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Auf nach London – ein Kurztrip mit #OpelOnStar

Heute möchte ich dich Mal wieder mit auf eine kleine Reise nehmen, einen Kurztrip nach London, welchen ich auf Einladung von Opel diesen Dienstag unternommen habe. Und der Begriff Kurztrip wird seiner Bedeutung auf jeden Fall gerecht, denn der Trip dauerte nicht einmal einen ganzen Tag.

Sprich morgens gegen sechs Uhr los und nachts, um Punkt zwölf Uhr, wieder daheim angekommen. Anlass für die Einladung war nicht etwa die Vorstellung eines neuen Modells, vielmehr wollte Opel mir und anderen Bloggern, Journalisten,… die Möglichkeit geben den, zumindest für Europa neuen, OnStar Service aus erster Hand zu testen.

Doch eins nach dem anderen, nachfolgend gehe ich auf verschiedene Stationen meines Trips nach London ein und berichte von meinen Erfahrungen und Eindrücken. Im Rahmen des Beitrags berichte ich natürlich auch von meinem persönlichen Erfahrungen mit dem Opel OnStar-Service und ob man diesen im Alltag unbedingt benötigt oder ob es nur ein nettes Feature ist. Im Beitrag selbst gibt’s einige Fotos, welche teilweise von mir, teilweise von der Fotografin stammten, welche uns an diesem Tag begleitet hat.

Die Reise beginnt: Heidelberg – London

Wie bereits zu Beginn des Beitrags geschrieben hieß es am Dienstag den 25.08. ein wenig früher aufzustehen als sonst üblich. So machte ich mich schon gegen kurz nach halb sechs auf Richtung Bad und Kleiderschrank, um pünktlich um sechs Uhr fertig zu sein, wenn mein Shuttle nach Frankfurt vor der Haustür steht. Mit diesem ging es dann auch relativ flott Richtung Flughafen, was sicherlich daran lag, dass der Alltagsverkehr noch nicht eingesetzt hat.

Flughäfen sind ja immer so eine Sache, mal geht es flott mit dem Einchecken, mal nicht. An diesem Tag schien ich ein wenig Pech zu haben. Denn was wir bei der Fahrtzeit nach Frankfurt gespart hatten, durfte ich dann in der Warteschlange durch die Scanner und Kontrollen nachholen – zumindest kam mir das so vor. Aber auch das habe ich erfolgreich hinter mich gebracht und dann hieß es am Terminal ein wenig warten, bevor der Flieger nach London abheben sollte.

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Und wie verkürzt man sich die Wartezeit am besten? Richtig, mit einer Tasse Kaffee und etwas zu lesen und wer mir an diesem Dienstag per Instagram gefolgt ist, der hat auch mitbekommen, was es denn da zu lesen gab. Übrigens in meinen Augen gar nicht schlecht, dass im Flughafen Zeitschriften und Magazine ausliegen, um sich die Wartezeiten zu verkürzen.

Der Flug nach London war schnell vorbei, etwas länger als eine Stunde dauerte dieser, mehr Zeit verbrachten wir dann nur auf dem Rollfeld und über London. Da es zunächst keine Landeerlaubnis gab und dann noch kein Parkplatz für unser Flugzeug vorhanden war. Kommt vor.

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Angekommen… und weiter geht’s

Angekommen mit ein wenig Verspätung wurde ich und drei andere Mitreisende aus Frankfurt vom Opel OnStar-Team am Check-Out des Gates in Empfang genommen. War übrigens für uns vier verwunderlich, dass wir zwar alle im selben Flugzeug saßen, aber nichts davon wussten, dass wir das gleiche Ziel haben. Zumindest sollte es von nun an gemeinsam weitergehen. Ein Shuttle brachte uns direkt vom Flughafen ins London Heathrow Marriott Hotel, in welchem uns die Mitarbeiter von Opel offizielle in Empfang nahmen.

