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Jaguar XE: Design-Workshop mit Maenner-Style.de in Frankfurt

Erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag „Jaguar XE werden meine Kindheitsträume doch noch wahr?“, welchen ich vor ein paar Wochen hier im Blog veröffentlicht habe? In diesem habe ich noch davon geschwärmt, wie mir bereits als Kind die Autos aus dem Hause Jaguar gefallen haben, wie ich erneut meine Leidenschaft für diese durch den Jaguar XK140 aus der Eröffnungssequenz des Films “Eiskalte Engel” fand und nun mit dem Jaguar XE ein Modell auf den Markt kommt, welches preislich um einiges interessanter ist als bisherige Modelle der Marke.

Aber nur Informationen und Fotos im Internet zu betrachtet reicht manchmal nicht aus. Das hat sich auch Jaguar gedacht und mich am 31.10. kurzerhand für eine Jaguar XE: Design-Studie nach Frankfurt eingeladen. Bei diesem Design-Workshop, welche als statische Präsentation umgesetzt wurde, konnte ich den neuen XE zusammen mit dem F-TYPE, welcher den Jaguar XE in seinem Design nach Jaguar-Manier sehr beeinflusst hat, hautnah erleben.

Adam Hatton erklärt mir ein paar Details des neuen Jaguar XE

Adam Hatton erklärt mir ein paar Details des neuen Jaguar XE

Darüber hinaus hatte ich die Möglichkeit mit dem Jaguar Exterior Design Director Adam Hatton zu sprechen, mir den Jaguar XE von ihm vorstellen zu lassen sowie Gedankengänge aus dem Entstehungsprozess eines solchen Autos erläutert zu bekommen.

Adam Hatton war so freundlich und hat mir ein paar Fragen beantwortet, welche ich euch als Kurz-Interview nachfolgend eingebunden habe. Kurz zusammengefasst es war ein sehr informatives und interessantes Event. Die Langfassung dazu gibt es nachfolgend.

Jaguar XE – eine Design-Workshop

Im Mittelpunkt des Design-Workshop, in Frankfurt, stand natürlich der Jaguar XE, bei dem es sich übrigens um die leichteste und verwindungssteifste Limousine der Jaguar Geschichte handelt. Auf die niedrigen Unterhaltskosten dank geringer Verbräuche und Emissionen, günstiger Versicherungseinstufungen, langer Serviceintervalle und den hohen Restwert, bin ich bereits in meinem ersten Beitrag zum Jaguar XE eingegangen.

Auch die technischen Raffinesse hatte ich dort bereits erwähnt, daher möchte ich in diesem Beitrag nur auf das Design und meine Eindrücke des XE eingehen, werde aber sicherlich an den passenden Stellen, dennoch die ein oder andere Information mit einfließen lassen.

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Das Foto zeigt euch ziemlich gut, wie sich der XE in mein Gedächtnis eingebrannt hat. Sportlich, dynamisch und modern sind die Stichwörter, welche mir beim ersten Anblick des Autos in den Sinn kamen. Auch nach der Live-Betrachtung vor Ort verbinde ich diese noch mit dem XE. Verantwortlich hierfür zeigt sich die geschickte Kombination des kurzen Überhangs vorne und hinten, der markentypische Grill sowie die großen Lufteinlässe im Schweller, welche bereits beim großen Bruder, dem F-TYPE, vorzufinden sind. Und hätten die Damen und Herren von Jaguar nicht zu sehr auf die Schlüssel des Wagens geachtet, dann wäre ich nicht mit der Bahn, sondern dem XE nach Hause gefahren. Da könnt ihr euch sicher sein.

Der Jaguar XE positioniert sich in der gleichen Liga wie die Konkurrenzmodelle Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse. Dennoch kommt sein Design um einiges erfrischender herüber. Was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass gerade die drei zuvor genannten Modelle doch recht häufig im Alltag zu sehen sind und man sich an deren Anblick mittlerweile satt gesehen hat. Zumindest geht es mir so.

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Wie bereits zuvor erwähnt hat sich Adam Hatton beim Design des XE vom großen Bruder, dem Jaguar F-TYPE, ein wenig inspirieren lassen. Wenn man genau hinschaut, erkennt man dies in den Details ganz gut. So erinnert der Grill von seiner Form her an den des F-TYPES, insbesondere die Wabenoptik, welche dem Jaguar-Emblem als Hintergrund dient ist so 1:1 im F-TYPE vorzufinden. Auch die seitlichen Schweller entstammen dem Design des großen Bruders.

Interessant finde ich hier vor allem inwieweit der Kunde sich noch beim Design seines XE mit einbringen kann. So gibt es beispielsweise sämtliche Chromelemente des XE in glänzend oder satiniertem Chrom oder in der Variante All-Black. Wie der Name hier schon vermuten lässt werden dabei sämtliche Chromelemente durch ihren schwarzen Gegenpart ausgetauscht. Sicherlich interessant, wenn man ein Auto haben möchte, welches ganz in weiß daher kommt und nur einzelne Akzente in schwarz enthält. All diese Design-Spielerein kann man übrigens im Jaguar-Konfigurator durchspielen.

