton der Jeans – Basisfarbe der Jacke -, sowie das Braun der Haferlschuhe auf – Lederdetails der Jacke. Zu den Schuhen farblich passend gibt es noch die Accessoires. Einen braunen Ledergürtel sowie eine Armbanduhr, welche beim Leder auch auf einen braunen Farbton setzen. In meinen Augen ein Outfit, welches schlicht daherkommt und dennoch zu überzeugen weiß.

Nachfolgend findest du die einzelnen Stücke des Outfits aufgelistet:

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Mit freundlicher Unterstützung von Haferl.com

About Sebastian

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