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Vor Ort im Heathrow Marriott Hotel hieß es erst einmal Einchecken und bestätigen, dass man es ohne Probleme nach London geschafft hat. Die nächsten Schritte führten dann direkt in die Kaffee-Ecke, um die müden Geister ein wenig zum Leben zu bringen. Und was hilft da besser als eine Tasse Kaffee oder ein Cappuccino? Frisch gestärkt mit einem süßen Teilchen begann dann nun langsam auch der offizielle Teil des Programms.

Erste Berührung mit Opel OnStar

Das erste offizielle Kennenlernen mit Opel OnStar stand an. In gut 30 Minuten wollte man uns das Wichtigste über das bald in Europa startende System vermitteln. Und ich muss sagen es ist gelungen. Klar habe ich mich vorab ein wenig schlau gemacht und eingelesen, aber es ist dann doch nochmal etwas anderes Informationen über ein solches System aus erster Hand zu erhalten. Damit man auch nichts vergisst, gab es einen Notizblock mit passendem Stift sowie einem Batterypack für Smartphone und Tablet für jeden Teilnehmer – welchen ich an diesem Tag tatsächlich noch das ein oder andere Mal nutzen musste.

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Opel konnte bereits einiges an Erfahrung sammeln, beziehungsweise von der Erfahrung von GM profitieren, bevor sie das System nun offiziell in 13 Ländern Europas einführen. Denn bereits im Jahr 1996 präsentierte der GM North America Operations President Rick Wagoner OnStar auf der Chicago Auto Show. Seit Herbst 1996 kamen dann auch die ersten Modelle des Cadillac DeVille, Cadillac Seville und Cadillac Eldorado auf den Markt.

Doch genug zur Geschichte und hin zur Frage: Was ist Opel OnStar eigentlich? Die Antwort darauf kann man kurz fassen, OnStar ist der Weg zum Connected Car und bringt für die Nutzer des Systems sowohl Sicherheits- als auch Lifestyle-Elemente in ihr Fahrzeug mit ein.

Nun ein wenig ausführlicher, den auch Begriffe wie Connected Car müssen nicht unbedingt selbsterklärend sein. Anzumerken ist hierbei, dass der Begriff Connected Car nicht fest definiert ist. Vielmehr handelt es sich um einen Sammelbegriff welcher die Vernetzung des Fahrzeuges und seiner Systeme untereinander sowie mit externen Systemen beziehungsweise Fahrzeugen sowie Infrastruktur umfasst. Weiterhin fällt auch die Anbindung von Multimediasystemen, Mobiltelefonen und die Anbindung ans Internet unter diese Definition.

Opel OnStar im Detail

Gehen wir nun ein wenig näher darauf ein, was Opel OnStar für den späteren Nutzer mit sich bringt und wie genau die bisherigen Erfahrungen mit dem System aussehen. Wie bereits geschrieben konnte Opel durch die Erfahrungen von GM profitieren, welche das System seit 1996 im Einsatz haben. Wobei hier natürlich anzumerken ist, dass sich dieses im Laufe der Jahre stetig entwickelt hat.

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Der persönliche Online- und Service-Assistent ist rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr im Einsatz. So erhalten die OnStar-Berater mittlerweile über fünf Millionen Anrufe im Monat, beziehungsweise ein Anruf alle zwei Sekunden weltweit. Ein großes Plus habe ich beim OnStar-Service auf den ersten Blick erkannt, es sitzen Menschen am anderen Ende der Leitung und keine Computer, welche erst einmal Nummern drücken lassen, um dann schlussendlich doch zu einem Berater durchzustellen.

Der Service ist im ersten Jahr Free of Charge, sprich man kann den kompletten OnStar-Service inklusive Wifi (LTE – ohne Datenbegrenzung) nutzen. Im Folgejahr hat man dann selbst die Möglichkeit zu entscheiden, ob man den Service weiter nutzen möchte, oder ob nicht. Kostenpunkt für ein Jahr 99,00€, wobei hier dann noch die Kosten für die Wifi-Nutzung hinzukommen. Hier ist man sich über die Kosten noch nicht ganz im Klaren, man vermutet allerdings, dass sich diese im Rahmen von vergleichbaren Mobiltarifen befinden.

