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Zeit nehmen für besondere Momente – die MeisterSinger No.03

Was für Frauen Handtaschen oder Schuhe sind, sind für mich Armbanduhren. Dies mag daran liegen, dass sich auf diesem Gebiet ständig etwas Neues ergibt, wie du bei meinen Highlights der Baselworld 2016 sicherlich gesehen hast und ich mich dadurch auch immer wieder für etwas Neues begeistern kann.

Dabei müssen es nicht unbedingt die alten Uhrmacher sein, welche mit ihren Armbanduhren zu überzeugen wissen. Auch vergleichsweise junge Unternehmen verstehen es am Markt anzukommen.

Hierzu zähle ich MeisterSinger, welche sich seit 2001 ganz besonderen Uhren verschrieben haben: Einzeigeruhren. Das Besondere an diesen Uhren ist, dass sie nur – wie der Name bereits vermuten lässt – einen Zeiger besitzen, den Stundenzeiger. Durch diesen lässt sich die Zeit auf fünf Minuten genau ablesen. Der Firmengründer Manfred Brassler stellt seine Zeitmesser mit diesem Merkmal in die technische und kulturelle Tradition der frühen Uhrmacherei.

MeisterSinger – Besinnung auf das wirklich Wichtige

Im Jahr 2001 gründete Manfred Brassler das Unternehmen MeisterSinger, Anlass hierfür war es Menschen eine Alternative zu Armbanduhren zu bieten, auf denen die Zeit rast. Zum Zeitpunkt der Firmengründung hat er bereits einige Erfahrungen im Uhrendesign sammeln können und sich vor allem von historischen Einzeigeruhren zu Zeitmessern inspirieren lassen.

Das Besondere an diesen ist, dass die Zeit nicht zu rasen scheint. Da dem Träger einer Einzeigeruhr nur das Wichtigste gezeigt wird, um ihm einen Überblick zu vermitteln, anstatt ihn mit hektisch, fortschreitenden Sekunden zu ärgern – die im Alltag mehr stressen als von Nutzen sind.

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Im Portfolio von MeisterSinger findet man sowohl Handaufzugs- als auch Automatikuhren, das Sortiment wurde seit der Gründung zudem um komplexere Modelle erweitert. Dies zeigt sich dadurch, dass diese zusätzlich zur Zeit auch Wochentag und Datum oder eine zweite Zonenzeit anzeigen.

Zu sehr möchte ich gar nicht in die technischen Raffinessen der Einzeigeruhren von MeisterSinger abdriften, erwähnen möchte ich jedoch, dass mit dem Erfolg der Uhren bei den Käufern auch der technische Anspruch gewachsen ist.

Dies zeigt sich dadurch, dass das Unternehmen mit dem Handaufzugswerk MSH01, einen Antrieb nach Maß, in der Schweiz, entwickeln lässt. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass das Aufzugswerk dank zweier Federhäuser über enorme Kraftreserven verfügt und den Stundenzeiger so besonders präzise und ohne Spiel führt. Das Zusammenspiel von technischem und ästhetischem Ideal hat dazu geführt, dass das MSH01 gleich nach seiner Vorstellung mit dem red-dot Design-Award geehrt wurde.

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Unerwähnt sollte auf keinen Fall bleiben, dass Manfred Brassler nicht nur Firmengründer von MeisterSinger ist, sondern die Einzeigeruhren des Unternehmens selbst designt. Bisher ist mir kein anderes Uhrenunternehmen bekannt, bei welchem der Firmengründer so stark im Entwicklungs- und Designprozess eingebunden ist wie bei MeisterSinger aus Münster.

Was ist eine Einzeigeruhr und wo hat diese ihren Ursprung?

Die Einzeigeruhr lässt sich ganz einfach beschreiben. Bei dieser handelt es sich um eine Uhr, welche nur einen Zeiger, nämlich den Stundenzeiger besitzt und es ermöglicht auf fünf Minuten genau abgelesen zu werden.

