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Das Poloshirt und was man darüber wissen muss…

Eins zeigt sich auch dieses Jahr wieder, wenn man aktuelle Lookbooks und Kataloge durchstöbert, das Poloshirt ist aus dem Sommer 2016 nicht wegzudenken. Daher möchte ich mit diesem Beitrag einen Blick auf das Poloshirt im Allgemeinen werfen, welche Trends es 2016 gibt, was dieses ausmacht und worauf man beim Kauf achten sollte.

Um den Beitrag ein wenig aufzulockern, habe ich mich in verschiedenen Poloshirts von hajo Polo & Sportswear ablichten lassen und diese eingebunden. hajo ist dir sicherlich noch ein Begriff, denn diese habe ich vergangenen Dezember beim Shooting der neuen Kollektion in Berlin begleitet und im Anschluss hier auf Maenner-Style berichtet. Nun geht’s aber los mit den Fakten zum Poloshirt.

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Was verbirgt sich hinter dem Poloshirt?

Als Poloshirt wird ein Hemd mit geripptem Kragen und Ärmeln bezeichnet, welche ebenfalls gerippt sind und dank elastischer Bündchen körperbetont anliegen. Durch seinen Ursprung im Tennis, im Jahr 1933, gilt das moderne Polohemd als Klassiker der Sportbekleidung. Im Laufe der Jahre fand es allerdings immer mehr seinen Weg in die Kleiderschränke von Nicht-Sportlern und macht auch im Alltag eine gute Figur.

Wer hat das Poloshirt erfunden?

Erfunden wurde das Poloshirt von dem französischen Tennisspieler René Lacoste, welcher auf dem Platz das „Krokodil“ genannt wurde. Aus der Not heraus, da er steife Sakkos und unpraktischen langärmeligen Hemden beim Tennisspiel einfach satt hatte, machte er sich auf die Suche nach einer Alternative. Kurze Ärmel und ein angenehmeres Material waren hierbei ein Muss. Inspiration hat er sich von den Shirts geholt, welche man seit Anfang des Jahrhunderts im subtropisch warmen Indien zum Polospiel trug.

So kürzte er die Ärmel seiner Hemden und griff auf Piqué Stoff für sein Poloshirt zurück, dadurch erblickte der heutige Klassiker das Licht der Welt. Daher wird das klassische Piqué-Polo auch als das wahre Polo bezeichnet. Lacoste versah sein Shirt noch mit seinem Spitznamen „Krokodil“ als Logo und seit dem lässt sich das Poloshirt von der bekannten Marke Lacoste nicht mehr trennen. Auch wenn es mittlerweile eine Vielzahl an Labels gibt, welche dem Poloshirt immer wieder einen neuen Style verpassen.

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Was bedeutet „Piqué“ in Verbindung mit Poloshirts?

Wie zuvor erwähnt steht das Piqué-Polo für das Polohemd als Klassiker schlechthin. Laut Wikipedia ist Pikee ein meist baumwollenes Gewebe mit abwechselnd erhöhten und vertieften Stellen. Es erscheint wie gesteppt (piqué) und gehört zu den Doppelgeweben. Dabei hat Piqúe den Vorteil, dass es Luftzirkulation auf der Haut erlaubt und das Kleidungsstück nicht so „klebt“.

Polohemden bestehen meistens aus Baumwoll-Piqué. Mittlerweile gibt es auch schicke Polos in (Single-)Jersey, also einer glatten Ware am Markt. Und der Kunde hat dadurch quasi die Qual der Wahl aus welchem Stoff das eigene Oberteil nun sein soll. Verkehrt macht man(n) hier mit dem Klassiker aus Baumwoll-Piqué nicht.

Wie muss ein Poloshirt sitzen?

Hier gibt es einiges zu beachten, so sollte ein Polohemd keinesfalls zu weit sein, allerdings darf es auch nicht zu eng anliegen. Der Mittelweg ist die Lösung, sprich, das Shirt sollten den Körper berühren und diesen umspielen, aber auf keinen Fall zu eng anliegen, wie beispielsweise ein Slim-Fit Hemd. Hinsichtlich der Ärmel kann man festhalten, dass diese etwa zehn Zentimeter über dem Ellbogen enden sollen, endet es noch weiter weg, werden die Arme stärker betont. Das Polohemd selbst endet im besten Fall auf Höhe der Hüfte.