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Neben den laufenden Kosten muss man natürlich auch die Anschaffungskosten berücksichtigen, so bietet Opel zwar Premium Leistung für alle Opel Modelle an und bindet diese nicht bestimmte Fahrzeugsegment, aber bei den Anschaffungskosten werden dann doch Unterschiede gemacht.

So kann man, wenn man OnStar nutzen möchte, mit 400- 500€ an zusätzlichen Kosten für die notwendige Hardware rechnen, wenn man ein Fahrzeug mit normaler Ausstattung bestellt. Bei Fahrzeugen, welche im Bereich der mittleren bis hohen Ausstattung angesiedelt sind, ist OnStar bereits beinhaltet. Ein Nachrüsten für ältere Fahrzeuge, welche bereits auf dem Markt sind, ist aktuell nicht möglich.

Opel OnStar im Praxistest – was kann es?

Doch was bekommt man nun wirklich geboten, wenn man sich für Opel OnStar-Service entscheidet? Diese Frage möchte ich nachfolgend beantworten, damit allerdings nicht nur ein Textblock nach dem anderen auftaucht, werde ich die Informationen mit Fotos unserer Testfahrt auflockern. Diese ist direkt im Anschluss an die Pressekonferenz gestartet, in zweier Teams gab es zunächst eine kurze Schulung in den bereit gestellten Opel Insignia, bevor wir uns Richtung Luton Hoo Hotel aufmachten, wo wir auf OnStar-Berater treffen sollten, welche uns bei einem gemeinsamen Mittagessen Einblicke in ihren Arbeitsalltag geben sollten.

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Auf dem Parkplatz standen sie nun, zig Opel Insignia, ausgestattet mit OnStar, aber welcher war nun unserer? Kein Problem, schließlich gibt es Schlüssel mit Funkfernbedienung, draufgedrückt und schon hat man sein Auto gefunden. Klar, so geht das auch, alte Schule eben. Im Zeitalter von Smartphones und digitaler Vernetzung, in fast jeder Lebenslage, gibt es aber auch interessantere Alternativen: die Opel OnStar Smartphone App – erhältlich für Android und iOS.

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Opel OnStar – Die Smartphone App im Detail

Durch die App bekommt man die Möglichkeit ganz bequem das eigene Fahrzeug zu orten, sollte man einmal vergessen haben, wo es geparkt ist. Alternativ kann man mit einem einfachen Knopfdruck das Licht und die Hupe betätigen, um den eigenen Wagen problemlos zu finden. Hier sollte man dann allerdings doch aufpassen, wenn man mit zig anderen Journalisten, Blogger und Co. unterwegs ist, dass nicht alle auf einmal diesen Knopf drücken – den das gibt definitiv ein schönes Hupkonzert.

Hat man sein Auto dann gefunden, lässt es sich sogleich über die App öffnen oder schließen. Eine Funktion welche auf den ersten Blick eventuell übertrieben wirkt. Aber überleg dir mal, dass du mit dem Auto an den Flughafen fährst, dieses dort abstellst, und dann schon voll und ganz in Urlaubslaune bist. Am Strand stellst du dann fest, dass du dir nicht mehr sicher bis, ob du dein Auto nun abgeschlossen hast, oder nicht. Mist, was machen, eben kurz mal zurückfliegen geht eben doch nicht. Kein Problem, einfach die Opel OnStar Smartphone App öffnen und das Auto mit Knopfdruck verschließen und das von überall. Für solche Zwecke ist es schon genial.

