Im Leben hat man meist mehr als eine Möglichkeit. Egal ob man auf der Suche nach einer Alternativen zu seinem Job, dem nächsten Urlaubsziel oder dem zukünftigen Traumauto ist. Auch bei Herrenschuhen ist dies der Fall. Nicht nur zwischen verschiedenen Schuhmodellen hat man die Wahl, sondern auch zwischen der Qualität der Schuhe. 0815-Schuhe direkt aus dem Regal, hochwertigere Lederschnürer, rahmengenähte Lederschuhe oder Maßschuhe – zumindest grob, kann man die Qualität der Schuhe so einordnen.

Im Alltag gilt es dann meist zu entscheiden, wo setzt man seine Prioritäten und wie viel ist man bereit für seine Schuhe auszugeben. Wobei man natürlich immer bedenken sollte den Kaufpreis von Schuhen nicht nur für den Moment, sondern auch deren Lebenszeit zu betrachten. Ein günstiger Schuh mag zwar in der Anschaffung um einiges billiger sein, dafür hat man sicherlich nicht so lange Freude daran wie an einem qualitativ hochwertigen Schuh, der zwar beim Kauf mehr kostet, dafür aber auch ein paar Jahre hält.

Gerade bei Lederschuhen bin ich der Überzeugung, dass Qualität ihren Preis hat. Dies bedeutet nicht, dass man sich Maßschuhe kaufen muss, die im vierstelligen Bereich beginnen. Meiner Meinung nach macht man mit rahmengenähten Lederschuhen nichts verkehrt, da diese eine gutes Gleichgewicht zwischen Preis, Qualität sowie Lebensdauer der Schuhe darstellen.

lászló Budapest – Schuhe abseits der Masse

Mit lászló Budapest möchte ich dir heute ein Unternehmen vorstellen, welches sich rahmengenähten Schuhen verschrieben hat. Angesiedelt im idyllischen Dorf Schwangau, mit Blick auf die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, entstehen hochwertig gearbeitete Schuhe, an denen man lange Freude hat. Nachdem die Schuhdesigns, inspiriert durch den Blick auf das beeindruckende Bergpanorama, aufs Papier gebracht wurden, werden diese von den Modelleuren des Unternehmens fachmännisch umgesetzt.

Gefertigt in der eigenen Schuhmanufaktur von lászló Budapest in Ungarn mit 100-jähriger Geschichte und Erfahrung in der Schuhproduktion werden die Schuhe auf traditionell handwerkliche Weise gefertigt. Durch dieses Konzept wird eine ökologisch orientierte Herstellung ermöglicht und gewährleistet die gleichbleibend hohe Qualität der Schuhe.

Bei den Materialien setzt das Unternehmen auf hochwertiges Oberleder aus deutschen und italienischen Gerbereien. Grubengegerbtes Sohlenleder der bayerischen Traditionsgerberei Kilger kommt ebenso zum Einsatz. Durch die qualitativ hochwertige Sohlen-Doppelnaht mit geschlossenem Riß wird eine bessere Haltbarkeit beim Rahmennähen der Schuhe erzielt.

Als kleiner Tipp am Rande, die Qualität eines rahmengenähten Schuhs erkennt man daran, dass beim Wegdrücken des Oberleders einzelne Fäden der Einstichnaht erkennt. Sieht man stattdessen eine unter der Dehnung er­scheinende Klebenaht, ist dies ein deutliches Zeichen für schlechte Qualität. Aber selbst wenn der Schuh rahmengenäht und nicht geklebt ist, gibt es immer noch kleine aber feine Unterschiede in der Qualität.

So sollte man darauf achten, ob ein mit Pech verdichteter Faden einge­setzt wurde. Denn dieser gewährleistet, dass die Naht­löcher abgedichtet sind und im Fall einer Beschädigung die restliche Naht zusam­men­ge­hal­ten wird. Alternativ kann auch ein gewachster Faden ver­näht worden sein. Kleinigkeiten sind also durchaus entscheidend und ein genauer Blick darauf schadet nicht.

Rahmengenähte Schuhe von lászló Budapest im Blick

Zwei rahmengenähte Schuhe von lászló Budapest möchte ich mir ein wenig genauer anschauen und diese im Detail betrachten. Entschieden habe ich mich hierbei für zwei Exemplare, die so bei mir im Schuhschrank stehen und mindestens einmal die Woche aus diesem geholt werden. Denn nur für das Schuhregal sind diese zwei Exemplare wahrlich zu schade.

Im Detail: Der Francesco Wholecut in Cognac

Für mich, als großer Fan von minimalistischen Design, hat mein Herz beim Anblick des Francesco Wholecut in Cognac gleich ein wenig höher geschlagen. Warum, kannst du dir sicher beim ersten Blick auf den Schuh denken. Dieser wird aus einem Stück Leder, welches bei der Verarbeitung vollkommen fehlerfrei sein muss, hergestellt. Denn nichts lässt sich durch Zuschneiden, Ausstanzen, usw… kaschieren.

Weiterhin ist es so, dass gerade Schuhe aus einem einzigen Stück Leder besonderes Geschick bei der Fertigung benötigen. Dieses Geschick ist notwendig, um den Schaft plastisch über den Leisten zu ziehen und ohne Überdehnung oder Faltenbildung zu formen. Neben dem rein optischen Faktor überzeugt der minimalistische Ansatz auch beim Thema Haltbarkeit, denn frei nach dem Prinzip: wo keine Naht ist, kann sich auch keine lösen, werden typische Schuhprobleme minimiert.

