Wieso sich an schwierigen Outfit-Kombinationen versuchen, wenn es auch simple Lösungen gibt? Sogenannte Ton-in-Ton Outfits zählen zu Klassikern im Alltag und werden auch von bekannten Persönlichkeiten wie David Beckham, Ryan Reynolds und Nick Wooster getragen. Es kommt hierbei weniger darauf an durch auffällige Farben und Muster zu glänzen, sondern durch ein stimmiges Outfit zu überzeugen. Im Idealfall wirkt es so stimmig, dass es gar nicht auf den ersten Blick auffällt, dass es sich um ein Ton-in-Ton Outfit handelt.

Eine einzelne Farbe von oben bis unten zu tragen, klingt einfach, aber es erfordert einige Überlegungen, zumindest wenn es vorzeigbar aussehen soll. 2018 werden die Laufstege geradezu mit tonalen Looks überrannt. Aber keine Sorge auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. Aus diesem Grund gibt es auch diesen Leitfaden für Ton-in-Ton Outfits, der dabei hilft den eigenen Style in dieser Form umzusetzen.

Ton-in-Ton Outfits – was versteht man darunter?

Mache behaupten, dass tonale Outfits mit das langweiligste sind, was man im Alltag tragen kann. Andere sind der Meinung, dass es sich hierbei um eines der bestgehüteten Geheimnisse der Herrenmode handelt. Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen. Grundsätzlich geht es beim tonalen Kleidungsstil darum verschiedene Texturen und Muster in den gleichen Tönen miteinander zu kombinieren.

„Tonal dressing is probably one of the most fail-safe ways for men to dress – and one that not enough men take advantage of. Aside from the ease of it all, it’s a seriously modern look.“ – Chris Kyvetos, Einkaufsleiter Stylebop.com

Trägt man des Öfteren bereits den gleichen Farbton, dann ist man auf einem guten Weg, um Ton-in-Ton Outfits als festen Bestandteil im Alltag zu integrieren. Stück für Stück gilt es nun einzelne Kleidungsstücke auszutauschen, um am Ende in einem unifarbenen Look dazustehen. Natürlich nicht mit allen Stücken in der gleichen Textur, Materialien und Muster. Sonst wirkt der Look direkt so interessant wie eine weiße Tapete und das sollte wahrlich nicht das Ziel sein.

Regeln für Ton-in-Ton Outfits im Alltag

So ganz ohne Regeln kommt ein Style-Leitfaden dann doch nicht aus. Muss er auch nicht. Worauf es bei Ton-in-Ton Outfits ankommt, erfährst du nachfolgend. Wie immer gilt: Regeln geben einen groben Rahmen vor; dürfen natürlich aber auch ein wenig gebeugt werden.

Die richtige Farbe finden…

Worauf kommt es bei tonalen Outfits wohl am meisten an? Auf die richtige Farbe offensichtlich. Denn genau diese steht im Mittelpunkt des Outfits, daher sollte man auch darauf achten, dass diese zu einem passt. Die Farbe sollte idealerweise zum eigenen Hautton passen und auf der Straße nicht zu extrem wirken.

Gelb mag zwar wunderschön und sommerlich frisch sein, für ein ganzes Outfit ist es aber zu viel des Guten. Die Frage: Welche Farben passen zu meinem Typ? beantwortet dir der zuvor verlinkte Beitrag und gibt so schon eine grobe Orientierung vor. Ansonsten gilt, dass Brauntöne sowie Marine als Farbtöne einen guten Einstieg in tonale Outfits bieten.

Mag daran liegen, dass diese Farbtöne für eine Vielzahl von Outfits zum Einsatz kommen. Aber auch, weil sich diese wunderbar untereinander kombinieren lassen. Bei Ton-in-Ton Outfits liegt man in den meisten Fällen genau richtig.

Spiele mit den Farbtönen

Hört sich komisch an, wollten wir uns nicht nur auf einen Farbton konzentrieren? Doch und dabei bleibt es auch. Aber auch innerhalb eines Farbtons kann man ein wenig variieren und mit dem Farbton selbst spielen. Eine Nuance heller oder dunkler und schon wirkt es nicht mehr ganz wie aus einem Guss. Ist auch notwendig, da man ansonsten nur unifarben und ganz langweilig durch die Gegend läuft.

