Journey to Jura – Auf den Spuren von Jura Single Malt Scotch Whisky

04:00 Uhr – der Wecker klingelt, selbst für mich als bekennender Frühaufsteher gut zwei Stunden zu früh. Aber was macht man nicht alles, wenn es für die nächsten drei Tage #JourneytoJura heißt. Da quält man sich auch ein paar Minuten früher aus dem Bett, erledigt seine Morgenwäsche und macht sich dann mit zwei Taschen – Handgepäck und Laptop – auf dem Weg zum Taxi, welches einen nach Frankfurt, an den Flughafen bringt.

Der frühen Stunden sei Dank ist auf dem Weg dorthin auch nicht sonderlich viel los. Daher komme ich auch gut eine halbe Stunde vor der angepeilten Zeit an. Aber seit ich bei meinem letzten Trip, quasi, auf den letzten Drücker das Flugzeug erwischt habe, war ich dankbar heute ein wenig mehr Zeit zu haben.

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Von Frankfurt aus ging es mit Zwischenstopp in Amsterdam nach Glasgow, von wo aus die #JourneytoJura erst richtig beginnen sollte. Den Trip sollte ich nicht alleine antreten, mit dabei waren Frank und Philipp von Frank Lin, Philip von Eye for Spirits und unser eigener Koch Fabio Haebel, vom Tarterie in St. Pauli. Weiterhin waren Steffen und Michael von Borco, dem deutschen Importeur von Jura, mit am Start.

Aber genug der einleitenden Worte, ich nehme dich einfach mit auf meinen Trip mit Jura Whisky und der #JourneytoJura. Dann kannst du quasi aus erster Hand erfahren, was ich und die Jungs dort erlebt haben.

Taxifahrer gesucht & deutsche Spezialitäten in Glasgow

Angekommen in Glasgow sollte die Reise nach Jura erst richtig beginnen. Und wie bei jedem guten Abenteuer geht das nicht ohne Herausforderungen. Unsere erste Herausforderung war es das richtige Taxi zu unserem ersten Stopp zu erwischen. Gar nicht so einfach, ganz ohne Hinweisschild oder Informationen wo man nun abgeholt wird.

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Aber auch diese erste Aufgabe unserer Reise haben wir gemeistert. Mit zwei Taxis ging es zu unserem ersten Stopp auf der #JourneytoJura – dem West on the Corner in 160 Woodlands Rd., Glasgow G3 6LF. Ein äußerst stylisches, kleines Restaurant mit Bar, viel Whisky, verschiedenen Bieren und deutschen Spezialitäten. Richtig gelesen: deutsche Spezialitäten.

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Neben unserer lustigen, kleinen Männertruppe, waren beim Mittagessen noch einige Mitarbeiter/innen von Jura beziehungsweise dem Unternehmen dahinter – Whyte & Mackay – am Start, welche uns in Schottland begrüßten und beim ersten Kennenlernen des Jura Whisky beistanden.

Um nochmals auf die deutschen Spezialitäten zurückzukommen, keine Sorge, denn es gab auch andere Speisen und Getränke. Als Vorspeise gab es allerdings typisch deutsche Aufschnittplatte mit Käse, Salami, Schinken, Obazda, Sauerkraut und was man sich sonst noch so vorstellen kann. Brot gab es natürlich ebenfalls dazu, wobei dies geschmacklich nicht an unser heimisches Brot herankommt. Aber die Schotten müssen auch kein deutsches Brot können, oder!?

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Bei den Bieren sind die Schotten ein wenig experimentierfreudiger als wir Deutsche. Oder findet man bei uns im Bier Karamellgeschmack!? Glaube eher nicht! Hat aber ganz gut geschmeckt, wenn auch nicht unbedingt nach Bier. Um einiges milder, süßer und gar nicht malzig. Also, wenn dir danach ist, dann solltest du das Munich Red Mal versuchen.

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Die Gleichung aus gutem Essen, kühlen Getränken und geselligen Menschen funktionierte bekanntlich ganz gut. Auch im West on the Corner war dies nicht anders. Nach deutschen Vorspeiseplatten war es Zeit für einen Burger. Auch nicht typisch schottisch, aber verdammt lecker.

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So könnte ich dir nun erzählen, dass der Simon Howie’s Beef Burger in a pretzel bun with maple glazed bacon, cheddar, chili jam, beetroot & apple slaw and fries weit mehr war als ein einfacher Burger mit Rindfleisch, einem Laugenbrötchen, mit Ahorn glasiertem Speck und Chili Marmelade. Aber ganz ehrlich Bilder sagen mehr als tausend Worte und alleine die Beschreibung macht Lust auf mehr, oder?

