Wie eine gute Jeans, sollte jeder Mann auch mindestens ein vernünftiges Sweatshirt sein eigen nennen. Ein Kleidungsstück, über welches man eigentlich nicht viele Worte verliert, da es eh in jedem Kleiderschrank zu finden ist. Und dennoch sollte man sich ein wenig damit auseinandersetzen. Denn das Sweatshirt ist nicht umsonst ein Klassiker & Must-Have der Männermode. Vorausgesetzt man kauft das passende Oberteil für sich. Darauf gehe ich nachfolgend ein.

Zunächst sollte man einmal verstehen, dass ein Sweatshirt lässig, aber durchdacht, schick aber athletisch aussehen kann. Alle zur gleichen Zeit, alle mit einem einfachen Kleidungsstück. Das Sweatshirt ist saisonunabhängig, schmeichelt jeder Körperform und lässt sich leicht überlagern – Zwiebelschalenprinzip. Daher zählt es nicht umsonst als eines der wenigen echten Alltagsgegenstände in der Männermode.

Das Sweatshirt: Wandelbar, bequem und vielseitig kombinierbar

Der Reiz eines solchen Oberteils liegt darin Bequemlichkeit und Vielseitigkeit miteinander zu vereinen. Es ist schwer, ein bequemeres Kleidungsstück zu finden, das auch gut zu dem passt, was man gerne trägt. Ein Sweatshirt macht es aber um einiges einfacher, denn es ist sowohl für den Straßen- als auch für den lässigen Look kombinierbar. Des Weiteren verwischt es geschickt die Grenzen zwischen eher eleganten Kleidungsstücken und Sportbekleidung. Es prägt quasi die Athleisure-Dresscode, ohne das es sich darum bemüht.

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Das Licht der Welt erblickte das Oberteil erstmals in den 1920er Jahren. Hergestellt wurde es für American Football-Spieler, die leichte Baumwollkonstruktion hat den Schweiß förmlich aufgesogen. Daher auch der Name Sweatshirt. Diese kamen gut an, da sie um einiges leichter und bequemer waren als die damaligen schweren Wolltrikots. Vom Football-Platz ging es in die Universitäten.

Denn die Studenten der Ivy League trugen auf dem Campus Sweatshirts und zeigten stolz den Namen ihrer Schule oder ihres Teams auf der Brust. Ikonen wie Newman und Steve McQueen haben es übernommen. Dann wurde der Stil in den 1980er Jahren urban, als Hip-Hop Sportswear dem eigenen Stil einverleibte. Und jetzt, 2018, ist es praktisch in jedem Bereich der Herrenmode zu Hause. Es gibt Styles für Streetwear, Kids, Surfer und Skateboarder, Minimalisten und Sportler. Egal welchem Stil man sich verschrieben hat, ein Sweatshirt gehört in den eigenen Kleiderschrank.

Worauf muss man bei der Auswahl eines Sweatshirts achten?

Die Wahl eines Sweatshirts ist wie die Wahl eines T-Shirts: Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Als Standard-Sweatshirt dürfte man aber wohl das klassische, sportliche Oberteil heranziehen. Dies kommt meist langärmlig daher und weißt einen gerippten Saum und Manschetten auf. Als Klassiker – und daher in jedem Kleiderschrank ein Must-Have – kommt das Sweatshirt in Grau mit langen Ärmeln, einem Rundhalsausschnitt sowie einem eingenähten Dreieck aus elastischem Material auf der Vorderseite daher.

Gerade das erwähnte, eingenähte Dreieck macht das Sweatshirt zu etwas Besonderem. Handelt es sich um ein subtiles und dennoch unverwechselbares Detail, welches eingeführt wurde, um den Schweiß am Ausschnitt zu sammeln und um das Kleidungsstück zu dehnen und zu verstärken.

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Hinsichtlich der Materialien kann man aus verschiedenen Varianten wählen. Die wohl robusteste und widerstandsfähigste Variante dürfte die aus 100% Baumwolle sein, deren Flächengewicht sich irgendwo zwischen 330 und 380 Gramm bewegt. Eine Spur cleaner und zeitgemäßer wird es mit einem Baumwoll-Polyester-Mix mit Vliesinnenseite. Dies macht das Sweatshirt noch eine Spur robuster, gibt den Farben etwas mehr Pop und ist auch etwas weicher und wärmer beim Tragen.

