Auf Streifzug durch München – ein kleiner Städte-Guide

München, unsere bayrische Landeshauptstadt, wurde für zwei Tage von mir und meiner Frau unsicher gemacht. Untergebracht waren wir im INNSIDE München Parkstadt Schwabing, über welches ich im zuvor verlinkten Beitrag ausführlich berichtet habe. Was wir dort erlebt haben, beziehungsweise wie wir unseren freien Samstag gestaltet haben möchte ich dir gerne in einem kompakten Städte-Guide berichten. Wobei eins klar ist, in München gibt es noch so viel mehr zu erleben.

Streifzug durch die Stadt…

Was man sicherlich empfehlen kann, selbst wenn man nur ein paar Stunden zur freien Verfügung hat, ist es dem Marienplatz in München einen Besuch abzustatten. Der Marienplatz ist der zentrale Platz der Münchner Innenstadt und Beginn der Fußgängerzone. Diesen kann man nicht nur wunderbar fußläufig von vielen Stellen der Stadt erreichen, sondern vor allem durch das weitläufige U-Bahnnetz der Stadt. Zentral gelegen ist der Marienplatz Zentrum der Fußgängerzone und kommt somit vollständig ohne Verkehr von Autos aus.

Die ursprüngliche Durchfahrt vom Oberanger zur Dienerstraße ist heute Fahrradstraße, die allerdings mehr den Charakter einer Feuerwehrzufahrt zur Fußgängerzone mit Funktionen für Fahrrad, Bus und Taxi besitzt. Gut 100 Meter lang und etwa 50 Meter breit ist der Platz, welcher am Kreuzungspunkt der beiden Hauptachsen, der Ost-West-Achse zwischen Isartor und Karlstor sowie der Süd-Nord-Achse zwischen Sendlinger Tor und dem im 19. Jahrhundert abgebrochenen Schwabinger Tor liegt.

Neben zahlreichen bekannten Kaufhäusern, kleinen Läden sowie Cafés und Restaurants befindet sich in der Innenstadt München Hirmer – siehe auch meinen Beitrag Shoppen in München im größten Herrenkaufhaus. Bei Hirmer handelt es sich um das größte Herrenkaufhaus der Welt, dieses findet man in der Kaufingerstraße 28 vor. Auf 9.000m² und sechs Etagen werden weit über 100.000 Artikel von 400 Modemarken angeboten. Solltest du also auf der Suche nach einem stylischen Accessoire oder neuem Kleidungsstück sein, dann bin ich mir sicher, dass du dort fündig wirst.

Ansonsten ist es natürlich auch einfach Mal schön sich ein wenig mit der Masse durch die Innenstadt treiben zu lassen. Die Häuser und deren Bauweise zu betrachten, ein Café für eine Tasse Tee oder ähnliches aufzusuchen oder eben doch Shoppen. Da führt wohl eh kein Weg daran vorbei. Egal ob Mann oder Frau denn dafür ist die Auswahl in der Münchner Fußgängerzone zu verlockend.

Darf es ein wenig Kultur sein: MUCA – Museum für Urban Art

Durch die Stadt flanieren, bei einem kühlen Bier im Schatten entspannen und die vorbeiziehenden Menschen beobachten kann durchaus sehr spannend sein. Allerdings schadet ein wenig Kunst und Kultur sicherlich auch nicht. Für uns stand daher ein Besuch im MUCA – Museum für Urban Art auf dem Programm. Im Mittelpunkt des MUCA steht Streetart, die als Kunstform des 21. Jahrhunderts gilt und global gefeiert wird. Bisher stammte dieser positive Zuspruch eher aus der eigenen Szene.

Das MUCA in München möchte hier eine Brücke zwischen dem internationalen Fachpublikum, Künstlern und der Öffentlichkeit schlagen, um Streetart noch ein wenig mehr in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

„Wir glauben fest daran, dass Kunst das Potenzial hat, die Wahrnehmung auf die Welt zu verändern.“ – Christian Utz, Gründer MUCA

Daher hat es sich das Museum für Urban Art in München zur Aufgabe gemacht für eine junge und zugleich vergängliche Kunstform Räume zu schaffen, in denen Street- und Urban Art im Dialog mit anderen Genres der zeitgenössischen Kunst steht, sich gegenseitig befruchtet und zu neuen Erkenntnissen führt. Die Ausstellung findet auf mehreren „Kunsterlebnisebenen“ statt. Als Gast des Hauses bekommt man allerdings nicht nur Werke renommierter, international gefeierter Künstler zu sehen, sondern wird auch bewusst mit experimentellen Formaten in Berührung gebracht. Der nachfolgend eingebundene Clip vermittelt denke ich ganz gut den Anspruch des Museums an sich selbst.