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Erste Berührung mit Jura Whisky

Wenn man eingeladen wird eine Whiskymarke kennen zulernen, dann darf man sich bei einem Punkt ganz sicher sein, es wird Whisky getrunken! Damit wir uns hier auch gar keine falschen Hoffnungen machen konnten, wurde pünktlich, kurz vor der Hauptspeise, der erste Whisky serviert. Ein Isle of Jura Origin Single Malt Whisky 10 Jahre – dieser wurde uns als sanfter Einstieg in Sachen Whisky angepriesen. Persönlich empfand ich diesen als herb, trocken und ein wenig brennend im Abgang, aber trinkenswert.

Eins vorab, ich bin kein Whiskykenner, ich kann dir den Whisky nicht im Detail beschreiben, wie es Kenner wie mein Reisebegleiter Philip können. Aber ich kann schreiben was ich beim Trinken empfunden habe und wie mir dieser geschmeckt hat. Genau das wirst du über diesen Beitrag verteilt auch nachlesen können. Aber um es kurz zu machen, als Einstieg war der zehnjährige Jura gar nicht so verkehrt.

Eine Busfahrt die ist schön, eine Busfahrt die ist lustig…

Ziel unserer Reise ist bekanntermaßen die Insel Jura. Deren Namen stammt übrigens aus dem Altnordischen und bedeutet „Hirschinsel“. Gar nicht so weit hergeholt, wenn man bedenkt, dass es auf der über 5.500 Rothirsche gibt. Dies nur als kurzer Einschub. Da wir dort aber nicht ankommen, wenn wir nur deutsche Spezialitäten essen, Bier und Whisky trinken ist auch klar. Daher war es nach dem Essen Zeit sich auf den weiteren Weg zu begeben.

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Unsere siebenköpfige Runde sollte aus diesem Grund noch ein wenig wachsen. Henry „the Driver“ war unser achter Mann im Team auf der #JourneytoJura. Mit seinem Achtsitzerbus von Mercedes machten wir uns auf den Weg vom West on the Corner Richtung Crinan Hotel in Crinan nahe Lochgilphead, Argyll. Das Schöne am Bus war die Tatsache, dass die Sitze nicht hintereinander angeordnet waren, sondern man sich immer zu Zweit gegenüber saß und vier Plätze einen Sitzbereich bildeten. Dadurch war ein reger Austausch während der Fahrt miteinander möglich.

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Kleine Tische waren natürlich mit dabei, um Smartphone, Kamera aber vor allem Whiskygläser abzustellen. Denn nur gefühlte fünf Minuten nach dem Einstieg wurde der nächste Jura Whisky ausgepackt. Dieses Mal die Jura Tastival Abfüllung 2016 und eins muss ich sagen, schon nach dem ersten Glas war klar, es würde sehr schwierig sein, einen Jura Whisky zu finden, welcher mir noch besser schmeckt als dieser.

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Sollte sich im Verlauf der Reise auch herausstellen, dass andere Jura zwar an diesen herankamen, vom ersten Platz wurde er allerdings nicht verdrängt. Das mag sicherlich daran liegen, dass er sehr sanft und angenehm im Abgang war und dennoch einen interessanten Geschmack hatte. Hat der zehnjährige Jura noch ein wenig im Gaumen gebrannt, ist die Tastival Abfüllung 2016 gerade zu sanft gewesen. Was unter anderem daran liegt, dass dieser ein älterer Jahrgang war und wie ich lernen durfte, sind ältere Whisky milder, als entsprechend jüngere Whisky.

Zeit, viel Zeit auf der #JourneytoJura

Für den Transfer zu unserem Tagesendziel wurden im Reiseplan noch drei Stunden angesetzt, in der Realität waren es tatsächlich etwas mehr als fünf. Wie kommt es? Typisch deutsch reicht es nicht aus gemütlich durch die Gegend zu cruisen, den ein oder anderen Whisky zu trinken und sich über verschiedenste Themen auszutauschen. Ein wenig Sight-Seeing muss dann auch sein. Henry kennt natürlich entsprechende Anlaufstellen, von denen man auch bei schlechtem typischem schottischen Wetter schöne Fotos machen kann.

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So steuerten wir also den Zwischenstopp „To Rest and be thankful“ an. So weit, so gut. Allerdings kostete uns dieser gut zehn Minuten lange Stop, fast zwei Stunden Fahrtzeit extra. Wie das? Kurz nach der Weiterfahrt stießen wir auf einen Unfall, welcher sich kurz zuvor zugetragen hat. Auf einer der einzigen Straßen Richtung unserem Ziel. Umdrehen keine Option, da dies weit mehr Zeit gekostet hätte.

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Ansonsten war unsere Ausgangslage gar nicht so schlecht. Denn irgendwie haben wir doch das Beste aus unserem unfreiwilligen Halt gemacht. Whisky weiter getrunken und philosophiert. Das Schöne daran, man war mit Gleichgesinnten unterwegs. Zumindest hatte man das Gefühl, da es doch immer ein, zwei Themen gab, bei denen man zueinander fand. Ob es nun das gemeinsame Interesse Bloggen, Serien bei Netflix und Co. oder gutem Essen war. Der Gesprächsstoff ging nicht aus.