Der Cognac Farbton harmoniert meiner Meinung nach wunderbar mit dem Design des Schuhs und trägt zum modernen Erscheinungsbild im Alltag bei. Ein zwiegenähter dunkel gebeizter Boden setzt einen optischen Akzent und verleiht dem eleganten Schaft aus cognacfarbenem Kalbleder eine solide Basis. Aus meiner Sicht der ideale rahmengenähte Schuh zu einem nayblauen Anzug oder auch zur simplen Alltagskombination aus Jeans und Hemd.

Gearbeitet ist Francesco über eine schlanke italienische Leisten. Diese hört passenderweise auf den Namen Meran und orientiert sich am schlanken Körperbau italienischer Schuhe. Die Leiste selbst zeigt sich mit leicht gestreckter Form, der Vorfuß ist hierbei zugespitzt und interpretiert die natürliche Fußform unaufdringlich. Die Proportionen der schlanken Leiste wirken weniger konservativ als die englischen Alternativen und versprühen ein wenig mediterranes Lebens- und Körpergefühl.

  • Obermaterial: Kalbleder
  • Farbe/Farbton: braun/cognac
  • Futter: Kalbleder
  • Fußbett: Lederbrandsohle, Fersendecksohle aus Leder mit Latexpolsterung
  • Schnürsenkel: Baumwolle, gewachst
  • Schnürung: 5-Loch-Schnürung
  • Machart: zwiegenäht
  • Laufsohle: Lederdoppelsohle
  • Leistenform: Meran
  • Muster-Art: Plain

Im Detail: Der Alessio in Braun/Natur

War Francesco für mich noch die erste Wahl, wenn es darum geht einen passenden Schuh zum schicken Sommeranzug zu finden, ist Alessio meine erste Wahl, wenn man einen Schuh benötigt, der sowohl in der Freizeit, als auch im Büro eine gute Figur abgibt. Bei dem mediterran inspirierter Derby Quarterbrogue habe ich mich ebenfalls für die helle Variante entschieden, da ich persönlich der Meinung bin, dass dunkle Schuhe eher im Winter beziehungsweise späten Herbst zum Einsatz kommen sollten.

Alessio präsentiert sich in einem karamelfarbenem Kalbleder, das über einen gestreckten italienischen Carre-Leisten gearbeitet ist. Wie schon beim ersten rahmengenähten Schuh, den ich dir vorgestellt habe, wird die Doppelsohle aus grubengegerbtem Rindleder zwiegenäht und ist sichtbar als solide Basis für eine dezent modische Modellgestaltung zu sehen.

Bis vor gut hundert Jahren war der Brogue an sich ein klassischer Wochend- und Freizeitschuh, hat mittlerweile allerdings auch seinen Weg in den Arbeitsalltag gefunden. Lediglich bei klasisschen Black-Tie Anlässen sollte man auf dezenteres Schuhwerk als Alessio setzen. Alessio selbst ist ein klassischer Quarter-Brogue, der einem Oxford Captoe zum Verwechseln ähnlich sieht. Einziger Unterschied: das Lochmusterband entlang den Teilungsnähten (Broguing) wirkt dezent dekoriert.

Wie bereits beim Francesco setzt auch Alessio in Braun/Natur auf die mediterrane Leiste Meran. Gefertigt ist der Schuhe in der Weite G½. Das entspricht einer normalen, mittleren Weite. Hinsichtlich der Größenauswahl muss man ein wenig aufpassen. Gerade meine Standardgröße 44 gibt es im englischen Größensystem nicht. Hier habe ich lediglich die Wahl zwischen 9,5 (43,5) oder 10 (44,5) – was tun? In meinem Fall habe ich bei lászló Budapest nachgefragt, mein Problem geschildert und Größe 10 empfohlen bekommen. Und was soll ich sagen, die Schuhe passen!

  • Obermaterial: Kalbleder
  • Farbe/Farbton: braun/natur
  • Futter: Kalbleder
  • Fußbett: Lederbrandsohle, Fersendecksohle aus Leder mit Latexpolsterung
  • Schnürsenkel: Baumwolle, gewachst
  • Schnürung: 6-Loch-Schnürung
  • Machart: zwiegenäht
  • Schuhtyp: Halbschuh
  • Schuhmodell: Derby
  • Laufsohle: Lederdoppelsohle
  • Leistenform: Meran
  • Muster-Art: Quarter-Brogue

Fazit: Eine Investition die sich lohnt!

Schuh ist eben nicht gleich Schuh, wie du spätestens nach diesem Beitrag gelernt haben solltest. Es kommt auf Details an und man merkt in der Tat, dass sich ein größerer Invest zu Beginn auf lange Sicht besser bezahlt macht.

Für mich stellen die rahmengenähte Schuhe von lászló Budapest die gelungene Kombination von Preis, Qualität sowie Lebensdauer der Schuhe dar. Mit der richtigen Pflege hat man sicherlich lange Freude an diesen und bietet seinem Outfit eine solide Basis.

Mit freundlicher Unterstützung von lászló Budapest // enthält Werbung

Gepostet von Sebastian

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