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Aber auch wichtige Fahrzeug-Informationen wie Reifendruck, Öl- oder Kraftstoffstand lassen sich im Handumdrehen anzeigen – an jedem Ort, zu jeder Zeit und übersichtlich dargestellt. Zudem kann man schon per App sein Zieladresse fürs Navi suchen und diese direkt auf das Navigationssystem senden. Dann heißt es nur noch einsteigen und losfahren.

Opel OnStar – im Fahrzeug

Durch die in den Opel Modellen verbauten drei Tasten hat man direkten Zugriff auf die unterschiedlichen Funktionen des OnStar-Service. So findet sich in der Dachkonsole oder am Innenspiegel – je nach Fahrzeugmodell – die Privat-Taste, die Opel OnStar-Taste sowie die SOS-Taste wieder. Mit diesen lassen sich die unterschiedlichen Funktionen des OnStar-Service aufrufen beziehungsweise bedienen.

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Mit der Private-Taste von OnStar hat man drei Möglichkeiten: ein einfacher Druck öffnet die WLAN-Einstellungen, um beispielsweise ein Smartphone damit zu verbinden – dazu gleich mehr; weiterhin lassen sich eingehende Anrufe der Opel OnStar-Berater annehmen. Hält man die Taste länger gedrückt aktiviert/deaktiviert man damit die Standortmaskierung. Bei aktivierter Funktion wird die Fahrzeugortung lediglich bei einem Notfall an Opel OnStar übertragen. Die Standort-Maskierungseinstellung wird solange beibehalten, bis man diese selbst wieder ändert.

Die Opel OnStar-Taste ist der direkt Draht ins OnStar-Center. Hat man diese gedrückt baut sich eine Verbindung zu einem OnStar-Berater auf, welcher dann beispielsweise eine Ferndiagnose durchführen, Unterstützung anfordern oder beim Finden der richtigen Adresse behilflich sein kann.

Nummer drei im Bunde ist die SOS-Taste von OnStar, welche man im besten Fall gar nicht drücken muss. Sollte man doch mal in die Lage kommen, diese bei einem Unfall oder medizinischen Notfall drücken zu müssen, dann wird sofort eine Prioritäts-Notfallverbindung hergestellt, die mit einem Opel OnStar-Berater verbindet, welcher bestmöglich unterstützt und Rettungsmaßnahmen (Kontakt Krankenwagen/Polizei) einleiten kann.

Opel OnStar – Automatische Unfallhilfe kann Leben retten

Von der SOS-Taste kommen wir zu dem meiner Meinung nach wichtigsten Serviceelement des OnStar-Service, der automatischen Unfallhilfe. So wird die automatische Unfallhilfe im selben Moment aktiv, in dem bei einem Unfall der Airbag oder der Gurtstraffer ausgelöst wird. In solch einem Fall werden alle relevanten Fahrzeugdaten ans OnStar Center übermittelt: Position, Fahrtrichtung, Wagenfarbe und sogar die Schwere des Unfalls.

Gleichzeitig wird eine direkte Sprechverbindung aufgebaut, und ein speziell geschulter OnStar Berater wendet sich über Ihre Freisprecheinrichtung an die Fahrzeuginsassen. Weiterhin analysiert der OnStar-Berater die Situation und gibt den durch GPS ermittelten Standort bei Bedarf sofort an die zuständige Rettungsstelle weiter.

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Auf Basis dieser Informationen kann ein Notfall-Team umgehend aufbrechen und gezielt alle notwendigen Hilfsmaßnahmen einleiten. Hierbei steht Opel OnStar im direkten Kontakt mit den zuständigen Leitstellen und muss nicht über „normale“ Leitungen Kontakt aufnehmen. Aktuell verarbeitet OnStar 5.000 solcher Crash Responses im Monat. Zudem spart man sich auch bei einem „einfachen“ Unfall eine zusätzliche ADAC-Mitgliedschaft, da der OnStar-Service mit vergleichbarer Leistung aufwartet.

