Berlinale_2015_Outfit_010

Mit diesem Outfit habe ich es auf die Berlinale 2015 geschafft…

Wie ihr sicherlich im Beitrag vom Mittwoch gelesen habt, war ich mit einem guten Freund zum offiziellen Empfang des Medienboards Berlin-Brandenburg im Rahmen der Berlinale 2015, am vergangenen Samstag den 07.02.2015 eingeladen. Dass man dort nicht so einfach in Jeans und T-Shirt auftauchen kann und das selbst Anzugshose und Hemd noch ein wenig underdressed ist, war mir eigentlich im Vorhinein schon klar. Denn das Motto lautete „Black Tie“.

Black Tie Dresscode – Was versteht man(n) darunter?

Wer sich darunter bisher noch nichts vorstellen konnte, sollte nun aufpassen, der Dresscode „Black Tie“ lässt sich wie folgt beschreiben: Das Event beginnt nach 18 Uhr, es wird schick und Männer müssen einen Anzug tragen. Bei einem Event mit diesem Dresscode fährt Mann am einfachsten, wenn er einen traditionellen Smoking mit weißem Hemd und schwarzer Fliege trägt. Richtig gelesen, schwarze Fliege und nicht etwa eine Krawatte. Beim Hemd sollte es dann schon ein klassisches Smokinghemd mit Umlegekragen sein.

Der Dresscode gibt auch schon das Farbspektrum der Kleidung bei diesem Event vor. So beinhaltet Black Tie das Wort Schwarz, dies signalisiert einen strengen Kleidercode. Das einzige Kleidungsstück, bei welchem Mann ein wenig kreativ sein darf, ist das Jackett. Aber auch hier gilt: je klassischer, desto besser. Schwarz ist daher die erste Wahl, aber auch ein dunkles blau, grau und anthrazit sind durchaus erlaubt. Von bunten, kräftigen gar knalligen Farben sollte man lieber die Finger lassen. Außer man möchte auffallen.

Ebenso wie Smoking und Fliege, sollten auch die Socken und Schuhe schwarz sein an diesem Abend. Allerdings kann man zumindest in puncto Socken noch ein wenig Freiraum erlauben, wobei ich eher der Meinung bin man sollte tatsächlich bei schwarz als Farbe der Wahl bleiben, alle anderen können ein wenig mit bunten Socken experimentieren, um einen farblichen Akzent zu setzen.

Auf der Suche nach dem passenden Outfit – der Preis-/ Leistungssieger

Wahrscheinlich geht es den meisten von euch genauso wie mir, die Einladung auf ein Black Tie Event, wie in diesem Fall zum offiziellen Empfang des Medienboards Berlin-Brandenburg, ist eher die Ausnahme als die Regel. Falls nicht, dann dürft ihr gerne in den Kommentaren eure Tipps und Tricks für solche Anlässe hinterlassen. Für alle anderen gilt weiterlesen, denn eventuell kann ich euch bei der Auswahl des richtigen Outfits helfen.

Denn diese Auswahl beziehungsweise Suche nach dem passenden Outfit, stand nach Zusage meinerseits, an. Zunächst spielte ich mit dem Gedanken mir ein vom Preis-/ Leistungsverhältnis vernünftiges Outfit zuzulegen.

Dann hatte ich aber doch die großartige Möglichkeit, einen Anzug von Paisley für dieses Event zur Verfügung gestellt zu bekommen, dazu gleich mehr. Dennoch habe ich für euch mein „Preis-/ Leistungsverhältnis Black Tie Outfit“ nachfolgend eingebunden. Direkt nach dem Outfit findet ihr die Links zu den einzelnen Produkten.

Outfit_Berlinale_2015_Preiswert

Gefunden! – mein Black Tie Outfit von Paisley

Wie bereits im vorherigen Absatz kurz angerissen, hatte ich die Möglichkeit einen Anzug, inklusive dazu passendem Hemd von Hamburger Modelabel Paisley zu tragen. Den Anzug meiner Wahl seht ihr ganz gut auf den eingebundenen Fotos hier im Beitrag. Bevor ich näher auf diesen eingehe, möchte ich ein paar Worte zum Label Paisley und desen Gründer Pedram Nejad verlieren.

