Das perfekte Hemd für jeden Anlass, worauf muss man achten?

Ein paar Worte vorab, bevor wir uns mit dem perfekten Hemd für jeden Anlass auseinandersetzen. Es handelt sich hierbei um einen Gastbeitrag von www.mybestbrands.de, welche sich ein paar Gedanken für uns gemacht haben, worauf man bei der Auswahl des richtigen Hemds achten muss. Das ist Ihnen meiner Meinung nach gut gelungen, aber urteilt selbst.

Jacke wie Hose, Hemd wie Hemd? Mitnichten! Was auf den ersten Blick wie eine Angelegenheit des individuellen Understatements erscheint, will klug durchdacht sein. Das Oberhemd ist zwar der treue Begleiter des Mannes, aber nicht jede Lebenslage verlangt ein und dieselbe Variante. Der routinierte Griff zum gediegenen Weiß erzielt immer souveräne Resultate. Blau hingegen ist der Schlüssel zum adretten Outfit.

Eine Idee, tausend Umsetzungen: Das weiße Hemd ist unersetzlich

Selbst in lässigen Zeiten ohne jeden Dresscode ist das Hemd nicht unterzukriegen. In unzähligen Varianten taucht es in jeder Kollektion aufs Neue wieder auf, ganz gleich zu welcher Jahreszeit. Doch auch bei diesem Klassiker der Herrengarderobe sind die Details unverzichtbar, denn erst ihre Berücksichtigung erzeugt den stilsicheren Auftritt.

Modisch versierte Männer, denen der Sinn nicht unbedingt nach kariertem Einheitsbrei steht, legen ihren Schwerpunkt am besten auf die Farbe Weiß. Neutraler und sicherer lässt sich keine Garderobe denken. Jede Krawattengestaltung, jede Anzugfarbe, jedes Accessoire wie Einstecktuch oder Sommerschal ist mit dem schlichten, aber niemals langweiligen weißen Oberhemd harmonisch zu gestalten.

Blau sind alle meine Farben: Büro, Bar und Bewerbungsgespräch

Neben der Allzweckwaffe Weiß erzeugt der Blauton ein exzellentes Resultat. Maximal mit einer dezenten Struktur versehen, in der komfortablen Popline-Webart hergestellt und der Figur des Trägers großzügig, aber nicht aufdringlich angepasst – so bleibt die Balance zwischen modischem Kalkül und universellem Vorzug gewahrt. Schließlich gewinnt der eher blässliche Typ durch die Farbe Blau ungemein, im Vergleich zum harten Weiß fällt der Kontrast hier deutlich freundlicher aus.

Neben dem Teint gilt das auch für das Zusammenwirken im Farbenspiel: Mit einer etwas auffälligeren Krawatte springt der Blauton sofort ins Auge, selbst eher unscheinbare Schlipsmodelle in Anthrazit oder Dunkelbraun erreichen mit einem blauen Hintergrund plötzlich an Ausdrucksstärke und ergeben ein stimmiges Gesamtbild.

Gedeckte Farbe, proportionaler Schnitt: dezente Auswahl bei der Passform unvermeidlich

Trotz der Wahl eines klassischen Farbtons wie Weiß oder Blau kann der Träger noch einiges falsch machen – spätestens dann, wenn sich alles um den Schnitt des Hemdes dreht. Als unverzichtbar erweist sich die Orientierung an der eigenen Statur. Zeitgenössische Mode-Erscheinungen suggerieren oftmals einen körperbetonten Zuschnitt des Hemdes, dieser steht aber tatsächlich nur einer auffallend schlanken Minderheit. Das Optimum erreicht der Hemd tragende Herr durch eine umschmeichelnde Passform.

Statt eines taillierten Hemdes lohnt der Griff zu einem lediglich antaillierten Modell. Die so entstehende Silhouette belässt es bei der Andeutung, was einen hautengen und damit schnell unvorteilhaft wirkenden Look von vornherein ausschließt. Ein zusätzlicher Tipp zur Pflege: Oberhemden laufen – unabhängig von ihrer Qualität – nach den ersten Wäschen ein. Hier sollte bei der Wahl des richtigen Modells unbedingt eine gewisse Toleranz eingeplant werden.

So gelingt der smarte Auftritt: Stilbewusst auswählen und Fettnäpfchen ausweichen

Neben der Passform des Hemdes im Taillenbereich spielt gerade beim Anzug die Kragenform eine wichtige Rolle. Hier bietet sich dem Träger die populärste, weil am einfachsten zu handhabende Variante eines Hemdkragens an: der Kent-Kragen. Die Schenkel fallen in einem nicht zu spitzen Winkel ab und lassen für diverse Knoten-Optionen genügend Raum.

Auch stärkere Spreizungen, dem optischen Eindruck nach mit der Bezeichnung „Haikragen“ umschrieben, machen zum Anzug eine hervorragende Figur. Von Knopfkrägen, den sogenannten „Button-Down-Krägen“, ist im Kontext der Businesskleidung oder einer festlichen Garderobe abzuraten. Dieser sportive Akzent nimmt sich dafür zur Jeans oder Chino vorteilhaft aus.

Das größte Gefahrenpotenzial birgt hingegen die Kombination des Hemdenstoffs mit der Gestaltung der Krawatte. An diesem neuralgischen Punkt ist unter allen Umständen Zurückhaltung angesagt, denn weniger bedeutet auch hier mehr. Nur Fortgeschrittenen sind im Anzugbereich Mischungen aus karierten oder gestreiften Hemden mit ebenfalls gemusterten Bindern zuzumuten – wenn überhaupt.

Das unifarbene Hemd in Weiß oder Blau erweist sich als unverzichtbar. Schließlich braucht es dank seiner souveränen und kompatiblen Schlichtheit auch außerhalb des Büros auf keinerlei Musterverlauf in Hose, Mantel oder Sakko Rücksicht zu nehmen. Es steht für sich und ist nur mit sich selbst vergleichbar – ein echter Klassiker eben.
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Bildquelle: ©Flickr–anieto2k/CC BY-SA 2.0

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