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Was hat es mit unterschiedlichen Polokrägen auf sich und was ist gerade im Trend?

Mit den Polokrägen ist es wie mit angesagten Farben und Styles, sie alle ordnen sich aktuellen Trends unter. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Größe der Polokrägen im Laufe der Zeit variieren. Im Moment sind eher kleine Krägen angesagt. Weiterhin dienen Polokrägen dazu dem Shirt durch Zweiton-Optiken, Streifen, bedruckt etc. einen besonderen Aspekt zu verleihen. Aber auch hier sollte man aufpassen, es gibt auch ein zu viel des Guten.

Kragen hoch oder runter beim Polohemd?

Runter! Mehr muss man hierzu eigentlich nicht sagen. Aber ich möchte Mal nicht so sein und zitiere die Süddeutsche Zeitung:

„Den Kragen seines Polohemdes hochzuschlagen ist in etwa so naheliegend, wie seine Hosenträger in den Ohren einzuhängen: theoretisch zwar möglich, aber nicht so gedacht.“

Zu welchem Anlass kann man Poloshirts tragen?

Generell kann man festhalten, dass ein Poloshirt im Mittelfeld zwischen einem einfachen T-Shirt und einem Hemd einzuordnen ist. Daher gelten Polohemden deutlich seriöser und auch weniger freizeitlastig als T-Shirts, ordnen sich aber selbst dem Hemd unter. Zudem darf man nicht vergessen, dass das Poloshirt seinen Ursprung im Sport hat.

So kann man ein Polohemd immer in der Freizeit oder am Casual Friday tragen, ohne sich Sorgen zu machen, ob man eine gute Figur macht. Noch einfacher gesagt, immer dann wenn kein Anzug getragen werden muss, macht man(n) mit einem Polohemd in Verbindung mit Khakis, Chinos oder Jeans einen legeren, aber keinesfalls zu lässigen Eindruck. Hierbei ist der große Vorteil des Oberteils sicherlich seine Schlichtheit. Denn es passt zu wirklich jeder Hose und Situation. Ob elegant im Job, lässig in der Freizeit oder stilvoll am Abend – im Polohemd sieht man immer gut angezogen aus. Vorausgesetzt man kombiniert es richtig!

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Wie kombiniert man ein Poloshirt gekonnt mit anderen Kleidungsstücken?

Erste Kombinationsmöglichkeiten habe ich bereits angesprochen. So kann man dieses problemlos mit sämtlichen Hosen, Jeans, Chinos, Shorts und Co. kombinieren. Hier gilt es nur darauf zu achten, dass diese von allgemeinen Designgesichtspunkten zusammenpassen. Eine gepunktete Hose mit einem gestreiften Poloshirt schaut nach nichts aus. Auch eine längsgestreifte Hose in Verbindung mit einem quergestreiften Polo geht nicht. Am besten ist, dass man ein wenig Understatement wahrt und ein einfarbiges, gut sitzendes Poloshirt mit einer entsprechenden Chino oder Jeans kombiniert.

Was kann man über ein Poloshirt anziehen?

Zunächst einmal sollte man festhalten, dass man keinen Rollkragen- oder Rundhalspullover darüber trägt. Dies schaut nach nichts aus und erzeugt zumindest optisch einen Buckel beim Träger. Erlaubt hingegen sind leichte Übergangsjacke beziehungsweise Sommerjacke. Selbst im Büro kann das Poloshirt unter einem Sakko, am Casual Friday, als bürotauglich durchgehen. Hier sollte allerdings eher zu zurückhaltenden Farben gegriffen werden. In der Freizeit darf es gerne auch etwas kräftiger und farbenfroher daher kommen.

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Worauf sollte man bei der Auswahl seines Polohemds noch achten?

Bei der Musterung des Stoffes sind neben Unis, Unis mit Club-Aufnähern natürlich auch Streifen wichtig. 2016 sind hier vor allem ganz stark die klassische-maritiemen Variationen angesagt. Wer ein wenig Bauch hat, sollte Blockstreifen meiden, die machen nämlich dicker. Also hier lieber zur unifarbenen Variante des Poloshirts greifen.

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Solltest du weitere Fragen zum Poloshirt haben, freue ich mich, wenn du diese in den Kommentaren stellst. Dann werde ich versuchen diese bestmöglich zu beantworten.

Fotos: Sabiha Boga Photography

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