Kleiderbürste - Wie richtig verwenden (4)

Kleiderbürste – Wie richtig verwenden?

Weder der optische Auftritt, noch die Langlebigkeit von Kleidungsstücken sind mit der typischen 08/15-Behandlung optimiert. Auch wer seine Anzüge, Sakkos und sogar Hemden in die professionelle Reinigung trägt, dafür nicht wenig Geld ausgibt und sonst nichts, handelt nicht am effizientesten. Vielmehr ist das oft unnötig und sogar schlecht für´s Gewebe – weniger davon ist oft mehr. Denn ein bisschen sollte man auch selber Hand anlegen.

Kleiderbürste eine Alternative zum Kleberoller?

Aus den Regalen vor blicken uns meist völlig überteuerte Kleberoller an, die nach nur wenigen Wochen eine Neuanschaffung erfordern. Welche Stoffe man damit allerdings nicht konfrontieren sollte, bleibt bei den Produktbeschreibungen unerwähnt: „One for all“ lautet die Aussage, die man aber immer hinterfragen sollte.

Gerade wer Haustiere hat oder seine Schuppen nicht in den Griff bekommt, hat hier einen erhöhten Aufwand. Dabei müssten diese Aufwendungen gar nicht sein. Denn Kleiderbürsten erfüllen ihren Zweck nicht nur billiger, sondern insgesamt effizienter. Rechnet man die Zeit mit ein, in der man die obersten Schichten vom Kleberoller „herunter fusselt“, ist der Gesamtaufwand praktisch weit höher und teils pure Nervensache.

Wer aber keine erhöhten Haarausfall, Tierhaare oder ähnliches an den Kleidungsstücken verbuchen muss, hat es auch hier wesentlich einfacher. Mit nur drei Schritten werden diese unliebsamen Situationen nämlich bestens bedient:

Einige entsprechende Kleiderbürsten – im weiten Sinn, ihre griffbereite Verwahrung ohne äußerliche Einflüsse – also zumindest in einer Lade oder Box und das Problembewusstsein, sie auch regelmäßig zu verwenden, es sich zur Gewohnheit machen. Mehr braucht es nicht außer ein paar grundsätzlichen Pflegetipps für spezielle Garderobe, die hier am Beispiel von Anzügen schon genau behandelt wurden.

Kleiderbürste - Wie richtig verwenden (1)

Auch wenn einem selber Fussel oder ähnliches nicht so auffällt – der beste Auftritt wird durch solche Einflüsse zerstört – meist unwiderruflich. Darum sollte man schon vor dem Anziehen mit der Kleiderbürste arbeiten. Meistens dauert das nämlich nicht einmal zwei Minuten.

Bei Textilien lösen sich immer kleine Elemente aus dem Stoff. Waschen und mechanisches Trocknen sorgt immer wieder für das Ablösen und das verbliebene Material wird immer dünner. Davon zeugt der Output des Flusen-Siebes in der Waschmaschine. Dieselben Ablösungen verbleiben aber auch an der Oberfläche des Kleidungsstückes und bilden Fussel.

In Frage kommen heute viele Utensilien zur Oberflächen-Pflege. Man kann wählen zwischen Bürsten, Fussel-Klebe-Roller oder – ratsam bei auf Wolle entstehenden Verfilzungen – elektrische Fusselrasierer. Dieser nimmt eine richtige „Scherung“ durch und fängt den Filz in einem eigenen Auffangbehälter auf, der einfach zu entleeren ist.

Fusselroller gibt es mittlerweile auch in einer wiederverwertbaren Ausführung aber diese ist nur ergänzend zu Kleiderbürsten und nicht zum Einsatz an anspruchsvollen Textilien anzuraten. Sie ist von einem Gummi-Mantel umgeben, hat daher eine gewisse Lebensdauer und hinterlässt zumindest keine Kleberreste.

Warum Kleiderbürsten überhaupt verwenden?

Richtige Kleiderbürsten, also für das jeweilige Material geeignet, erfrischen die Fasern immer aufs Neue und tragen zu höherer Langlebigkeit bei. Der sichtbare Abnützungsgrad wird weitgehend verringert. Ihr Einsatz lohnt sich also – gewusst wie. Es muss auch keineswegs die Bürste aus Urgroßmutters Zeiten sein, in Sachen Innovationsentwicklung kann den Herstellern der Kleiderpflege kein Versäumnis vorgeworfen werden.

Kleiderbürste - Wie richtig verwenden (2)

Eine einzige Kleiderbürste alleine hilft aber nur bedingt – Anzüge und Sakkos benötigen bestimmte Geräte. Jeansstoffe, Hemden und Pullover aber tragen je nachdem andere Anforderungen in sich. Es lautet der Grundsatz: Je feiner ein Stoff, umso feiner muss auch die Bürste ausgestattet sein.

