Mittlerweile ist das neue Jahr schon fast zehn Tage alt, daher würde mich interessieren, wie es mit deinen Neujahrsvorsätzen ausschaut. Verfolgst du diese noch oder hast du diese bereits aufgesteckt?

Hoffentlich nicht, denn im heutigen Gastbeitrag beschreibt Philipp Alexander, Online-Entrepreneur und Blogger aus Wien, wie es klappen kann mit dem Umsetzen von selbstgesteckten Zielen. So durchlief er vor drei Jahren das erste Mal die Ziellinie eines Marathons. Über seine Laufsporterfahrungen berichtet er auf http://marathon-vorbereitung.com

Der Jahreswechsel ist die Zeit der guten Vorsätze. Den ersten Jänner verbringen wir meist mit Kater im Bett, aber schon am zweiten Jänner sind wir dann wieder ausgenüchtert und voller Tatendrang. Nehmen wir an, dass wir im neuen Jahr alles anders machen wollen. Unser neues ICH soll gesünder werden.

Warum Neujahrsvorsätze nicht funktionieren

Deshalb hast du dir brav deine Vorsätze in dein Tagebuch gekritzelt:

  • 3 Mal wöchentlich laufen gehen
  • Nur noch 2 mal wöchentlich saufen gehen
  • und so weiter…

Soweit klingt das ja sehr ambitioniert. Leider gehst du die Sache wie die meisten Menschen an, weswegen sich schon bald das folgende Szenario abspielen wird: Im ersten Monat wird man dich nach der Arbeit verschwitzt und voller Tatendrang mehrmals wöchentlich im Laufgewand antreffen. Du forderst deinen Körper heraus und baust langsam deine Kondition aus.

Spätestens im Februar werden die Trainingsintervalle immer größer werden und im März bist du dann schon so sehr im Alltagsstress gefangen, dass du deine Abende mit einer anderen Tätigkeit belegen musst:

  •      Montag ist ja deine Lieblingsserie im Fernsehen,
  •      Dienstag musst du mit deinem Lebenspartner ausgehen,
  •      Mittwoch bist du nach der Arbeit einfach zu müde,
  •      Donnerstag und Freitag ebenfalls,
  •      Samstag musst du all das erledigen, was unter der Woche nicht möglich war.
  •      Sonntag hättest du Zeit, aber der Kater vom Vorabend malträtiert dich zu schwer.

Irgendwann hast du darauf vergessen, dass du jemals einen Vorsatz hattest.

Nur 8% aller Neujahrsvorsätze werden eingehalten

Die gute Nachricht ist: Falls du das genannte Szenario in dieser oder in einer ähnlichen Form schon erlebt hast, bist du nicht alleine. Wissenschaftler haben in einer Studie der University of Scranton herausgefunden, dass nur 8% aller Neujahrsvorsätze eingehalten werden. Was uns die Wissenschaft damit zeigt, ist, dass Neujahrsvorsätze meistens zum Scheitern verurteilt sind. Oder wie man so schön sagt: Vorsätze sind zum Brechen da.

Trotz dieser schlechten Aussichten, scheint es eine beliebte Gewohnheit zu sein, sich Vorsätze vorzunehmen. Ungefähr 50% aller Menschen nehmen sich nämlich Jahr für Jahr Neujahrsvorsätze vor. Sie geben nicht auf. Für Deutschland gibt es meines Wissens keine Studie, aber in den USA sind die beliebtesten Themen:

  •      Gewichtsverlust,
  •      Fitness verbessern
  •      Rauchen aufhören
  •      Besseres Geldmanagement
  •      Schuldenreduktion

Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch du dir eines der folgenden Themen als Vorsatz vornehmen wirst.

Warum du dennoch Vorsätze haben solltest

Angesichts der mageren Erfolgsquote von 8% bist du nun vermutlich demotiviert. Das musst du aber nicht sein: Sich Ziele zu setzen ist nämlich sehr gut! Die 50% der Menschen die sich Ziele setzen, sind schon besser dran als die 50% die sich keine Ziele setzen.

8% der Leute mit Vorsätzen erreichen ihre Ziele. Bei denjenigen ohne Vorsätzen liegt die Quote bei 0%. Lass dich daher keinesfalls von der hohen Abbruchrate verunsichern.