Geöffnet hat das MUCA in der Regel zwischen zehn und zwanzig Uhr – täglich, außer Dienstags. Wer ernsthaft mit dem Gedanken eines Besuchs des Streetart Museums spielt, der sollte zuvor noch einen Blick auf deren aktuelles Programm riskieren. So kann man den eigenen Besuch an dieses anpassen und eventuell mit einer Kuratorenführung im Haus verbinden. Uns hat der Besuch im MUCA München zumindest sehr gefallen und es war eine andere, greifbarere Art der Kunst, die mich persönlich im Alltag eh schon interessiert.

Tollwood Sommerfestival 2017 – Ein Besuch der sich lohnt

Eher durch Zufall sind wir während unseres Aufenthalts auf das Tollwood Sommerfestival 2017 aufmerksam geworden. Dieses findet aktuell seit dem 21.06.2017 statt und geht noch bis zum 16.07.2017. Bereits 1988 fand das erste Tollwood Festival im Sommer auf dem Gelände des Olympiaparks Süd statt. 1992 wurde das Winterfestival ins Leben gerufen. Schon seit dem ersten Jahr ist das Festival darauf ausgerichtet, Spiegelbild einer multikulturellen Gesellschaft zu sein. Die Grundpfeiler Toleranz, Internationalität und Offenheit des Festivals bestärken diesen Ansatz.

Mich hat direkt die Tollwood-Philosophie begeistert: „Kultur soll für alle da sein“. Dies spiegelt sich darin wider, dass mehr als 70 Prozent der Veranstaltungen bei freiem Eintritt stattfinden. Lediglich Konzerte oder besondere Events werden gesondert berechnet. Beim Tollwood wird aber trotz freiem Eintritt ein Programm geboten, welches sich nicht zu verstecken braucht. Schon als wir das Festivalgelände betreten hatten, fielen uns nicht nur die unglaublich vielen Menschen auf, sondern vor allem Aktivitäten wie Klettern an der Kletterwand, Hindernisparcours für Räder und Tretroller, Slacklines, BMX Wettbewerb auf höchstem Niveau, Stand-Up-Padling-Yoga (gibt es wirklich) und noch vieles, vieles mehr.

Verteilt über 30.000 m2 gibt es wohl nichts, was es nicht gibt. Abgesehen vom eigentlichen Programm gibt es für die Besucher – ca. 900.000 über den gesamten Festivalzeitraum – noch einiges mehr zu sehen. Highlight ist hier sicherlich der „Markt der Ideen“, denn dieser gehört zu Tollwood wie das Theater, Konzerte, Kunst und Umweltaktivitäten. An liebevoll gestalteten Ständen kann man als Besucher faszinierendes Kunsthandwerk entdecken und bio-zertifizierte Speisen aus aller Welt probieren. 50 Gastronomen bieten Bio-Essen und Getränke aus über 20 Nationen an, darunter viele vegetarische und vegane Leckereien. Einen Besuch kann man nur empfehlen. Es lohnt sich!

Pizzaservice, auch bei einem Städtetrip eine Option

Nun nur noch die Frage, was ißt man nach einem solchen Städtetrip? Mit Pizza macht man da definitiv nichts verkehrt. Dachten wir uns zumindest und haben die Gunst der Stunde genutzt in einer Großstadt unterwegs zu sein. Denn dort gibt es so etwas wie Lieferdienste, mehr als genug, bei uns im Odenwald muss man diese wie die Nadel im Heuhaufen suchen. München hat es uns um einiges einfacher gemacht. Die Wahl fiel auf Domino’s, deren Karte wir zunächst online studiert haben, bevor wir unsere Bestellung telefonisch aufgegeben haben.

Telefon aus dem Grund, dass wir als „ungeübte“ Besteller auf etwaige Fauxpas aufmerksam gemacht werden. Hat aber direkt beim ersten Versuch geklappt und so ist der Lieferservice gut 35 Minuten nach Bestellung auf dem Hotelparkplatz eingefahren. Wir hatten übrigens zuvor mit dem Hotel geklärt, dass dies in Ordnung ist. War allerdings kein Problem. Somit gab es für uns nach gut sechs Stunden München zu Fuß und U-Bahn unter anderem eine Pizza Chicken Club, eine Grüner Garten sowie einen großen rustikalen Salat. Eis zum Nachtisch durfte auch nicht fehlen.

Mit freundlicher Unterstützung von Domino’s / enthält Werbung

About Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

3 Kommentare

  1. Da hättet ihr euch lieber eine der leckersten Holzofen Pizzen der Stadt im OhJulia gönnen sollen! Und anschließend einen leckeren Espresso im Patolli mit der besten Schokotarte der Welt 🙂

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