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Anzug nach Maß – mein Weg zu meinem ersten Maßanzug #3

Das Abenteuer Maßanzug nimmt mit diesem Beitrag sein vorläufiges Ende. Denn bei diesem Beitrag handelt es sich, um den dritten Teil meiner Beitragsserie zum Thema Maßanzug. So habe ich dich im ersten Teil zu meinem Besuch in der Mannheimer Filiale von Kuhn Maßkonfektion mitgenommen, in welcher ich meinen Anzugschnitt sowie die Stoffe und Accessoires ausgewählt habe. Im zweiten Beitrag waren wir gemeinsam im Unternehmenssitz in Schneeberg, wo ich dir einen Einblick in die Produktion vor Ort gegeben habe. Im heutigen Beitrag bekommst du nun den fertigen Maßanzug zu sehen, wie er seit ein paar Tagen bei mir im Schrank hängt.

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Wie bereits in den zwei vorherigen Beiträgen erwähnt, fällt der letzte Beitrag ein wenig kürzer aus, zumindest wenn wir hier nach den textlichen Inhalten gehen. Hier habe ich mich mehr auf Fotos konzentriert, welche dir den Maßanzug von Kuhn näher bringen sollen. Dennoch gibt es an einigen Stellen ein paar Worte zu den Fotos, um besser verständlich zu machen, was man hier den sieht.

Für die Fotos habe ich mir erneut die Dienste von Manuela Hall gesichert, welche bereits die Fotos für den ersten Beitrag erstellt hat. Gemeinsam haben wir den Anzug „Business- / Lifestylemäßig“ abgelichtet, da dies auch der Einsatzzweck war, für welchen ich den Anzug angedacht habe.

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Eindrücke meines Maßanzugs von Kuhn Masskonfektion

Auf diesem Foto sieht man sehr gut den Stoff, für welchen ich mich bei meinem Anzug entschieden habe. Es handelt sich hierbei, um einen schwarzen Stoff, welcher eine Topqualität des aller obersten Genres (Luxury Line) darstellt und aus super feiner Merinowolle mit einem Durchmesser von 14,5 Mikron (= Super 180 Qualität) gefertigt wurde. Was du auf den Fotos leider nicht sehen kannst ist die überragende Trageeigenschaften und besonderer Langlebigkeit, der Rücksprungeffekt und Knittererholung des Stoffes.

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Aber darauf kann ich dir mein Wort geben, dass der Anzug perfekt zu tragen ist. Hatte ich zunächst noch meine Bedenken, dass „die Qualität ist so leicht und soft, dass der Anzugträger oftmals meint, er hätte die Hose verloren..“, um aus meinem ersten Beitrag zu zitieren, hat sich dies beim Tragen doch bestätigt. Man fühlt zwar schon den Stoff auf der Haut, allerdings ist dieser unglaublich leicht und angenehm zu tragen, dass dieser gar nicht so auffällt. Gefällt mir persönlich sehr gut, da ich dies von Anzügen auch anders gewohnt bin.

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Bei meinem Anzug habe ich mich für einen klassischen Standardschnitt 1-reihig mit 2 Knöpfen und schrägen Pattentaschen entschieden. Im Rückenbereich ist die Wahl auf zwei seitliche Schlitze gefallen, da das Sakko hier beim Sitzen angenehmer fällt, ohne zu stauchen.

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Ebenfalls bereits erwähnt hatte ich im ersten Beitrag, dass man im Bereich der Ärmel die Wahl zwischen unterschiedlichen Knöpfungen sowie Anzahl der Knöpfe hat. Wobei hier meine Wahl auf einen durchgeknöpften Ärmelschlitz mit vier dunklen, schwarze Hornknöpfe gefallen ist, welche sich nicht zu stark vom eigentlichen Sakko abheben. Denn der durchgeknöpfte Ärmelschlitz ist ein Merkmal des klassischen Schneiderhandwerks, was es bei einem industriell gefertigten Sakko so nicht gibt. Daher war die Entscheidung klar, dieses besondere Detail mit einzubringen.

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Ein wenig Farbe musste im Sakkko dann doch vorhanden sein, so habe ich mich beim Sakkofutter für ein Futter aus einem dunklen Petrol-Ton mit Paisley-Muster entschieden. Das Ärmelfutter sowie das Pattenfutter kommen ebenfalls in dieser Farbe daher.