Die Ähnlichkeit der Designsprache beider Modelle ist auch beim Tagfahrlicht zu erkennen. So hat man sowohl beim XE als auch beim F-TYPE die Tagfahrlichter durch J-förmige LEDs dargestellt. Ein Detail, welches mich persönlich sehr begeistert. Denn ich war mir bis dahin gar nicht bewusst in welchem Detail man als Auto-Designer denken muss. Oder hättet ihr daran gedacht, dass man bei den Tagfahrlichter das J für Jaguar unterbringen kann? Mir wäre es nicht in den Sinn gekommen.

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Auch von der Rückseite ist eins gleich zu erkennen, so hat man die LEDs im Scheinwerfer ebenfalls halbkreisförmig angeordnet. Und führt damit die Designsprache des F-TYPE im XE fort, wobei hier anzumerken ist, dass dieser Halbkreis schon bei älteren Modellen vorhanden war, wie mir Adam Hatton während der Vorstellung des Fahrzeuges mitteilte. Um genau zu sein zitierten die Designer hiermit ein Stilelement des legendären Jaguar E-TYPE: ein horizontales Band, das sich mit einem runden Element überkreuzt.

Was mich dann noch mehr erstaunt hatte, war der großzügige Kofferraum von knapp 440 Liter, welchen ich bei den kompakten Außenmaßen des Fahrzeugs nicht vermutet hätte. Genügend Platz für Koffer, Wasserkisten und Co. ist damit definitiv vorhanden.

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Erinnert ihr euch an das Sprichwort „Außen hui, innen pfui!“? Seid nicht besorgt, beim XE kommt es mitnichten zum Tragen. Denn hier überzeugt der Wagen nicht nur durch durchdachtes Design, sondern auch durch allerhand technische Besonderheiten. Hierbei ist wohl definitiv das InControl Infotainment-System mit einem Acht-Zoll-Touchscreen, welches neben Sprachsteuerung, Telefon, Soundsystem, Navigation, WLAN-Zugang auch zahlreiche Apps bietet, als Herzstück des XE aufzuführen.

Zudem wird der XE das erste Fahrzeug mit einem Laser-Head-up-Display sein, welches bessere Bilder als bekannte LED Head-up-Displays projizieren kann. Dieses konnte ich leider nicht Live im Einsatz sehen, fand die Tatsache, dass das Display beliebig an der Frontscheibe bewegt werden kann sehr spannend. Auch kann ich mir vorstellen, dass sich solche Head-up-Displays immer weiter durchsetzen, da der Fahrer nicht mehr seinen Blickwinkel wechseln muss, um für ihn interessante Anzeigen wie Geschwindigkeit und Co. zu sehen.

Ein weiteres Design-Higlight im Inneren des XE ist die rund verlaufende Kante über das gesamte Armaturenbrett. Hierdurch entsteht beim Fahrer das Gefühl, dass er sich geborgen und sicher fühlen kann, da eine zusätzliche Abgrenzung geschaffen wird, sozusagen eine Art kleiner Schutzwall.

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Ein weiteres Detail im Innenraum-Design des XE, welches wir schon am Heck des Fahrzeuges kennenlernen durften, ist das horizontale Band, welches sich mit einem runden Element überkreuzt und dem E-TYPE von Jaguar entstammt. Konntet ihr es im vorangegangenen Foto sehen? Wenn nicht schaut nun ein wenig genauer hin.

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Wieder ein Detail welches ich vollkommen genial finde und ich kann die Aussage von Adam Hatton nachvollziehen, welche ungefähr so lautete:

„Wir wollten ein Auto schaffen, welches es dem Besitzer gestattet selbst nach ein paar Wochen neue, interessante Details im Design des XE zu erkennen.“

Und gerade solche Kleinigkeiten sind es, welche dem Besitzer nach Wochen ins Auge springen. Man muss schon mehrmals hinschauen um eine Verbindung von Heck zur Mittelkonsole zu ziehen, freut sich dann aber umso mehr, wenn man dieses gefunden hat.

Ansonsten geht Jaguar auch bei den Instrumenten den klassischen Weg, so werden Drehzahl und Tempo analog angezeigt. Insgesamt kann man den Innenraum als sehr modern, minimalistisch und aufgeräumt bezeichnen. Meine Empfehlung ist dennoch, beim Jaguar Händler in der Nähe vorbeischauen und das Auto live erleben, sonst kann man nicht so ganz nachvollziehen, warum es mir das Auto so angetan hat.

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Das Chrom des Kühlergrills findet sich übrigens auch im Fahrzeuginneren wieder. So sind die Luftauslässe der Klimaanlage damit ausgestattet. Aber auch hier belässt man es nicht dabei, so wird bei der späteren Serie unterhalb des Luftauslasses ein schwaches, blaues Licht zu sehen sein, welches durch LEDs erzeugt wird und entsprechende Akzente im Innenraum setzen soll. Dies findet man übrigens an weiteren Stellen der Mittelkonsole vor, aber auch hier gilt die Devise, selbst entdecken.