Zu Beginn des Beitrags habe ich erwähnt, dass Manfred Brassler sich von historischen Zeitmessern hat inspirieren lassen, welche ebenfalls nur einen Zeiger besaßen. Es waren allerdings keine Einzeiger-Armbanduhren, sondern Turmuhren, welche nur mit einem Zeiger ausgerüstet waren, die ihn für seine MeisterSinger Modelle inspirierte.

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Begründet war der Einsatz von Einzeigeruhren als Turmuhren durch die Geschichte der Uhr, so erfolgte die Messung der Tagesstunden früher am genauesten mit Hilfe der Sonnenuhr. Durch die Erfindung der mechanischen Uhr wurde man davon allerdings unabhängig, zumindest teilweise, denn gerade zu Beginn der Geschichte der mechanischen Uhren waren diese relativ ungenau und wurden mit Hilfe der Sonnenuhr justiert. Minuten- und Sekundenzeiger waren zu diesem Zeitpunkt aufgrund der notwendigen Mechanik noch kein Thema.

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Diese hielten dann mit der Zeit doch Einzug auf fast jeder Uhr und waren zum Standard geworden. In Zeiten, in denen Armbanduhren immer überladener wirken und mit Funktionen daher kommen, welche man im Alltag nicht ansatzweise benötigt, setzten sich Minimaluhren immer weiter durch. Diese sind als Gegenbewegung zum Verlangen nach zusätzliche Komplikationen und Funktionen zu verstehen. Daher kann man festhalten, dass der Begriff Minimaluhr mit dem der Einzeigeruhr gleichzusetzen ist.

Eine Einzeigeruhr lesen, so geht’s

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Wo die Einzeigeruhr auf Zeiger verzichtet rücken Indizes in den Vordergrund. So wird der Zwölf-Stunden-Kreis des Ziffernblatts durch insgesamt 144 Striche unterteilt. Wie du dir sicherlich denken kannst steht ein Strich hierbei für 5-Minuten.

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Im Gegensatz zu den 5-Minutenstrichen sind die Viertel-, Halb- und Stundenstriche in dieser Reihenfolge jeweils kräftiger gezeichnet und erleichtern im Zusammenspiel mit dem markanten Nadelzeiger das Ablesen der Einzeigeruhr. Im zuvor eingebundenen Foto habe ich als Beispiel für dich 15:05 Uhr eingestellt. Hättest du es gewusst?

Rituals of Time – Bewusst Zeit nehmen für die wichtigen Dinge des Lebens

Nicht nur mit seinen Einzeigeruhren versucht Manfred Brassler mit seinem 14-köpfigen Team, auf die Entschleunigung vom Alltag aufmerksam machen. Mit den Rituals of Time möchte MeisterSinger darauf verweisen, wie wichtig es ist, sich im Alltag bewusst Zeit zu nehmen, die einem wichtig sind.

Denn sind wir Mal ganz ehrlich, jeder von uns hat diese kleinen oder auch größeren Ritualen, welche Einfluss auf den eigenen Alltag haben. Genau diese lassen im Alltag erkennen, dass alles in Ordnung ist oder zumindest nicht vollkommen durcheinander.

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Bei mir gibt es diese Rituals of Time natürlich auch. Dazu zähle ich beispielsweise die Zeit am Abend, in welcher ich mit meiner Frau gemeinsam zu Abend esse und wir uns von unserem Tag erzählen. Ganz ohne Hetze, ohne Smartphone, TV und Co. Nur wir Beide, ein wenig Zeit und ein offenes Ohr für seinen gegenüber.

Hierbei kommt es dann auch nicht darauf an, ob wir eine halbe Stunde oder Stunde zusammensitzen, die Zeit wird hier nicht nach Sekunden abgerechnet. Denn ganz ehrlich bei solchen Ritualen spielen diese keine Rolle.