Es ist daher durchaus von Bedeutung, dass man nicht in einem durchgängigen Farbton von Kopf bis Fuß bekleidet ist. Eine Ähnlichkeit der Farbtöne sollte durchaus gegeben sein, um die Wirkung von tonalen Outfits zu erzielen; unterschiedliche Schattierungen sind aber vollkommen in Ordnung. Und erwünscht.

Ein Backup-Plan schadet nie

Es ist schön, wenn Pläne funktionieren und man diese erfolgreich in die Tat umsetzen kann. Ein Backup zu haben schadet aber bekanntermaßen nie. Aus diesem Grund gibt es auch in Bezug auf tonale Outfits ein Art Backup-Plan. Dies bedeutet nicht, dass wir immer ein zweites Outfit mit uns herumtragen müssen. Aber zumindest ein einzelnes Kleidungsstück kann in einem neutralen Farbton vom Ton-in-Ton Outfit abweichen.

Bei einem Look der schwerpunktmäßig auf Blautöne setzt, kann dies in Form eines simplen, weißen T-Shirts geschehen. Lockert die vermeintliche Farbmonotonie auf, ohne jedoch sogleich den gesamten angestrebten Style zu vernichten. Auch einem komplett schwarzen Outfit bringt man durch ein einzelnes Stück in Weiß eine ganz andere Erscheinung bei. Übrigens auch eine gute Möglichkeit um nicht von jetzt auf gleich komplett auf Ton-in-Ton Outfits umzuschwenken.

Spiel mit Texturen!

Bereits bei den Farbtönen selbst haben wir gelernt, dass es erwünscht ist mit unterschiedlichen Nuancen ein und desselben Farbtons zu spielen. Einfach um ein wenig Variation ins eigene Outfit einzubringen. Gleiches gilt für die Texturen der einzelnen Kleidungsstücke. Durch die Auswahl unterschiedlicher Stoffe und Muster bleibt der Grundgedanke eines Ton-in-Ton Outfits vorhanden, wird optisch allerdings ein wenig aufgelockert.

Gerade ungewöhnliche Kombinationen wie Baumwolle mit Leder oder grober Strick mit feiner Seide kann für Aufsehen sorgen. Unterschiedliche Texturen können den Effekt und die Wirkung des tonalen Outfits steigern. Durch unterschiedliche Texturen wird der Kontrast innerhalb des Outfits herausgearbeitet und der Look selbst erhält mehr Tiefe – trotz der Verwendung nur eines Farbtons.

Ausnahmen sind mögliche – die Schuhe & Accessoires

Kopf bis Fuß darf man bei einem Ton-in-Ton Look dann doch nicht so wörtlich nehmen. So darf man die Schuhe ruhig außen vorlassen, wenn es darum geht einen tonalen Look zu tragen. Auch Accessoires wie Mütze, Schals und Handschuhe sind davon ausgenommen. Vielmehr sollte man auf einen neutralen Farbton achten, der sich dennoch stimmig ins eigene Outfit einfügt.

Für den Look selbst bedeutet dies, dass man diesen so einfach wie möglich halten sollte. Eine Vielzahl von Accessoires gilt es zu vermeiden. Konzentration auf die Kleidungsstücke steht im Vordergrund.

Gängige Farben für Ton-in-Ton Outfits im Alltag

Die Auswahl des richtigen Farbtons entscheidet über Erfolg oder Niederlage des eigenen tonalen Outfits. Dies durften wir bereits mit der ersten Regel der Ton-in-Ton Outfits lernen. Um dir eine grobe, farbliche Richtung aufzuzeigen, habe ich mich nachfolgend auf gängige Farben konzentriert, welche in unifarbenen Styles wunderbar funktionieren. Kann durchaus als ein wenig Inspiration für deinen nächsten Look dienen.

Schwarz

Eine Farbe, die sicherlich vielen eingefallen ist, wenn es darum geht ein durchgängiges Outfit zusammenzustellen. Dennoch ist es überraschend knifflig zu tragen. Dies liegt daran, dass Schwarz in Verbindung mit den meisten Hauttönen zu hart wirken kann. Entschließt man sich dennoch dafür, gilt es mit verschiedenen Texturen zu spielen, um ein wenig Abwechslung in den Look einzubringen.

