Marseille von Gucci – mein Traum von einem Anzug

Das habt ihr schon richtig erkannt, heute bewege ich mich ein wenig außerhalb meines üblichen Kleidungsbudgets, was mir aber nicht verbietet, dass ich auch höherpreisige Kleidungsstücke interessant und ansprechend finde darf. Daher ist es meiner Meinung nach durchaus Mal drin ein wenig zu träumen wie das so wäre, wenn man nicht unbedingt das eigene Kleidungsbudget im Auge haben muss und einfach kaufen kann was einen eben anspricht.

So hat es mich auf meinen Streifzügen durch die Weiten des Internets auf die Webseite von Gucci, beziehungsweise im speziellen auf deren Anzugsmode, verschlagen. Dort bin ich über den Anzug Marseille gestolpert, welcher mich durchaus anspricht und in einem schönen Style mit anderen Kleidungsstücken von Gucci präsentiert wird und genau diesen möchte ich euch vorstellen. Doch bevor ich näher darauf eingehe verliere ich wie üblich ein paar Worte zur Marke selbst, gehe dann auf den Style im ganzen ein um dann im Anschluss die einzelnen Kleidungsstücke näher zu betrachten.

Die Marke Gucci und deren Geschichte

Bei Gucci handelt es sich um eine international bekannte, italienische Mode-Marke für Damen-, Herren- und Kinder-Bekleidung sowie Accessoires, welche im oberen und obersten Preissegment angesiedelt sind. Das Unternehmen als solches wurde schon im Jahr 1921 von Sattlermeister Guccio Gucci als kleine Werkstatt für Lederwaren und Gepäck in Florenz gegründet. Seinen Weg in die Bekanntheit bahnte sich die Marke, nach der Eröffnung weiterer Filialen in Italien, im Jahr 1947 durch eine Handtasche mit Bambusgriff, welche noch heute ein Verkaufsschlager ist.

In den Jahren nach dem Tod des Firmengründers 1953 feierte die Marke große Erfolge und expandierte weltweit. Das bekannte Symbol, der beiden miteinander verschlungenen Steigbügel beziehungsweise der ineinander verschlungenen „G“ (für Guccio Gucci) bekam man Mitte der 1960er Jahre zum ersten Mal zu Gesicht. In den 1970er Jahren etablierte die italienische Marke eine Bekleidungslinie, die erste Modenschau fand 1981 statt.

Die 80er Jahre waren nicht gerade glänzend, so führten schwere interne Besitzstreitigkeiten der Gründerfamilie zu einem regelrechten Verfall des Unternehmens, welches 1989 zu einem 50%igen Verkauf an das US-arabische Investmentunternehmen „Investcorp International“ aus Bahrain führte. Im gleichen Zug wurde die amerikanische Bergdorf Goodman-Chefeinkäuferin Dawn Mello als erstes Nicht-Mitglied der Gucci-Familie zur Chef-Designerin ernannt.

Die übrigen 50% des Familienbesitzes wurden 1993 durch den Enkel des Firmengründers, Maurizio Gucci, an Investcorp verkauft. Diese entschlossen sich Ende 1995, die nunmehr von der Familie losgelöste Firma, an die New Yorker, Amsterdamer und Londoner Börse zu bringen. Nach einer zwischen 1999 und 2002 vor Gericht ausgetragenen Übernahmeschlacht mit LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton gehört Gucci seit 2004 fast vollständig (99,4 %) zum Luxusgüterkonzern PPR S.A., Paris. Dieser integrierte das Label in die neu kreierte Luxussparte Gucci Group, in welcher weitere Luxus-Marken gebündelt sind.

Die Marseille Anzugskollektion im Blick

Nun kommen wir aber zurück zum eigentlichen Grund meines Beitrags, dem Anzug Typ „Marseille“ von Gucci, als Bestandteil eines Styles, welcher es mir angetan hat. In meinem Berufsalltag muss ich eigentlich gar keinen Anzug tragen, wäre das aber der Fall und Geld würde, wie Eingangs bereits erwähnt, keine Rolle spielen, wäre Marseille von Gucci definitiv eines meiner täglichen Outfits. Dieser ist ein Teil der Gucci Anzugkollektion, welche den modernen Gucci-Stil mit traditioneller italienischer Handwerkskunst verschmelzen lässt. Dabei kann man die Anzüge dieser Kollektion durchaus und ohne schlechtes Gewissen als: unverwechselbar, zeitgenössisch und elegant bezeichnen.