Opel OnStar – WLAN-Hotspot

Bestimmt nicht so wichtig wie die automatische Unfallhilfe, aber dennoch gleich an zweiter Stelle meiner persönlichen OnStar-Services Rangliste ist der WLAN-Hotspot. So sorgt die besonders leistungsstarke Opel OnStar-Dachantenne für eine bestmögliche Internet-Verbindung und schafft einen WLAN-Hotspot für bis zu sieben Endgeräte. Für Familien mit Kindern, welche während der Fahrt beschäftigt werden wollen sicherlich ideal.

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Aber auch als Blogger beziehungsweise Journalist ist man dankbar, wenn man nicht das eigene Datenvolumen nutzen muss. Gerade weil man in Sachen Geschwindigkeit noch um einiges schneller unterwegs ist, als mit dem Mobilfunknetz des Smartphones. Dies liegt natürlich auch daran, dass die Größenverhältnisse von Smartphone Antenne zu OnStar-Dachantenne deutliche Unterschiede aufzeigen. Für mich absolut praktisch, vor allem wenn man im Ausland unterwegs ist und seinen deutschen Mobilfunktarif nicht nutzen möchte (hohe Kosten) – eine gute Alternative!

Opel OnStar – Automatische Zieleingabe

Ebenfalls weltweit zugänglich ist die Automatische Zieleingabe durch einen OnStar-Berater direkt ins Navigationssystem. Egal ob man die Route ändern möchte, auf der Suche nach einem bestimmten Restaurant ist oder einfach die nächste Tankstelle angezeigt haben möchte – OnStar-Taste drücken, dem Berater mitteilen, was man sucht und schon lädt dieser das gewünschte Ziel aufs Navigationssystem. Das Ziel muss mit einem Klick bestätigt werden und los geht die Reise. Übrigens der Service, welcher im Alltag am meisten durch OnStar-Nutzer benutzt wird.

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Dieser Service mag sich im ersten Moment ein wenig überflüssig anhören, denn so schwer kann es doch gar nicht sein, eine Adresse von Hand einzutippen. Ist es sicherlich auch nicht, aber es ist um einiges komfortabler. Zudem kann man hier ruhig Mal an die ältere Generation denken: Auto fahren kein Problem, Navigationssystem bedienen schon eher. Hier ist die automatische Zieleingabe wahrlich ein Segen und auch ohne Kenntnisse des Navigationssystems kommt man dadurch sicher ans Ziel.

Auch die Suche nach Restaurants, Hotels und Co. in der Nähe wird um einiges erleichtert. Da der OnStar-Berater in der Zentrale einfacherer an diese Informationen kommt, als wenn man selbst per Smartphone sucht. Definitiv ein Feature, welches sich im Alltag auch bei uns in Europa durchsetzen wird.

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Opel OnStar – Dank Fahrzeug-Ferndiagnose auf der sicheren Seite

Man kenn es, die Hinweis-Lampe im Cockpit leuchtet und ohne Blick in das gefühlte 1.000 seitige Handbuch weiß man nicht was zu tun ist. Dank OnStar kann man einfach Kontakt zu einem Berater aufnehmen und dieser stellt per Fern-Diagnose umgehend fest, wie gravierend die Problematik ist, und ob man sofort zur Werkstatt fahren sollten. Sollte dies der Fall sein, bekommt man zudem direkt die Zieladresse des nächsten Opel Service Partners aufs Navigationssystem geschickt. Praktisch, oder?

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Weiterhin man die Möglichkeit auf Wunsch eine monatliche E-Mail von OnStar zu erhalten. Diese enthält die aktuellen Betriebsdaten des eigenen Fahrzeugs, vom Ölstand bis zum Reifendruck, und informiert über die Funktionsfähigkeit wichtiger Fahrzeugsysteme. Wäre mir persönlich ein wenig zu viel des Guten. Aber das Schöne daran ist ja, wer es nutzen möchte macht dies, wer nicht bestellt die monatliche Auswertung erst gar nicht.

