Westen für den Mann in 2017 ein absolutes Must-Have

In meinem Beitrag Herrenweste – das muss man(n) wissen bin ich schon darauf eingegangen, dass die Weste für den Mann immer mehr im Kommen ist. Und gerade 2017 zeichnet es sich ab, dass die Weste sich zum Must-Have Kleidungsstück entwickelt. Was unter anderem daran liegt, dass sie so vielfältig einsetzbar und vor allem im Alltag problemlos kombinierbar ist.

Mit The Bloke, was ins Deutsche soviel übersetzt wie Der Kerl bedeutet, habe ich mir Experten an den Start geholt, welche mir ein paar Worte zum Trendkleidungsstück Weste mit auf den Weg gegeben haben. Das junge, kreative Mode-Label, welches seit 2014 am Markt ist, definiert den eigenen Stil über Qualität und Individualität.

Dabei widmet sich das Label schwerpunktmäßig einem Must-Have des Kleiderschranks eines jeden Mannes: dem Anzug. Denn egal ob für den Job, zu gesellschaftlichen Anlässen oder auf der eigenen Hochzeit, ein Anzug benötigt jeder Mann. Aber auch Westen, Hemden und Co. werden immer gefragter – daher hat sich The Bloke auch mit diesen auseinandergesetzt. Aus den daraus gewonnen Erfahrungen können wir nun profitieren.

Warum wird die Weste 2017 zum Trend?

Das hat verschiedene Gründe: Die Weste bleibt sich treu, wird nur vielfältiger einge-setzt. Sportiv, casual oder als besonders eleganter Look. Stilbrüche wie die Verknüpfung von Klassik und Casual sind schon seit längerem Thema in der Mode. Ein Beispiel ist Athleisure: Anzughosen mit Sportswear-Attributen (wie Kordelzug) oder Sneakers zum Anzug – noch vor wenigen Jahren wären diese Kombinationen undenkbar gewesen.

Abgrenzung. Originalität. Mit Westen können Männer ihren persönlichen Lifestyle zum Ausdruck bringen und einen unverwechselbaren Look kreieren. Sie hat heute so viel Style wie noch nie – sie ermöglicht eine Akzentuierung der Persönlichkeit, nicht nur im Office, sondern auch in der Freizeit.

So lässt sich beispielsweise mit groben Stoffen ein kerniges Erscheinungsbild erschaffen, das an die Workwear der 20er erinnert. Kombiniert man eine Weste aus einem feinen Stoff zum Anzug wirkt es hingegen elegant und seriös oder auch uniformhaft minimalistisch.

Welche Farben/Muster sind angesagt & wie kombiniert man die Weste am besten?

Farben

Für elegante Kombinationen und Businesslooks bleibt man Ton-in-Ton, spielt aber mit den verschiedenen Formen der Weste. Im Sommer sind unterschiedliche Blau-Nuancen, im Winter voluminösere Wollstoffe in gedeckten Farben angesagt. Etwas mehr Punk bringen farbliche (z.B. blau/rote) Karos in die Sache. Experimentierfreudige mixen die Farben und tragen die Weste in einem anderen Ton als Sakko und Hose.

Muster/Stoffe

Unser Favorit für den Winter sind Westen aus voluminösen Stoffen wie Bouclé, softer Tweed oder Flanell. Verstrichene Wollbilder und Samt sind sehr beliebt. Gerne auch mit einem leichten Karo. Im Sommer dagegen ist die Weste aus Leinen oder Baumwolle unser absoluter Favorit. Leinen ist sehr leicht und perfekt für heiße Tage.

Ob zur Jeans mit derben Boots, zur Chino oder zum Anzug: Westen runden das Outfit ab, verleihen dem Look das gewisse Etwas und sind super einfach zu kombinieren. Business-Punks kombinieren im Office die Flanellweste zu Sakko und Chino. Generell gilt je feiner der Stoff desto eleganter.

Kombination

Die Tweed- oder Flanellweste einfach mit einem schlichten Hemd kombinieren. Ein Stehkragenhemd oder auch ein Rollkragenpullover unter einer Flanell-Weste ergibt einen luxuriösen Casual-Look.

Bei einer Weste aus grobem Tweed oder Bouclé, hat man bei der Hose mehr oder minder freie Wahl – Jeans, Chino oder Bundfaltenhose, geht alles. Kleiderschrank auf und einfach etwas rumprobieren. Farblich kann man sich austoben – alles ist möglich. Wenn es etwas mehr sein darf, eine kernige, leicht wollige Schleife ergänzen.

Gibt es Besonderheiten beim Schnitt & worauf muss man bei der Auswahl achten?

Schmal oder weit, lang oder kurz – alles ist tragbar, wenn es zum eigenen Typ passt. Für den eleganten Business-Look gilt: Die Weste sollte das Hemd am Hosenbund verdecken jedoch nicht über den Hüftknochen reichen.

Die Frage nach dem Revers, den Taschen, Knöpfen und Schnitten bleibt letztlich dem eigenen Geschmack überlassen – hier gibt es viele Optionen die Weste individuell zu gestallten. Paspelierte Taschen und Pattentaschen sind modern, im Office sowie in der Freizeit tragbar.

Titelfoto: Jennifer Fischer Photographer // Styling Andrea England

About Sebastian

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4 Kommentare

  1. Moin Moin,

    ich dachte Westen sind ohne ein Sakko darüber immer ein No-Go gewesen oder irre ich mich da?
    Ich finde natürlich, dass eine Weste auch ohne Sakko toll aussehen kann 🙂

  2. Vielen dank für den interessanten Artikel über die Trends im Bereich der Herrenmode. Ich freue mich sehr, dass Westen jetzt im Trend sind, da ich diese persönlich selber sehr gerne trage.

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