Machen wir uns nichts vor, mit Anfang 30 kleidet man sich anders als noch mit 20 oder 21. Ist ja auch gut so, schließlich entwickelt man sich selbst und seinen eigenen Stil von Jahr zu Jahr weiter. Auch die Rahmenbedingungen ändern sich. Kann man in seinen 20ern noch seine rebellische Phase ausleben und es wird mit Aussagen wie „so sind sie eben, die jungen Leute“ abgetan, ist dies in den 30ern nicht mehr der Fall.

Dann wird einfach erwartet, dass man weiß, wer man ist, wo man sich im Leben befindet und wo man noch hinmöchte. Dies alles spiegelt sich eben auch im eigenen Erscheinungsbild wider. Was nun aber nicht heißen soll, dass man in seinen 30ern nicht mehr rebellisch sein darf. Nur macht sich Anzug und Krawatte im Vertrieb dann eben doch besser als zerrissene Jeans und alte Lederjacke.

Für den Mann in seinen 30ern gilt es allerdings nicht nur sich gekonnt zu präsentieren, sondern auch verschiedene Styles unter einen Hut zu bringen. Schließlich ist man nicht immer der arbeitende Büroangestellte, viele sind in diesem Alter bereits Vater, machen Sport und auch für die eigene Ehefrau möchte man natürlich gut aussehen. Schwierig dies alles unter einen Hut zu bekommen. Daher schaden gewisse Style-Vorgaben, an denen man sich orientieren kann eigentlich gar nicht. Eine Auswahl davon gibt’s nachfolgend.

Deine Experimentierphase sollte zum Ende kommen…

Mode ändert sich, der Stil bleibt. Daher solltest du in deinen 30ern deinen Stil gefunden haben, wobei es hierbei natürlich keine harte Regel gibt ala „bis 32 kannst du dich auf deinen Stil festlegen, in dem du dich bis zum Lebensende kleidest“. Vielmehr geht es darum, dass man seine Richtung gefunden hat, in der man sich im Alltag kleidet und selbst darstellt.

Für einen Mittdreißiger ist es wahrlich schwieriger aktuelle Trends auszuprobieren, als wenn man noch Anfang zwanzig ist. Erwartet man doch ein gewisses Auftreten und gerade eher ausgefallene Trends können dann eher schnell für Peinlichkeiten sorgen, als das sie besonders gut ankommen. Man sollte daher lieber auf längerlebige Trends setzen und diese in seinen eigenen Stil integrieren. Kurzfristige Trends darf man gerne den jüngeren überlassen.

Kauf Qualität, nicht Quantität

Wenn man seinen Stil oder zumindest eine grobe Richtung für die eigenen Kleidungsstücke bereits gefunden hat, ist es auch wahrscheinlich, dass man einen breit ausgestatteten Kleiderschrank vorzuweisen hat. Daher gilt es von nun an auf Qualität, statt Quantität zu setzen. Was nutzt das gefühlt zwanzigste Hemd, wenn du immer nur die gleichen fünf trägst?

Gleiches gilt für deinen Anzug. Wieso fünf verschiedene Modelle, wenn es zwei vernünftige auch tun? Preiswerte Platzhalter im eigenen Kleiderschrank sollten daher Stück für Stück ausgetauscht werden. Lieber kauft man weniger und nicht so oft, dafür aber besser und langlebiger. An einem gut sitzenden Anzug sowie einem hochwertigen Paar Schnürer hat man auch in fünf Jahren noch seine Freude, vorausgesetzt man pflegt diese richtig.

„The difference between style and fashion is quality.“ – Giorgio Armani

Die Idee dahinter ist es, Stück für Stück den eigenen Kleiderschrank nicht immer noch mehr zu vergrößern, sondern stattdessen, die Qualität der einzelnen Stücke zu steigern.

Finde deinen perfekten Schnitt, bleib ihm treu!

Mit Kleidung ist das so eine Sache, denn nicht nur auf die richtige Qualität kommt es an. Vor allem die Passform muss stimmen, damit diese einem steht. Denn das schickste Hemd, aus dem hochwertigsten Material kann noch so billig an einem aussehen, wenn es nicht richtig passt. Daher ist es wichtig, dass wenn du deinen perfekten Schnitt gefunden hast, diesem treu bleibst.

Sprich, nicht zu weit, nicht zu schmal – die Jeans nicht zu tief sitzend, das Hemd am Bauch nicht zu weit – all diese Kleinigkeiten sollte man vermeiden. Alleine durch die richtige Passform zeigt man seinen Mitmenschen, dass man weiß, was man in Sachen Kleidung macht. Und nicht einfach auf gut Glück diese kauft. Im Zweifelsfall schadet ein Blick in die Style Guides hier auf Maenner-Style.de nicht, um etwas mehr dazu zu lernen.

Bleib in Form – für deinen Körper, dein Wohlbefinden und deine Kleidung

Anfang des Jahres habe ich in meinem Beitrag „50 Euro, welche ich Monat für Monat gerne ausgebe!“ darüber berichtet, wie ich es so mit Sport im Alltag handhabe. Schon vor dem Schreiben des Beitrags habe ich erkannt, dass Sport mich nicht nur körperlich weiterbringen kann.

Als ein Teil meiner Alltagsroutine kann ich es beispielsweise nutzen, um vom beruflichen Stress abzuschalten. Auch neue Menschen, außerhalb des üblichen Kreises, konnte ich so bereits kennenlernen. In Bezug auf den eigenen Kleidungsstil kann regelmäßiges Training natürlich auch helfen. Denn wenn man in Form bleibt, passen die eigenen Kleidungsstücke auch länger. Und man fühlt sich direkt viel wohler in diesen, als wenn man jedes Mal den Bauch beim Anziehen der Lieblingsjeans einziehen muss.

Ausreden gibt es an sich auch keine, kein Sport zu machen. Schau dir nur die Sport-Routinen erfolgreicher Menschen an. Wenn die Zeit dafür haben, dann du auch – oder?

Smart Casual lautet das Zauberwort

Auf der Suche nach einem bestimmten Dresscode, an dem man sich für seinen eigenen Stil orientieren kann, stolpert man(n) kurz über lang über den Smart Casual Dresscode. Dieser ist ein wenig entspannter, nicht ganz so formal und dennoch auch im Büroalltag tragbar.

So macht Mann mit einem Sakko oder Blazer in stimmiger Kombination zu Hemd und Hose nichts verkehrt. Aber auch ein Pullover passt dazu. Wobei dies natürlich vom konkreten Stil des Pullis abhängig ist. Schlicht, minimalistisch und auf wenige Farben begrenzt – vollkommen in Ordnung. Kapuzenpullover, zwei Nummern zu groß und mit riesigem Print auf der Brust – lass es bitte sein!

Ab und an darf es auch der Athleisure Look sein

Was man auch tragen kann, vornehmlich in der Freizeit, weniger im Büroalltag, ist der Athleisure Look. Dieser präsentiert sich als gekonnte Kombination von Sport- und Freizeitmode. Mit einem Sweater, Sportschuhen und Chino oder Jeans verkörpert man den Look auf eine besonders lässige Art. Doch wie macht man(n) hier den Anfang?

Wie wäre es mit den Sportschuhen, diese sind längst etablierter Bestandteil jeder guten Herrengarderobe. Hier darf man wagemutige und innovative Kombinationen kreieren. Eine solide Stoffhose mit Sportschuh – wieso nicht? Ansonsten passen Sneaker auch immer zur schicken Jeans. Meiner Meinung nach ein Trend, den man ruhig auch noch Mitte 30 tragen kann. Oder was meinst du?

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

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