Nagelknipser für Männer – ein praktischer Helfer im Alltag

Als ich zum ersten Mal über eine geschlechtsspezifische Zuordnung von Nagelknipser las, dachte ich an eine Art Scherz oder Werbegag und war skeptisch, fast amüsiert. Die Frage nach dem Warum stellte mich vorerst vor ein Fragezeichen. Ist nicht zumindest einer großer Nagelknipser für alle geeignet? Sind Finger und Zehen ein und derselben Person nicht ohnehin unterschiedlich groß, so dass ein Gerät ohnehin ausgleichen sollte? Denkt man aber darüber ernsthaft nach, wird die Zuordnung plausibel.

Nagelknipser für Mann und Frau – nicht das Gleiche?

Die Anatomie der Geschlechter, zumindest in ihren Grundsätzen, gibt Antworten. So wie Frauen mit der für sie typischen Körperstruktur bei einem großen Nagelknipser nur der Ecke eines großen Knipsers dem betreffenden Nagel eine Kampfansage erteilen können, ärgert sich der Mann mit seinem typischen Körperbau regelmäßig und immer aufs Neue mit zu kleinen Nagelknipsern herum. Schon die kurze Schneidfläche kann in eine Sisyphusarbeit ausarten.

Die Sinnfrage stellt man sich oft aber nur mit entsprechendem Denkanstoß: Ja, geschlechtsspezifische Nagelknipser machen Sinn. Schon die Rundung des Gebrauchsgegenstandes, welche nicht mehr mit dem Nagel und dem angrenzenden Körperteil in Übereinstimmung gebracht werden kann, sorgt für problematische Handhabe bis zur Unbrauchbarkeit. Die Folgen liegen nicht nur in Ärgernis und abgenötigten Verrenkungen während der Anwendung, sondern können zu einem ungepflegten Eindruck und sogar bis zu eingewachsenen Nägeln reichen. Letzteres kann ziemlich schmerzhaft werden.

Bei Nagelknipsern für Herren oder Damen ist nur ein gewisser Vorbehalt anzubringen: In der Anatomie gibt es keine hundert Prozent. Ein stark gebauter Mann und eine zierliche Frau können mit nur einem Nagelzwicker im Haushalt durchaus Probleme haben. Aber dort, wo die Staturen im Mittelmaß angesiedelt sind, kann ein Unisex-Knipser ausreichen.

Ob nun die erste Gruppe zur überwiegenden Mehrheit oder zu einer Minderheit gehört, vermag wohl niemand zu beantworten. Wer aber merkt, dass die Nagelkürzung schwierig oder sogar schmerzhaft ist, sollte es einfach mit einer anderen Größe versuchen. Viele greifen bewusst auf größere Knipser zurück und andere hantieren mit den kleinen Modellen lieber.

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Der einfachere Halt bei größeren Knipsern ist freilich für alle besser, nur eben nicht das Maß der Dinge beim Gebrauch. Man sollte beide Varianten ausprobieren und hat es folglich leichter. Die Preise erlauben jedenfalls eine gewisse Experimentierfreudigkeit.

Die genauen Maße eines Nagelknipsers sind üblicherweise in der Produktbeschreibung enthalten. Vielleicht sollte man sich die Mühe machen, sein eigenes Nagelbett abzumessen und der Entscheidung zugrunde zu legen. Entscheidet man sich gleich für einen Nagelknipser für Herren, kann man sich das ersparen – es sei denn, man ist an Händen und Füßen eher zart gebaut.

Tipps zur Auswahl beim Nagelknipser

Die Frage nach der jeweiligen Qualität und Brauchbarkeit ist „unisex“ zu beantworten. Ein scharfer Schnitt ist immer wichtig. Daher sind Nagelscheren eher die schlechtere Wahl zum Knipser, weil sie vergleichsweise schwach und ungenau sind. Denn abstehende Teile eines Fuß- oder Fingernagels, welche nur „angezwickt“ aber nicht gänzlich entfernt wurden, können tief einreißen und Wunden verursachen.

Integrierte Nagelfeilen aus anno dazumal sind schlicht lächerlich – eine kleine Fläche mit Rillen vermag nichts zu bewirken. Jedoch gibt es mittlerweile Modelle mit richtigen Flächen zum Feilen, die gerade bei Männern ausreichen und den zusätzlichen Einsatz von Nagelfeilen ersparen. Mit nur einem Gerät kann man effizienter arbeiten und aufbewahren. Um ein Einreißen zu vorhindern, sollte an den Händen im Anschluss kurz gefeilt werden.

