Sommerzeit, für mich definitiv die Zeit des Jahres, in der es mir um einiges einfacher fällt, das Auto vor der Tür stehen zu lassen und das Fahrrad aus dem Schuppen zu holen. Mag daran liegen, dass Fahrtwind eben nicht gleich Fahrtwind ist, denn es macht schon einen Unterschied, ob ich mit offenem Fenster durch die Gegend fahre, oder eben komplett ohne Blech um mich herum auf dem Bike.

Auch ist es viel zwangloser sich aufs Bike zu setzen, zum nächsten Café zu radeln und am Abend ein Bier mit nem guten Kumpel zu trinken. Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin darf es gerne auch Mal mehr wie ein Bier sein. Und klar gebe ich weiterhin meine 50 Euro Monat für Monat gerne aus, wenn es darum geht meinem Fitnessstudio einen Besuch abzustatten. Aber freie Natur gewinnt dann doch gegenüber geschlossenen Räumen, zumindest ab und an.

Es geht beim Biken aber nicht nur darum die eigene Sport-Routine zu erweitern oder zu verändern. Vielmehr geht es darum, dass man Spaß daran hat. Und ganz ehrlich ab und an auf einem Upcycling Bike seine Runden zu drehen, gemeinsam mit der eigenen Frau hat auch was.

Egal welcher Anlass einen dazu treibt aufs Rad zu steigen, einige Must-Have der Radfahr-Essentials gibt es dann doch, die man sein eigen nennen sollte. Und genau auf diese werfen wir nachfolgend einen Blick.

Helm – ohne geht gar nicht!

Fangen wir direkt mit dem Must-Have schlechthin an, wenn du mit dem Gedanken spielst aufs Rad zu steigen: der Helm. Ohne diesen solltest du dich gar nicht erst auf dein Fahrrad setzen. Denn ganz ehrlich, egal ob du nur 100 Meter oder 50 Kilometer fährst, es kann stets etwas passieren. Da man als Radfahrer, im Gegensatz zum Autofahrer, keine Knautschzone um sich herum hat, gilt es sich selbst so viel Schutz wie möglich zu ermöglichen.

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Der Helm ist hierbei das A und O. Hier kommt es dann auch weniger darauf an, dass dieser besonders stylisch ausschaut. Die Funktion steht im Vordergrund. Er muss zur eigenen Kopfform passen, gut sitzen und sollte in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. Denn das verwendete Material wird im Laufe der Jahre spröde und hilft im dritten Jahr bei einem Sturz nicht mehr so viel wie beispielsweise im ersten Monat nach dem Kauf.

Aus eigener Erfahrung möchte ich dir sagen, dass ein Helm unabdingbar ist. Vor Jahren bin ich gemütlich mit meinem Rad durch die Stadt gefahren, auf der Hauptstraße und war gerade dabei auf den Fahrradweg abzubiegen, als mich ein Auto von der Straße abgedrängt hat. Quasi, aus dem Stand heraus hat es mich hingelegt. Ohne, dass ich mir großartig Gedanken machen konnte, wie ich falle, geschweige denn wie ich mich abfange. Mein Helm hat bei dem Sturz schlimmeres verhindert und so bin ich mit ein paar blauen Flecken, Abschürfungen und einem beschädigten Rad davongekommen.

Mehr ist mehr – Auffallen um jeden Preis

Lautet ansonsten die Devise hier im Blog des Öfteren Understatement – Weniger ist mehr, gilt bei Fahrradbekleidung etwas anderes. Gedeckte, zurückhaltende Farben sind hier nicht die beste Wahl. Denn als Radfahrer ist man im Straßenverkehr eh schon ein leichtes Ziel. Daher sollte man nicht noch dazu beitragen einfach übersehen zu werden.

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Radkleidung in knalligen Farben oder zumindest in anderen Farben als Schwarz, Dunkelblau oder Brauntöne sollte hier die erste Wahl sein. Denn neben einem gut sitzenden Helm sorgt eine hohe Sichtbarkeit dafür, dass man leicht übersehen wird. Es gilt auch daran zu denken, dass gerade in den Morgen- und Abendstunden reflektierende Elemente in der eigenen Bekleidung von Vorteil sind, da sich in diesen das Licht der Scheinwerfer reflektiert.

Sonnenbrille / Fahrradbrille – durchaus zu empfehlen

Ein weiteres Must-Have oder Radfahr-Essential, egal wie du es nennen möchtest, ist eine Brille für mich. Egal ob es sich hierbei um eine gewöhnliche Sonnenbrille oder eine Fahrradbrille handelt, Schutz für die Augen muss sein. Als Radfahrer kann man sich nie sicher sein, ob etwa auf der Straße ein kleiner Stein nach oben geschleudert wird und direkt ins Auge fliegt.