Ich persönlich habe mir vor einigen jahren vorgenommen einen Marathon zu laufen und dieses Ziel letztlich auch geschafft. In diesem Artikel will ich dir zeigen, wie auch du deine Vorsätze umsetzen kannst. Du musst nicht unbedingt einen Marathon laufen wollen. Meine Tipps sind universell und können auch in vielen anderen Bereichen angewendet werden.

Eine Routine entwickeln – um regelmäßig Laufen zu gehen

Um einen Marathon zu laufen, musst du über mehrere Monate hinweg vier- bis fünfmal pro Woche trainieren. Das heißt, du benötigst viel Willenskraft, damit du auch wirklich so oft vor die Tür gehst.

Vielleicht hast du ja schon mal davon gehört, dass es leichter ist schwieriger Tätigkeiten auszuführen, wenn du sie in Routinen verpackst.  Bevor du eine Marathonvorbereitung anfängst, solltest du daher erst mal eine Laufroutine anfangen.

Es wird auf Selbsthilfeseiten immer wieder gesagt, dass man eine Tätigkeit 30 Tage jeden Tag durchführen muss, damit sie zur Routine wird. Das ist nicht ganz korrekt, denn diese 30 Tage sind ein Mittelwerte. Manche Sachen werden nach 2 bis 3 Tagen zur Routine, andere erst nach 100 Tagen.

Auch wenn wir den Zeitpunkt nicht präzise bestimmen können: Wichtig ist zu verstehen, dass du Tätigkeiten oft durchführen musst, damit sie zur Routine werden.

Warum ist das wichtig?

Nun, Sachen die zur Routine geworden sind, machst du quasi automatisch. Du benötigst zum Beispiel keine Willenskraft, um dir in der Früh die Zähne zu putzen, weil diese Tätigkeiten eine Routine für dich ist. Leute die seit Jahren ins Fitnessstudio gehen, machen das ebenfalls schon automatisch und benötigen kaum mehr Überwindung dazu.

Daher ist es wichtig, dass du gezielt Routinen in deinem Leben aufbaust. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Laufen oder ins Fitnessstudio zu gehen wird bei vielen Leuten nun mal nicht zur Routine,  weil sie sich nicht lange genug quälen, diese Tätigkeiten durchzuführen.

Die Kraft der Mini-Habits

Die Lösung liegt darin, sich sogenannte Mini-Habits vorzunehmen. Dein Ziel ist es regelmäßig laufen zu gehen? Gut, dann laufe ein Mal täglich um den Häuserblock, bis das für dich normal geworden ist.

Das ist nicht nur gesünder als jeden Tag laufen zu gehen, sondern auch effizienter. Wenn du schon mal deine Laufschuhe angezogen hast und am Rennen bist, benötigst du viel weniger Willenskraft um eine weitere Strecke zu laufen. Den größten Widerstand verspürt du, bevor du aus der Haustür gegangen bist.

Wenn du dann nach einem Monat eine Routine aufgebaut hast, kannst du mit dem normalen Training beginnen und 2 bis 4 mal pro Woche dein volles Lauftraining durchführen.  Du kannst natürlich auch weiterhin jeden Tag um den Häuserblock laufen, um deine Routine noch weiter zu verfestigen.

Einer kleine Routine, legt somit den Grundstein dafür, dass du später in deinem Leben einen Marathon laufen kannst. Und klarerweise kannst du das Prinzip der Mini-Routinen für alle Bereiche im Leben umlegen.

  • Du willst dich dazu bringen 1000 Wörter am Tag schreiben? Fange damit an mindestens einen Satz am Tag zu schreiben.
  • Du willst regelmäßig deinen Körper trainieren? Fange damit an zumindest eine Liegestütze am Tag zu machen.
  • Du willst deinen Style verbessern? Informiere dich täglich zumindest 1 Minute lang im Internet über Mode und Style

Diese Mini-Routinen wirken lächerlich und das sind sie auch. Wichtig ist nur, dass sie dich dazu bringen nachhaltige Gewohnheiten aufzubauen. Ich wünsche dir viel Glück mit deinen Neujahrsvorsätzen!

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein „Gefällt mir“ geben würdest.

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