Sommer, wahrlich die schönste Zeit, um bei gutem Wetter vor die Tür zu gehen. Kleidungstechnisch schaut es allerdings eher mau aus. Dank warmer Temperaturen setzt man auf weniger Kleidungsstücke und trägt daher ein meist sehr übersichtliches Outfit. Bereits im Herbst wendet sich das Blatt. Temperaturen sinken, das Wetter wird schlechter und man beginnt nach dem Zwiebelschalenprinzip zu schichten. Der Winter selbst ist dann eigentlich das Highlight für all diejenigen, die verschiedene Stücke tragen möchten. Mehrere Schichten sind notwendig um gegen Kälte und widriges Wetter anzukommen. Zeit ein wenig zu kombinieren.

Allerdings muss man ganz klar sagen, dass durch die erhöhte Möglichkeit an Kombinationen und Stücken, die ihren Weg ins eigene Outfit finden, auch mehr Style-Fauxpas entstehen können. Daher habe ich mir ein paar Gedanken über x typische Style-Fehler im Winter und wie man diese vermeiden kann gemacht. Die Liste ist keineswegs vollständig, bietet allerdings einen ersten Überblick darüber, was man beim eigenen Winter-Outfit beachten sollte.

Aufgepasst bei der Kopfbedeckung

Die Aussage, dass die meiste Wärme über den Kopf verloren geht, steht seit einigen Jahren im Raum, stimmt so aber nicht. Dennoch ist es natürlich wichtig diesen vor Kälte entsprechend zu schützen. Denn wir alle wissen, wie unangenehm es ist, wenn man gerade an den Ohren friert. Hier kommt es also gerade im Winter auf die richtige Kopfbedeckung an. Doch aufgepasst, man kann einiges falsch machen.

Kurz vorm Verlassen des Hauses überlegt man sich noch, dass es doch sinnvoll wäre den Kopf zu bedecken. Schnell zum Hut gegriffen, aber so wirklich überzeugend wirkt dieser nicht. Basecaps mögen im Sommer zu Shorts und T-Shirt gut aussehen, im Winter sollte man diese allerdings zu Hause lassen. Und ganz ehrlich, von der russischen Uschanka sollte man seine Finger lassen, wenn es nicht gerade -20°C hat.

Auf der sicheren Seite ist man in Sachen Kopfbedeckung mit einer schlichten, neutralfarbenen Mütze. Diese sollte großzügig genug ist, um die eigenen Ohren zu bedecken. Aber nicht so überdimensioniert, dass man mit einem Schlumpf verwechselt werden könnte. Bommel oder Pom-Pom Mützen sollte man dennoch meiden. Mag zwar in den eigenen Gedanken äußerst locker und lässig aussehen. In der Realität wirkt man eher wie ein zu groß geratenes Kind. Akzente sollte man dann beim eigenen Outfit doch eher an anderer Stelle setzen.

Billige Mäntel kauft man immer zweimal…

Jacken, Mäntel und Co. sind im Winter ein Muss. Ohne ist es einfach zu kalt. Daher mein Tipp, investiere in eine vernünftige Jacke und einen Mantel, damit bist du bestens für die kalten Monate gerüstet. Hier sollte man wahrlich nicht am falschen Ende sparen. Denn deinen Mantel wirst du des öfteren tragen. Es empfiehlt sich genau hinzusehen und zu überlegen was man möchte. Ruhig auch Mal den Mantel im Laden anziehen, zuknöpfen und wieder aufmachen, einfach ein wenig wie im Alltag nutzen.

Alleine hierdurch bemerkt man meist den Unterschied zwischen einem eher schlechteren zu einem besseren Mantel. In meinen Style Tipps habe ich bereits einige interessante Mäntel für den Herbst/Winter vorgestellt. Gerne Mal vorbeischauen. Interessant dürften in diesem Zusammenhang sicherlich auch meine Beiträge zur Cabanjacke, dem Trenchcoat als auch dem Dufflecoat sein.

Fingerlose Handschuhe und warum man diese nicht tragen sollte!

Eine Sache, auf die man im Winter definitiv verzichten kann: Fingerlose Handschuhe. Es sei denn du bist professioneller Taschendieb und brauchst das kleine Quäntchen mehr Fingerfertigkeit, bei deinen täglichen Arbeitseinsätzen. Gehe ich aber einfach Mal nicht davon aus. Ansonsten ergeben fingerlose Handschuhe im Winter nicht wirklich viel Sinn. Schließlich möchten wir die Finger beziehungsweise die gesamte Hand warm halten und nicht das einzeln Fingerkuppen absterben.

Daher sollte man, wenn man sich Handschuhe für den Winter kauft, auf richtige Woll- oder Lederhandschuhe setzen, die die ganze Hand bedecken. Schauen in meinen Augen nicht nur besser aus. Sondern sind wärmender und schützen die eigenen Hände um einiges besser als das fingerlose Pendant.

