Boots oder Stiefel sind nicht erst seit dem Winter 2014 im Trend, aber ungefähr zu dieser Zeit hat man sie wieder des Öfteren im Alltag gesehen. Und auch jetzt, im nahenden Herbst, ergeben Boots, die über einen vernünftigen Nässe- und Kälteschutz verfügen durchaus Sinn.

Boots – mehr als ein wärmender Stiefel im Winter

Gegen die Kälte verfügen diese dann meist noch über ein entsprechend warmes Innenfutter, die Nässe wird von durch spezielle Membrane, gutes Leder und Wasser transportierendes Innenfutter abgehalten. Gerade das verwendete Leder ist im Vergleich zu klassischen Sommer-Herrenschuhen dicker und dadurch wesentlich unempfindlicher gegen die kalte und nasse Jahreszeit.

Hört sich alles erst einmal nach viel Material an, dass bei der Produktion zum Einsatz kommt und somit den Stiefel dementsprechend klobig erscheinen lässt, muss aber nicht sein. Ein weiteres Vorurteil ist, dass der Stiefelfarbe, verbindet man diese meist mit Farbtönen im bräunlichen Bereich. Aber gerade gegen Herbst gibt es auch rötliche, dunkelorange oder grünliche Boots zu sehen. Wichtig ist hierbei eigentlich nur, dass diese zum eigenen Style passen.

Wie man Boots im besten Fall kombiniert hatte ich bereits in meinem Beitrag Timberland Boots – Drei Modelle – Drei Styles betrachtet, im heutigen Artikel geht es aber vielmehr darum, wie man seine Boots gekonnt in Szene setzt und wie man seine Jeans/Chino dazu idealerweise trägt.

Sieben Arten deine Stiefel zu Jeans zu tragen

Jeans und Boots gehen Hand in Hand einher. Nicht verwunderlich, passen derbe Boots doch wunderbar zu einer robusten, stylischen Jeans wie die Faust aufs Auge. Dennoch gibt es einige Punkte, die man beim Tragen einer solchen Kombination beachten sollte.

Von links nach rechts sieht man die Styles: The Stack, The Micro-Cuff und The Regular-Cuff, auf die ich nachfolgend im Detail eingehen möchte. The Stack dürfte wohl die einfachste Art sein, seine Jeans mit Stiefel zu kombinieren. Stiefel anziehen, Jeans über den Schaft der Stiefel ziehen und auf diesem aufliegen lassen. Im Idealfall fällt die Jeans so, dass diese keine Falten schlägt, sondern gerade nach unten geht. Bestenfalls trägt man die Boots hierbei zu einer Jeans im Slim-Fit Schnitt.

Weiter geht’s mit The Micro-Cuff, auch simpel, aber sind wir Mal ehrlich, an sich sind alle Arten eine Jeans mit Stiefel zu kombinieren simpel. Vielmehr kommt es darauf an, dass du die für dich passende Kombination findest. In diesem Fall lässt man die Jeans ebenfalls auf die Stiefel fallen, um dann den Saum ein wenig umzuschlagen. Gerade so viel, dass das Faserband der Jeans im Ansatz zu erkennen und die Kante der Jeans nach oben geschlagen zeigt. Variieren kann man dies mit der Länge der Jeans, so erlaubt eine kürzere Jeans beispielsweise mehr vom Schaft des Stiefels zu zeigen.

The Regular-Cuff könnte man als Manschette umlegen beim Hemd bezeichnen. Verglichen mit dem zuvor vorgestellten Micro-Cuff wird beim Regular-Cuff der Jeanssaum ein wenig deutlicher nach oben umgeschlagen. Sprich, es ist auf den ersten Blick noch mehr vom Ansatz des Faserbands der Jeans zu erkennen. Kann man ebenfalls gut zu Slim-Fit- und Slim-Fit-Straight-Jeans tragen.

The Double-Cuff und The Tripple-Cuff werden getragen, wenn man die umgeschlagene Manschette der Jeans bewusst betonen möchte. Hierzu wird die Jeans zweimal am Saum nach oben geschlagen (Double-Cuff), damit diese ungefähr auf Höhe der Knöchel aufsitzt.

Wenn der Double-Cuff geschafft ist, dann fehlt auch nicht mehr viel zum Tripple-Cuff. Einfach die Jeans ein weiteres Mal umschlagen, um die Manschette noch eine Spur schwerer wirken zu lassen. Funktioniert am besten, wenn man eine robuste, klobige Stiefel dazu trägt. Oder eben schlanke Stiefel, bei denen man bewusst den Blick auf den hohen Schaft lenken möchte. Die Jeans sollte einen Straight-Fit Schnitt aufweisen, da ansonsten das Volumen der umgeschlagenen Jeans zu sehr das Erscheinungsbild dieser beeinflusst.

Der Name The Narrow-Roll (linker Style) lässt es bereits vermuten, hier wird die Jeans nicht einfach umgeschlagen, sie wird auch gerollt. Hierzu wird die Jeans zunächst einmal, wie beim Micro-Cuff, leicht nach oben geschlagen. Wenn dann der Ansatz des Faserbands zu sehen ist, kann die Jeans einfach gerollt werden. Hierbei setzt dann nur der eigene Geschmack die Grenzen. Je weiter man die Jeans nach oben rollt, desto voluminöser und auffälliger wird der Style.

Der letzte Style The Railroader (rechter Style) bedarf vor allem eins: Mut. Denn ganz ehrlich, mir wäre diese Art eine Jeans in Kombination mit Stiefel zu tragen eine Spur zu auffällig. Aber wer weiß, vielleicht gefällt es dir ja. Anstatt die Jeans nur vorsichtig ein, vielleicht sogar zweimal umzuschlagen wird der Saum nach innen gedreht und die Jeans bis zum Schienbein hochgezogen. Fällt auf, versprochen!

Copyright Fotos – The Styleforum Journal

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

3 Kommentare

  1. […] diesen zu erreichen, kombiniert man die Jeans im besten Fall mit einem Paar robuster Stiefel und einem Baumwollhemd. Wer es auf die Spitze treiben möchte, der setzt auf ein Hemd mit […]

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  2. hallo, eins kapier ich nicht , das sind doch keine stiefel, sondern alles nur knöchelhohe schuhe, die man hier auf den bildern sieht.
    ich trage gern kniehohe stiefel wie den dubarry galway, der kann mit einer normal geschnittenen jeans als auch skinnyjeans sehr gut getragen werden. und zwar hose in den stiefel. das wärmt am besten und schützt das hosenbein bei schlechtem wetter vor nässe und schmutz.

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    1. Auslegungssache. Zumindest in den gängigen Shops geht dies schon als Stiefel durch; aber von der Definition magst du sicherlich Recht haben.

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