Nach gut zwei Stunden waren wir dann auch so motiviert und wollten selbst Hand anlegen, um uns den Weg zu bahnen. Allerdings machte uns die Polizei einen Strich durch die Rechnung. Welche gerade dann loszog, um die Fahrer im Stau zu informieren, dass die Strecke für weitere sechs Stunden voll gesperrt bliebe. Großartige Ansage, oder? Zumindest wurden wir auf einen schmalen Waldweg hingewiesen, der uns die Rückfahrt und weitere Umwege erspart.

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Henry „the Driver“ war zunächst ein wenig zögerlich beim Fahren, da der Waldweg alles andere als breit und vernünftig ausgebaut war. Dann aber fuhr er aber so, als ob der Weg seiner täglichen Haus- und Hofstrecke angehört. Unser Ziel, das Crinan Hotel rückte also greifbar näher, wo wir dann mit zwei Stunden Verspätung auch ankamen. Aber ganz ehrlich, der Stimmung im Bus hat es kein Abbruch getan.

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Erstes Tasting des Jura Whisky

Wie bereits erwähnt trug hierzu sicherlich das erste Tasting des Jura Whisky bei. So gab es neben dem zehnjährigen Jura Whisky und der 2016er Tastival Abfüllung auch den Jura Diurachs‘ Own – einem 16 jährigen Whisky sowie den Jura Prophecy. Beide geschmacklich ebenfalls sehr interessant. Betrachtet man den 16 jährigen Whisky ist eins sofort klar, Geduld ist ein Muss. Denn dieser Whisky reift zunächst 14 Jahre in neuen Bourbonfässern aus Oregoneiche und anschließend nochmals zwei Jahre in alten Amoroso-Oloroso-Sherryfässern, um seinen Geschmack zu erreichen.

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Der Prophecy ist der einzige Whisky des Unternehmens, welchen ich getrunken habe, der einen deutlichen, torfigen Geschmack aufgewiesen hat. Für ein Glas war das vollkommen in Ordnung. Ansonsten wurde ich mit diesem Jura Whisky kein Freund mehr. Keine Sorge, wir haben uns einvernehmlich getrennt. Torfiger Geschmack und ich passen eben einfach nicht zusammen…

Die Ruhe vor dem Sturm…

Die Auflösung für diese Zwischenüberschrift gibt es erst im übernächsten Abschnitt, zuvor gehe ich ein wenig auf die erste Übernachtungsstation ein, das Crinan Hotel. Genau das was man in Küstennähe erwartet, ein kleines aber feines Hotel mit Blick aufs Wasser. Was man allerdings nicht erwartet ist die Tatsache, dass man am Empfang auf Deutsch begrüßt wird und auch beim Frühstück mit der deutschen Sprache ganz weit kommt. Mag aber sicherlich daran liegen, dass die Empfangsdame ursprünglich aus Deutschland kommt und die Frühstückskellnerin Wurzeln in Österreich hat.

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Ansonsten überzeugt das Crinan Hotel mit seinem familiären Charakter, welcher in der vierzigjährigen Geschichte des Hauses begründet liegt. Und auch so weiß es mit seinem ganz eigenen, authentischen Charme zu begeistern. Viele Krims-Krams, Kunst an den Wänden und ständig ein wenig Küste in der Luft – es geht wahrlich schlimmer. Mein Zimmer war direkt Richtung Wasser gelegen, so konnte ich quasi aus dem Bett direkt in die Ferne sehen, insofern der Nebel hierfür die Sicht freigegeben hat.

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Das Zimmer im Crinan Hotel war schön, ebenso verspielt wie der Rest des Hauses und überzeugte durch ein Gefühl der Wärme. Lediglich einen Kampf musste ich in diesem Zimmer austragen, den gegen gefühlte zehn Kissen auf meinem Bett. Aber keine Sorge, ich habe mich Wacker geschlagen. Dusche und Badewanne gab es ebenfalls, was nach einem Tag mit typisch schottischem Wetter gar nicht so verkehrt ist.

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Im Crinan Hotel gibt es nicht nur schöne Zimmer und Plätze die zum Verweilen einladen, sondern auch nette Gastgeber und erstklassiges Seafood. Dieses kann man in der Crinan Seafood Bar auch dann zu sich nehmen, wenn man nicht als Gast im Hotel übernachtet. Unsere siebenköpfige Truppe hat das Abendessen im Lock 16, dem Seafood Restaurant des Hauses zu sich genommen. Dieses kann auf eine Reihe an Auszeichnungen zurückschauen und zeichnet sich ebenfalls durch eine grandiose Aussicht aus, wie du auf den Fotos sicherlich siehst.