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Auch die Anzugshose sollten wir nicht vergessen. Hier habe ich mich klassischerweise für schräge Taschen auf der Vorderseite sowie zwei durchgeknöpfte Paspelgesäßtaschen entschieden. Die Knöpfe sind bei der Hose natürlich passend zum Sakko gewählt. Den Saum der Hose habe ich ohne Umschlag gewählt, mit wäre auch möglich gewesen, ist aber nicht unbedingt meins.

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Bevor nun du oder ein anderer Leser darauf hinweist, ja ich weiß, dass der Gürtel zu groß ist! Bin leider vorm Shooting noch nicht dazu gekommen, weitere Löcher in diesen einzubringen. Wird aber noch nachgeholt. Zurück zum Outfit.

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Bei den Schuhen war die Entscheidung gar nicht so schwer für mich. Hier habe ich mich für meine Daniel 6 Brush Gunmetal RS von Melvin & Hamilton entschieden. Bei diesen handelt es sich um Derby Schuhe aus gebürstetem Kalbsleder.

Der Schuh entstammt der Herbst/Winter Kollektion 2014 und setzt auf einen Schaft aus schwarzem Glattleder, eine Kappe mit Budapester Lochung sowie silberfarbene Reflexen. Mittlerweile habe ich diesen Schuh des öfteren getragen und bin immer noch der Meinung, dass dies ein sehr bequemer, schicker Schuh ist, welcher sowohl im Berufsalltag ohne Probleme als auch bei offiziellen Anlässen angezogen werden kann. Und zum Kuhn Maßanzug passt er auch perfekt.

Mein Fazit zu meinem ersten Maßanzug

Ganz kurz zusammengefasst: Ich bin auf den Geschmack gekommen. Nun ein wenig ausführlicher, es war definitiv ein interessantes Erlebnis von Vermessung über Produktion bis zum fertigen Anzug einen vollen Einblick auf die Herstellung meines Maßanzugs zu bekommen und so nah mit dabei zu sein. Mich hat vor allem das Ergebnis begeistert. Denn der Anzug passt wirklich wie angegossen und fühlt sich durch die verwendeten Stoffe sehr leicht und bequem an.

Im Mai hatte ich den direkt Vergleich zwischen einem Anzug von der Stange und eben meinem Maßanzug von Kuhn und muss anerkennen, dass in puncto Passform und Tragegefühl definitiv ein Unterschied zu spüren ist. Wenn man dann noch überlegt, dass man bereits ab 349,00€ (Classic Line) einen Maßanzug bekommt, muss zumindest ich nicht lange überlegen, ob ich nun den preislich vergleichbaren von der Stange oder den Maßgefertigten wähle.

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Mein Anzug hat sich preislich nun eher am oberen Ende des Sortiments bewegt, was an der Auswahl des sehr hochwertigen Stoffes (Luxury Line) liegt, welcher maßgeblichen Einfluss auf den Preis des Maßanzugs hat. Aber es ist ja nicht zwingend notwendig, dass sich alle Anzüge im Schrank auf diesem Niveau bewegen. Eine gute Mischung ist hier sicherlich zu empfehlen.

Für mich persönlich steht sogar schon fest, dass ein weiterer Maßanzug oder zumindest ein Sakko her muss und zwar aus der Casual Line. Denn die dort verwendeten Baumwoll-, Schurwoll- oder Leinenqualitäten sind meiner Meinung nach geradezu ideal für den Sommer oder eben klassisch Tweed beziehungsweise Harris Tweed für den Winter. So oder so halte ich dich auf dem Laufenden. Solltest du Fragen zu meinem Maßanzug oder zu dem gesamten Prozess haben, zögere nicht deine Frage zu stellen.

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Mit freundlicher Unterstützung von Kuhn Maßkonfektion | Fotos von Manuela Hall

About Sebastian

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3 Kommentare

  1. Der Anzug sieht wirklich sehr gut aus und man sieht, dass er dir wie angegossen passt. Ich werde jetzt auf jeden Fall auch mal über eine solche Anschaffung nachdenken. Keep up the good work!

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