Ein paar Worte über Pedram Nejad und sein Label Paisley

Der Name sagt euch vielleicht etwas, denn bevor Pedram Nejad im September 2013 sein Herrenmodelabel „Paisley“ ins Leben rief, war er als Designer und Produktionsleiter beim Hamburger Label „Herr von Eden“ tätig. Im Sommer 2014 war es dann soweit und er brachte seine erste Ready-to-Wear-Linie „Paisley Limited Col­lection“ auf den Markt, diese besteht aus insgesamt 47 Stücken. Wobei man hier von Anzügen über Hemden und Mäntel bis hin zu Hosen­träger und Krawatten so ziemlich alles findet, was einen stylischen Look ausmacht.

Das besondere daran ist, dass alle Stücke nur in begrenzter Stückzahl erhältlich sind. Dies lässt das Männerherz gleich nochmal höher schlagen, da man so die Möglichkeit hat Kleidungsstücke beziehungsweise Accessoires zu besitzen, welche nicht groß in Umlauf sind. Auch für Pedram Nejad hat dies einen besonderen Reiz, da er dadurch quasi gezwungen ist ständig an seinen Stücken zu arbeiten und neue Teile zu erschaffen.

In Sachen Verarbeitung und Material setzt man beim Hamburger Label auf langjährige Erfahrung und traditionelle Handwerkskunst. So beschränkt sich die ausschließlich auf ausgewählte und streng geprüfte Produzenten aus Italien, Portugal und Tschechien. Auch bei der Wahl der Materialien setzt Paisley nur auf Naturprodukte von namenhaften Anbietern, welche in Vergangenheit bereits höchste Qualität bewiesen haben.

Aktuell hat man die Möglichkeit die Stücke von Paisley im Hamburger Hanse-Viertel zu erstehen, wo Pedram Nejad im Oktober 2014 seinen ersten Laden eröffnet hat. Weitere Informationen zu Paisley und seine aktuelle Kollektion findet ihr auf seiner Webseite, ansonsten gibt es Neuigkeiten auf der dazugehörigen Facebookseite.

Das Herzstück meines Outfits – der Anzug

Lange genug habe ich euch nun auf die Folter gespannt, nun folgen also ein paar weitere Eindrücke des Anzuges, inklusive dazugehörigem Hemd.
Berlinale_2015_Outfit_002

Beginnen wir beim Anzug, welchen ihr übrigens im vorhergehenden Foto am besten seht. Für die nächsten Fotoaufnahmen habe ich gelernt, dass wir diese eher Mittags als Abends machen sollten. Hoffe ihr erkennt trotzdem genug.

Beim Anzug handelt es sich um das Model Italo, welches in den Farben Blau/Schwarz mit einem Karomuster daherkommt. Dabei ist schwarz die ausschlaggebende Farbe, das blau an sich ist nur bei geeignetem Lichteinfall als Karomuster zu erkennen. Aber gerade dies, macht meiner Meinung nach, den Charme des Anzuges aus.

Berlinale_2015_Outfit_003

So habe ich mich durch diese Kombination von Schwarz und Blau sicher im Black tie Dresscode bewegt, konnte aber eben durch solche Details wie das blaue Karomuster Akzente setzen. Gefällt mir immer noch sehr gut. Allerdings sieht man auch, dass wenn entsprechender Lichteinfall fehlt, der Anzug eher rein schwarz wirkt.

Berlinale_2015_Outfit_004

Eine Besonderheit, welche man leider nicht auf den Fotos sieht, ist am Fußende der Hose vorzufinden. So hat man dort auf einen Abschluss im leichten Zackenmuster gesetzt, dieser lockert das Outfit ein wenig auf und ist ein schöner Akzent. Allerdings gilt hier, dass man darauf achten muss, dass es auffällt. Beim verwendeten Material hat Paisley auf 100% Merinowolle gesetzt.

