Textil Wirtschaft: in position

Modelabels, mit denen man aus dem Einheitsbrei ausbricht

In der „Textil Wirtschaft“ (Nr. 43), dem Fachmagazin rund um Mode, bin ich neulich über eine sehr interessante Studie gestolpert. Es geht darum, wie wichtig die klare Handschrift und Positionierung einer Marke im Mode-Business ist.

Textil Wirtschaft: in position

Textil Wirtschaft Nr.43

Im Laufe seines Lebens kreiert Mann seinen ganz eigenen Style und findet im besten Fall ein Label, dass perfekt zu ihm passt. Doof nur, wenn das Modelabel jede Saison eine andere Marschrichtung einschlägt, und man nach einem halben Jahr mit der Suche nach passender Herrenmode von vorne beginnen kann.

Wir möchten aber auch nicht im Einheitsbrei ertränkt werden. Zunehmend werden sich die Kollektionen immer ähnlicher. Denn wenn ein Look funktioniert, versuchen viele auf den fahrenden Zug aufzuspringen und sich ihre Scheibe davon abzuschneiden. Resultat: modischer Mainstream!

 

Top 5 der klarsten Kollektionshandschrift

 

Wenn eine Marke sich aber nicht von kurzweiligen Trends beeinflussen lässt und einer klaren, eigenen Handschrift folgt, sticht sie heraus. Dabei ist nicht verwunderlich, dass Platz 1 der Studie G-STAR belegt. Seit Jahren folgen sie bei ihren Produkten, Shows und Werbung einer klaren Linie. Konsequent ist auch SCOTCH&SODA (Platz 2), die fast losgelöst von den Trends ihre ganz eigene Schiene fahren. Auf den folgenden Plätzen sind dann noch DIESEL (Platz 3), FRED PERRY (Platz 4) und SUPERDRY (Platz 5). Diese Marken folgen nicht jedem Trend und stehen für einen gleichbleibenden Style.

Laut der TW-Studie sind v.a. bei Teenager die Kollektionen von Jack&Jones, Bench und Dr.Denim beliebt.

 

Richtungsweisende Modelabels

 

Die Grafik rechts unten im Bild zeigt, in wieweit die Labels modisch richtungsweisend sind und in welchem Preissegment sie dabei agieren. Überraschend dabei, die Modemarken, die ein eher geringes Preissegment ansprechen, sind besonders richtungsweisend. So z.B. HUMÖR, SCOTCH&SODA, NUDIE, CHEAP MONDAY & MINIMUM. Einzig DRYKORN kann im oberen Drittel des teureren Segments noch als avantgardistisch bezeichnet werden.

Marken, die vor allem Basicorientiert sind und wenig Neues machen, sind Marken wie Carhartt, Wrangler und Ben Shermann.

Wer also wirklich aus dem Einheitsbrei ausbrechen möchte, muss dafür nicht unbedingt viel Geld ausgeben. Man muss nur wissen, bei welchen Labels man mal genauer hinschauen sollte!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Fashion von Ben.

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