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Seafood satt – so muss das sein Nahe dem Wasser

Nahe dem Wasser kann eigentlich nur eins auf den Tisch kommen: Seafood. So sollte es dann auch bei unserem Abendessen im Lock 16 sein. Für uns gab es fangfrische Miesmuscheln in einer Knoblauch & Weißweincreme, gefolgt von einem geräucherten Lachs mit klassischer Beilage sowie einem Limonen Sorbet als Zwischengang. Hört sich schon richtig gut an, oder? War es auch. Übrigens mein erstes Mal, dass ich freiwillig Muscheln gegessen habe. Eine Entscheidung welche ich nicht bereut habe.

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An sich konnte es nicht wirklich besser werden, dachte man. Zumindest solange bis zwei Töpfe – randvoll gefüllt – mit Riesengarnelen auf unserem Tisch landeten. Großartig in Szene gesetzt durch Mango, Ananas sowie andere Früchte. Schalen mit der Zange knacken, im Knoblauchdip dippen und genießen. Einfacher geht es nicht. Dazu ein gutes Glas Wein und der Abend kann in Ruhe ausklingen.

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Zunächst machte ich mir nicht viel Hoffnung, dass ich mehr wie zwei, drei Riesengarnelen essen würde. Aber so kann man sich täuschen. Es wurden ein paar mehr. Wobei ich bis jetzt nicht weiß, ob es am Hunger oder am Appetit auf die Garnelen lag. Geschmeckt haben diese sehr gut und können daher nur empfohlen werden. Besonders gut fand ich, dass sämtliches Seafood aus der direkten Umgebung des Crinan Hotels stammte. So weiß man was auf dem eigenen Teller landet noch ein wenig mehr zu schätzen. Zum Verdauen gab es noch ein Glas Whisky, Jura natürlich, bevor es Zeit fürs Bett war.

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Übersetzen zur Insel Jura – Nichts leichter als das

Donnerstagmorgen ging es nach einem typischen, schottischen Frühstück weiter mit unserer #JourneytoJura. Denn an diesem Tag war es an der Zeit auf die Insel Jura überzusetzen, ein paar der über 5.500 Hirsche mit eigenen Augen zu sehen sowie natürlich der Jura Destillerie einen Besuch abzustatten. Wie das mit Insel so ist kommt man dort nicht einfach mit dem Auto, Bahn oder zu Fuß hin. Es war schon notwendig auf eine Fähre zu setzen um vom Crinan Hotel zur Insel Jura zu gelangen.

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Quasi direkt vor der Haustür wurden wir von Tony und seinem jüngeren Kollegen Tom abgeholt, um auf die Insel Jura, welche nordöstlich der größeren Insel Islay liegt, überführt zu werden. Zunächst hieß es das eigene Gepäck sicher zu verstauen, bevor wir uns mit 27 Knoten Spitze aufs Weite Wasser begaben. Und man darf es ruhig zugeben, zwischendurch war mir der Magen ein wenig flau. Ob es nun am unruhigen Wasser – welches für Tony und Tom fast ruhig war – lag oder an dem ein oder anderen Glas Whisky am Tag zuvor werden wir nicht so schnell erfahren.

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Unser Weg führte uns allerdings nicht direkt zur Insel Jura. Auch auf dem Wasser kann man Sightseeing betreiben. So statteten wir der Straße von Corryvreckan, von gälisch Coire Bhreacain, einen Besuch ab. Bei dieser handelt es sich um eine Meerenge, welche nördlich der Hebrideninsel Jura verläuft und diese von der benachbarten Insel Scarba trennt.

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Der Corryvreckan Strudel ist der drittgrößte Strudel der Welt. Dieser entsteht, da am Boden der Meerenge aus etwa 200 m Tiefe ein pyramidenförmiger Fels bis etwa 28 m unterhalb der Meeresoberfläche wächst. Die schnelle Strömung beiderseits um und oberhalb dieses Felsens verursacht die Bildung des Strudels. Während unseres Trips war das Wetter ein wenig zurückhaltender, wodurch wir von der Kraft des Strudels nicht zu viel mitbekommen haben. Wofür wir gar nicht undankbar waren, denn selbst der ruhige Strudel hatte ordentlich Power.

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Richtung Festland legten wir noch den ein oder anderen Stopp ein, beispielsweise um die Häuser der Meerhexen – riesige Höhle nahe der Küste, sowie Seehunde als auch George Orwell’s Haus in Barnhill zu sehen. Denn der gute Herr kam genau dort auf der Insel Jura in den Jahren 1947– 1948 unter, um sein weltbekanntes Buch 1984 zu schreiben. Er hätte einen schlechteren Ort dafür wählen können.