Berlinale_2015_Outfit_005

Beim Tragen ist der Anzug kaum aufgefallen, dieser hat sich einfach gut auf der Haut angefühlt und schwitzen musste man darunter auch nicht. Dies liegt sicherlich zum großen Teil am verwendeten Material. So wird Merinowolle wie normale Wolle aus dem Fell von Schafen gewonnen, allerdings aus dem Fell von sogenannten Merinoschafen deren Wollfasern sehr viel dünner und feiner sind als die herkömmlicher Schafe.

Berlinale_2015_Outfit_006

Eben diese Feinheit der Fasern sorgt dafür, dass Merinowolle sehr angenehm auf der Haut ist. Herkömmliche Wolle besitzt große Faserdurchmesser, diese reizen häufig die Nervenzellen auf der Haut, während die dünnen Merinowolle-Fasern sich krümmen – hierdurch kratzen sie deutlich weniger.

Weiterhin besitzt die Merinowolle noch folgende Eigenschaften: trocknet schnell, ist atmungsaktiv, wirkt antibakteriell und daher nur sehr selten gewaschen werden und sie wärmt auch im nassen Zustand. Alles Eigenschaften, welche ganz gut zu einem höherwertigen Anzug passen.

Berlinale_2015_Outfit_008

Kommen wir nun auf das Hemd unter dem Anzug zu sprechen. Hierbei handelt es sich um ein Business Hemd aus dem Sortiment von Paisley. Bei diesem hat Paisley auf 100% Baumwolle als Ausgangsmaterial gesetzt. Am Abschluss der Arme finden sich Sportmanschetten vor, welche auch als italienische Manschette bezeichnet werden.

Bei diesen wird der einlagige Stoff mit einem Knopf verbunden. Bei dieser Art der Manschette handelt es sich um die am weitesten verbreitete Form, welche weniger formell als die Umschlagmanschette ist. Zwei Schließknöpfe, welche hintereinander angeordnet sind, erlauben es die Hemdmanschette je nach Handgelenksumfang zuzuknöpfen.

Berlinale_2015_Outfit_009
Bei den Detailaufnahmen der Fliege sowie des Hemdes erkennt ihr auch noch einmal ganz gut das feine Karomuster des Sakkos. Weiterhin seht ihr den schmalen Extrem-Haifisch-Kragen des Hemdes, welcher mir ganz gut gefällt und ich bisher bei Hemden so noch nicht gesehen habe.

Was noch so zu einem Black Tie Outfit gehört…

Wie ihr bereits in meinem vorgestellten „Preis-/ Leistungssieger Outfit“ gesehen habt, reicht ein Anzug nicht aus, um auf einem Black Tie Event aufzutauchen. Schaut zwar schon ganz gut aus, aber so ganz ohne Socken, schwarzer Fliege, Armbanduhr und Schuhe wird das eben nichts. Dies alles habe ich Mal unter diesem Punkt zusammengefasst. Fangen wir Mal ganz oben an und arbeiten uns nach unten fort.

Berlinale_2015_Outfit_001

Kein Black Tie Outfit ohne schwarze Fliege

vonFloerke_001

Bei einem Black Tie Outfit ist sie nicht wegzudenken, die klassische einfarbige „Fliege“. Wirkt diese doch um einiges eleganter und schicker als eine Krawatte, qualifiziert sie sich allein dadurch zum Pflichtaccessoire für einen solch besonderen Abend. Ich habe hier auf eine schwarze Fliege aus dem Onlineshop von Von Floerke zurückgegriffen.

vonFloerke_004

Überzeugt hat mich hier die einfache Anbringung sowie die hochwertige Verarbeitung. So hat man bei Von Floerke auf hervorragende Seide als Ausgangsmaterial gesetzt, welche ausschließlich selbstgenäht und verarbeitet wird. Alternativ gibt es noch eine Schleife zum selbst binden im Shop Von Floerke, ich habe mich hier allerdings bewusst für die „einfache“ Variante entschieden, welche nur der Packung entnommen werden muss und schon einsatzbereit ist.

