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Der „rote“ Kräuterfaden des Majestic

In meinem Beitrag Zuhause angekommen – Das Majestic in Reischach bist du bestimmt über nachfolgende Bemerkung gestolpert. Diese hat meine Frau losgelassen, als sie sich begeistert über die Kräuter im Hotel ausgelassen hat. Daher möchte ich ihr mit diesem Beitrag die Möglichkeit geben, einmal die Sicht einer Frau auf unseren Aufenthalt im Majestic wiederzugeben. Sicherlich auch interessant.

„Kräuter sind für das Majestic essentiell. So finden sich diese überall im Hotel wieder. Egal ob das Lavendelsäckchen am Kleiderschrank, das Duschgel und Shampoo im Bad aus einer Heu- und Kräuterkombination oder der Salat am Buffet mit Eisenkraut und verschiedenen anderen alpinen Kräutern.“

Ich habe meinen Mann auf der Reise durch Südtirol begleitet und war insbesondere vom Kräuter-Konzept des Majestics total begeistert, denn es sticht – merklich für jeden Gast – auf den ersten Blick heraus.

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So umhüllt einen schon beim Betreten der Hotelhalle der Duft immer anderer Kräuter. In den Zimmern gibt es Shampoo und Bodylotion, die nach Heublumen riechen, Pinienseife und an den Schränken hängen prall gefüllte Lavendelsäckchen. Auf dem Tisch steht ein frisch gepflückter Wiesenstrauß mit unterschiedlichen Gräsern und Margariten. Auch im Wellnessbereich gibt es Anwendungen mit frischem Heu von Bauern aus der Umgebung. Dies kann sogar bei Allergikern angewendet werden, da es feucht ist und durch den warmen Dampf extrem gut riecht. Dieser Geruch hat mich persönlich sehr an die vielen Familienurlaube auf dem Bauernhof und die Übernachtungen auf dem Heuboden erinnert.

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Überall im Hotel begegnen einem große und kleine Töpfchen mit bekannten Kräutern wie zum Beispiel Rosmarin, Salbei, Thymian und Lavendel für den italienischen Einfluss. Aber nicht nur die typischen Kräuter finden hier Verwendung, sondern auch völlig Fremde, was man meiner Meinung nach eher selten findet. Regelmäßig tobt sich der Küchenchef Karl Volgger mit neuen Kompositionen aus, indem er immer wieder neue Gerichte kreiert, bei denen er die traditionelle alpine Küche mit dem regionalen Einfluss und den speziellen Kräutern verbindet.

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Eben dies durften wir beim sonntäglichen Gourmet Dinner erschmecken, denn hier wurde in jedem der fünf Gänge jeweils ein Kraut in Szene gesetzt, fein mit den anderen Komponenten abgestimmt und somit für uns außergewöhnlich und wirklich lecker. Auch wenn man einen Salat bestellt, bekommt man hier keinen normalen Blattsalat mit gewöhnlichem Dressing, sondern auch dieser besteht hauptsächlich aus frischen Kräutern, wie dem mir vorher völlig unbekannten Eiskraut. Es ist sehr selten und sieht ein bisschen aus, als wäre es gefroren. Es wurde früher schon in Frankreich als Salat- oder zur Herstellung von Soda verwendet.

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Optisch werden die Gerichte mit essbaren Blüten, wie Hornveilchen, Rotklee oder Kornblumen angerichtet. Auch die Verwendung von Beinwell in der Küche war für mich ungewöhnlich. Es gibt ca. 40 verschiedene Arten, die sich in alle Teile der Welt verstreuen. Es wächst sehr schnell und wurde schon in früher Zeit als Medizin gegen Knochenbrüche oder offene Wunden entdeckt. Daher auch sein Name.

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Im eigenen Kräutergarten baut und säht Herr Volgger die unterschiedlichsten Kräuter und Gemüsesorten an und lässt sie auf natürliche Art einfach wachsen. Viele Pflanzen würden Laien als „Unkraut“ bezeichnen ohne zu wissen, wie wertvoll und vielseitig sie in der Küche einsetzbar sind. Dieses Wissen setzt eine langjährige Erfahrung voraus.

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Der Küchenchef ist daran interessiert, seine eigenen Produkte bestmöglich und respektvoll zu Verarbeiten, denn nur durch das Wissen, wie lange etwas wachsen muss und wie viel Arbeit die Pflege in Anspruch nimmt, weiß man den Wert davon zu schätzen. Und genau das schmeckt man auch. Auch bei bekannten Kräutern, wie beispielsweise dem Schnittlauch kann man noch etwas lernen, denn damit der Strauch ergiebiger nachwächst, säht man den Samen aus den lila Blüten in den Abgeernteten hinein.Die Liebe steckt im Detail.

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Ich hatte einfach das Bedürfnis, diesen kleinen Beitrag zur Ergänzung schreiben zu müssen, weil mich das Thema, das sich stimmig, wie ein roter Faden durch das gesamte Hotelkonzept zieht inspiriert und persönlich interessiert hat. Ich koche selbst sehr gerne, experimentiere mit verschiedenen Geschmäckern und natürlich auch frischen Kräutern und als ich sah, wie mutig man dabei sein kann, hatte ich großen Respekt vor der Kreativität des Kochs.

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Mit freundlicher Unterstützung von Vitalpina® Hotels Südtirol

About Sebastian

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