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Gegen Mittagszeit lieferten uns Tony und Tom am Pier der Insel Jura ab. Die Destillerie von Jura war schon ein paar hundert Meter zuvor, von der Fähre aus zu sehen. Was ganz interessant war, da man quasi einen kompletten Überblick über das Gelände nahe der Destillerie bekam.

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Angekommen auf Jura – Zeit für eine Stärkung und Whisky

Angekommen auf der Insel führte unser erster Weg ins Pub. Wohin auch sonst. Schließlich sollte man auf eine solche Fahrt erst einmal anstoßen. Glücklicherweise gibt’s in diesem Pub keine Nachschubprobleme mit Whisky, wie man am gut gefüllten Barregal sehen kann. Wäre auch verwunderlich, wenn es schon so nahe der Brennerei liegt. Einem Whisky konnte ich meinem Magen nach der Fahrt auf See allerdings noch nicht zumuten, dafür war dieser ein wenig zu flau.

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Ein kühles Blondes, oder in meinem Fall ein kühles Dunkles ging aber gut runter. Und Whisky sollte es im Laufe des Tages noch mehr als genug geben. Also nichts überstürzen und erst einmal stärken, bevor es mit Whisky und einer Bustour über die Insel weitergehen sollte.

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Angeschlossen an das Pub lag das Jura Hotel mit eigenem Restaurant, in diesem gab es auch unser erstes Essen auf der Insel. Hatte man hier doch eine recht reichhaltige Auswahl von Fisch, Hühnchen und Haggis, blieb ich Mal wieder bei einem Burger hängen. Wer hätte sich auch nicht für den Wild Vension Burger with homemade relish on toasted brioche bun, bacon and cheddar entschieden. Eine ordentliche Portion Burger mit leckerem Fleisch der auf der Insel heimischen Hirsche, mit einem fruchtigen relish sowie Kartoffelschnitzen. Ein echt klasse Gericht, welches die notwendige Grundlage für das noch folgende Programm legen sollte.

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Eine Busfahrt die ist schön, eine Busfahrt die ist lustig… Teil #2

Nach dem Mittagessen ging es gleich weiter. Dieses Mal ein wenig Kultur, Geschichte und Bewegung in einem Aufwasch. Denn der Jura Bus Service nahm uns mit auf einen gut zweistündigen Trip kreuz und quer über die Insel. Erfuhr man so aus erster Hand, von einem der 200 Bewohner der Insel, dass die ältesten Siedlungsspuren auf der Insel aus dem Mesolithikum stammen, der steinzeitlichen Phase nach der letzten Eiszeit und vor dem Beginn der Landwirtschaft.

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Zudem erfuhren wir, dass ein Verein es sich zur Aufgabe gemacht hat Jura entsprechend auf Vordermann zu halten und verschiedenste Anlaufpunkte für Anwohner und Gäste zu schaffen. Bestes Beispiel hierfür dürfte der einzige Shop auf der ganzen Insel, wir sprechen immerhin von einer Fläche von knapp 367 km² – nicht gerade wenig. Dieser hatte vor der Renovierung meterdicke Wände, kaum Lagerfläche und war an sich schon mehr zerfallen als ganz.

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Der Verein zur Erhaltung Juras macht es möglich den Laden seinem damaligen Besitzer abzukaufen, neu aufzubauen und einem neuen Pächter zu übergeben. Profitiert haben dabei alle Beteiligten. Eine Spur interessanter war für mich allerdings die Landschaft Juras. Diese ist auf ihre Art und Weise schon besonders. Findet man auf der Insel nicht nur Strände, Wälder, endlose Wälder und Nadelbäume vor, sondern auch Palme, welche bedingt durch den warmen Golfstrom dort wachsen können, da dieser so gut wie immer harten Frost fernhält. Irre, besonders wenn man sich Palmen bei typisch, schottischem Wetter vorstellt.

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Ein Besuch der Jura Parish Church stand ebenfalls auf dem Programm, während unseres Trips über die Insel. Wie eine Vielzahl der Häuser der Insel in weiß gehalten, mit viel Holz im Inneren sowie ihrer ganz eigenen Geschichte war diese ein interessanter Anlaufpunkt. Im gleichen Gebäude war auch die Jura Picture Collection untergebracht. Eine Sammlung von Fotos, welche von Rev. Peter Youngston zwischen den Jahren 1975- 1988 ins Leben gerufen wurde und im Anschluss weitergeführt wurde. Die Fotos erzählen hierbei die Geschichte der Insel, deren Bewohner und Besucher. Unser Fahrer konnte zu den teilweise doch sehr interessanten Fotos noch die ein oder andere Geschichte nachlegen. So macht Geschichtsunterricht definitiv mehr Spaß, als in einem Buch oder auf einer Webseite darüber zu lesen.

