Es lässt sich nicht mehr verleugnen, der Herbst naht. In großen Schritten. Und was danach kommt, ist auch klar, der Winter. Aber keine Sorge auf beides kann man sich vorbereiten. Sollte man auch. Den mit Shorts und Shirt mag man es noch an den warmen Herbsttagen Anfang Oktober aushalten, spätestens Anfang November wird es aber sicherlich nicht mehr so warm sein. Zumindest ist dies nur schwer vorstellbar.

Aus diesem Grund habe ich mir auch ein paar Gedanken gemacht, wie man das beste aus seinen Herbst-/ Winter-Outfits herausholen kann. Dinge, auf die man eben achten sollte, wenn man nicht gerade nasse Füße haben oder durch zu bunte Kleidung auffallen möchte. Schlußendlich gilt allerdings – wie schon so oft – der eigene Geschmack entscheidet. Demnach sollte man auch selbst entscheiden, welche der acht Tipps man ins eigene Erscheinungsbild einfließen lassen möchte.

Mach deine Garderobe wetterfest…

Eingangs bereits erwähnt wartet der Herbst und Winter nicht nur mit wärmenden Sonnenstrahlen auf. In der Regel überwiegt trübes, kaltes Wetter. Meist noch gepaart mit Regen und einer ordentlichen Portion Wind. Dann darf sich das Wetter nämlich offiziell als Herbstwetter bezeichnen. So zumindest meine Vermutung zur Namensgebung. Aber keine Sorge, um ein deutsches Sprichwort zu zitieren: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung!“. Und gegen falsche Kleidung gibt’s bei Maenner-Style.de genügend Alternativen. Versprochen.

Um die eigene Garderobe wetterfest zu machen, kann man direkt bei den Schuhen beginnen. Die eigenen Lederschuhe richtig zu putzen und zu pflegen ist hierbei ein Anfang. Denn durch das regelmäßig Auftragen einer Politur beziehungsweise eines Pflegemittels wird die Grundlage gelegt, dass die eigenen Socken trocken bleiben.

Sneakers richtig zu reinigen schadet sicherlich auch nicht. Schützt aber leider nicht vor schlechtem Wetter. Bei Sneakers funktioniert dies nicht ganz so einfach. Aber es geht auch. Hierzu stellt man die Schuhe auf ein ausreichend großes Handtuch und besprüht diese mit ein wenig Abstand mit einem Flecken- und wasserabweisenden Mittel. Hierdurch setzt sich der Schmutz zukünftig nicht mehr ganz so einfach fest.

Auch die eigene Oberbekleidung freut sich über eine ähnliche Behandlung. Lederjacken sollten mit einem hochwertigen Lederbalsam gepflegt werden. Zu einem um die Feuchtigkeit abzuhalten, zum anderen, um bei eisigen Temperaturen Rissen vorzubeugen. Auch ein hochwertiger Regenmantel gehört ab und an gepflegt und überprüft, ob er den das Wasser noch abhält. Hinsichtlich Jeans, Chino und Stoffhose schaut es dann nicht ganz so einfach aus. Hier sollte man eben nur darauf achten, dass der Regen nicht direkt schräg darauf trifft.

Gedeckte Farbe im Herbst und Winter

Wenn der Frühling und Sommer eins sind, dann vor allem farbenfroh. Durchaus verständlich, wird der Alltag doch so bewusst aufgelockert. Aber an eher grauen, tristen Herbsttagen, sollte man mit zu hellen Farbtönen aufpassen. Wirkt schnell fehl am Platz. Es empfiehlt sich dennoch auf farbenfrohe Farbtöne zu setzen. Eben nur eine Spur gedeckter und kräftiger.

Neutrale Töne wie Grau, Schwarz und Braun machen das Anziehen im Dunkeln zum Kinderspiel. Aber das bedeutet nicht, dass du nur monochrome Farben tragen musst. Wobei dies durchaus funktionieren kann. Auch Ton-in-Ton-Outfits können überzeugen. Kommt eben nur Mal wieder auf die Details an.

Wer es ein wenig farbenfroher mag, der orientiert sich an den wechselnden Farben der fallenden Blätter. Rostbraun statt Orange, Moosgrün anstelle von Limette und Senf anstelle von Sonnengelb und schon hat man einen saisonal angemessenen Farbtupfer fürs eigene Outfit. Zumindest schaut es nicht so aus, als ob man direkt vom Strand kommt.

Accessoires: Das A und O im Herbst/Winter

Im Herbst und Winter sollte man(n) auch daran denken seine Accessoires ein wenig an die Gegebenheiten anzupassen. Ein Hut als Alternative zur Basecap stellt durchaus eine Verbesserung da. Besser wäre es jedoch in einen hochwertigen Regenschirm zu investieren. Denn lass dir gesagt sein, die 1 Euro Schirme aus dem Bahnhof kosten zwar kaum etwas, halten aber auch nicht Mal einen Regenschauer aus. Stattdessen sollte man dann doch eher etwas mehr investieren und einen hochwertigen Schirm erwerben.

Des Weiteren empfiehlt es sich auf einen Rucksack oder Tasche zu setzen, welche nicht direkt Unmengen Wasser durchlassen. Beschichtetes Leder ist hier sicherlich eine vernünftige Wahl und schaut sowohl für Aktentaschen als auch Messenger Bags gut aus. Alternativ gibt es auch Rucksäcke aus entsprechendem hochwertigen Material. Nylon und Segeltuch sind hier die günstigere Alternative, aber auch durchaus wasserfest.

