Der etwas bessere Strickpullover im Jahr 2017 ist Ausdruck purer Schlichtheit. Beinahe zeitlos, jedenfalls schick und einsetzbar auch im tendenziell formelleren Kreis. Zumindest dann, wenn ein Touch von Freizeit vom Anlass mit erfasst ist – wie anlässlich eine Einladung ins traute Heim von Kunden, Kollegen oder dem Boss. Ein weißer Kragen drunter und auch das passt.

Ansonsten entspricht dieser Pullover jenen Vorstellungen, die man mit Alltagstauglichkeit assoziiert: Bequem, fast klassisch, im Büro immer okay. Sympathie und Wärme gehen mit traditionellen Strickpullis einher. Nur so nebenbei: Er ist frei von jeglichem Statement, stilistisch  betrachtet einfach neutral und nicht zuletzt der wohl ideale Begleiter für ein Pokerface. Für mich ein weiterer, wichtiger Nebenaspekt: Die Details müssen sich an den aktuellen Fashionvorgaben orientieren.

Ansonsten könnte man genauso ein gut erhaltenes Stück vom 20. Jahrhundert tragen. An sich auch okay – sollte aber bewusst erfolgen. Ich entscheide mich aber bewusst dagegen und werfe lieber einen Blick auf den Trend. Dazu die „hard facts“: Hüftlänge, Rundhals-Ausschnitt, schmale Bündchen an Hals, Armen und Ende, nicht weit – nicht eng. Passt soweit.

Der Qualitäts-Check darf auch nicht zu kurz kommen: Klar kann man an dieser Stelle nur sagen, was am Foto ersichtlich und der Produktbeschreibung zu entnehmen ist. Fürs Auge macht er einen sauberen Eindruck. Ein Vergleich zum Preis ergibt hier ein attraktives Verhältnis: saubere Nähte, angenehm tragbares Material, nettes Wollmuster – wie auch immer dessen Name lautet. In-sich-Musterungen sind stets eine Aufwertung, die den vielfältigen Möglichkeiten beim Kombinieren keinen Abbruch erteilen.

Außerdem: melierte Farbgebung ist wieder in. Zu den angebotenen Farben: schwarz, grau und dunkelblau. Alles völlig offen für sämtliche Hosenfarben. Es gibt nichts, das man dazu nicht tragen könnte. Ich halte es wie das Model am Foto: Jeans in ähnlichen Tönen, manchmal mit weißem Kragen drunter, gerne auch mal mit einer etwas formelleren Stoffhose.

Halb Baumwolle, halb Polyacryl. Dies bedingt ein Einlaufen von bis zu 5%. Also Vorsicht bei der Größenauswahl – lieber etwas größer. Dafür kann man die erlaubten 40° Celsius beim Waschen auch voll ausschöpfen. Die Zeiten der Handwäsche im Waschbecken bei guten Strickpullis sind vorüber. Trotzdem: er ist nicht Trockner geeignet.

Die Größenauswahl  – diese 5 % Einlaufwahrscheinlichkeit bitte mitrechnen – wählt man zwischen S und XXL. Auch da gibt Only & Sons alles her, was man erwarten kann. Wobei bei dieser Art von Pullover beide Abweichungen kein großes Risiko wären: etwas enger wäre nicht minder schick als etwas weiter. Richtig falsch machen kann man so gesehen nichts. Außer man lässt diese Pulloverart beim Shoppen der Herbst- und Wintergarderobe heutzutage völlig außer acht. Sollte man nicht tun, denn er wird eines jener Stücke sein, auf die man aufgrund der hohen Einsatzfähigkeit öfter zurückgreift als im Durchschnitt. Insofern erhöht sich auch das Preis-Leistungsverhältnis individuell betrachtet.

Gepostet von Sebastian

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Ein Kommentar

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