Mit Sport ist das immer so eine Sache. Entweder man hat Lust Sport zu machen oder eben nicht. Wenn man Lust darauf hat, dann kann man sicher sein, dass auch Tage kommen, an denen man wieder keine hat, obwohl man weiß, dass man weiter trainieren sollte. Daher ist es wichtig eine gewisse Sport-Routine zu entwickeln. Sich quasi zum Anfangen beziehungsweise Weitermachen zu zwingen.

Selbst habe ich auch schon des Öfteren gemerkt, dass ich eigentlich lieber zuhause vorm Rechner sitzen bleiben möchte, als mich auf den Weg ins Fitnessstudio zu machen. Durch mein selbstgestecktes Ziel zwei- bis dreimal die Woche Trainieren zu gehen zählt diese Ausrede aber nicht. Schließlich möchte ich meine selbstgesteckte Sport-Routine nicht unterbrechen und die Trainingsserie abreißen lassen.

Routinen im Alltag sind wichtig

Dass das ganze auch noch einen wissenschaftlichen Hintergrund hat, bestätigte US-Psychologin Wendy Wood von der University of Southern California. Geht es nach ihr, dann bewahren uns gute, gesunde Routinen in Stresszeiten davor, ungesund zu leben. Denn Routinen werden, wie schlechte Angewohnheiten auch beibehalten, selbst wenn es in unserem Alltag hoch hergeht.

Psychologin Daniela Zahn von der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz schlägt in dieselbe Kerbe und bekräftigt die Meinung von Wood. Auch ihrer Meinung nach spielen Routinen und Gewohnheiten gerade in Stresszeiten eine wichtige Rolle. Dabei ist interessant zu wissen, dass je länger ich eine Routine schon habe, desto fester ist sie verankert und kann weniger schnell aus dem Alltag verdrängt werden.

Sport-Routinen erfolgreicher Menschen

Regelmäßig Sport machen kann also durchaus zur Routine werden und damit auch zur Motivation, um sich dann an auch an eher weniger motivierten Tagen aus der Wohnung zum Training zu quälen. Solche Sport-Routinen habe auch viele erfolgreiche Menschen in ihren Alltag integriert, um sich fit zu halten, den Kopf frei zu bekommen und ab und an einfach Mal vom Alltag abzuschalten. Nachfolgend findest du einige Beispiele hierfür.

Richard Branson

In einem Artikel von Business Insider wurden ein paar Worte zur allmorgendlichen Routine von Richard Branson verloren – AdBlocker deaktivieren zum Lesen. Dort erfährt man, dass Branson nicht nur täglich, um fünf Uhr aufsteht, um Zeit für sich und seine Familie zu haben. Sondern, dass er schon früh am Morgen unterschiedlichsten sportlichen Aktivitäten nachgeht.

„Being fit and healthy, There’s nothing like the endorphins from being fit, and the incredible endorphin rush that goes with that.“ – Richard Branson

Von einer Sport-Routine kann also nur insofern gesprochen werden, da er jeden Morgen trainiert. Hinsichtlich des eigentlichen Trainings scheint keine Routine aufzukommen, denn dafür sind seine Interessen zu vielfältig: Schwimmen, Rad fahren, Yoga, Klettern, Joggen, Tennis und Gewichte stemmen. Neben dem Aspekt, dass er sich körperlich fit hält, schwört Branson darauf, dass er dadurch auch bessere Konzentration, bessere Aufnahmefähigkeit und ein geringeres Stress-Level hat. Erstrebenswert, oder?

Tim Cook

Das US-Magazin Fortune gibt in seinem Portrait World’s Greatest Leaders: Apple’s Tim Cook leads different zum Besten, dass sich der derzeitige Apple-Chef selbst als Sportskanone sieht. Spiegelt dies auch seine iWatch wider, als er Adam Lashinsky, den Autor des Portraits einen Blick auf diese werfen lässt.

„A self-described fitness nut, Cook proudly shows off his daily physical activity as measured by the watch. So far he has clocked 50 minutes of exercise and has traveled 8,139 steps, or about four miles. An early riser, he has been on his feet for 12 hours, and it’s not quite 3:30 p.m. His workday, and his job leading Apple, are far from over.“

Ganz schön sportlich, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass er bereits um 04:30 Uhr auf den Beinen ist, um dann mehrmals die Woche, direkt nach dem Aufstehen, seinen Weg ins Fitnessstudio anzutreten. Hut ab! Gegen 06:30 Uhr geht’s direkt weiter ins Büro. Wenn man nun bedenkt, dass er meist gegen zehn Uhr Abends ins Bett geht, kommt Cook mit verhältnismäßig wenig Schlaf aus, bei einem solch fordernden Tagesablauf.