Nicht umsonst habe ich dir und den anderen Lesern im Dezember 2016 „Drei Arten einen Schal zu tragen“ vorgestellt. Denn ganz ehrlich, es kann doch einiges schiefgehen, wenn man seinen Schal richtig tragen möchte. Schließlich soll es nicht aussehen, als ob man einen riesigen Wollwulst um den Hals herumschleppt, er soll aber auch nicht knapp über dem Boden schleifen und schon gar nicht soll er sich zu stark vom eigenen Outfit abheben. Damit man sich aber Gedanken machen kann, wie man diesen richtig trägt, sollte man zunächst in einen hochwertigen Schal für den Herbst/ Winter investieren. Es lohnt sich.

Vernünftige Oberkleidung – ein Muss an kühlen Tagen!

Bereits beim ersten Punkt bin ich darauf eingegangen, dass man die eigene Oberbekleidung wetterfest machen sollte. Dies lohn sich aber meist nur dann, wenn die eigene Oberbekleidung dies zulässt. Daher sollte man an dieser nicht sparen. Gelten Jacken, Mäntel und Co. doch als äußerste, schützende Schicht gegen schlechtes Wetter. Des Weiteren hält ein qualitativ hochwertiger Mantel nicht nur länger, sondern kommt meist auch besser mit Wetterumschwüngen zu Recht.

Ein Wollmantel gilt hierbei als die vielseitigste Option. Hier sollte man auf einen guten Schnitt in neutralen Farben wie Marine, Grau oder Kamel achten. Dieser Stil fügt sich nahtlos in die meisten bestehenden Garderoben ein und funktioniert genauso gut mit maßgeschneiderten Kleidungsstücken, wie auch mit Kleidungsstücken von der Stange. Einen Blick auf Cabanjacken kann man in diesem Zusammenhang auch noch empfehlen.

Des Weiteren sind aber auch Wachsjacken eine Option. Wie der Name der Wachsjacken anmuten lässt, wird bei der Produktion dieser Jacken Wachs verwendet und zwar zur Imprägnierung. Das dahinterstehende Prinzip ist nicht neu – Wachs schließt vor Wasser und es läuft ab. Hört sich doch echt passend für die kühlen, tristen Tage an. Oder!?

Level-Up beim Zwiebelschalenprinzip

Im Herbst ist das Zwiebelschalenprinzip eine gern gesehen Form der Kombination unterschiedlicher Kleidungsstücke zu einem Outfit. Stellt man sich hierdurch noch nicht komplett auf die kalten Monate ein, hat aber durch den Zwiebellook die Möglichkeit auf unterschiedliche Wetterbedingungen zu reagieren.

Wie der Name vermuten lässt, besteht das eigene Outfit aus mehreren Kleiderschichten von unterschiedlicher Dicke und Materialien, die miteinander kombiniert werden. Dabei werden die einzelnen Kleidungsstücke, ähnlich den einzelnen Schichten einer Zwiebel, übereinander angezogen. Im Alltag kann man versuchen klassische Stücke auf unkonventionelle Weise zu verwenden.

So trägt man beispielsweise eine Jeansjacke als Zwischenschicht unter einem Mantel oder einen Cardigan mit dicker Stärke über einem Rollkragen und Hemd. Oder man spielt ein wenig mit den Proportionen, indem man ein Longline-T-Shirt unter einem Sweatshirt und einer abgeschnittenen Bomberjacke spielt. Grundsätzlich setzt hier nur der eigene Geschmack und Mut die Grenzen.

Auf den richtigen Stoff kommt es an.

Keine Sorge, es geht nicht um Koks oder andere Drogen. Sondern vielmehr um den richtigen Stoff für deine Kleidungsstücke. Bietet sich Leinen beispielsweise gerade im Sommer als idealer Stoff für heiße Temperaturen an, wäre er im Herbst und Winter definitiv kein guter Begleiter. In diesen Jahreszeiten sollte man eher auf atmungsaktive Baumwolle oder Merinowolle setzen.

Darüber kann man dann Stücke aus schwerer Wolle tragen, um Wärme ins eigene Outfit einzubringen. Über dieser Schicht werden dann idealerweise Kleidungsstücke getragen, welche Wetterfest sind. Polyamid bietet sich in diesem Zusammenhang als gern verwendetes Material an. Wenn es um Schuhe geht, sollte man auf leicht zu reinigende Materialien achten. Schlamm kann man auf Leder abbürsten, auf Wildleder hingegen sieht man sogar Nieselregen…

Vernünftiges Schuhwerk bildet die Basis

Die Basis für ein wärmendes und schützendes Outfit bildet vernünftiges Schuhwerk. Dies ist definitiv der Fall. Weiß zumindest jeder, der schon einmal bei Regen mit Sneakers unterwegs war. Wurden diese nicht entsprechend behandelt, saugen Sie die Nässe geradezu auf, machen die Socken nass und die Erkältung naht in großen Schritten. Stabile Boots sind bei solchen Wetterbedingungen dann schon eher der richtige Begleiter.

Für den Freizeitbereich sind neben Wanderschuhen auch Arbeitsstiefel eine Option. Kommen diese ebenso praktisch wie stilvoll daher. Vergiss jedoch nicht, ihnen eine regelmäßige Einmalpflege mit der Politur zu geben. Einmal zu viel Schlamm abbekommen sind sie kein Statement-Piece mehr, sondern nur noch ein dreckiges Paar Stiefel. Eine Spur eleganter, zur Jeans und zum Anzug, geht es mit Chelsea Stiefel. Treffen diese genau den Punkt zwischen Form und Funktion.

Copyright Titelfoto: Photo by Alisa Anton on Unsplash

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.