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Wenn wir schon die Kirche besucht haben, dann ist ein Besuch des Friedhofs Pflicht. Wobei dieser sicherlich nicht der reguläre Friedhof der Insel war, sondern ein Überbleibsel aus vergangener Zeit. Der auf seine eigene Art und Weise sehr beeindruckend wirkte. Diese Art Friedhöfe kannte ich bisher nur aus Film und Fernsehen. Nahe der ewigen Ruhestätte gab es noch einen ganz besonderen Fluss zu sehen. Besonders aus dem Grund, da er von seiner Farbe an Whisky erinnerte.

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Die Farbe kam allerdings nicht von einer geplatzten Leitung der Destillerie, sondern durch gelöste Stoffe aus dem Torf im Flussbett. Auf den Geschmack des späteren Whisky hat dieser Torfeinfluss allerdings kaum Auswirkungen. Denn sein torfiges Aroma bezieht Whisky nicht aus dem Wasser, sondern aus dem Rauch von Torfballen, welcher die Gerste, als Grundlage des Whisky im Fertigungsprozess umhüllt.

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Nach der Rückfahrt Richtung Destillerie, auf welcher wir noch einmal Seehunde zu Gesicht bekamen stand die Führung durch die Jura Destillerie an. Etwas worauf ich schon sehr gespannt war.

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Jura Destillerie – ein Rundgang durch die Geburtsstätte des Jura Whisky

Den Rundgang durch die Geburtsstätte des Jura Whisky mussten wir nicht alleine antreten. An unserer Seite war Rachel, welche dem Brennerei Team im vergangenen Sommer als Destillerie Visitor Manager beitrat. In gut einem Jahr vor Ort hat sie sich einiges an Wissen und geschichtliche Hintergründe erarbeitet, welche sie an uns weitergeben konnte, sowohl betreffend der Jura Destillerie, als auch der Entwicklung der Insel.

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So erfuhren wir, dass Jura und Whisky schon seit dem Anfang des 17. Jahrhundert zusammengehören, zumindest kann man solange die Ursprünge des Whisky auf der Insel nachverfolgen. Die Destillerie in ihrer heutigen Form besteht allerdings erst seit 1963, wo sie nach einer fünfjährigen Bauzeit fertiggestellt wurde. Der Betrieb einer Destillerie am gleichen Ort ist allerdings schon spätestens seit 1810 nachgewiesen, der damalige Besitzer war Archibald Campbell. Aus diesem Grund findet man auf der Frontseite der Brennerei den Schriftzug Jura – Established 1810.

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John Ferguson und dessen Söhne wurden uns als Betreiber der Destillerie ab 1875 genannt, unter deren Führung die Gebäude 1884 eine Restaurierung erfuhren. Bedingt durch Pachtrückstände musste der Betrieb Anfang des 20. Jahrhunderts eingestellt werden. Woraufhin zwei Einheimische, Robin Fletcher und Tony Riley-Smith, auf der alten Destillerie eine neue erbauten. Denn die Fergusons hatten sämtliche, für die Brennerei relevanten, Maschinen bei ihrer Abreise von Jura mitgenommen. 1985 wurde Isle of Jura von Invergordon Destillers aufgekauft und kam bei deren Übernahme zu Whyte & Mackay. So viel zum geschichtlichen Hintergrund der Brennerei von Jura.

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Eine Spur interessanter war der Rundgang durch die Brennerei. Konnten wir quasi vom ersten Gerstenkorn bis zum im Fass abgefüllten Whisky jeden Schritt betrachten und entsprechende Hintergrundinformationen dazu erfahren. Gut 2,2 Millionen Liter Whisky produziert Jura im Jahr, lediglich im Sommer und im Winter gibt es eine kurze Urlaubsphase ansonsten wird 24 Stunden an sieben Tage die Woche gearbeitet.

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Bekannt ist die Jura Destillerie dafür, dass sie ihren Single Malt mit sehr hohen, schmalen Brennblasen brennt. Dies wirkt sich auf das Endprodukt spürbar aus, da ein besonders leichter, feiner Malt entsteht, der anschließend in Fässern aus amerikanischer Weißeiche direkt am Meer gelagert wird. Durch die salzige Meeresluft und das raue Nordseeklima erhält der Whisky seine charakteristischen Noten.

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Das Wasser der Brennerei stammt aus der naturbelassenen Inselquelle „Bhaille Mharghaidh“ und läuft vornehmlich über Felsgestein, ist also besonders klar. Die Gerste, welche für die Herstellung des Whisky zum Einsatz kommt ist teils getorft, teils ungetorft, was sich auf die Qualität des Whisky auswirkt. So schmecken einige Whisky rauchig (Jura Prophecy) andere nicht (Jura Tastival Abfüllung 2016).

