Theodossios Theodoridis, seines Zeichens Uhrenblogger auf zeigr.com, ist zurück bei Maenner-Style.de. Erneut mit einem Gastbeitrag zum Thema Uhren, welchen ich dir nicht vorenthalten wollte. Aber lies doch einfach selbst.


Kleider machen Leute – und Bänder machen Uhren. Es ist immer wieder erstaunlich, wie das bloße Wechseln eines Armbands eine Uhr komplett verändern kann. Selbst für mich, als langjährigen Sammler und Uhrenblogger (ZEIGR.com). Und das Beste: Das regelmäßige Tauschen eines Uhrenbandes bringt Abwechslung ans Handgelenk. Oder anders gesagt:  Neues Band, neue Uhr.

Doch aus irgendeinem Grund ist der Bandwechsel noch nicht so weit verbreitet, wie er es sein sollte. Das liegt unter anderem daran, dass so mancher Uhrenhersteller es einem „ab Werk“ nicht wirklich leicht macht. Im Gegenteil. Man benötigt nahezu immer ein Werkzeug, Geduld und Fingerspitzengefühl, um ein Uhrenarmband zu wechseln. Oder man geht zum Uhrmacher.

Ziemlich unpraktisch. Und vollkommen unnötig. Denn die Lösung für dieses Problem gibt es schon lange. Sie lautet: Schnellwechselbänder bzw. Uhrenarmbänder mit Schnellwechselsystem.

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Selbst Uhren-Neuling Apple hat dieses Feature für sich und seine Apple Watch entdeckt, die sich millionenfach verkauft. Einzig die etablierten und alteingesessenen Uhrenhersteller „schlafen“ hier noch ein wenig – zumindest der Großteil von ihnen. Der schnelle, komfortable und selbstständige Bandwechsel scheint bei ihnen irgendwie noch nicht angekommen sein…

Wie dem auch sei. Damit zumindest Ihr beherzt in das Bandwechsel-Game einsteigen könnt, möchte ich Euch ein paar Tipps in Sachen Uhrenarmbänder mitgeben. Dazu gibt es noch die eine oder andere Bezugsquelle, die sich Uhren-Fans gern untereinander empfehlen. Gewissermaßen ein paar Insider-Tipps.

Los geht es mit den wohl stabilsten und solidesten Uhrenarmbändern.

Metall- & Stahlbänder

Der große Vorteil von Metallbändern: Sie sind robust und halten ziemlich lange. Metall eben. Allerdings ist Metall auch ein recht hartes Material, das bei nicht so gut verarbeiteten Bändern gern mal drückt, ziept und klemmt. Metallband ist eben nicht gleich Metallband. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass folgende Hersteller und die folgenden Uhrenmodelle ziemlich gute Stahlbänder haben. Da wäre zum Beispiel die Omega Speedmaster Automatic Tripe Date – unglaublich angenehm zu tragen. Ein echter Handgelenks-Schmeichler:

Dasselbe gilt für das integrierte Stahlband der Maurice Lacroix Aikon Automatic, das sogar über eigenes Schnellwechselsystem verfügt – sehr löblich.

Und natürlich darf der Klassiker nicht fehlen: Das berühmte OysterBand von Rolex, das man an einigen Modellen, wie der Submariner, der Sea-Dweller und der Oyster Perpetual  findet. Es ist DER Prototyp eines gelungenen Metallbands – mit wirklich sehr angenehmem Tragekomfort:

Wer nun aber nicht das Geld hat, sich eine Rolex, Omega & Co. zu kaufen und dennoch ein vernünftiges Band, zum Beispiel im Oyster-Stil, für seine Uhr haben möchte, für den könnten die Metallbänder des darauf spezialisierten Online-Shops Strap Code etwas sein. Uhrenfans empfehlen sie immer wieder, und sie sind nicht übertrieben teuer (ab ca. 50 Euro). Ihr findet hier verschiedene Metallband-Varianten. Unter anderem  Oyster-, Jubilee & Mesh-Bänder. Letztere sind für den Sommer eine ganz gute Wahl, da sie recht „luftig“ gearbeitet sind.

Wichtiger Tipp: Achtet darauf, für welche Uhrenmarke die Bänder konzipiert bzw. angepasst sind. Ist Eure Uhrenmarke nicht dabei, dann solltet Ihr lieber zu einem Band mit geradem Bandanstoß (Straight Lug) greifen. Das sollte in jedem Fall passen. Und einziger Wermutstropfen: Es sind keine Schnellwechselbänder. Bei Metallbändern ist dieses Feature leider immer noch zu selten zu finden.