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Bei dem Anzug Marseille handelt es sich laut Gucci selbst um eines der meistverkauften Modelle aus deren Sortiment. Präsentiert wird er in diesem Style mit einem passenden Trenchcoat für die kühleren Tage sowie passendem Button-Down-Hemd, Ledergürtel und Lederschuhen. Sämtliche Bestandteile des Styles sind hierbei über den Online-Shop von Gucci oder im Handel vor Ort zu erwerben.

Persönlich gefällt mir, auf den ersten Blick, die Kombination eines blaugrau karierten Anzugs in Verbindung mit den braunen, glänzenden Lederschuhen. Ist einfach ein toller Kontrast, welcher meiner Meinung nach ganz gut zusammen passt. Auch die Krawatte mit ihrem hellbraunen Farbton fügt sich ganz passend in diesen Style ein.

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Kommen wir nun zum Herzstück dieses Styles, dem Anzug Marseille aus blaugrau karierter Wolle. Dieser besteht aus einer Jacke mit Zweiknopf-Verschluss, einem fallendem Revers sowie Schlitz auf der Rückseite. Auf der Vorderseite sind Taschen mit Überschlag angebracht, auf der Innenseite der Anzugsjacke findet sich eine Innentasche mit dem bekannten Gucci Wappen, die Schultern des Anzugs sind gewölbt.

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Die Hose kommt mit Vordertaschen auf Naht und Paspeltaschen hinten mit Knopf daher. Ebenso wie die Jacke besteht die Hose zu 100% aus Wolle. Insgesamt verfügt der Anzug über eine schmale Silhouette.

Die Innentasche ist relativ klein und lässt nicht wirklich etwas darin verstauen, das seht ihr ganz gut auf den nachfolgenden Detailaufnahmen. Finde ich an sich ein wenig schade, wobei eine ausgebeulte Innentasche dem Anzug sicherlich nicht allzu gut stehen würde. Die Ärmel des Anzugs schließen mit vier farblich passenden Knöpfen ab. Alles in allem macht der Anzug von den Fotos her einen richtig guten Eindruck und schaut gut verarbeitet aus. Nachfolgend gibt es noch zwei Detailaufnahmen der Jackeninnenseite sowie der Ärmel.

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Der Trenchcoat des von Gucci präsentierten Designs wurde aus dunkelblauen Baumwollpolyestertwill gefertigt und passt farblich hervorragend zum blaugrau karierten Anzug. Auf der Vorderseite ist eine doppelte Knopfreihe zum Schließen des Trenchcoats angebracht, bei dieser fallen die relativ großen Knöpfe sofort auf, passen meiner Meinung nach allerdings ganz gut zum Stil des Trenchcoats.

Zudem verfügt dieser über einen 100cm langen Gürtel zum Zubinden auf der Vorderseite. Ebenso wie der Anzug trägt der Trenchcoat nicht zu stark auf und besticht eher durch ein schmales Erscheinungsbild. Eine Versiegelung des Trenchcoats gestattet es diesen auch an regnerischen Tagen zu tragen und somit den Anzug vor äußeren Umwelteinflüssen zu schützen. Der Kragen kann, so schaut es zumindest auf den Fotos aus, ebenfalls nach oben gestellt werden, um sich gegen Regen zu schützen.

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Die Hose muss irgendwie an Ort und Stelle gehalten werden, da bietet sich natürlich ein schicker Gürtel für an. Worauf man bei der Auswahl eines Ledergürtels für Herren achten sollte habe ich euch vor einiger Zeit erklärt. Gucci scheint meinen Artikel gelesen zu haben oder hat sich selbst Gedanken gemacht, was wahrscheinlicher ist und hat einen klassischen Gürtel mit quadratischer Schnalle aus Leder für diesen Style ausgewählt.

Der Gürtel wurde aus dunkelbraunem Leder in Italien gefertigt, die Schnalle in quadratischer Form besteht aus Palladium. Der Gürtel hat eine Breite von 3cm über die Länge konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen. Die Verarbeitung scheint sehr hochwertig zu sein. Persönlich gefällt mir der minimalistische Stil des Gürtels besonders gut.