Kein Outfit ohne Armbanduhr

Classic Sheffield_Berlinale_DW

Als absoluter Fan von Armbanduhren darf eine solche natürlich nicht fehlen. Hier habe ich auf die Classic Sheffield von Daniel Wellington gesetzt. Begeistert hat mich bei dieser das sehr schlichte und minimalistische Design sowie die Besonderheit, dass das Gehäuse gerade einmal 6mm dick ist. Passenderweise kommt das Lederband in tiefschwarz daher, das Gehäuse selbst ist silber.

Durch das 40mm große Zifferblatt hat man die Uhrzeit gut im Blick, meiner Meinung nach ist diese Uhr eine gute Wahl für ein solches Outfit. Eine Armbanduhr, welche sich nicht unbedingt in den Vordergrund drängt, aber wenn sie zum Vorschein kommt dennoch schön anzusehen ist. Weiter möchte ich auf diese gar nicht eingehen, zur Uhr selbst gibt es in einem späteren Beitrag weitere Informationen und Eindrücke.

Schuhe ohne Socken? – Geht gar nicht!

vonFloerke_006

Der Meinung seid ihr doch sicherlich auch. Und bei einem solch klassischen Outfit führt kein Weg an einfachen, schlichten schwarzen Socken vorbei. Bei diesen habe ich abermals auf den Online-Shop Von Floerke zurückgegriffen und habe mir dort schwarze Socken aus 100% Baumwolle bestellt.

Wie bereits angesprochen hat man bei den Socken die Möglichkeit einen Farbakzent zu setzen, ich habe mich allerdings für schlichte, einfarbige schwarze Socken entschieden, da ich wollte, dass der Anzug im Mittelpunkt des Looks steht.

Schicke Schuhe runden das Outfit ab

Daniel 6 Brush Gunmetal RS

Bei den Schuhen war die Entscheidung gar nicht so schwer für mich. Da ich bereits die Daniel 6 Brush Gunmetal RS von Melvin & Hamilton mein eigen nenne, war es mir klar, dass ich mir zumindest keine neuen Schuhe für mein Berlinale Outfit zulegen muss. Es handelt sich dabei um Derby Schuhe aus gebürstetem Kalbsleder.

Der Schuh entstammt der aktuellen Herbst/Winter Kollektion und setzt auf einen Schaft aus schwarzem Glattleder, eine Kappe mit Budapester Lochung sowie silberfarbene Reflexen. Meiner Meinung nach ein sehr bequemer, schicker Schuh, welcher sowohl im Berufsalltag ohne Probleme als auch bei offiziellen Anlässen angezogen werden kann. Weitere Fotos von dem Schuh hatte ich euch bereits vor einiger Zeit bei Facebook präsentiert.

– – – –
Mit freundlicher Unterstützung von Paisley / Daniel Wellington / Von Floerke

About Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

4 Kommentare

  1. Sehr schön, mit so einem klassischen Outfit kann man nicht falsch liegen, das passt ebensogut auf eine Hochzeit wie auf ein Gala-Event. Das einzige, was mich wirklich unglaublich an deinem Look stört, so sehr, dass ich mir die Mühe mache diesen Kommentar zu verfassen, ist deine Brille. Sorry, aber die sieht sowas von maschinenbaustudentmäßig aus, total beliebig, total langweilig, total ernst. Auch Brillen machen Leute und diese passt einfach nicht zu einem so modischen Mann wie dir! Trau dich mal, eine Brille à la James Dean zu tragen: Massiver Rahmen, aber bloß nicht eckig. Der Trend geht bei den Herrenbrillen genau in diese Richtung – filigran, geistreich, ohne strenge Kanten. Heiko Maas hat vor kurzer Zeit genau diesen Brillenwechsel gemacht und sieht super damit aus: http://www.ksta.de/image/view/2015/1/22/29925864,31840009,highRes,maxh,480,maxw,480,ksta-d-spt_71-80832807.JPG.jpg

    • Wow, das nenn ich Mal konstruktive Kritik und freue mich sehr über dein Kommentar. Werde ich mir zu Herzen nehmen und beim nächsten Besuch meines Optikers Mal einen anderen Stil ausprobieren! Das Ergebnis wirst du dann sicherlich hier sehen 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.