Kurzportrait #17 – Khujo

Im heutigen Kurzportrait widme ich mich einem Deutschen Label, welches schon längere Zeit im Fashionbereich mitspielt: Khujo. Sollte dir dieses noch kein Begriff sein, ist dies nicht schlimm, mir war es bis zu diesem Portrait auch noch nicht bekannt. Aber eins verspreche ich dir, nach dem wir gemeinsam einen Blick auf Khujo und deren Lookbook geworfen haben, wirst du es so schnell nicht mehr vergessen.

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Wie immer gehe ich, auch in diesem Kurzportrait, zunächst ein wenig auf die Geschichte des Unternehmens und dessen Werdegang ein. Im Anschluss werfe ich einen Blick auf das aktuelle Lookbook von Khujo und versuche meine Eindrücke und Meinung dazu mit dir zu teilen. Der Beitrag wird mit Collagen, bestehend aus den Lookbookbildern des Labels, aufgelockert. Die Fotos in voller Größe kannst du dir auf dieser Seite ansehen.

Alles begann mit einer Lederjacke – die Geschichte von Khujo

Die Geschichte hinter dem Hamburger Fashionlabel liest sich wie in einem Roman. Vom Außenseiter der Modeszene stieg Tobias Schröder mit Khujo zu einem angesehenen Unternehmer in der Modebranche auf. Außenseiter aus dem Grund, dass Tobias Schröder zunächst seine Brötchen als gelernter Versicherungsmakler verdiente, bevor er Gründer und Kreativchef von Khujo wurde.

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Zum Firmenname sei noch gesagt, dass es sich hierbei, um keine geniale oder außergewöhnliche Zusammensetzung bedeutender Namen, Städte und Co. handelt, welche einen direkten Einfluss auf das Label hatten. Ganz im Gegenteil, Tobias Schröder machte sich zunächst wochenlang Gedanken über einen möglichen Namen für sein Unternehmen, bevor er sich für einen Fantasienamen entschied: Khujo.

Für Mode hatte der gelernte Versicherungsmakler bereits seit Kindesalter eine gewisse Begeisterung, dies trieb ihn auch ein ums andere Mal nach New York, um die Fashion Week zu besuchen. Von einem seiner Abstecher in den USA kam er so motiviert und inspiriert zurück, dass er zunächst Sonnenbrillen nach Deutschland importieren und dort verkaufen wollte. Doch es kam anders wie gedacht.

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Denn die Nachfrage nach Sonnenbrillen war eher zurückhaltend und kam im kühlen Hamburg nicht so an. Aber Aufgeben war für ihn keine Option, als er dann des Öfteren auf seine Vintage Lederjacke angesprochen wurde, wußte er, dass dies ein mögliches Geschäftsfeld für ihn werden könnte. In Indonesien ließ er die ersten 50 Exemplare seiner Jacke anfertigen, welche er zurück in Deutschland an den Mann brachte. Mit dem Verkauf der von ihm designten Lederjacke begann für Tobias 1996, in einem kleinen Hinterhof in Hamburg, Khujo Form anzunehmen.

Von Beginn an verzichtete er auf Werbung im Fernsehen oder Zeitung. Stattdessen setzte er auf Werbung von Mund zu Mund, sowohl in der Modewelt, als auch auf der Straße. Dies verhalf ihm dabei bekannter zu werden und den Stand von Khujo in der Fashionwelt zu festigen. Fünf Jahr nach der Gründung seines Labels (2001) sicherte er sich die Rechte am Namen seines Labels und drängte immer mehr auf den europäischen Fashionmarkt. Neben seiner Jackenkollektion folgten einige weitere, bis 2010 seine Lifestyle Kollektion das Licht der Welt erblickte.

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Gut zwanzig Jahre nach dem Verkauf seiner ersten Vintage Lederjacke ist Khujo längst kein Außenseiter mehr in der Fashionwelt. So werden die Jacken des Labels beispielsweise von berühmten Stars wie Til Schweiger getragen. Kann man ihm nicht verübeln, denn der bodenständige, urbane Style weiß zu gefallen.

Und eben dieser Style zieht sich durch die gesamte Kollektion, was man auch ganz gut sieht, wenn man das aktuelle Lookbook betrachtet. Die drei Schlagworte: urban, sportlich, lässig sind bezeichnend für die aktuellen Stücke. Über die Webseite des Fashionlabels selbst kann man die Stücke leider nicht beziehen. Zalando hat jedoch einiges von Khujo im Angebot.

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Khujo bei Zalando – Ein Klick aufs Foto führt dich zum aktuellen Angebot

Einen Blick in das Fall/Winter 2015/2016 Lookbook von Khujo

Die Styles, welche ich durch den ganzen Beitrag hinweg eingebunden habe stammen allesamt aus dem aktuellen Fall/Winter 2015/2016 Lookbook von Khujo. Dabei fallen vor allem die herbstlichen, gedeckten Farben auf: viel rot, braun, grau und schwarz sowie blau in verschiedenen Abstufungen. Passt meiner Meinung nach ganz stimmig zur Kollektion sowie zur Jahreszeit.

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Khujo deckt mit der Fall/Winter Kollektion so ziemlich alles ab, was man(n) für die kühlere Tage benötigt: Pullover, Schals, Parkas, Strickjacken und Hemden zählen hierbei zur Grundausstattung. Alles nicht zu eng, sondern eher normal geschnitten. Dadurch lässt sich unter den Pullovern des Labels auch noch ein Hemd tragen und Layering verschiedener Kleidungsstücke ist ohne Probleme möglich.

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Angetan hat es mir vor allem die Strickware des Hamburger Labels, welche in unterschiedlichen Formen daher kommt. So findet man im aktuellen Fall/Winter Lookbook eine Auswahl an Pullovern und Jacken aus Strick. Teils eher minimalistisch daher kommend, teils mit auffälligen Details wie einem eingearbeiteten Schalkragen, groben Strickmuster oder äußerst lässigem, bequem wirkender Passform.

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Mein Fazit zu Fashion von Khujo

Eigentlich schade, dass man im Alltag immer wieder nur über die großen, bekannten Marken stolpert, welche viel Geld in Werbung investieren. Dabei können solche Perlen wie Khujo auch durch ihre Stücke glänzen und wissen zu begeistern. Egal ob es nun schlichte Schnitten und Designs sind oder ein wenig Auffälligere, im Groß und Ganzen hat mich die Fall/Winter 2016 Kollektion sehr angesprochen. Daher wird die Webseite des Labels sicherlich des Öfteren in Zukunft aufgerufen, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Was hältst du von dem Hamburger Modelabel?

About Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

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