Man mag es kaum glauben, aber diese Frage wird tatsächlich gestellt: Wie kleidet man(n) sich am besten im Fitnessstudio? Und ja, auch ich habe mir hierzu Gedanken gemacht, wobei ich gleich vorweg schicke, dass ich trage was mir gefällt und vor allem bequem ist. Dass es hier aber auch andere Ansätze gibt, welche durchaus Sinn ergeben, erfährst du nachfolgend.

Zu beachten ist jedoch eins, ein Fitnessstudio ist kein Laufsteg. Schließlich möchte man dort trainieren und schwitzen, statt sich durch sein Auftreten in den Mittelpunkt zu stellen. Funktion geht daher vor Style, wenn es um das eigene Fitness-Outfit geht.

Allgemeine Tipps zum Outfit fürs Fitnessstudio

Bequeme Kleidung im Fitnessstudio ist ein Must-Have und für mich ein absolut bestimmendes Auswahlkriterium bei entsprechenden Kleidungsstücken. Schließlich möchte man beim Sport Kleidung tragen, welche bequem anliegt, die sich dehnen lässt und Schweiß auffängt. Stickige Stoffe wie Jeans, Polyester und Co. sind dafür keine vernünftige Wahl. Hier sollte man eher auf atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle, Bambus oder entsprechende künstliche Fasern setzen.

Gerade Stoffe, welche den Schweiß vom Körper weg transportieren, sind eine gute Wahl im Fitnessstudio. Meist beruhen diese Kleidungsstücke auf speziell entwickelten Stoffen, welche den Schweiß zur äußeren Stoffschicht leiten, damit dieser dort verdunsten kann und nicht am Körper klebt. Statt einzelne, dicke Kleidungsstücke zu tragen solltest du auch beim Sport auf das Zwiebelschalenprinzip setzen. Wird es zu warm einfach eine Lage ausziehen und weiter geht’s mit dem Training.

Schweiß aufsaugende Accessoires sollte man gerade dann tragen, wenn man zu starker Schweißbildung neigt. Schaut vielleicht nicht ganz stylisch aus mit einem Stirnband umher zu laufen, erfüllt aber seinen Zweck. Zumindest Bänder am Handgelenk kann man ohne Bedenken tragen, um den Schweiß unter Kontrolle zu halten.

Zudem empfiehlt es sich ein schweißhemmendes Deodorant zu verwenden, um die eigentliche Schweißproduktion und den damit verbundenen Körpergeruch zu minimieren. Diese Tipps kann man übrigens auch beim Training für den ersten Marathon anwenden.

Nach dem Training ist vor dem Training. Also bitte nicht mit verschwitzter Sportkleidung einfach aus der Tür treten und die Heimfahrt antreten. Es hat schon seinen Sinn, das Fitnessstudios Duschen anbieten. Also bitte nutzen. Danach fühlst du dich auch gleich besser, riechst besser und kannst deine normale Straßenkleidung anziehen. Deine Sportkleidung muss auch nicht nach jedem Training gewaschen werden, ein wenig auslüften genügt.

Von eher funktionellen hin zu einem Style-Tipp, welcher sowohl für Männer und Frauen gilt. Einfarbige Kleidung wirkt garantiert unvorteilhaft. Gehen dadurch Details der einzelnen Stücke verloren. Es ist kein Ende des Oberteils und kein Anfang der Hose zu sehen, ein wenig Kontrast schadet daher sicherlich nicht.

Oberteile im Fitnessstudio – funktionell und stylisch

Auf der Suche nach den richtigen Oberteilen im Fitnessstudio für Männer, sollte man über kurz oder lang über bequeme, atmungsaktive Varianten stolpern. Mit diesen bist du auch definitiv auf der sicheren Seite. Zu Beginn meines Trainings habe ich mich für reguläre T-Shirts aus Baumwolle entschieden. Diese haben ihren Zweck auch erfüllt, Schweiß gut aufgenommen, aber eben nicht abgeleitet.

Sprich, gerade bei grauen T-Shirts sieht man dann doch sehr deutlich wenn man schwitzt. Wenn also ein normales Baumwoll T-Shirt getragen wird, dann am besten in einer dunklen Farbe. Wobei ich sagen muss, dass ich gerade mit Funktions-Shirts mittlerweile eine gute Erfahrung gemacht habe. Aber keine Sorge, auch hier muss man(n) kein Vermögen ausgeben.