Opel OnStar – Diebstahl-Notfallservice macht Verbrechern den Alltag schwer

Wie die SOS-Taste kann man auch beim Diebstahl-Notfallservice von Opel OnStar nur hoffen, dass man diesen niemals nutzen muss. Sollte es doch der Fall sein, hat man dank diesem zumindest die Möglichkeit sein Auto nach einem Diebstahl orten zu lassen hat. Hierzu gibt man zunächst seine Diebstahlmeldung bei der örtlichen Polizei-Station ab, dann kann der OnStar Service Mitarbeiter auf Basis der dort vergebenen Diebstahlsnummer die Suche nach dem Fahrzeug einleiten

Eine in das System integrierte Positions-Technologie lokalisiert den eigenen Opel und verfolgt ihn auf seinem weiteren Weg. Wird die Zündung ausgeschaltet, kann OnStar diese dauerhaft deaktivieren – eine Weiterfahrt ist damit unmöglich. Die Polizei ist so in der Lage, das Auto erfolgreich sicherzustellen. Nicht schlecht, oder?

Opel OnStar-Services – ein Zwischenfazit

Bevor es nun zum nächsten Punkt unserer Reise weitergeht gibt es ein kleines Zwischenfazit vom meiner Seite zu diesem, für Europa, neuen Service von Opel. Würde ich selbst Opel fahren, wäre OnStar definitiv mit an Bord. Gründe hierfür sind, genau in dieser Reihenfolge, die automatische Unfallhilfe, die Zieleingabe/Hilfe bei der Navigation, WLAN-Hotspot sowie Fahrzeugdiagnose und Diebstahl-Notfallservice.

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Die 99,00 € Jahresgebühr finde ich ganz in Ordnung, vor allem wenn ich mir vorstelle, dass ich mir eine ADAC-Mitgliedschaft sparen kann. Einziges Manko ist für mich der noch nicht feststehende WLAN-Tarif, denke hier muss Opel sich preislich schon unter gängigen Mobilfunktarifen positionieren. Da man sich ansonsten auch einen mobilen Router zulegen kann, welchen man dann eben nicht nur im Auto, sondern auch am Strand, in der Berghütte oder sonst wo nutzen kann. Sicherlich eine schmale Gratwanderung, welche hier Opel noch bevorsteht.

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Ansonsten überzeugt mich der OnStar-Service durchaus und wird sicherlich in Europa Gefallen finden und treibt den Connected Car Gedanken weiter voran. Interessant war es auch einen Einblick in die internen Studien von Opel zu erhalten. So haben diese beispielsweise festgestellt, dass gerade in Italien die Smartphone-App mehr Aufmerksamkeit genießt, als beispielsweise die Sicherheitsservices. In Deutschland dreht sich dies um 180°, bei uns steht eher der Sicherheitsfaktor im Vordergrund.

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Ein Blick hinter die Kulissen – Gespräch mit OnStar-Beratern

Wie du auf den Fotos schon gesehen hast, haben wir die Testfahrt Richtung Luton Hoo Hotel erfolgreich hinter uns gebracht. Neben dem Kennenlernen der OnStar-Services durfte man sich natürlich noch mit dem Linksverkehr in England rumschlagen. Hier waren gerade die ersten Minuten ein Abenteuer für sich, aber mit ein wenig Geduld, einer netten Beifahrerin und etwas Aufmerksamkeit klappt auch das.

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Dennoch war ich froh, als es nach gut 50 Minuten Fahrt eine Lunch-Pause im Luton Hoo Hotel gab. Doch nicht nur das Mittagessen stand im Mittelpunkt, vielmehr hatten wir währenddessen die Möglichkeit uns direkt mit OnStar-Beratern auszutauschen.

