Du willst nicht für alles und jenes einen Handwerker holen. Auch wenn in deiner Wohnung mal was kaputt geht, etliche Dinge willst du selbst reparieren und in Schuss halten. Und das ist weder schwer noch unmöglich. Alles, was du brauchst, ist ein wenig Werkzeug, deine Hände und, je nach Arbeit, einen Eimer.

Trotzdem stellt sich natürlich die Frage, welche Arbeiten du selbst anpacken kannst und bei welchen Problemen der Leitsatz »der Klügere gibt nach« gilt. Dieser Beitrag schaut sich das für dich mal an und sagt dir, wo du jetzt zum Profi wirst.

Abfluss verstopft? In solchen Fällen kannst du zunächst selbst Hand anlegen.

Kleinere Reparaturen selbst erledigen

Eine Leuchte ist durchgebrannt? Nun, sollte es sich nicht um eine in den Tiefen des Leuchtentums verbaute und absolut unzugängliche Leuchte handeln, greifst du selbst zum Ersatz und schraubst sie ein. Gewiss gibt es No-Go’s für dich, aber das sind in erster Linie Einmallampen, deren Leuchtkörper überhaupt nicht zur Reparatur vorgesehen sind. Alle anderen? Die Halogenbirnen unterhalb der Dunstabzugshaube? Die tauscht du selbst aus, auch wenn die Hersteller bei der Gestaltung der Halterung Feenhändchen im Kopf hatten und keine echten Menschenhände. Und was machst du sonst selbst im Haushalt? Schau mal:

  • Abfluss – ist der Abfluss vom Waschbecken verstopft, befindet sich die Ursache in den meisten Fällen im Siphon. Das ist dieser Teil des Abflusses, der an ein »U« erinnert. Hier steht grundsätzlich Wasser drin, da er auch die Geruchsbarriere bildet. Blöd nur, dass sich hier Seifen-, Rasierschaum-, Zahncreme- oder sonstige Reste sammeln und das Ding gerne verstopfen. Was musst du tun? Du stellst einen Eimer drunter, schraubst die Gewinde auf und lässt das Wasser mit all dem Kram ablaufen. Werkzeug brauchst du bei den Plastikabflüssen oft gar nicht, ein offenes Fenster oder eine Wäscheklammer auf der Nase schon.
  • Möbel – wackelt der Stuhl oder der Tisch? Auch hier kannst du Hand anlegen. Und nein, die zusammengerollte Zeitung ist nicht als Abhilfe gedacht. Meist wackelt es, weil sich irgendeine Schraube gelockert hat – stammt das Stück aus Schweden, brauchst du einen der Inbusschlüssel, die du womöglich noch in zigfacher Ausfertigung besitzt. Sollte sich das Problem nicht beheben lassen, kannst du ein dünnes Holzstück unters Tisch-/Stuhlbein kleben. Zur fixen Reparatur: Übereinander geklebte Filzgleiter helfen auch.
  • Laminat – fällt dir etwas aufs Laminat, kann sich da schnell eine Delle oder auch ein Loch bilden. Jetzt könntest du natürlich das Laminat aufheben und die defekte Planke austauschen – du kannst es aber auch lassen. Mit Reparaturkits lassen sich Löcher fix und teils mit Gimmicks beheben. In die Kits kannst du nämlich Motive einkleben.
  • Schranktüren – die Schranktür schließt schief? Schranktüren sind eine der Methoden, mit der der Teufel die Menschheit straft, also hast du jetzt den Höllenschlund in der Wohnung. Macht aber nichts, denn du kannst die Scharniere wieder korrekt einstellen. Du brauchst nur einen Schraubendreher und Geduld. Die Arbeit ist fickerig, aber machbar. Tipp: Zwei weitere Hände helfen. Und vielleicht Hopfensaft, um die Geduld auszudehnen.