Generell funktionieren schwarze Ton-in-Ton Outfits vor allem bei formeller Kleidung. Da bei diesen Kleidungsstücken auch Schnitte, Designs und Verarbeitungsqualität eine große Rolle spielen. Durch die Konzentration auf einen Farbton werden diese Schwerpunkte in den Vordergrund gerückt. Auch zu eher legeren Anlässen kann Schwarz natürlich getragen werden. Auflockern sollte man diese Art Outfit dann durch entsprechende neutrale Accessoires und Schuhe.

Blau

Sicherlich die Farbe, die dazu beiträgt, interessante Looks zu erschaffen, ohne dabei langweilig zu wirken. Des Weiteren besitzen die meisten Männer in der Regel eh schon eine Vielzahl von blauen Kleidungsstücken, allein aus diesem Grund eine gute Voraussetzung für einen durchgängigen, blauen Kleidungsstil.

Stonewash-Jeans in Kombination mit einem dunkelblauen Hemd und einer blauen Jacke sind die ideale Kombination, um in Sachen Ton-in-Ton Outfits Fuß zu fassen. In Bezug auf formale Kleidung macht man mit einem marineblauen Anzug nichts verkehrt. Hier darf dann gerne das neutrale, weiße Hemd zum Einsatz kommen, um den Look ein wenig aufzulockern – wir erinnern uns Regel Nr. 3.

Grün

Die Farbe der Saison darf natürlich auch nicht fehlen, wenn es darum geht durchgängige, tonale Outfits zu erschaffen. Idealerweise sollte man nicht auf ein knalliges Limonengrün setzen. Khaki oder Waldgrün sind da schon die bessere Wahl. Selbst grüne Anzüge sind mittlerweile im Alltag angekommen. Ansonsten überzeugen gerade Camo-Prints bei eher lässig, legeren Outfits. Hier gilt in der Tat: Ausprobieren!

Grau

Grau bietet als Farbton ein ziemlich breites Spektrum an Möglichkeiten für das eigene Outfit. Entscheidend ist hierbei, dass man auf unterschiedliche Grautöne setzt, denn der Kontrast ist entscheidend. Zumindest, wenn man nicht wie eine Granitplatte aussehen möchte. Auch Texturen spiele eine wesentliche Rolle, egal ob man nun auf einen grauen Flanellanzug, Wollpulli oder Baumwoll-Shirts setzt. Ein wenig Abwechslung muss schon sein.

Ton-in-Ton Outfits – ein Fazit

Die Anfangs erwähnten Regeln für das richtige Styling eines Ton-in-Ton Outfits, gefolgt von den gängigsten Farben für einen solchen Look, sollten dir aufgezeigt haben, wie einfach man diesen Stil tragen kann. Weniger ist mehr. Nicht nur farblich gesehen, sondern auch in Hinblick auf die Accessoires. Und dennoch kommt es auf die Details, wie unterschiedliche Texturen und Muster an.

Kommt dies alles zusammen, erhält man ein Outfit, welches auf ganzer Linie zu überzeugen weiß. Und das auch dann, wenn es nur in einem Farbton daherkommt. Und da soll nochmal einer sagen Ton-in-Ton Outfits können nicht interessant sein…

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

3 Kommentare

  1. […] Ton-in-Ton-Outfits funktionieren nicht nur mit dunklen oder bunten Farben, auch mit weißen Kleidungsstücken kann ein solcher Stil umgesetzt werden. Es kommt eben nur darauf an, dass man auf die Details achtet. […]

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  2. […] und Mal etwas anderes zu tragen als Jeans und T-Shirts mit Print. Auch heute bevorzuge ich noch „Ton-in-Ton“ Looks, da diese so schön einfach sind. Aber mittlerweile stellt es kein Problem mehr dar eigene Outfits […]

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  3. […] Braun- und Beigetöne des Outfits ins Auge. Wie du jedoch auf den ersten Blick siehst, spielen diese mit unterschiedlichen Farb-Nuancen, damit das Outfit nicht wie Einheitsbrei […]

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