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Verarbeitet werden die verschiedenen Rohstoffe in einem Maisbottich mit einem Fassungsvermögen von fünf Tonnen sowie sechs Gärbottichen mit einem Fassungsvermögen von je 48.300 Liter. Die Brennerei destilliert in insgesamt vier Brennblasen. Diese teilen sich in zwei Grobbrandblasen (wash stills) und zwei Feinbrandblasen (spirit stills) auf.

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Gerade beim Brennen kommt es auf die Details an, so setzen die feinen Brennblasen (spirit stills) auf eine ausgeklügelte Technik, um in mehreren Vorgängen die bestmögliche Ausnutzung der Maische zu ermöglichen.

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Die letzte Station, welche wir auf unserem Trip durch die Jura Destillerie besuchten, war die Abfüllhalle. In dieser wird der Whisky in unterschiedliche Fässer abgefüllt, um seine Zeit im Lager anzutreten, bis er schlussendlich in der Whiskyflasche landet. Hier bekammen wir die Möglichkeit verschiedene Fässertypen anzuschauen und an diesen zu riechen. Denn alleine am Geruch konnte man feststellen, dass diese einen wesentlichen Einfluss auf das spätere Endprodukt haben.

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Auch die Maserung der Fässer spielt eine große Rolle, bei der Herstellung des Whisky. So sah man an zwei Holzstücken, dass sich französische von amerikanischen Fässern, deutlich in der Maserung unterschieden haben. Hierdurch kann der Whisky Stoffe leichter oder weniger leicht aus dem jeweiligen Fass lösen.

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Rachel verstand es ihr Whisky-Fachwissen verständlich zu vermitteln. Auch wenn es gefühlt noch mindestens zehnmal so viele Informationen gab, welche ich in diesem Beitrag unterbringen könnte. Einige davon findest du in meinem Beitrag vom Montag.

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Jura Lodge – traumhafte Unterkunft für eine Nacht

Nach der Führung hieß es Ausruhen und Abschalten, zumindest für zwei Stunden, bis uns ein mit Whisky verfeinertes Abendessen zubereitet wurde. Doch dazu gleich mehr. Untergebracht waren wir für diese Nacht in der Jura Lodge. Ein Apartment mit vier Schlafzimmern, allesamt in einem leicht anderen Stil, aber ebenso ansprechend.

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Betrachtet man die Zimmer, das Wohnzimmer, die Küche und die Bäder, dann fällt auf, dass diese allesamt einen sehr eigenen Stil haben. Ein wenig verspielt, ein wenig klassisch, ein wenig modern – quasi, ein Potpourri verschiedenster Einflüsse. In Gänze aber durchaus stimmig. Verantwortlich für die Einrichtung und das Design der Jura Lodge zeichnet sich der in Amerika geborene Pariser Bambi Sloan.

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Schaut man sich die Fotos an, kann man durchaus nachvollziehen, dass man gerne mehr als eine Nacht in dieser Lodge verbringen möchte. Vor allem, wenn man quasi direkt an der Whisky-Quelle sitzt. Der Ausblick aufs Wasser von bequemen Sitzen, das Tippen dieses Beitrages an einem alten Tisch mit passendem Hirschgeweihstuhl als auch der weiße Ritter inmitten des Flurs lassen vergessen, dass wir eigentlich in 2016 sind und nicht im vorherigen Jahrhundert. Einfach nur großartig!

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Selbst das Zimmer für die Nacht wusste zu begeistern, ein großes Bett, Blick direkt auf die Brennerei als auch ein eigenes Bad wussten zu gefallen. Einen einzigen Kritikpunkt gab es allerdings – die freistehende Badewanne wollte nicht funktionieren. Dabei sah diese so einladend aus. Aber ich denke es gibt schlimmeres. Und die Dusche erfüllte auch ihren Zweck. Standesgemäß mit Whisky Shampoo und Duschgel ausgestattet – womit auch sonst!?

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Fabio Haebel präsentiert sein Jura Whisky Menü mit Tasting

Am Abend stand noch einmal Whisky auf dem Programm. Allerdings nicht nur in flüssiger Form, sondern auch in Form in einem eigens für Jura kreierten Menü. Dieses bereitete in der Küche des Lodge unser eigens mit eingeflogener Koch Fabio Haebel vom Tarterie in St. Pauli zu. Der gute Herr hat zu diesem Zweck sein schweres Küchengerät, Messer und hochwertige Zutaten extra mit auf den langen Trip Richtung Jura mitgebracht. Ein Aufwand der sich gelohnt hat, wie wir nach dem Essen feststellen durften.

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Jeder Gang des Menüs war einem anderen Jura Whisky gewidmet, welcher als Zutat in das jeweilige Gericht mit eingeflossen ist. Ein Ansatz der zu gefallen wusste. Vor allem da der Whisky eher zurückhaltend, aber dennoch spürbar bei den Speisen herauszuschmecken war.

