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Style Guide – Teil 1 – Die perfekte Hose

Besagter junger Mann hatte schon leider keine Ahnung davon, wie seine Bundweite ist, geschweige denn seine Schrittlänge oder Hüftumfang.

Ohne dieses Wissen gestaltet es sich natürlich äußerst schwer, die passende Hose zu finden, v.a. wenn man regelmäßig online einkauft. Da ist es kein Wunder, wenn bei vielen die Hose entweder zu eng, oder ganz im Skater-Style, unter dem Allerwertesten sitzt.

Aber es gibt noch viele weitere Faktoren, die man für die „perfekte Hose“ beachten sollte. Daher möchte ich ein für allemal mit diesen Problemen brechen und die wichtigsten Informationen zusammenfassen:

Hossen: Größe richtige Messen

 

Größenangaben bei Hosen

 

Wenn man sich in einem Laden umschaut, sieht man bei Hosen stets Angaben wie „34/36“ oder ähnliches. Der erste Wert steht dabei für die Bundweite und der zweite für die Schrittlänge. Diese Angaben erscheinen dem Unwissenden erst einmal wie irgendwelche fixen Einheiten, ohne Größe, denn wer hat schon eine Schrittlänge von nur 36cm?  – Wenn man dennoch weiß, dass diese Werte in Zoll angegeben werden, macht es schon deutlich mehr Sinn. So entsprechen z.B. 36 Zoll, einer Länge von rund 91cm (1 Zoll = 2,54 cm).

Man sollte daher natürlich diese zwei Werte von sich selbst kennen, um bei einem Einkauf nicht daneben zu greifen. Doch auch das richtige „Maßnehmen“ ist mit Sicherheit nicht jedem geläufig.

 

Wie messe ich richtig?

 

Grundlegend sollte man erst einmal die Taille von der Hüfte unterscheiden.

Der Taillenumfang (1) wird etwa 2-3cm oberhalb des Hüftknochens gemessen und befindet sich damit in etwa auf Höhe des Bauchnabels.

Der Taillenumfang ist gleichzeitig auch eure Bundweite. Habt ihr z.B. einen Taillenumfang von 81cm, entspricht das (geteilt durch 2,54) einer Größe von 32Zoll.

Der Hüftumfang hingegen wird über die kräftigste Stelle des Gesäßes gemessen (2) und liegt somit deutlich unterhalb der Taille.

Weitere wichtige Größen für den Kauf einer Hose sind die Innennahtlänge (3) und die Schrittlänge (4).

Die Innennahtlänge (3), oder auch Beinlänge, wird vom Schritt bis zur Sohle gemessen.

Die Schrittlänge (4), oder auch Außenbeinlänge, wird vom Hüftknochen bis zur Sohle gemessen.

Wenn man diese Maße kennt, ist es deutlich einfacher eine Hose zu finden, die perfekt sitzt. Sie sind jedoch kein Garant dafür, da je nach Schnitt, Verarbeitung und Material die Hosen trotzdem unterschiedlich ausfallen können.

 

Die Hose für den eigenen Style

 

Es ist nicht einfach die perfekte Hose zu finden, denn auch der eigene Style spielt dabei eine wichtige Rolle. – Welche Aussage soll die Hose für dich haben?

Für jeden Style gibt es bestimmte Schnitte: Du möchtest es lässig und entspannt, dann greifst du wohl eher zur Karottenhose oder „Loose-fit“. Dabei musst du sie nicht eine Nummer größer nehmen um diesen Look zu erzielen, sondern kannst trotzdem bei deiner eigenen Bundweite bleiben.

Wenn du es hingegen eher Körperbetont haben möchtest, dann greifst du eben zur „Slim“ oder „Skinny“ Jeans. Achtest du dabei auf deine Maße wird auch diese nicht irgendwo zwicken und angenehm zu tragen sein.

 

Passt Die Hose zu meinem Körperbau?