Vorstellung und Kurz-Interview mit Adam Hatton

Bevor ich euch an meinem Kurz-Interview mit Adam Hatton – Exterior Design Director von Jaguar – teilhaben lasse, möchte ich zunächst ein paar Worte zu seiner Person verlieren. Schließlich ist es doch immer ganz interessant zu erfahren mit wem man es denn zu tun hat und welcher Werdegang sich hinter der Karriere einer Person verbirgt. Zumindest kann ich mich dafür stets begeistern.

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Adam Hatton ist der aktuelle Creative Director im Bereich Exterior Design bei Jaguar. Mittlerweile hat Adam 16 Jahre seiner Karriere bei Jaguar verbracht und während dieser Zeit eine wichtige Rolle in vielen bedeutenden Projekten gespielt. Erst vor knapp drei Monaten, im August 2014, wurde er für die Rolle des Creative Director ernannt und berichtet in seiner Funktion direkt an Ian Callum, Design Director von Jaguar.

1998 begann Adam seine Arbeit bei Jaguar, damals noch mit dem Design des ersten F-TYPE Concept Car, welcher Gewinner des „Best in Show“ Award in Detroit 2000 wurde. Weiterhin wirkte er an dem hoch gelobten C-XF-Konzept mit, welches im Januar 2007 auf der Detroit Motor Show gezeigt wurde. Dieses Konzept legte damals den Grundstein für die neue Designsprache, welche seitdem unter Ian Callum fortgeführt wird.

Adam Hatton zeichnet sich zudem für das mehrfach preisgekrönte Außendesign des Jaguar XF verantwortlich, welcher bei der IAA in Frankfurt im September 2007 Premiere feierte. Auch das äußere Erscheinungsbild des Jaguar-Flaggschiffs, die XJ Luxuslimousine, welche im Jahr 2009 das Licht der Welt erblickte, ist auf das Design von Adam zurückzuführen.

Nach dem XJ, übernahm Adam dann die Führung im Bereich Außendesign des Jaguar Advanced Studio. Dort spielte er eine fundamentale Rolle bei der Schaffung der neuen intelligenten Aluminium-Architektur von Jaguar, welche als Basis für den neuen Jaguar XE dient.

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Could you describe shortly your path to become a designer?
Studied at Art School, then Automotive Design Degree Coventry University, England. At Land Rover Design 1995. At Jaguar Design from 1998, first design Jaguar F-TYPE Concept. Then C-XF, (Advanced Design). XF, XJ, XE….

Have you had any mentors along the way? Have they influenced you, if yes, how?
My first Art tutor at School, told me to ‚go for it!‘, then Ian Callum and Julian Thomson at Jaguar, taught me a lot about proportions and modernity.

What does a typical day look like for you?
Typical day is firstly a cup of tea ! Then go in to the main studio and advanced studio and look at the exterior clay models with my design team…. Then back in the office for a few emails to the engineering team…. Then probably go to one of our other studios with Ian Callum and Julian Thomson to review the models there, and then probably a review of press images with the Jaguar Brand (Marketing) and PR teams. We are busy!

Are you creatively satisfied?
Yes definitely at Jaguar, especially in my new role of Creative Director of Exterior Design. I can be really ‚hands on‘ working the clay and digital models directly with the team….

How would you describe beautiful car design?
Great Proportions, Strong Stance, Flowing Lines, Pure Surfaces. This is part of our philosophy at Jaguar Design….

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Hier sieht man die angesprochene „dramatic Cab Rearward proportions in side view“ ganz gut.

What is your favorite design element on the XE Series?
Favourite part of XE design is the dramatic Cab Rearward proportions in side view….

What are the biggest challenges in car design?
Biggest challenge to automotive design is CO2 reduction.

When you design your vehicle’s, what influences do you look to? Is it architecture or nature?
Nature, (from Malvern, England). Architecture, (Zaha Hadid, Norman Foster, Thomas Heatherwick, Travel).

What is your all-time favorite non-Jaguar car design?
Favourite non Jaguar car design – Lamborghini Muira.

Das war nun mein Bericht zum Design des Jaguar XE im Vergleich zu seinem großen Bruder dem F-TYPE sowie meiner Eindrücke vor Ort in Frankfurt. Wie ihr sicherlich bereits gemerkt habt, hat es mir das Fahrzeug angetan und ich komme wohl um eine Probefahrt im nächsten Jahr nicht herum. Denn ein Kauf steht wohl aufgrund der kommenden Hochzeit nicht zur Debatte, aber fahren muss ich diesen schon Mal. Weitere Informationen zum XE erhaltet ihr auf der Webseite von Jaguar.

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Mit freundlicher Unterstützung von Jaguar

About Sebastian

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