Alltägliche Reparaturarbeiten kannst du durchaus selbst machen. Notfalls gibt es für alles Tutorials im Internet, die dir garantiert helfen. Bei einigen Geräten und Arbeiten heißt es aber, die Finger wegzulassen:

  • Elektrogeräte – ja, ein wackelndes Lautsprecherkabel kann selbst getauscht werden. Ansonsten wird aber nicht das TV aufgeschraubt oder der Elektroherd repariert. Gerade der Herd läuft mit Starkstrom und geht da etwas schief, war es das mit dir und deiner Heimwerkskunst.
  • Wasserleitungen – abgesehen vom Abfluss und der Installation eines Wasserhahns gilt auch hier: Hände weg. Zudem gehören die Wasserleitungen dem Vermieter, und wenn etwas defekt ist, hat der sich drum zu kümmern.
  • Strom – solltest du kein Elektriker sein: Hände weg. Ja, simple Lampen können – mit Strommessgerät – aufgehängt werden, doch funktioniert eine Steckdose nicht mehr oder kommt kein Strom mehr an die Lampe, ist wieder der Vermieter gefragt.
  • Fenster/Heizung – Vermietersache. Was nicht läuft oder undicht ist, muss von diesem korrigiert werden.

Gutes Werkzeug

Um überhaupt irgendwas im Haushalt reparieren oder renovieren zu können, brauchst du natürlich Werkzeuge. Ja, die Raviolidose lässt sich auch mit Taschenmessern öffnen, aber es gibt nicht grundlos Dosenöffner. Also, was brauchst du? Ein Überblick:

  • Schraubendreher – Kreuz, Schlitz und in mehreren Größen. Hab sie auch da, wenn du einen Akkuschrauber hast. Gerade im Spülunterschrank ist der Akkuschrauber viel zu unhandlich.
    Werkzeugkasten – hier sind ohnehin Schraubendreher drin, aber auch Inbus-Aufsätze, Zangen und viele weitere praktische Dinge. Ein Standardwerkzeugkasten kostet keine fünfzig Euro und wird dir im Haushalt das Leben retten.
  • Akkuschrauber – hole dir einen kleinen. Falls du denkst, du brauchst ihn nicht: Schraube ein Kellerregal mit 56 Schrauben per Hand zusammen und du wirst auf Knien zu Akkuschrauber kriechen.
  • Hammer – ein guter Hammer gehört in den Haushalt. Hilft auch bei der Raviolidose.
  • Strommessgerät – du willst wissen, wo du bohrst. Spürst du es, ist es zu spät.
    Falls du dich an den Möbelbau heranwagen willst, brauchst du natürlich noch mehr. Sägen und Schleifmaschinen sind nun wichtig.

Weitere Tipps für die eigene Wohnung

Willst du die Technik in deiner Wohnung auf den neuesten Stand bringen, hast aber gerade bezüglich des Lichts deine Probleme, weil dir in der Mietwohnung die Hände gebunden sind? Mit LED-Streifen kannst du dir eine indirekte Beleuchtung schaffen, ohne dass du die Wände einreißen musst. Zudem sind die Streifen recht günstig. Apropos sparen, geht da was? Ja:

  • Batterien raus – es gibt etliche batteriebetriebene Geräte, die dir mit Wegwerfbatterien geliefert werden. Tausche die Batterien gegen Akkus aus und hole dir ein Ladegerät. Online kannst Du bequem günstige Akkus kaufen und somit dauerhaft Geld sparen.
  • Zeitschaltung – hole dir Steckdosen mit Zeitschaltuhr. Die simpelste Form wird einfach in die vorhandene Steckdose gesteckt und eingestellt. Jetzt kannst du die Stromzufuhr von Geräten steuern, die du sonst immer vergisst.
  • Wandtattoos – ist dir ein Missgeschick passiert und es prangt ein Fleck an der Wand? Ja, das passiert, sieht dennoch dämlich aus. Bevor du jetzt zum Farbeimer greifst, holst du dir einfach ein cooles Wandtattoo. Schon ist der Fleck weg.

Mit dem richtigen Equipment werden Reparaturen zum Kinderspiel.

Fazit – Kleinigkeiten? Kein Problem

Hat die Wohnung Wehwehchen, kannst du leicht selbst Hand anlegen. Mit der Zeit wächst du an deinen Aufgaben und machst Dinge, die du nie von dir gedacht hättest. Bei anderen Angelegenheiten lässt du aber lieber die Hände bei dir, denn unsicheren Stromleitungen solltest du nicht auf die Spur gehen. Allerdings brauchst du einige Werkzeuge, damit du alltägliche Schwierigkeiten bewältigen kannst.

Copyright Fotos
Titelfoto - Photo by rawpixel on Unsplash
Abfluss - @ Semevent (CC0-Lizenz) / pixabay.com 
Werkzeug - @ Sid74 (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.