So würde ich dir empfehlen zunächst ein entsprechendes Funktions-Shirt beim Discounter deines Vertrauens zuzulegen. Gerade Richtung Frühling gibt es dort entsprechende Angebote. Überzeugt dich dieses, kannst du ohne Bedenken in höherwertige Produkte investieren, bei denen die Funktion nochmal eine Spur besser sein sollte. Vorteil an dieser Herangehensweise ist der, dass du nicht erst eine Menge Geld investieren musst, um zu erfahren, ob es für dich passend ist.

Von ärmellosen T-Shirts im Fitnessstudio rate ich generell ab, eher weniger aus funktionelle Gesichtspunkt, als aus stylischem. Mir persönlich gefällt das überhaupt nicht, kann aber durchaus nachvollziehen, dass diese ihre Vorteile mit sich bringen, ist hier eine großartige Ventilation geboten. In manchen Fitnessstudios kann diese Art der Oberbekleidung auch verboten sein, also vorm Kauf einen Blick in die Hausregeln werfen.

Noch eine Spur härter und wahrscheinlich in 95% alle Fitnessstudios untersagt ist das Trainieren ohne Oberbekleidung. Sprich, oberkörperfrei. Kann man ruhig machen, wenn man daheim trainiert oder beim Joggen in freier Natur. Im Fitnessstudio hat es allerdings nichts zu suchen. Denn durch fehlende Oberbekleidung hinterlässt du natürlich deinen Schweiß auf den Trainingsgeräten und das ist anderen Gästen des Studios gegenüber nicht fair.

Aber auch hier gilt, Grenzen setzt nur das eigene Wohlgefühl, beziehungsweise die Hausordnung deines Fitnessstudios. Solltest du also wirklich oberkörperfrei trainieren wollen, frage zunächst im Studio nach oder beobachte andere Mitglieder einige Tage, wie diese es handhaben.

  • Einfach anfangen und mit der Aufgabe wachsen – gilt auch bei der Kleidung
  • Shirts aus Bambus oder Funktionsstoffen bevorzugt gegenüber Alternativen aus Baumwolle
  • Discounter Funktionsshirts für den Einstieg, wenn diese passen in höherwertige Modelle investieren
  • Training Oberkörperfrei oder im Tank-Tops nur nach Blick auf die Hausordnung

Hosen im Fitnessstudio – Funktion vor Style

Bei Sporthosen verhält es sich ähnlich wie bei der Oberbekleidung. Auch hier sollte man auf Hosen aus entsprechendem Funktionsstoffen setzen oder alternativ auf Baumwolle beziehungsweise Bambus. Selbst greife ich hier auf eine simple, schwarze Hose aus Bambus zurück. Erfüllt ihren Zweck und ist für mich richtig, da ich an den Beinen nicht so sehr schwitze, wie am Oberkörper. Dennoch kommt die Hose aus Bambus besser mit Schweiß klar, als eine aus Baumwolle.

Zudem ist mein Fitnessstudio klimatisiert, sprich, das ganze Jahr über angenehme, eher kühle Temperaturen. Eine kurze Hose kommt dann eher im Sommer, wenn es richtig heiß ist zum Einsatz. Bei kurzen Hosen sei noch gesagt, dass diese nicht zu kurz sein sollten. Die Hose sollte knapp über das Knie reichen, um bei entsprechenden Übungen die Oberschenkel noch genügend zu bedecken.

Vom Schnitt sollte man darauf achten, dass man in der Hose – egal ob kurz oder lang – genügend Freiraum hat. Wenn die Hose schon bei den einfachsten Übungen spannt, sollte man sich beim nächsten Mal für eine weiter geschnittene Variante entscheiden. Hier darf es ruhig ein wenig legerer sein, als im Vergleich zum Shirt, welches gut sitzen sollte.

  • Auch hier gilt Bambus und Funktionsstoffe gegenüber Baumwolle bevorzugen
  • Lange Trainingshosen in klimatisierten Räumen
  • Weiterer Schnitt für bequemes Tragen bei verschiedensten Übungen

Sportschuhe – sicherer Halt ein Muss!

Ein Thema welches gerne unterschätzt wird, aber extrem wichtig ist: der richtige Sportschuh. Hier sollte man sich bei der Auswahl ein paar Gedanken mehr machen. Denn die
Auswahl an Sportschuhen ist groß, da kann einem die Auswahl für den richtigen Trainingsschuh schwer fallen. Denn egal ob es heißt: Krafttraining, Kurse (Aerobic) oder Cardiotraining – jeder Bereich stellt andere Anforderungen an die Sportschuhe.