Anzüge und Sakkos

Es ist ein No-Go, mit Anzug ohne entsprechender Pflege aufzutreten – handelt es sich doch um anspruchsvolle Materialen, die freilich nicht mit jeder Bürste gemanagt werden dürfen. Vereinzelte Haare oder Fussel lassen sich auch per Hand entfernen – immer findet man damit aber nicht das Auslangen.

Für solche Anzüge oder auch sensible Tücher muss man unbedingt weiche Bürsten heranziehen. Früher griff man dabei eher auf Wildschweinborsten zurück, die Neuerungen sollte aber auch beachtet werden: Welche, selbstreinigende Bürsten befinden sich an der Beliebtheitsskala mittlerweile im obersten Bereich. Mit oder ohne Drehautomatik, für Rechts- oder Linkshänder gibt es eigene Modelle, die optisch gar nicht mehr mit der traditionellen Bürste in Verbindung gebracht werden.

Allgemeine Überlegungen vor dem Kauf

Die Frage, ob „Synthetik oder Naturborsten“ stellt sich so heute nicht mehr: Mit beiden Arten kann man Fehler machen, wesentlich ist hier die Feinheit. Pflanzenfasern wie Arenga oder Naturkautschuk sind die ökologischeren Alternativen, vor allem vom regionalen Hersteller erworben. Generell stammen die Naturborsten-Produkte bei uns aus dem asiatischen Raum.

Kleiderbürste - Wie richtig verwenden (3)

Kleberoller sollte man bei anspruchsvollen Stoffen wie Hemd und Anzug gar nicht verwenden. Sie hinterlassen Rückstände und belasten das Material. Hardliner raten selbst von chemischer Reinigung ab und plädieren anstatt dessen für das Aufhängen neben der Dusche oder Badewanne („Dampfbad“) mit anschließender, guter Durchlüftung und folgendem Abbürsten. Flecken können auch punktuell behandelt werden. Hemden, die länger schon am Kleiderbügel auf ihren Einsatz warteten, knittern, werden verdrückt und verlieren die Form.

Hier kann auf Dampfbürsten ein kleines Loblied gesungen werden – gute Ausführungen können auch für sensibelste Stoffe, wie Kaschmir, herangezogen werden. Bei Hemden geht es vor allem um Fusseln, also den eigenen Anteilen und eventuell dazukommenden Haaren, vielleicht auch Hausstaub. Diese Belastungen bekommt man mit der Kleiderbürste allesamt in den Griff.

Für Jeans findet sich eine reichliche Auswahl an Bürsten. Ein derart harter und widerständiger Stoff darf durchaus mit Pax-Bürsten behandelt werden, die Einsätze nach ihrem Zweck auch an Möbeln oder Autopolster erlauben. Eine Mini-Pax empfiehlt sich für stetige Anwendung und kann im Handschuhfach oder einer kleinen Tasche immer dabei sein. Ob für Kleidung oder Polster sind diese Ausstattungen immer geeignet. Sie werden im Gegensatz zu typischen Kleiderbürsten in Deutschland gefertigt.

Besonders moderne Kleiderbürsten tragen keine Borsten, sondern einen Stoff an der Oberfläche, der an einen Teppich erinnert. Die Bezeichnung „Kleiderbürste“ wird dabei selten verwendet, aber bei der Suche im Onlinehandel wird der Begriff mit einbezogen und alle möglichen Eigennamen werden in den Ergebnissen präsentiert. Allesamt lassen sich auf den jeweiligen Bedarf zuordnen. Mit insgesamt drei Stück sollte man das Auslangen finden.

Reinigung von Kleiderbürsten

Für grobe Verschmutzungen leistet der Staubsauger beste Dienste. Warme Seifenlaugen – mit hohem Wasseranteil wegen Rückstände leisten Reinigungseffekte im unsichtbaren Bereich und sollten gut abgespült und vollständig ausgetrocknet werden. Wer möchte, kann aber auch auf spezifische Reinigungsprodukte finden.

Tipp: Ein Bürstenset für den Privatgebrauch

Bürsten-Sets sind immer auf verschiedene Bedarfsfälle ausgerichtet und gemeinsam auch günstiger zu erwerben als einzeln. Je nachdem, welche Linie einem besser zusagt, ob traditionelle Kleiderbürsten oder moderne Varianten, erfüllen sie unterschiedliche Ansprüche und jedes Kleidungsstück ist umfasst.

About Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.