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Hierbei wurden wir in vier verschiedene Gruppen aufgeteilt, welche sich auf verschiedene Tischen gemischt mit OnStar-Berater, Opel Mitarbeiter, Blogger und Journalisten verteilten. So konnte man sich in zwangloser Atmosphäre sowohl direkt mit den OnStar-Beratern austauschen aber auch mehr Hintergrundinformationen zum neuen Opel-Service in Erfahrung bringen. Interessant fande ich die Tatsache, dass Opel sämtliche Mitarbeiter des OnStar-Team Europa in Luton angesiedelt hat. Sprich egal von wo aus Europa du den OnStar-Service nutzt, du landest immer in Luton in der OnStar-Zentrale.

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Die Mitarbeiter in der OnStar-Zentrale sprechen mindestens zwei Sprachen, teilweise mehr. Einer unserer Berater spricht aktuell fünf Sprache und möchte eine neue, sechste Sprache dazulernen. Gerade wenn man Sprachbegabt ist und diese Fähigkeit auch im Alltag einsetzen möchte, ist ein solcher Job sicherlich nicht der schlechteste. Schließlich bekommt man jeden Tag die Möglichkeit seine Sprachkenntnisse zu nutzen und durch interne Trainings/Fortbildungen zu vertiefen. Sicherlich mit ein Grund, dass die Stellen in Luton so gefragt sind.

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Fortbildung und Training sind auch das richtige Stichwort, so haben wir während unserer Gespräche erfahren, dass diese regelmäßig stattfinden. Vor allem jetzt, kurz vor dem offiziellen Start in Europa wird dies nochmals intensiviert. Zwar sind die OnStar-Systeme seit Anfang August am Start, werden im Moment noch zumeist durch Autohäuser, Journalisten und Opel Mitarbeiter getestet. Dieser Softlaunch bietet den OnStar-Beratern aber zumindest die Möglichkeit fernab von Trainingssituationen das System kennenzulernen.

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Auch auf die Frage was den bisher die interessanteste Anfrage war, welche ein Opelfahrer hatte, gab es ausgefallene Antworten. Eine ist mir ganz deutlich in Erinnerung geblieben, so wurde der Berater von der Fahrerin des Wagens gebeten für deren Tochter ein kleines Ständchen zu singen, schließlich hatte diese Geburtstag. Was macht man nun? Singen! Zumindest hat dies der Berater gemacht und der Tochter muss es gefallen haben. Großartig, oder?

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Nachdem Essen gab es noch Zeit um ein Erinnerungsfoto zu schießen beziehungsweise um für dich und die anderen Leser festzuhalten, dass ich tatsächlich vor Ort war. Das erste Foto zeigt euch vier Berater aus dem Opel OnStar-Team. Auf dem Zweiten bin ich mit unserem Berater sowie Dagmar zusehen, welche mich erfolgreich durch den Linksverkehr in England manövriert hat.

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Die Reise geht weiter… OnStar-Center Luton

Für mich und zwei andere Teilnehmer der Inforeise ging es mit geändertem Programm weiter, während die anderen sich noch auf eine weitere Testfahrt begeben haben, machten wir uns direkt auf ins Herzstück des Services, in die Zentrale in Luton. Grund hierfür war, dass wir bereits am selben Abend wieder abreisen mussten, während die anderen Journalisten und Blogger die Nacht noch in London verbrachten. Die Fotos stammen nun von der zweiten Gruppe, da diese von der Fotografin begleitet wurden.

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Mit der automatischen Zieleingabe war es kein Problem die Zentrale in Luton zu finden, Ziel aufs Navigationssystem laden lassen und los ging’s. Die Fahrt war um einiges kürzer, als unsere erste Testfahrt und so waren wir nach gerade einmal zehn Minuten bei Vauxhall, Luton angekommen, wo die OnStar-Zentrale untergebracht ist.

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Schon im dortigen Eingangsbereich wird man mehr oder weniger dezent auf den Service aufmerksam gemacht. Schnell noch am Empfang eingecheckt, Sicherheitsausweise angeheftet und los konnte sie gehen, die Führung durch die heiligen Hallen. Definitiv einen Einblick, welchen man so nicht jeden Tag zu sehen bekommt, der aber definitiv interessant war, da man noch weitere Menschen hinter dem Service kennenlernen durfte.