 

Natürlich steht nicht jedem Mann eine Skinny Jeans und deshalb sollte man sich immer genau überlegen, welche Hose auch zum eigenen Körperbau passt.

 

Große Männer

Wenn man natürlich besonders groß ist, sind die natürlichen Proportionen etwas verschoben, da die Menschen einen eher von „unten“ betrachten. Dadurch wirkt v.a. der Oberkörper etwas gestaucht und die Beine gestreckt. Dieser Effekt wird z.B. von Slim oder Skinny Hosen unterstützt, da sie die Aufmerksamkeit auf die Beine lenken.

Dem kann man natürlich entgegenwirken, wenn man die Aufmerksamkeit nach oben lenkt. Sei es ein auffälliges Hemd, ein T-Shirt in leuchtenden Farben oder Bretonstreifen.
Weiter geschnittene Hosen oder Hosen mit einem tieferen Schnitt, z.B. Karottenhosen, Loose-Fit oder Worker, können die Proportionen ebenfalls normalisieren, da sie die Beine kürzer wirken lassen.

Ein weiterer Trend, der großen Männern entgegen kommt: Sich den Hosenbein-Saum ein paar Schläge hochzukrempeln. Das verkürzt optisch ebenfalls das Bein und sieht obendrein noch ziemlich lässig aus.

Die Größe bietet auf jeden Fall viel Platz für Details, und das sollte man auch nutzen. Seien es farbige, gemusterte Socken, Hosenträger, Querstreifen oder ein Schal. All diese Accessoires brechen die langgestreckte Silhouette auf!

 

Kleine Männer

Eins sollte euch gleich bewusst sein, weite Hosen, wie die Karottenhose, lassen euch kleiner wirken, als ihr seid. Also lasst die Hände weg! – Greift lieber zu Körperbetonten Hosen wie einer Slim oder Skinny und kombiniert diese mit einfarbigen, eng geschnittenen T-Shirts.

Ein weiterer Trick ist, bei der Schuhwahl die selbe Farbe zu wählen, wie die eurer Hose. Dadurch verschwimmen die Übergänge und lassen eure Beine ebenfalls länger wirken. Wenn ihr Stiefel anziehen möchtet, solltet ihr darauf achten, dass diese recht schmal geschnitten sind und eure Beine nicht klobig wirken lassen.

Ein dünner Gürtel bringt ebenfalls noch ein klein wenig „optische Länge“ in eure Beine, da er den Abstand von Bund zur Sohle weiter wirken lässt. Auf gemusterte Socken solltet ihr im Gegensatz zu den großen Männern besser verzichten und einfarbige, dünne Socken benutzen.

 

Übergewichtige Männer

Für die Männer unter uns, die vielleicht das ein oder andere Pfund zuviel auf den Hüften haben, gibt es natürlich noch ein paar besondere Aspekte, die man beachten sollte, denn Hosen die perfekt passen sind hierbei der Schlüssel zum Erfolg.

Hosen, die Körperbetont sind, lassen häufig eure Silhouette unvorteilhaft und unförmig wirken. Besonders Karottenhosen betonen eure Körpermitte und streckt diese in die Breite.

Bei keinem anderen Körpertyp ist es so wichtig, zur richtigen Bundweite zu greifen. Die Hose soll nicht unter euren „vier Buchstaben“ hängen und dabei ungewollte Einblicke zulassen. Versucht am besten Hosen aus, die gerade Fallen, wie z.B. eine straight fit Jeans.

 

Aber egal was für einen Körperbau ihr habt, durchforscht das Internet. Es gibt genügend Online-Shops, die unterschiedlichste Marken führen. Die richtige Hose für euch wartet nur darauf von euch entdeckt zu werden, und wenn ihr die Tipps beachtet, gibt es wenig, das ihr falsch machen könnt.

About Ben

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2 Kommentare

  1. Ach ja , immer diese Qual mit den Hosen …. Schlimmstenfalls hat der Laden die gewünschte Hose nicht mehr auf Lager . Gelungener Bericht

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