Ende Juli, Mal wieder Zeit für ein Kurzportrait. Oder was meinst du? Dieses Mal im Blick ein relativ junges Fashion Label, das erst im Januar 2017 auf den Markt gekommen ist. Ausschlaggebend hierfür: Instagram. Sonja Patrizia Zawer veröffentlichte zu diesem Zeitpunkt ein Foto ihrer selbstgefertigten Military Jacket (Camouflagejacke), die unter anderem bei Model Lena Gercke auf Zuspruch stieß. Anlass genug aus diesem Einzelstück mehr zu machen und mit Soniush einen eigenen Shop an den Start zu bringen.

Ein Blick hinter die Kulissen bei Soniush

Als Grundlage für die einzigartigen Camouflagejacken werden ausgemusterte Jacken aus dem Bundeswehrfundus verwendet, die in Handarbeit zu einzigartigen Kleidungsstücken werden. Im Gegensatz zu anderen, teuren Jacken mit vergleichsweise kleinen Patches kommen die Jacken von Soniush nicht nur eine Spur auffälliger, sondern auch günstiger daher.

Die auffälligen Prints und Näharbeiten werden, Stand heute, allesamt in Frankfurt am Main, Firmenzentrale von Soniush, auf die Kleidungsstücke aufgebracht. Bei den Motiven hat man als Kunde die Wahl zwischen dem Angebot des Frankfurter Labels oder man setzt auf ein individuelles, personalisiertes Motiv. Für das eigene Motiv lädt man auf der Webseite von Soniush ein Foto mit dem gewünschten Motiv hoch und lässt dies entsprechend auf seine Jacke aufbringen. Individueller geht es kaum.

Was zunächst mit Camouflagejacken gestartet ist ging ziemlich flott auf Moleskin- und Jeansjacken über. Aktuell gibt es bei Soniush zudem T- Shirts, Sweatshirts und Accessoires käuflich zu erwerben. Persönlich bin ich mir fast sicher, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist und wir bis Jahresende noch das ein oder andere Produkt mehr sehen werden.

Die Idee aus einer alten Camouflagejacke mit ein wenig Handarbeit, einer kreativen Idee und Liebe zum Detail ein ganz besonderes Einzelstück zu erschaffen finde ich großartig. Auch wenn es nicht unbedingt ein Stück wäre, dass ich selbst tragen würde. Was allerdings eher an meinem eigenen Style, als an der Jacke von Soniush liegt.

Aus diesem Grund freue ich mich darüber, dass das Label nicht still steht sondern neue Produkte an den Start bringt, von denen das ein oder andere – insbesondere T-Shirts und Pullover – durchaus bei mir im Schrank landen könnten.

Im Gespräch mit Soniush – ein Interview

Wie du schon gemerkt hast, macht das Kurzportrait seinem Namen alle Ehre. Mag sicherlich auch daran liegen, dass das Frankfurter Label Soniush noch relativ jung ist. Dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen ein kurzes Interview mit Louisa, Partner-Managerin des Labels, zu führen, um einen tieferen Einblick in das Label zu geben.

Wie ist SONIUSH entstanden, was war die Idee dahinter?

Die Idee ist entstanden als Patches in Mode kamen. Die Gründerin kam auf die Idee selbst Patches auf Jacken zu malen, da ihr bei vorhandenen Kleidungsstücken das Patch zu klein und die Jacke zusätzlich zu teuer war.

Woher kommen die Ideen für die Prints, wer designt diese?

Die Firmengründerin designt die bestehenden Motive, die natürlich durch Absprache und Mitarbeit des Kreativteams optimiert werden.

Reichen Onlinemarketingmaßnahmen aus, um euch zu präsentieren, oder wie geht ihr vor?

Zwar läuft mittlerweile sehr viel über Onlinepräsenz, aber das allein reicht nicht aus. Wir sind auf Instagram, Facebook und Twitter vertreten, wo wir unsere Follower durch Videobotschaften auf dem Laufenden halten. Zusätzlich haben wir unseren eigenen Blog und sind aber auch auf Events wie der Fashion- Week, oder der Streetstylecon vertreten.

Ursprünglich habt ihr euch auf Camouflagejacken spezialisiert, welche Produkte bietet ihr jetzt an und wieso wurde eure Produktpalette erweitert?

Mit der Camouflagejacke hat alles begonnen, aber relativ schnell gab es auch Moleskin und Jeansjacken. Stand jetzt haben wir sogar T- Shirts, Sweatshirts und Accessoires. Es ist einfach super wichtig eine Auswahl zu haben, um eine breitere Masse zu erreichen, gleichzeitig aber sein Alleinstellungsmerkmal nicht aus den Augen zu verlieren. Unser USP/ Alleinstellungsmerkmal ist unsere Handbemalung.

Wie lange braucht das Kreativ- Team um ein Produkt herzustellen?

Erstmal kommt es darauf an welches Produkt hergestellt wird. Manche Produkte erfordern zu Beginn Näharbeit und sind dadurch zeitaufwendiger. Auch wenn man nur das Malen in Betracht zieht, so kommt es auf das Produkt an.

Eine Kappe zu bemalen geht offensichtlich schneller als eine Jacke. Außerdem kommt es auf die Motivwahl an, ob es sich um einen Schriftzug oder ein aufwendig gemaltes Bild handelt. Durchschnittlich sind es um die 20 min.

Eure Produkte werden ja nicht einfach nur bemalt, was muss alles gemacht werden bis die Jacke dann letztendlich an den Kunden versandt werden kann?

Da wir auf individuelle Wünsche eingehen, ist es besonders wichtig die Bestellungen gründlich ein zu pflegen, die Vorstellungen des Kunden nachvollziehen können. Eventuell ist eine Kontaktaufnahme mit dem Kunden nötig.

Das Kreativ- Team muss dann über die Produkt- und Motivwahl genau informiert werden. Nach dem Herstellungsprozess, der nicht nur malen, sondern oft auch nähen beinhalten, werden die Produkte wie gewöhnlich versandt. Nebenbei ist die Vermarktung der Produkte und die Website up to date zu halten.

Gepostet von Sebastian

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