Kurzportrait #3 – Barbour

Zwei Wochen sind vergangen seit dem letzten Kurzportrait, welches hier im Blog erschienen ist. In diesem habe ich euch TYLRD vorgestellt. Heute widmen wir uns einem weiteren Label, von welchem ich bisher nicht soviel gehört hatte: Barbour.

Auch dieses Mal habe ich vor kurz auf die Geschichte des Labels einzugehen, durch im Beitrag verteilte Fotos einen Einblick in das aktuelle Lookbook zu geben sowie gezielt zwei bis drei schöne Kleidungsstücke, welche mir gut gefallen vorzustellen. Hoffe euch gefällt es wieder so gut, wie schon die letzten beiden Kurzportraits.

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Barbour – ein paar Worte zum Unternehmen

Über 120 Jahre ist es her, als John Barbour, im Hafen von South Shields im Nordosten Englands sein Geschäft für wetterfeste Bekleidung eröffnete. In diesem Geschäft stellte der Unternehmensgründer von Barbour Kleidung für Seeleute, Fischer und Dockarbeiter her und verkaufte diese dort. Im Laufe der letzten Jahrzehnte vergrößerte sich die Produktpalette und bietet seitdem weitere Kleidungsstücke für Herren, Damen und Kinder an.

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Am bekanntesten ist die Marke wohl für ihre Wachs- und Steppjacken, aber auch Hemden, Strickwaren, Hosen, Schuhe und Accessoires von Barbour sind immer mehr im Kommen. Dabei besinnen sich die Kollektionen Barbours immer auf die Wurzeln des Unternehmens und bieten ein ziemlich breitgefächertes Angebot von funktionaler Country-Bekleidung bis hin zu urbaner Mode an. Inspiration schöpfen die Designer aus Barbours umfangreichem Archiv, Stücke aus diesem werden dann auf moderne Weise und in zeitgemäßen Silhouetten neu interpretiert.

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Noch heute befindet sich das Unternehmen in Familienhand, seit übr 40 Jahren führt die Vorstandsvorsitzende Margaret Barbour das Unternehmen. Für weiteren Erhalt des Familienunternehmens ist auch schon gesorgt, ihre Tochter Helen Barbour fungiert in der fünften Generation als stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Die Marke Barbour ist mit ihrer Vielzahl an Kleidungsstücken in über 40 Ländern vertreten, darunter: Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, USA und Japan.

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Wie ihr vielleicht schon bei einem Besuch der Webseite von Barbour gesehen habt, beschränkt sich das Unternehmen nicht nur auf eine Kollektionslinien, sondern hat mehrere am Start. Diese sind unter anderem aus Kooperationen mit Designern wie Anya Hindmarch, Alice Temperley, Paul Smith, Tokihito Yoshida sowie Norton & Sons entstanden. Eben diese Zusammenarbeiten haben Barbour auch ein neues, modeaffines Publikum erschlossen.

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Das Ergebnis solcher Zusammenarbeiten, seht ihr übrigens aktuell in diesem Beitrag. So stammen die hier eingebundenen Lookbook Bilder teils aus der aktuellen Zusammenarbeit mit der australischen Motorrad-Marke Deus Ex Machina sowie mit dem japanischen Label White Mountaineering.

Die Kollektion, welche gemeinsam mit Deus Ex Machina entstanden ist, steht ganz im Zeichen der „Wheels and Waves“. Sprich, das Surfboard an das Bike festschnallen und zu einem Tag am Strand aufbrechen – das ist die Idee der Kollektion kurz zusammengefasst.

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In der Kollektion selbst finden sich diverse Wachsjacken in Sand- und Brauntönen wieder, als auch farbenfrohe Shirts und Pullover in leuchtenden Farbtönen für den sommerlichen Bikerlook. Als Inspirationsquelle für die kurzärmelige Hawaii-Hemden diente das große Surfer-Archiv von Deus Ex Machina.

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Für die Zusammenarbeit mit dem japanischen Label White Mountaineering hat man sich von den Ursprüngen Barbours an der nordenglischen Küste inspirieren lassen, so vereint die Kollektion Barbours Klassiker mit innovativen und technisch hochwertigen White Mountaineering Elementen. Im Mittelpunkt dieser Kollektion steht ein exklusives Wellenmuster mit Barbours charakteristischem Leuchtturm und detailreiche Designs.

White Mountaineering Designer Yosuke Aizawa sagte zur Zusammenarbeit folgendes:

„Meine erste Erinnerung an Barbour ist, dass mein Vater und ich in meiner Kindheit beim Fliegenfischen Wachsjacken trugen. Für den Designprozess habe ich diese Kindheitserinnerungen mit meiner heutigen Identität verbunden. Barbour und White Mountaineering verschmelzen so zu einer innovativen Kollektion“

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Die Barbour x White Mountaineering // SS15 interpretiert Barbours klassische Wachsjacken mit Lederapplikationen und Taschendetails. Leichte Hemden, T-Shirts und Shorts greifen ebenfalls das bekannte Wellen-Muster auf und lassen sich zu einem jungen, lässigen Look kombinieren. Die Farben sind definitiv alles andere als zurückhaltend. Aber meiner Meinung nach damit auch bestens geeignet für den Frühling und Sommer 2015, bei dem knallige, kräftige Farben wieder in sind.