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Betrachtet man einmal den Werdegang des zweiten Ganges, einem mit Whisky marinierten Lachs mit Püree aus Erbsen und Avocado und gerösteten Pinienkerne und Minze-Koriander-Salat, läuft einem schon das Wasser im Munde zusammen.

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Aber auch die anderen drei Gänge mussten sich nicht verstecken. Als Vorspeise gab es Scallop Ceviche with Mango and Pepper.

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Die Hauptspeise war Buttermilk Venison with Blueberries, Cauliflower and Truffles – wobei ich mich ehrlich gesagt an jedem Gang hätte satt essen können. Dennoch war das Hirschfilet mit Rosmarin, Wacholder, Jura Whisky und Buttermilch etwas ganz besonderes.

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Den Abschluss unseres Jura Whisky Abendmahls bildete die Blueberry-Thymesoup with honey and baiser. Großartig, nicht zu süß und man konnte endlos davon Essen. Wobei man spätestens beim zweiten Nachschlag den Jura Whisky langsam aber sicher gemerkt hat.

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Persönlich fand ich es nicht nur großartig lediglich zum Essen ein Glas Whisky dazu gestellt zu bekommen, sondern auch die Tatsache, dass dieses direkt beim Kochen und Zubereiten der Speisen verwendet wurde. Der Lachs beispielsweise war längere Zeit in Jura Whisky eingelegt und nahm zumindest leicht dessen Geschmack an.

Nachdem wir nach dem leckeren Abendessen noch das Pub in Jura aufgesucht haben, um einen letzten Drink zu uns zu nehmen, war es Zeit fürs Bett. Denn wenig Schlaf, viel Whisky und eine mehrstündige Abreise würden ganz sicher ihr Tribut fordern am Tag der Rückreise. Da sollten zumindest fünf, sechs Stunden Schlaf drin sein. Arbeiten wollte man auch noch etwas – zumindest Mal die ersten Gedanken der Reise festhalten.

Auch die #JourneytoJura geht irgendwann zu Ende

Irgendwann geht auch ein solch interessanter Trip wie der nach Jura zu Ende – leider. Am Tag der Rückreise stand daher auch nicht mehr viel auf dem Programm. Ein wenig schottisches Frühstück zur Stärkung, Koffer packen und die Jura Lodge hinter sich lassen und die Fähre ein letztes Mal Richtung Festland betreten. Dieses Mal direkt zum anderen Ufer, ohne das Aufsuchen bekannter Meeresstrudel. Mein Magen war dafür ganz dankbar, ein wenig flau war dieser nach dem Whisky-Genuss des Vortages noch.

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Henry „the Driver“ durfte auch nochmal zum Dienst antreten. Ziel war dieses Mal das The Finnieston Bar & Restaurant in 1125 Argyle Street, Finnieston, Glasgow, G3 8ND. Bekannt für seine Gin-Auswahl und frisches Seafood eine würdige, letzte Anlaufstelle für ein letztes gemeinsames Mahl vor der Abreise.

The Finnieston Bar & Restaurant – Seafood, Burger,…

The Finnieston Bar & Restaurant versteht sich selbst als Spezialist wenn es um schottisches Seafood geht. Was man auf deren Karte so auch auf jeden Fall erkennt. Täglich gibt es frischen Fisch vom Markt, der unter anderem in Form der Tagesempfehlung auf der Karte landet. Meinem Magen geschuldet konnte ich allerdings beim besten Willen nicht bei Muscheln, Fisch und Co. zuschlagen. Wäre schief gegangen. Daher gab es Burger – geht schließlich immer.

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Entschieden habe ich mich für den McDuff Scotch BeefBurger Dunlop cheddar, housemade pickle, crispy shallots, handcut chips, welcher sich definitiv als vernünftige Wahl herausstellte. Eine ordentliche Größe, guter Geschmack und vor allem eine vernünftige Stärkung, bevor es mit dem Flieger gen Heimat gehen sollte. Meine besondere Empfehlung sind allerdings die Süßkartoffelpommes mit Chilli-Mayo, einfach nur genial!

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Auf und davon Richtung Heimat

Im Anschluss an das Mittagessen war es für uns an der Zeit die Heimreise anzutreten. Zunächst ging es mit dem Taxi zum Flughafen von Glasgow. Von dort aus teilten wir uns alle noch eine Maschine Richtung Amsterdam, um dort dann getrennter Wege beziehungsweise Flüge zu gehen. Die #JourneytoJura war definitiv ein Erlebnis welches ich nicht missen möchte. Und für die erste „offizielle“ Begegnung mit Whisky sicherlich nicht die schlechteste. Man darf gespannt sein, wohin die nächste Reise geht. Eins ist sicher, dich und die anderen Leser nehme ich wieder mit!

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Mit freundlicher Unterstützung von Borco

About Sebastian

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