Das letzte Kurzportrait ist bereits im März online gegangen, Zeit für ein Neues, einen Blick auf die vorherigen Ausgaben kannst du hier werfen. Mal wieder ein Uhrenlabel, aber auch nicht verwunderlich, beschäftige ich mich aktuell vermehrt mit schicken Armbanduhren und dazu kann man das Label Meccaniche Veneziane definitiv zählen.

Meccaniche Veneziane – die Wiedergeburt italienischer Uhrmacherkunst

Das noch relativ junge Unternehmen aus Italien zielt, darauf ab, das goldene Zeitalter der Uhrmacherei neu aufleben zu lassen. Hierfür setzt man auf Automatikuhren, welche in hoher Qualität in Handarbeit gefertigt werden. Inwiefern sich die Uhren tatsächlich dafür qualifizieren als Erbstück an die nächste Generation übergeben zu werden, wie auf deren Webseite zu lesen ist, darüber sollte jeder selbst entscheiden. Aber zum Tragen in diesem Leben eignen sich die Armbanduhren von Meccaniche Veneziane auf jeden Fall.

Bevor ich im Detail auf die Nereide-Kollektion des Uhrenlabels eingehe, mein persönliches Lieblingsmodell aus deren Sortiment, möchte ich zuvor einen Blick hinter die Kulissen werfen. Betrachtet man die Webseite von Meccaniche Veneziane dann wird ersichtlich, dass diese einen großen Qualitätsanspruch an die eigene Produktion und Qualitätskontrolle stellen. Eine Aussage, welche ich nach Besuch des Uhrenforums so unterstreichen kann, denn dort wird die Qualität der Armbanduhren durch die Reihe hinweg bestätigt.

Bei den Uhren, egal welche der drei Kollektionen man betrachtet, kommt stets das Miyota 821A Uhrwerk zum Einsatz. Bei diesem handelt es sich um ein selbstaufziehendes mechanisches Kaliber aus der japanischen Citizen Watch Company, welches oft mit der schweizerischen ETA 2824 verglichen wird. Es überzeugt durch Zuverlässigkeit, Robustheit sowie einem ruhig laufenden Sekundenzeiger. Quasi ein Arbeitstier, welches über eine Gangreserve von 42 Stunden verfügt.

Das Uhrwerk wird aus einem Gehäuse aus 316L Stainless Steel umgeben. Dieser Typ-Edelstahl wird besonders gerne im Bereich der Taucheruhren verwendet, da er einen großen Widerstand gegen äußere Widrigkeiten bietet. So ist dieser mit erhöhten Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit ausgestattet. Das Zifferblatt ist durch hochwertiges Saphirglas geschützt, welches durch seine hohe Härte extrem kratzfest ist.

Die Armbanduhren werden in hochwertigen Holzboxen geliefert, aus einem Betrieb, welcher über 40 Jahre Erfahrung in der Holzbearbeitung sammeln konnte. Normalerweise stellt der Betrieb Holzboxen für Weine und Schnäpse her. Damit die Uhren von Meccaniche Veneziane nicht kreuz und quer umherfliegen sind die Uhren in einem Schaumstoffklotz eingebettet.

Für die Armbänder wird auf Leder aus Venetien und der Toskana gesetzt, zwei sehr bekannte, italienische Gerberei-Bezirke. Die Häute werden nach traditionellen, natürlichen Methoden, ohne Farbstoffe, Chrom, Formaldehyd und Pentachlorphenol gegerbt und nach den geltenden Gesetzen verarbeitet. Daraus entsteht ein Armband, welches im Laufe der Zeit sein ganz eigenes Patina erhält und somit zum Unikat an deinem Handgelenk wird.

Die Nereide von Meccaniche Veneziane – mein persönlicher Favorit

Meccaniche Veneziane wartet mit drei Kollektionen auf: Redentore, Nereide sowie Arsenale. Kann man die Redentore noch im Bereich der Dress-Watches einordnen, sind die Uhren der Nereide-Kollektion definitiv dem Bereich der Taucheruhren unterzubringen. Wo allerdings die Arsenale-Kollektion ihren Platz findet, darüber bin ich mir noch nicht so ganz im Klaren. Da mich diese allerdings eh nicht ansprechen, möchte ich mich lieber der Nereide widmen, welche große Chancen hat, bei mir am Handgelenk zu landen.

Der Name der Uhr ist ein Tribut an das namensgebende venezianische U-Boot Nereide, welches im Jahre 1913 gebaut wurde. Das Design stammt von dem für U-Boot-Design bekannten Ingenieur De Bernardis, der Auftrag wurde von der Royal Navy während des Ersten Weltkrieges beauftragt. Die Uhr greift das Design des WWI-U-Boot auf. Wie es sich für eine Taucheruhr gehört ist diese bis zu 200 Meter wasserdicht.

Selbst das verwendete Material des Gehäuses soll an den U-Boot Rumpf erinnern, die Bronzeindizes und Zeiger erinnern an die Tachymeter und Druckindikatoren des U-Bootes selbst. Persönlich überzeugt mich auch die Farbauswahl der Nereide Modelle – als auch die Tatsache, dass sich die Farbe des Gehäuses in den Kontrastnähten des Armbandes wiederholen. Ein kleines, aber feines Detail!

Ein Fazit…

Das bisher unbekannte Uhrenlabel Meccaniche Veneziane ist für mich ein absoluter Geheimtipp. Hochwertig verarbeitete Uhren, welche sowohl durch Design, als auch die eingesetzten Materialien überzeugen. Auch die Meinung derjenigen, welche eine der Uhren bereits erworben haben, zeigen sich mehr als begeistert. Solltest du selbst mit dem Gedanken spielen dir eine Meccaniche Veneziane zuzulegen, dann würde ich dir empfehlen im verlinkten Beitrag von Uhrforum.de vorbeizuschauen.

Denn dort findest du nicht nur die Meinung bisheriger Käufer, sondern auch Fotos, welche von diesen aufgenommen wurden. Aus meiner Sicht immer ein ganz wichtiger Punkt, da Produkte gerade in einem Online-Shop natürlich immer äußerst vorteilhaft in Szene gesetzt werden. Die Realität aber oft anders ausschaut, in diesem Fall glücklicherweise nicht!

Gepostet von Sebastian

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