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Interessante Stücke von Barbour

Freizeitjacke Template Barbour Heritage
Fangen wir bei den interessanten Kleidungsstücken bei der äußersten Kleidungsschicht an, welche im Moment wohl noch jeder von uns trägt: die Jacke. Hierbei handelt es sich um die Freizeitjacke Template aus der Dept B -Linie von Barbour Heritage. Die Jacke ist inspiriert von klassischer Workwear und ist zu 100% aus robuster Baumwolle gefertigt und mit einem weichen Wollfutter ausgekleidet, welches an kalten Tagen besonders warm hält.

Persönlich gefällt mir das äußerst minimalistische Design der Jacke, welches sich beispielsweise durch den verdeckten Reißverschluss zeigt. Ansonsten sind auf der Front nur zwei schräge Taschen aufgesetzt sowie eine große Kapuze mit kontrastierenden Kordeln angebracht, welche für einen kernigen Heritage-Look steht. Die angebrachten authentischen Patches sind von Barbour inspiriert und erzeugen einen individuellen Look. Gefällt mir äußerst gut, weitere Informationen gibt’s hier.

Troyer Traction Half Zip Barbour International
Na, was trägt man unter einer Jacke, bei solchen kühlen Temperaturen? Einen Pullover. Besser gesagt den Troyer Traction Half Zip aus der Tourer Lux -Linie von Barbour International. Dieser wurde zu 100% aus Merinowolle gefertigt und kommt mit einem raffinierten Fischgrat-Zopfmuster daher, welches an das Profil von Motorradreifen erinnert. Zumindest kann man es damit meiner Meinung nach ganz gut vergleichen.

Die Rippenbündchen an Saum und Ärmeln sorgen für einen hohen Tragekomfort und Strapazierfähigkeit. Der lässige Stil des Pullovers wird durch den sogenannten Troyer-Kragen mit Reißverschluss unterstrichen. Ein markantes Union Jack-Label hinten im Nacken nimmt Bezug auf Barbours britische Wurzeln.

Weiß durchaus zu gefallen das gute Stück. Für Strick bin ich eh immer zu haben und mit so einem schicken Muster eh. Der Pullover hätte sicherlich auch gut in meinen Beitrag: Strickpullover für kühle Tage gepasst. Weitere Informationen zum Troyer Traction Half Zip findet ihr hier.

Hemd Bisley Barbour Lifestyle
Es muss aber nicht immer ein Pullover sein, auch Hemden machen sich im Alltag immer ganz gut. So gefällt mir beispielsweise das Bisley aus der Classic-Linie von Barbour Lifestyle ganz gut. Hierbei handelt es sich um ein traditionelles Hemd, welches mit einem sportlichen Button Down-Kragen mit luxuriösem Cordbesatz zu überzeugen weiß.

Durch sein mehrfarbiges Karomuster ist das Hemd aus 100% Baumwolle der perfekte Begleiter für Outdoor-Aktivitäten. Zudem zeichnet es sich dadurch aus, dass es sehr angenehm zu tragen ist. Verantwortlich hierfür ist der längere Schnitt, die verstellbaren Ärmelabschlüssen mit zwei Knöpfen und die bequeme Passform. Das Hemd gibt es in drei Farbkombinationen, wobei mir die hier gezeigte am besten gefällt.

T-Shirt Piston Barbour International
Wenn es noch ein wenig lässiger zugehen kann, dann kommt sicherlich das T-Shirt Piston aus der Tourer Lux-Linie von Barbour International ins Spiel. Denn das weiche Single-Jersey aus 100% Baumwolle sorgt für maximalen Tragekomfort. Das Shirt kommt mit einem klassischen Rundhalsaussschnitt und ein Markenemblem im Workwear-Stil auf der Brust daher.

Wie ihr wahrscheinlich gesehen habt, handelt es sich dabei schon wieder um ein blaues Kleidungsstück. Dies liegt daran, dass es sich hierbei um eine meiner absoluten Lieblingsfarben handelt und man meiner Meinung nach blaue Kleidungsstücke ziemlich gut mit anderen Kleidungsstücken kombinieren kann. Weiterhin gefällt mir am Shirt, dass der Print nicht allzu auffällig daher kommt und so zum zurückhaltenden Stil des Shirts beiträgt.

Brogue Ilkley Barbour Lifestyle
Was darf nun eigentlich bei keinem Outfit fehlen? Hosen und Schuhe, Hosen lasse ich nun Mal außen vor, da mich hier nichts so richtig überzeugt hat. Aber in Sachen Schuhen kann ich noch etwas vorzeigen. Den Brogue Ilkley aus der Classic -Linie von Barbour Lifestyle. Dieser ist aus luxuriösem, poliertem Leder gefertigt.

Das Futter des Schuhs wiederum aus dunkelgrünem Kalbsleder. Die robusten, gewachsten Baumwollschnürsenkel machen den Schuh zu einem perfekten Begleiter für Outdoor-Aktivitäten. Selbst bei formellen Anlässen macht er eine gute Figur, welches seinem eleganten Design zu verdanken ist. Die Gummiprofilsohle sorgt für eine erstklassige Rutschfestigkeit und kann dank der Rahmennähung (Goodyear welted) immer wieder ersetzt werden.

Definitiv ein Schuh, welcher mich überzeugt hat. Gefällt mir nur noch ein Ticken besser in der hier zusehenden dunklen Variante.

Ich hoffe, dass euch mein mittlerweile drittes Kurzportrait gefallen hat. Solltet ihr Vorschläge für Labels haben, welche ich mir ein wenig genauer anschauen sollte, dann zögert nicht die Kommentarfunktion, das Kontaktformular oder Facebook zu nutzen.

About Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

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