Auf die Länge kommt es an – achte auf deine Hosenlänge

Egal ob Winter oder Sommer, wenn Hosen und Jeans zu lang sind, schaut es einfach nicht gut aus. Bilden diese beim Aufsetzen auf die Schuhe einen Wulst der alles andere als ansehnlich ausschaut. Im Sommer/Herbst mag man noch darüber wegsehen. Aber gerade im Winter, wenn Schlamm, Schnee und nasse Schuhe an der Tagesordnung stehen sollte man hier doch besonderes Augenmerk darauf werfen.

Denn bei nassem, winterlichem Wetter gibt es noch etwas zu bedenken. Die Wulst der eigenen Hose zieht geradezu magisch Nässe und Dreck an, der beim Laufen hochgewirbelt wird. Auch der ein oder anderen Pfütze wird man nicht ausweichen können. Daher empfiehlt es sich auf die richtige Länge der eigenen Hose zu achten. Nicht nur Nässe und Dreck finden so ihren Weg auf die eigene Kleidung, auch Bakterien und Co. werden davon scheinbar magisch angezogen. Ob die Waschmaschine dann immer alles herausbekommt ist fraglich.

Regenschirm – ein unterschätztes Accessoire

Eins vorab, der Regenschirm ist für mich ein Accessoire, welche man(n) nicht wirklich benötigt. Mir reicht ein Mantel mit Kapuze vollkommen aus. Verstehe es aber auch, wenn man sich ein wenig mehr vor nassem Wetter schützen möchte.

Jedoch sollte man darauf achten, sich einem schweren Regenschauer nicht unbedingt mit einem 1€-Schirm zu stellen. Kann nur schief gehen. Daher gilt, statt zig Mal einen günstigen Schirm, der mit viel Glück einen Regenschauer überlebt, zu kaufen, lieber einen vernünftigen erstehen. Es empfiehlt sich hierbei auf dezente, unifarbene Exemplare zu setzen.

Unangebrachtes Schuhwerk – man sollte nicht alles tragen im Winter

Schuhe, die man nicht im Winter tragen sollte: Leinensneaker, Espadrilles, Boots- und Segelschuhe. Dies vorab, dennoch fällt mir immer wieder auf, dass auch solche Schuhe im Winter getragen werden. Für mich keine Option. Man sollte bevorzugt auf Schuhe setzen, die die eigenen Füße trocken halten und so auch dazu beitragen Erkältungen zu vermeiden.

Auf der anderen Seite, wenn man Leinensneaker, Espadrilles und Co. bei schlechtem Wetter trägt, kann man sich wenigstens direkt Gedanken über das eigene Weihnachtsgeschenk machen. Denn eins ist klar, mehr als ein, zwei Einsätze bei schlechtem Wetter halten die wenigstens Sommerschuhe aus. Zudem bieten entsprechende Boots und Stiefeletten im Winter eine eindeutig bessere Standfestigkeit. Gerade, wenn es glatt und rutschig ist.

Ungeschicktes Layering – wende das Zwiebelschalenprinzip richtig an!

Das Zwiebelschalenprinzip kommt im Herbst, aber vor allem im Winter zum Einsatz. Was nicht bedeutet, dass man es automatisch beherrscht. Daher nochmal ein schnelles 1×1 des Zwiebelschalenprinzips:

  • Schichte vom dünnsten zum dicksten Stoff
  • Die leichteren Stücke liegen dabei am nächsten an der Haut
  • Jede Ebene sollte sowohl einzeln als auch zusammen funktionieren – das schließt Farbe und Texturen mit ein
  • Betrachten Sie Proportionen, übermäßigen Stoffanhäufung sind keine gute Wahl
  • Wer ein wenig auf Kanye West machen möchte layert umgekehrt. Sprich, ein langer, dünner Pullover unter einer Jeansjacke mit abgeschnittenen Ärmeln
  • Wohlfühlen ist auch bei diesem Style das A und O – es bringt nichts, wenn es gut aussieht, du dich aber selbst wie ein Michelin-Männchen fühlst

Wenn du die zuvor erwähnten Tipps beachtest und eventuell noch einen Blick in den verlinkten Beitrag zum richtigen Schichten der eigenen Kleidungsstücke wirfst, dann sollte schon gar nichts mehr schief gehen. Auch die anderen Tipps lesen sich ganz brauchbar. Oder was meinst du?

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

2 Kommentare

  1. […] 7 typische Style-Fehler im Winter und wie man diese vermeiden kann […]

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  2. Was meinst Du mit Fingerlingen Handschuhen?
    Handschuhe a la Fahrrad- oder Golfhandschuhe? Da gebe ich Dir Recht.
    Falls Du aber Fäustlinge meinst, die sind tatsächlich ein besserer Schutz gegen Kälte….. aber nicht so stylisch.

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