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OnStar-Center ein wenig futuristisch…

Auf den ersten Blick wirkt die Zentrale, naja, nennen wir es Mal futuristisch. Im Mittelpunkt ist eine riesige Anzeigefläche, welche sich aus mehreren Bildschirmen zusammensetzt. Dabei ist auf den vier Mittleren eine Europakarte zu sehen, auf welcher blaue Punkte (OnStar-Kontaktaufnahmen), rote Punkte (SOS-Kontaktaufnahmen) sowie rote Dreiecke (Crash Responses) zu sehen sind. Ergänzt wird die Karte links und rechts durch Nachrichten, Staumeldungen, Wetterauskunft und weiteren Informationen, welche sich einblenden lassen.

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In Front dieser riesigen Informationstafel sitzen nach offiziellem Start drei Analysten, welche ständig Auswertungen, auf Grundlage aktuellster Daten fahren, um beispielsweise auf Besonderheiten im Alltag zu reagieren. So könnte beispielsweise ein Unfall auf der Autobahn dazu führen, dass vermehrt Anrufe aus Deutschland in der Zentrale ankommen. Dies kann frühzeitig erkannt werden und so kann bei Bedarf darauf reagiert werden, indem man deutschsprachige Mitarbeiter früher ins Büro einbestellt beziehungsweise für eine Sonderschicht dabehält.

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Definitiv sehenswert. Mehr muss man dazu nicht sagen. Die eigentlichen OnStar-Berater haben allerdings keine so riesige Informationstafel vor sich, mit der sie arbeiten. Diese sind im Büro nebenan untergebracht und beantworten mit Computer, Headset und guter Laune die Anfragen der Fahrzeughalter.

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Auf dem zweiten Bild siehst du übrigens Danny, welcher einer von vielen Mitarbeitern ist, welche extra wegen ihrem Job bei OnStar nach England gezogen sind. Er stammt ursprünglich aus Deutschland, hatte aber schon immer den Wunsch nach London zu ziehen, durch seinen Job konnte er dies geschickt verbinden. So geht es aber nicht nur ihm, auch andere Mitarbeiter aus Polen, Holland und Italien haben ihren Weg in die Zentrale von Luton gefunden.

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Mittlerweile ist es so, dass sich Opel die Mitarbeiter aus einem riesigen Pool an Bewerbern aussuchen kann, da es einerseits schon alleine von der Arbeit her gesehen, ein äußerst interessantes Projekt ist, auf der anderen Seite hat man die Möglichkeit von Beginn an, beim Europastart eines Services mitzuarbeiten, der so auch nicht alle Jahre ins Leben gerufen wird. Man darf denke ich gespannt sein, wie sich OnStar im europäischen Raum entwickelt und wo wir in fünf Jahren stehen.

Die Reise endet: London – Heidelberg

Irgendwann ist es dann aber doch an der Zeit Abschied zu nehmen und die Heimreise anzutreten. So ging es direkt von der OnStar-Zentrale mit dem Shuttle zurück zum Flughafen. Dort ging das Prozedere vom Morgen gleich wieder los: Zollkontrolle, Sicherheitsschleuse, Ticket-Kontrolle, usw… Zwei Stunden warten und gefühlte weitere zwei Stunden auf der Rollbahn später hob der Flieger Richtung Heimat ab.

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Solltest du Fragen zu OnStar haben würde ich mich freuen, dir diese bestmöglich in den Kommentaren zu beantworten. Ich weiß, der Beitrag ist ziemlich lang geworden, durch die entsprechenden Unterüberschriften hast du allerdings die Möglichkeit, die Bereiche, die dich interessieren direkt anzusteuern. Ein wenig kompakter, aber genauso informativ findest du wichtige Informationen zu Opel OnStar im AWR Magazin

Mit freundlicher Unterstützung von Opel

About Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

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