Mark Cuban

Als Besitzer der Dallas Mavericks hat Mark Cuban seit dem Jahr 2000 regelmäßig mit hochgewachsenen, durchtrainierten Sportlern zu tun. Betrachtet man allerdings seine eigene Sport-Routine, stellt man schnell fest, dass Cuban sich nicht hinter diesen verstecken muss. So steht an sechs bis sieben Tagen die Woche jeweils eine Stunde Cardio auf dem Programm.

„Advice to someone who wants to follow your routine: The hardest part is those nights when you are beat after a long day. If you have to work out at 9 or 10 p.m., you have to work out at 9 or 10 p.m. You can’t talk yourself out of it.“ – Mark Cuban, Besitzer Dallas Mavericks

Wobei er auch weiß, dass ein, zwei Trainingseinheiten ausfallen können, wenn er beispielsweise auf Reise ist. Dennoch hält er sich regelmäßig fit, in dem er neben seiner täglichen Cardio-Einheit ab und an Basketball spielt, Kickbox Unterricht oder Latin fusion aerobic Stunden im Lifetime Fitness nimmt. Ganz schön sportlich der gute Herr. Seinen Tipp wie man am besten seine Routine in die Tat umsetzt, klingt ziemlich einfach, in der Umsetzung wird das Ganze aber eine Spur schwerer sein. Das ganze Interview hinsichtlich seiner Sport-Routine findest du hier.

Satya Nadella

Nicht nur der CEO von Apple ist sportlich unterwegs, auch Satya Nadella, seines Zeichens CEO von Microsoft kann sich für Sport faszinieren. Im Gegensatz zu anderen erfolgreichen Menschen und deren Sport-Routinen aus diesem Beitrag, begeistert ihn vor allem eine Sportart: Cricket. Für ihn ist Cricket allerdings nicht nur ein Sport, sondern auch Ursprung für wichtige Lektionen, welche er bisher gelernt hat und die seinen Führungsstil beeinflusst haben.

„I was very influenced by the captains on my cricket team in school. In fact, I remember learning one of my first leadership lessons on that team.“ – Satya Nadell, CEO Microsoft

Was ihn genau beeinflusst hat liest du am besten in diesem Beitrag von Geekwire.com nach. Über seine Sport-Routine ist nur so viel bekannt, dass er meist „erst“ gegen 06:00 Uhr aufsteht, dann aber von 06:30 bis 08:00 Uhr trainiert. Persönlich bin ich mir aber sicher, dass er auch tagsüber ab und an eine Runde Cricket in seinem Terminkalender unterbringt.

Barack Obama

Sport hat für Obama eine immense Bedeutung, zwar ist er während seinem Training immer noch der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, wird aber auf dem Basketballplatz oder im Fitnessstudio nicht so behandelt. Dort ist er einer von vielen. Schon früh, als Senator, hat er seine regelmäßige Sport-Routine in den Alltag integriert, dieser ist er bis heute treu geblieben.

„Most of my workouts have to come before my day starts. There’s always a tradeoff between sleep and working out. Usually I get in about 45 minutes, 6 days a week. I’ll lift one day and do cardio the next.“ – Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Bei seiner Sport-Routine setzt Obama auf eine Kombination aus Kraft- und Cardioübungen, ergänzt mit den bereits angesprochenen unregelmäßigen Gastauftritten auf dem Basketballplatz. Um 07:30 Uhr am Morgen steht er an mindestens sechs Tagen im Fitnessstudio, um sein selbst auferlegtes Fitnessprogramm zu absolvieren. Dafür nimmt er sich 45 Minuten Zeit. Wenn es nach ihm gehen würde, nicht nach seinem Terminkalender, würde er sogar die doppelte Zeit dort verbringen.

Schaffe deine eigene Sport-Routine

Die zuvor aufgeführten Beispiele erfolgreicher Menschen und deren Sport-Routinen haben dich hoffentlich motiviert deine eigene Sport-Routine zu schaffen, regelmäßig zu trainieren, um damit deinen Körper und Geist zu stärken.

Dabei musst du gar nicht von 0 auf 100 starten. Im Gegenteil, ein paar Meter laufen, am nächsten Tag ein paar mehr, usw… reicht für den Anfang vollkommen aus. Schau dir doch einfach Mal diesen Beitrag an: Mit dem Laufen anfangen – So setzt du deinen Neujahresvorsatz wirklich um.

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein „Gefällt mir“ geben würdest.

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