Sandalen – weit mehr als der Schuh der Mallorca-Urlauber!

Bei dieser Schuhform handelt es sich um die älteste der Welt – wir alle kennen Bilder der alten Griechen, Römer und Bibelgestalten vor allem mit Arten einer Sandale am Fuß. Und das in einer Unisex ausgerichteter Machart: eine flache Sohle, die mit diversen Materialien verbunden wurde und an Fuß haltbar gemacht wurde. Ein besserer Halt wurde erzielt, wenn Schnürungen bis zum Knöchel oder noch höher verliefen.

Abgrenzung und Anlässe der Sandale

Ob die Sohle flach oder dicker ausgestaltet ist, tut nichts zur Sache aber selbst bei Damen träfe die Bezeichnung mit Absatz nicht mehr zu. Dann handelt es sich um eine Sandalette. Auch Herrensandalen lassen sich grundsätzlich einteilen in verschiedene Arten und sollten je nach Anlass sorgsam gewählt werden. Da sie luftdurchlässig und meistens leicht sind, wird die Bequemlichkeit großgeschrieben und an heißen Tagen wird man geneigt sein, sie geschlossenem Schuhwerk vorzuziehen.
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Doch im Büro wirkt offenes Schuhwerk unpassend – ein Umstand, der durch das Tragen von Socken nicht kompensiert werden sollte und vor allem als sonderbar empfunden wird. Viele sehen darin eine der größten Modesünden, andere betrachten diese Kombination als hip: Es ist wohl der sichtbare Widerspruch, die Luftdurchlässigkeit als Charakteristik dieser Schuhtypen mit dem Tragen von Socken zu revidieren und dieser bleibt, ob „hip“ oder nicht.

Man rechnet sie dem Prototypen des deutschen Touristen zu und unterstützt damit Klischeebildung – also lieber nicht. Einer neuern Umfrage zufolge sollen sich außerdem 56 Prozent des weiblichen Geschlechts davon abgestoßen fühlen – ein Wert, dem kaum eine Aufmachung den Rang abkauft.
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Um stilsicher zu bleiben, sind Sandalen als das zu betrachten, was sie sind. Nämlich ein leichter Sommerschuh für die Freizeit, es sei denn, die berufliche Tätigkeit erlaubt ein Auftreten unter dieser Prämisse, wie etwa als Wirt im Gastgarten. Für die Freizeit sind sie aber kaum verzichtbar und in Verbindung mit sommerlicher Freizeitbekleidung schafft erst die Sandale einen stimmigen Gesamtauftritt.

Einteilung der Sandalenarten

Der Schaft gibt meist Aufschluss darüber, welcher Kulturkreis dem jeweiligen Modell als Vorreiter gilt. Aus Schwarzafrika stammt die Schrägriemensandale, aus Südamerika die Kreuzriemensandale, die Zehenblocksandale aus Indien, die ziemlich geschlossene Bäckersandale mit Schlitzen aus Europa und die aktuell wohl kaum an Beliebtheit zu übertreffende Form mit Zehenring oder Zehensteg aus Ägypten und Japan („Flip-Flop“).
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Gerade da in der Freizeit mehr Spielraum für modebewusste Fashion bleibt und die Sandale dort eingesetzt wird, spielen sich aktuell die meisten Käufe rund um den Flip-Flop ab. Das breite Angebot ist vorhanden und es gibt kaum Einschränkungen in Sachen Stil: hier ist alles erlaubt.

Weniger durchsetzungsfähig erwiesen sich rund um die Jahrtausendwende noch die Trekkingsandalen, die der Handel als alltagstauglich auf den Markt brachte. Deren zusätzliche Funktionalität weist aber auch optisch schon auf die Einsatzmöglichkeiten hin: Sie sind gewiss megatauglich bei Sommerwanderungen oder besonders sportlich ausgeprägten Outdoor-Events, für den Besuch im Gastgarten ergibt sich jedoch ein stimmigeres Erscheinungsbild mit trendigen Zehensandalen.

Die typische und sich selber treu bleibende Ledersandale hat ihre ganz spezifische Zielgruppe: Den meist älteren Herrn, der mit gepflegtem und eher gehobenem Niveau die Sommertage genießt, keine sportliche Funktionalität benötigt und sich auch keinem neuen Fashionbewusstsein unterwirft. Sie bietet aber auch eine Alternative an heißen Tagen in Verbindung mit Arbeitsbekleidung etwa im medizinischen Sektor oder besonderen Anlässen, da mit ihr eine gewisse Klassik zum Ausdruck gebracht wird.
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Funktionalitäten für diesen Bedarf bieten die Kneipp-Sandalen, welche bereits in breiter Auswahl auf besondere körperliche Bedürfnisse ausgerichtet sind. Die Querriemensandale ist dabei der Proto-Typ der Gesundheitssandalen, welche eine eigene Kategorie für solche Ansprüche bildet.