Ein weiteres Ritual of Time betrifft mich nur selbst. So nehme ich mir jeden Sonntag nach dem Aufstehen bewusst ein wenig Zeit um ein paar Seiten aus einem Buch zu lesen oder einfach nur im Bett zu liegen und Musik zu hören. Mich würde natürlich noch interessieren, ob du auch solch Rituals of Time hast, bei denen es dir nicht darauf ankommt ob es nun fünf Minuten oder gar eine halbe Stunde in Anspruch nimmt?

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Mit den Einzeigeruhren des Unternehmens schließt sich wieder der Kreis zwischen Rituals of Time und der bewussten Entschleunigung vom Alltag. Denn auch bei diesen Uhren, mit nur einem Zeiger, kommt es nicht auf die Sekunde oder Minute genau an. Vielmehr zählt wie du deine Zeit für dich nutzt.

Die MeisterSinger No.03 mit Automatikwerk im Blick

Um selbst einmal zu erfahren wie es ist, wenn man im Alltag auf Sekunden- und Minutenzeiger verzichtet, hat mir MeisterSinger leihweise das Modell No.03 zukommen lassen, mit welchem ich mich unter anderem für diesen Beitrag hab fotografieren lassen.

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Es lässt sich auf jeden Fall festhalten, dass das Tragen einer Einzeigeruhr eher ungewöhnlich ist. Auch wenn das eigentliche Ablesen, mit ein wenig Übung kein Problem darstellt, ist es etwas anderes, als eine „normale“ Uhr zu tragen. Nach ein, zwei Tagen verschwendet man daran allerdings keinen Gedanken mehr. Und es ist eigentlich egal ob es nun die 0815-Armbanduhr oder die Einzeigeruhr von MeisterSinger ist, auf der man die Zeit abliest.

Selbst im beruflichen Alltag habe ich gemerkt, dass es nicht auf die eine Minute ankommt und das man sich durchaus an den fünf-Minuten Schritten orientieren kann. Falls nicht müssen die Kollegen eben Mal warten. Oder was meinst du?

Mein Model No.03 von MeisterSinger kam mit einem Sonnenschliff Blau Ziffernblatt daher, welches mir auf den Blick äußerst gut gefallen hat. Blau ist für mich eh eine meiner Lieblingsfarben, um das zu erfahren, brauchst du nur Mal in meinen Kleiderschrank schauen und meine blauen Hemden zählen. Daher viel die Wahl gar nicht schwer.

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Entschieden habe ich mich bei dieser Automatikuhr für ein klassisches Milanaise Armband. Die Kombinationsmöglichkeiten aus Ziffernblatt sowie Armband scheinen beinah unzählbar, wie du dich selbst auf der dazugehörigen Produktseite überzeugen kannst. Daher bin ich mir aber auch sicher, dass jeder das passende Modell für sich finden kann.

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Technische Fakten könnte ich dir nun wunderbar von der Produktseite des Models No.03 wiedergeben, aber ich denke dort schaust du am besten selbst vorbei. Erwähnenswert ist sicherlich, dass es sich um eine Automatikuhr handelt, sprich, Batterien austauschen gehört der Vergangenheit an.

Weiterhin verfügt diese Einzeigeruhr über ein Edelstahlgehäuse mit 43 mm Durchmesser und einem 6-fach verschraubten Glassichtboden, welcher einen Blick auf das innere der Uhr erlaubt. Geschützt wird die 11,50 mm hohe Uhr von einem gewölbten Saphirglas, wasserdicht ist diese bis zu 5 bar.

Mit freundlicher Unterstützung von MeisterSinger | Fotos: sabo-photography

About Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

Ein Kommentar

  1. Toller Artikel. Hab mir extra einen Messenger Bag aus Echtleder für die kommende Vorlesungszeit an der Uni bestellt. Ich liebe diesen Braunton der Tasche einfach extrem und man kann ihn wunderbar zu allen möglichen Jacken kombinieren. Accessoires sind einfach so wichtig!

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