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Wichtig ist auch das Material, wenngleich die Optik so gut wie immer gleich ist. Rostfrei muss es sein – klar, dass Edelstahl den Anforderungen entspricht. Ehe heute noch ein Knipser rostet, fällt er auseinander. Wer wirklich noch ein Relikt aus vergangenen Epochen zuhause hat, das Rost ansetzt, sollte es rasch austauschen. Das kann gefährlich werden. Das neue Utensil soll ohne Qualitätsverlust desinfizierbar sein – ein Vorgang, der Kontakt mit Blut immer folgen sollte. Dabei genügt eine kleine Flamme aus einem Feuerzeug.

Von der Machart her soll die Hebelwirkung den nötigen Kraftaufwand verringern. Findet man in der Produktbeschreibung den Hinweis, dass auch harte Nägel behandelt werden können, ist dies ein guter Hinweis auf hohe Funktionalität – Knipser für Profis sind übrigens preislich am selben Niveau angesiedelt und müssen den härtesten Nägeln angepasst sein. Darüber geben die Beschreibungen üblicherweise Aufschluss.

Die Form soll ergonomisch ausgestaltet sein und ist an der leichten Biegung erkennbar. Doch auch eine Gerade soll vorhanden sein, weil mit ihr das Einwachsen von Nägeln am besten bekämpfbar ist. Es gäbe wahlweise auch eine Art Zange, die mit seitlichen Schrägen auch gewisse Eignung aufweist aber preislich weit höher liegt. Durch die Größe kann man aber mit weniger Gefühl arbeiten und es ist gewiss gewöhnungsbedürftig. So viel zu den Basics.

Doch was erregt die Gemüter nach erfolgtem Kauf? Online-Rezensionen von Kunden lassen sich so gut wie immer verwerten. Mit einer kleinen Einschränkung: Ich persönlich betrachte es als unglaubwürdig, wenn ein Nagelknipser kurz nach dem Einstellen auf einem Online-Portal fast hundert Mal bewertet wurde und das überwiegend in Form von Lobliedern.

Wer macht sich in der Praxis diese Mühe bei einer Kaufsumme am Niveau von typischem Trinkgeld? Vorsicht ist auch geboten, wenn Kritiken vorliegen, demnach sich die Knipser nicht ganz schließen lassen – er wird unbrauchbar. Man sollte bei den Kundenstimmen auf solche Dinge achten.

Die Preisunterschiede bei Nagelknipsern

An sich fände ich es komplett egal, ob ein Gebrauchsgegenstand, den man üblicherweise jahrelang regelmäßig benützen kann, am unteren oder am oberen Ende einer einstelligen Preisskala liegt. Insofern rechnet sich gewiss auch ein „teurer“ Nagelzwicker. Bekannte Namen renommierter Erzeuger haben üblicherweise Tricksen nicht nötig und einen Ruf zu verlieren.

Interessant ist es immer, gleiche Modelle zu vergleichen – vorausgesetzt, jemand möchte sich wegen ein paar Euro oder Cents mehr oder weniger diese Mühe machen. Mein Tipp lautet aufgrund der Versandkosten kleine Utensilien zu kombinieren oder mit anderen Käufen zu verbinden – selbst dann, wenn die Anschaffung noch aktuell noch nicht so dringend erscheint.

Aktuelle Highlights – notwendig oder nicht?

Heute gibt es Modelle mit LED-Licht, Lupen oder beidem. Das klingt natürlich nach Luxus, ist aber eine auch hilfreiche Innovation, die im Alltag Mehrwert liefert. Auch 3D-Klingen sind bereits erhältlich sowie ergänzende Cremes. Letztere machen Sinn, weil die Haut und Nägel nach einer Vorbehandlung weicher werden – ein Effekt, der aber auch nach dem Bad oder Dusche eintritt.

Aufgrund dieser hochprofessionellen Gebrauchsgegenstände wird immer mehr auf ein Pediküre-Set verzichtet. Nach Aspekten zur Brauchbarkeit gehören diese immer mehr der Vergangenheit an und wurden obsolet. Anstatt dessen sollte man wirklich lieber die Knipser vergleichen und eine individuell entsprechende Wahl treffen.

About Sebastian

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