Tipps zur Kombination

Unter der Prämisse der Stimmigkeit sollte die Sandale grundsätzlich zur Freizeitkleidung getragen werden. Ausnahmen bieten spezielle Sandalen, wie etwa Gesundheitssandalen, die auch in sämtlichen Pflegeberufen eine perfekte Ergänzung an heißen Tagen bieten, wie oben angeschnitten. Hier aber wird eher auf den typischen Sommeralltag der Fokus gelegt.

Jeans und Flip-Flop

Um die trendigste Kombination der Sommerzeit zu nennen ist freilich die Kombination von Jeans und Flip-Flops nicht zu übertreffen. Immerhin gibt es Zehensandalen für den Herrn in undenkbar vielen Varianten, so dass der persönliche Style der Shirts und Hosen auch beim Schuhwerk eingehalten werden kann. Farblich sollte man eher auf der diskreten Seite bleiben, wenngleich vermehrt auch „Gummivarianten“ in schillernder Farbenpracht als Massenware erscheinen. Es gilt: Wenn Farbe, dann stimmig mit der Kleidung. Natürlich ist man mit Erdfarben am besten bedient, weil es sich zu allen Kleidungsfarben kombinieren lässt, noch besser als Schwarz oder Weiß.
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Shorts und Sandalen

Ob zu Shorts eher klassische Sandalen oder hippe Flip-Flops kombiniert werden, ist und bleibt Geschmackssache. Je nach Stilrichtung der Shorts und Oberteile überwiegt die Stilrichtung der Schuharten an sich und nicht der Unterschied zwischen Zehenteiler und anderen Sandalen. Es rechnet sich, einfach unterschiedliche Modelle zur Verfügung zu haben weil damit auch die Lebensdauer der Einzelnen ansteigt.

Sommerliche Outdoor-Trips: die Trends

Basics für den Herrn im Urlaub sind einerseits Sache des eigenen Geschmacks, andererseits funktional zu beantworten. Beim Ausgangspunkt des Bade- und Städteurlaubs als häufigste Form sollten ausreichend Shorts und Jeans dabei sein, die sich mit Trekkingsandalen als auch Zehensandalen kombinieren lassen.
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Wer, ob zuhause oder in der Ferne, doch gestraffte Programme sportlicher Art plant, sollte von Erfahrungen anderer profitieren: Speedhiking, Geocoaching, Hüttentouren und Hochseilgarten sind nur einige der aktuell beliebtesten Highlights. Hochqualitative Wandersandalen gelten als Nummer 1 auf der Beliebtheitsskala von Sport- und Naturfreunden. Aktuell definieren sich die besten Kundenmeinungen wie folgt:

  • Ein Gewicht von 480 g wird bei der Durchschnittsgröße 8 als ideal empfunden
  • vorne mit Gummizug oder Verschluss zum Anpassen, um den Druck auf den Fuß jederzeit, also auch bei angeschwollenen Füßen, regulieren zu können.
  • Zehenkappen sind auch bei Sandalen möglich und schützen vor Stößen. Ein sicherer Sitz und Halt bei gleichzeitiger Leichtigkeit ohne Druck, lauten hier die Faktoren zur Kundenzufriedenheit.
  • Unter den Trekking-Sandalen selber gelten Ablauföffnungen für Wasser als „Top“, Hybrid wird dabei als Basismaterial als besonders angenehm empfunden, Vibramsohlen sind beim Tragen im Wasser ein guter Schutz für die Auftrittsfläche.
  • Breite Aufsätze aus Kunststoff nehmen das Gefühl der Leichtigkeit und Komfort, dasselbe gilt für starre Kletterriemen jeder Natur
  • Abnehmbare Fersen- und Spannriemen sorgen für höhere Funktionalität, indem sie bei Bedarf die Sandale zum Slipper umfunktionieren.
  • Alternativ sind ergonomische Klettriemen anzuraten. Manche Modelle orientieren sich sogar an der Flip-Flop-Optik und sind dabei mit anpassungsfähigen, leichten Gummiriemen für festen Halt prädestiniert, die in der Größe variiert werden können.

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Fazit zur Sandale im Alltag

Auch die Sandale kann heute alles – es muss auch beim Sport nicht immer der geschlossene Schuh sein. Wenn man bedenkt, dass der Fuß und seine Temperatur großen Einfluss auf den Blutkreislauf ausüben, sollte und muss man an richtig heißen Tagen den Fuß nicht auch nicht in ein geschlossenes Schuhwerk verfrachten. Die Angebote von heute decken alle Bedürfnisse und Geschmäcker ab.

About Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

Ein Kommentar

  1. die Modewelt versucht jedes Jahr die Sandalen an die Männerfüße zu bringen… und es wird einfach nicht klappen… Der Style der Männer hat sich so verändert, dass Sandalen keinen Platz mehr finden…

    Beste Grüße, Chriss

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