Durchzugsbänder –  aka Nato- und Perlonbänder

Ursprünglich für den Militäreinsatz gedacht, hat es das Nato-Band es mittlerweile auch an zivile Handgelenke geschafft. Selbst an Modeuhren findet man diese Bandvariante aus leichtem Nylongewebe. Und das ist sehr nachvollziehbar. Diese Textilbänder sind in zig Farben und Farbkombinationen erhältlich. Zudem günstig und unglaublich schnell gewechselt – altes Band ausfädeln, neues Band einfädeln. Fertig! Wie bei einem Gürtel. Kein Werkzeug, kein nichts. Schließlich muss es beim Militär schnell und praktisch zu gehen. Und für die Modebewussten ergibt sich ein weiterer Vorteil: Binnen weniger Sekunden hat man einen neuen Farb-Look – passend zum jeweiligen Outfit.

Natürlich gibt es auch bei Natobändern Qualitätsunterschiede. Eine besonders gute Qualität hatte ich neulich bei einer Uhr vom Outdoor-/Einsatzuhren-Spezialisten Traser am Arm – mehr dazu hier.

Wer nun einen auf Nato-Bänder & Co. spezialisierten Online-Shop sucht, dem möchte ich miros-time.de  ans Herz legen. Miro (Miroslav) ist offensichtlich ein waschechter Uhren-Fan und betreibt den  Shop  nebenbei. Er bezeichnet sich selbst „als ganz kleinen Fisch im internationalen Strap-Pool“. Dennoch ist die Auswahl mit über 300 und ständig wechselnden Bändern mehr als beachtlich. Ebenso die vorhandene Expertise, die man jeder seiner Beschreibungen anmerkt. Und: Es gibt immer mal wieder Angebote und Auslaufmodelle Shop. Mein Fazit: Tolle Auswahl und schön, dass es solche Shops gibt, die von echten Uhren-Fans betrieben werden.

Und noch ein Tipp in Sachen Durchzugsbänder: Wer für den Sommer eine etwas luftigere Variante eines solchen Textilbands  sucht, für den könnten Perlonbänder etwas sein:

Mehr dazu auch in diesem Artikel.

Lederbänder – Retro -Trend  & Vintage-Straps

Kommen wir zu der, zumindest  für viele, edelsten Variante eines Uhrenarmbandes: das Lederband. Hier hat es in den letzten Jahren einen regelrechten Hype für sogenannte Vintage-Bänder gegeben. Im Gegensatz zu einem gediegenen Kroko-Lederband und seine Artgenossen, sind diese Bänder ein wenig „rustikaler“. Und das im positiven Sinne. Der Vintage-Strap-Hype übrigens begann mit den sogenannten Two-Stitch-Bändern:

Mittlerweile gibt es einige schöne Varianten und Abwandlungen hiervon. Und das ist gut so. Denn auch hier ist Abwechslung Trumpf. Und so mancher Uhrenfan dürfte das klassische Two-Stitch-Band schon ein wenig über haben.

Natürlich gibt es diese Bänder in verschiedenen Qualitäts- und Preiskategorien – von 20 bis 200 Euro ist alles drin. Mein Tipp: Wenn Ihr Euch ein Lederband im Vintage-Stil zulegen wollt, tut Euch selbst den Gefallen und kauft nicht unbedingt das günstigste. Der Hype hat leider dazu geführt, dass es hier einige recht eilig und günstig „zusammengeschusterte“ Bänder zu kaufen gibt. Achtet einfach auf gute Qualität und Verarbeitung. Und wie so oft im Leben, haben die etwas mit dem Preis zu tun.  Es müssen sicherlich keine 200 Euro sein. Das wäre übertrieben. Unter 100 Euro bekommt Ihr auf jeden Fall etwas Gutes. Erst recht, wenn die Bänder Made in Germany sind.

Weitere Tipps, die ich Euch hierzu ans Herz legen möchte – und selbst bei der Produktion meiner Bänder berücksichtigt habe: Achtet darauf, dass das Leder pflanzlich gegerbt (chromfrei)  ist, die Kanten versiegelt (erhöht die Lebensdauer) und es sich um die oben erwähnten Schnellwechselbänder handelt. Sie machen das Leben wirklich einfacher.

Und falls Ihr Euch nun fragt, woran man erkennt, ob ein Band ein Schnellwechselsystem hat.

An so einem kleinen Pin:

Mit ihm könnt Ihr das Band gewissermaßen entriegeln – und ebenso einfach wieder einsetzen. Ganz ohne Werkzeug.

Fazit – Armband wechsel dich

Egal, ob Ihr Euch für ein neues Metall- oder Lederband entscheidet, achtet darauf, dass es sich bequem und stressfrei wechseln lässt. Für Nato- und Perlonbänder gilt das ja ohnehin. Und dann steht dem regelmäßigen Bandwechsel auch nichts mehr im Wege.

Last but not least: Wer nun Lust auf ein Lederband im Vintage-Stil bekommen hat, der sollte auf jeden Fall  im ZEIGR-Shop vorbeischauen. Dort findet Ihr meine Lederbänder – natürlich mit allen oben genannten Features. Und das Beste: Mit dem Gutschein-Code MNR-Style gibt es 15% Ermäßigung für Leser von Maenner-Style.de. Dieser ist bis zum 07. September gültig.

Copyright Titelfoto: shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 254305060

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.