Geht es mehr in Richtung Sportkleidung, dann sollte man auf Jersey setzen. Möchte man es jedoch eine Spur eleganter und vor allem bequem, dann führt kein Weg an Kaschmir vorbei. Wobei gerade diese letzte Variante für den eigenen Geldbeutel nicht ganz so angenehm ist. In diesem Fall reicht es dann aber auch aus ein Kaschmir-Sweatshirt sein eigen zu nennen und dies eben nur zu besonderen Anlässen zu tragen.

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Wie trägt man ein Sweatshirt am besten im Alltag?

Neben unterschiedlichen Materialien, Schnitten und Details, welche ein Sweatshirt ausmachen können, kommt es natürlich auch immer darauf an, wie man es trägt. Denn erst im gemeinsamen Zusammenspiel mit den anderen Kleidungsstücken ergibt sich ein vollständiger Look. Man kann das Sweatshirt in einem solchen Fall bewusst in den Mittelpunkt stellen oder es zwischen den anderen Kleidungsstücken untergehen lassen. Zwei Ideen, wie man das Sweatshirt ins eigene Outfit integrieren kann, habe ich nachfolgend für dich aufgeführt.

Dress it up!

Den Athleisure Look habe ich in Verbindung mit einem Sweatshirt bereits aufgeführt. Das Sweatshirt an sich gibt aber auch eine gute Figur in einem vom Smart Casual Dresscode angehauchten Look ab. Es kommt eben nur darauf an, auf welchen Typ Sweatshirt man setzt. In einem solchen Fall sollte man sich auf einen simplen Schnitt, neutrale Farben und den Verzicht auf Logos beschränken. In Verbindung mit einem Paar weißen Sneakers, eine schlichte Stoffhose und dem ein oder anderen Accessoire weiß das Outfit zu überzeugen.

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Eben der typische Ivy College-Look oder wie man ihn sich zumindest vorstellt. Hier bietet es sich auch an auf das Zwiebelschalenprinzip zu setzen und verschiedene Stücke miteinander zu kombinieren. Neben der Stoffhose kann man auch auf Chinos oder eine höherwertige Jeans setzen. Turnschuhe, Derby oder Loafer sind in diesem Fall die richtige Schuhwahl. Das Sweatshirt an sich lässt sich auch unter einer Jacke oder Mantel tragen. Auch zu lässigen Anzügen kann das Sweatshirt funktionieren.

Fühlt sich aber unter einer Bomberjacke, Lederjacke oder Souvenir-Jacket deutlich wohler. Entscheidet man sich dafür das Sweatshirt, ähnlich wie einen Hoodie, unter einem Mantel zu tragen, darf es gerne ein Muster besitzen. Denn so hebt sich das Sweatshirt zumindest optisch ein wenig ab und lässt den Look nicht zu langweilig entscheiden. Ein klassisches Hahnentrittmuster wäre hier eine ganz gute Option. Ansonsten findest du in diesem Beitrag weitere inspirierende Muster sowie Tipps & Tricks, wie sich diese kombinieren lassen.

Dress it down.

Was sich aufwerten lässt, lässt sich auch abwerten. Natürlich nicht im negativen Sinne. Aber man kann das Sweatshirt auch durchaus eine Spur lässiger und entspannter tragen. Gerade Sweatshirts aus Jersey eigenen sich hier besonders dafür. Quasi als Loungewear, bequem, überdimensioniert und neutral. Oder eben doch im Athleisure Look – so wie das Sweatshirt eben Mal gedacht war – mit großen Logos und bunten Akzenten. Definitiv ein Blickfang im tristen Alltag.

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Colour-Blocking spielt hierbei auch eine entscheidende Rolle. Große Logos auf dem Oberteil in Verbindung mit Jeans oder Joggers geben dem ganzen einen äußerst entspannten Anstrich. Ganz simpel lässt sich ein Sweatshirt mit klassischem weißen T-Shirt, Jeans und Sneakers tragen. Quasi, der Athleisure-Einsteigerlook, zumindest wenn man sich nicht traut komplett im Trainingsanzug vor die Tür zu gehen.

Fazit: Wandelbar und Vielseitig zu kombinieren

Der Style-Guide zum Sweatshirt hat dir hoffentlich aufzeigen können wie vielseitig und wandelbar ein solch schlichtes Kleidungsstück sein kann. Es kommt eben nur darauf an, dass man sich bewusst ist, wie man es trägt und vor allem mit anderen Stücken kombiniert. Gelingt einem das, kann man sowohl die moderne, elegante Smart Casual Schiene einschlagen. Andernfalls kann das Sweatshirt auch sportlich im Athleisure Look kombiniert getragen werden. Ganz wie man möchte.

Copyright Titelfoto: Photo by Lauren Fleischmann on Unsplash

Gepostet von Sebastian

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