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Die gestreifte Krawatte aus Kaschmir und gewebtem Seidensablé kommt in einem hellen braun daher, welches farblich hervorragend zu den Lederschuhen und dem Gürtel passt. Gefertigt wird diese aus 74 % Kaschmir und 26 % Seide. Mit 7cm Breite liegt die Krawatte im Durchschnittsbereich anderer Krawatten, die Länge der Krawatte misst 146cm. Gefertigt wurde diese, ebenfalls wie der Gürtel in Italien.

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Der zum Anzug passende Schnürschuh aus dunkelbraunem Leder kommt mit einem schönen Degradémuster daher. Für diejenigen unter euch, welche mit dem Begriff Degradémuster nicht soviel anfangen können, was mir übrigens beim ersten Mal lesen auch so ging, sei gesagt, dass hiermit der Farbverlauf des Leders gemeint ist.

Der Schuh ist, wie sollte es auch anders sein, ebenfalls in Italien gefertigt und kommt mit einem spitzen Zehenbereich daher. Wie es sich für einen vernünftigen Lederschuh gehört ist die Sohle des Schuhs ebenfalls aus Leder. Meiner Meinung nach ein schicker Schuh, welchen man nicht nur zum Anzug tragen muss, sondern sicherlich auch Mal lässig in Verbindung mit einer Jeans tragen kann. Oder was meint ihr?

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Den Abschluss des Styles bildet das Button-Down-Hemd aus hellblauen Popelin, auch hier eine kurze Begriffserklärung: Popelin ist ein besonders dichtes Gewebe aus Baumwoll-, Woll- oder Kunstfasergarnen in Leinwandbindung. Dabei besteht die am häufigsten verwendete Mischung aus 65 % Polyester und 35 % Baumwolle, diese besitzt sehr gute Wascheigenschaften, ist schmutzunempfindlich und ist bei entsprechender Ausrüstung sogar bügelfrei.

Farblich reiht sich das Hemd im Button-Down Stil etwas heller ein, passt aber dennoch sehr gut zu den blauen Elementen im Anzug und Trenchcoat. Es verfügt über Sportmanschetten, welche bei Gucci direkt besser zu sehen sind und hat eine Länge von 81cm.

Mein Fazit zur Marseille Anzugskollektion von Gucci

Wie bereits im Titel des Beitrages zu erkennen ist Marseille von Gucci mein Traum von einem Anzug. Dieser gefällt mir vom Gesamtbild einfach am besten und macht einiges her. Klar bewegen wir uns preislich außerhalb meines üblichen Rahmens, aber Qualität und qualitativ hochwertige Materialien haben eben ihren Preis. Und meist, so zeigt es sich zumindest aus meiner Erfahrung, hat man von höherpreisigen/höherwertigen Kleidungsstück länger etwas, als von denen aus dem Ausverkauf.

Wenn ihr mehr über Gucci, deren Anzugskollektion oder speziell über den Marseille Anzug erfahren wollt, dann schaut einfach auf deren Webseite vorbei und lasst euch ein wenig begeistern. Persönlich würde ich mir noch ein paar Informationen mehr zu den einzelnen Stücken wünschen, aber das macht die Betreuung in den einzelnen Läden sicherlich weg.

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Mit freundlicher Unterstützung von Gucci

About Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

2 Kommentare

  1. Als modebewusster Mann wird man im Alltag oft etwas schief angeschaut, wenn man Gucci trägt. Irgendwie litt die Marke in den letzten Jahren unter der gewissen Gruppe von Menschen, welche protzige (fake) Gucci-Gürtel mit Adidas Sportjacken kombinierten. Das ist echt Schade, da Gucci oft wahnsinnig schöne, klassische und v.a zeitlose Designs hat; dein Post zeigt das.
    Danke dafür!
    Liebe Grüße,
    Frank ( http://f-comme-f.blogspot.de )

    • Danke für deine Meinung, die Kombination von Gucci-Gürtel und Trainingsjacke ist ja auch nur kriminell 😉 Dein Blog gefällt mir auch ganz gut, schöner Style!

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