Daher ist es wichtig entsprechende Sportschuhe fürs Fitnessstudio zu wählen, welche nicht nur bequem sind, sondern dazu beitragen Fehlbelastungen beziehungsweise Verletzungen zu verhindern und dich beim Erreichen deiner Trainigsziele unterstützen. Meine nachfolgenden Erfahrungen beziehen sich auf einen Sportschuh, welcher sich als Allrounder bezeichnen lässt. Wenn es spezielle wird und du dich auf einen Schwerpunkt spezialisierst, solltest du zur Schuhauswahl mit deinem Trainer Rücksprache halten.

Sportschuhe fürs Fitnessstudio sollten immer etwas größer sein und Freiraum zur Fußspitze bieten. Es gibt nichts Unangenehmeres, als wenn dein Fuß bei jeder Übung an deinem Schuh reibt. Versprochen! Falls du spezielle Einlagen benötigst, empfiehlt es sich den Schuh eine Nummer größer zu wählen.

Und obwohl ich Verfechter vom Online-Shopping bin, bin ich der Meinung, dass ein Sportschuh im Sportgeschäft vor Ort gekauft werden sollte. Hast du hier doch die Möglichkeit verschiedene Modelle Probe zu tragen und dich entsprechend beraten zu lassen. Ein Punkt denn man auch nicht außer Acht lassen sollte, ist die Sockenwahl. Denn es kann durchaus einen Unterschied machen, ob du in Tennissocken, Sneacker-Socken oder vielleicht sogar ohne Socken trainierst.

Auch ist es sinnvoll sowohl den rechten als auch den linken Schuh Probe zu tragen. Sind Füße doch unterschiedlich groß, einige Minuten darin gehen und du kannst abschätzen, ob diese passen oder nicht. Ein sogenannter Allrounder fürs Fitnessstudio sollte eine gute Dämpfung mitbringen und guten Halt gewährleisten. Diese Kombination bieten vor allem Crosstrainingsschuhe. Grundsätzlich sollten die Schuhe immer sauber sein und eine nicht abfärbende Sohle besitzen.

  • Mit einem Allround-Trainingsschuh beginnen; dann spezialisieren
  • Genügend Freiraum an der Fußspitze, um Reibung zu vermeiden
  • Dämpfung und guter Halt sind wichtige Auswahlkriterien
  • Schuhe sollten immer sauber sein und eine nicht abfärbende Sohle besitzen

Handtücher, Trinkflasche und Musik – Was es sonst noch zu beachten gibt

Neben Oberbekleidung, Sporthose und richtigen Schuhen gibt es noch einige andere Punkte zu beachten, welche beim Fitnessstudio Besuch eine Rolle spielen. So ist es für mich wichtig, dass ich neben der passenden Kleidung auch immer die richtige Musik am Start habe. In Zeiten von Smartphone und Co. kein Problem mehr. Dank Spotify und Bluetooth-Kopfhörer eh nicht mehr.

Beim Training trage ich die Vasa Blå von Sudio Sweden. Hierbei handelt es sich um kabellose Kopfhörer, welche über Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt werden. Inklusive Lautstärkenregelung am Kopfhörer selbst sowie fünf unterschiedlichen Kopfhöreraufsätzen, welche garantieren, dass diese fest sitzen. Beim Training kann ich diese problemlos tragen, ohne mir Sorgen machen zu müssen, dass diese herausfallen.

Neben motivierender Musik solltest du folgende Dinge auch nicht zu Hause vergessen: Handtuch und Trinkflasche. Wobei Handtücher eigentlich richtig ist, denn du solltest eins zum Training mitbringen und eins für die Dusche danach. Das Handtuch zum Trainieren sollte so groß sein, dass es die Sitzfläche oder Lehne problemlos bedecken kann und seinen Schweiß kann man daran natürlich auch Abwischen.

Eine Trinkflasche mit Wasser ist ebenso unerlässlich. Wichtig ist es hierbei darauf zu achten, dass es sich um eine Plastikflasche handelt. Glasflaschen sind im Fitnessstudio zu riskant, diese zerbrechen und eine potentielle Verletzungsgefahr darstellen. Natürlich sollte die Flasche dicht verschließbar sein, damit nichts ausläuft.

Gepostet von Sebastian

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2 Kommentare

  1. Zitat

    „Deine Sportkleidung muss auch nicht nach jedem Training gewaschen werden, ein wenig auslüften genügt.“

    Ekelhaft? Das mag beim ein oder anderen ok sein- bei vielen nicht. Wascht bitte Jungs, nichts ist schlimmer als wenn Idioten mit ihren stinkenden Klamotten an einem vorbeilatschen.

    Antworten

    1. Naja, meiner Meinung nach kommt es darauf an. Wenn es stinkt sollte man es natürlich waschen, ohne Frage. Aber bei vielen ist das nach dem ersten Training eben nicht unbedingt der Fall.

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