Fährt man im Wald, ist es nicht weniger gefährlich, im Gegenteil, abgesehen von aufgeschleuderten Hölzern, Steinen und Co. können hinter Kurven unvermittelt feine Äste auf Augenhöhe auftauchen. Ausweichen ist dann meist nicht mehr möglich. Daher sollte man sich sicher sein, seine Augen bereits bei Antritt der Fahrt bestmöglichen Schutz zu bieten.

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Und ganz ehrlich, mittlerweile gibt es solch schicke, aber auch leichte Brillen, die nicht nur das eigene Augenlicht schützen, sondern noch extrem stylisch aussehen. Wie immer gilt bei Brillen, zumindest für mich, beim Optiker vor Ort vorbeischauen und beraten lassen. Diese können sehr gut einschätzen, wie die Brille zu sitzen hat und worauf beim Tragen zu achten ist.

Eine Grundschicht (Base-Layer) schaffen – unterschätztes Must-Have

Eine sogenannte Grundschicht beziehungsweise einen Base-Layer benötigt man bei der kurzen Fahrt ins Café oder beim Pendeln von fünf Kilometer ins Geschäft sicherlich nicht. Steht allerdings eine längere Tour an, empfiehlt es auf eine Schicht zwischen Haut und Radkleidung zu setzen. Sogenannte Funktionskleidung transportiert sehr schnell Schweiß von der Haut ab und lässt diesen dann verdampfen.

Hierdurch hat man den großen Vorteil, dass die eigene Haut kühl und trocken bleibt. Dies wirkt sich positiv auf die optimale Körpertemperatur aus. Da diese automatisch reguliert wird und der eigene Körper warm oder kühl gehalten wird, abhängig von den Witterungsbedingungen.

Funktionskleidung Hallo! – Baumwollshirts Adé!

Auch hier gilt es abzuwägen, wie lange man sich aufs eigene Fahrrad schwingt. Ist es nur die kurze Tour am Samstagmorgen zum Bäcker um Brötchen zu holen, dann kann man ruhig in Jogginghose, T-Shirt und Sneaker los. Hat man eine längere Tour vor sich, empfiehlt es sich auf Funktionskleidung zu setzen. Diese ist bequem geschnitten, kommt mit praktischen Taschen daher und wird in der Regel so verarbeitet, dass keine Nähte während der Fahrt an der Haut scheuern.

Mag auf den ersten Blick ein wenig übertrieben klingen, aber fahr Mal mehrere Stunden Rad, dann freust du dich, dass die Naht deines Shirts nicht ständig unter den Achseln gescheuert hat. Weiterhin setzt Funktionskleidung auf Materialien, die das Rad fahren angenehmer machen und dem Base-Layer darunter helfen Feuchtigkeit abzutransportieren.

Handschuhe – ein unterschätztes Accessoire

Für mich waren Handschuhe lange Zeit eines der Radfahr-Accessoires die meiner Meinung nach keinen Sinn erfüllt haben. Mittlerweile bin ich von deren Vorzügen allerdings auch überzeugt. So halten diese beim Radfahren die Hände nicht nur warm. Sondern erleichtern vor allem bei längeren Fahrten das Greifen des Lenkers. Da die Hände entspannter aufliegen und weniger Reibung in den Handinnenflächen entsteht.

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Ob man nun lange oder kurze Radfahrhandschuhe trägt, kommt meiner Meinung nach wieder auf den eigenen Geschmack an. Wenn man möchte legt man sich beides zu. Das kurze paar für die heißen Tage und das lange Paar für die kühleren Tage im Herbst und anfangenden Winter. So oder so sollte man allerdings auf die richtige Polsterung achten, um zu verhindern, dass die Hände Blasen bekommen.

Socken und Unterwäsche – gehören auch mit dazu

Radsport-Socken sind entworfen, um die eigenen Füße warm zu halten, aber auch, um Flexibilität und Komfort zu bieten. Reibung und Blasenbildung auf langen Fahrten soll verhindert werden. Einige Fahrradsocken sind sogar wasserdicht, was gerade bei Fahrten im Regen von Vorteil ist. Auch bei Unterwäsche, die teilweise extra gepolstert im Schrittbereich daher kommt, ist man gut beraten bei längeren Fahrten auf diese zu setzen.

Fahrradschuhe – auf die Details kommt es an

Wer ein normales 0815-Rad fährt, um von A nach B zu kommen, der macht mit Turnschuhen, die gut geschnürt sind und sicher sitzen nichts verkehrt. Fährt man allerdings ein Rennrad, schaut das Ganze schon anders aus. Hier gilt es darauf zu achten, dass die Schuhe einen Klick-Mechanismus besitzen, um sich bei den Klick-Pedalen des Rennrades einzuklicken.

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Manche Rennräder kommen auch lediglich mit einem Überrollkäfig im Pedalbereich daher. Hier reichen dann ebenfalls gut sitzende Turnschuhe, am besten mit Grip an der Sohle, um einen festen Stand zu gewährleisten. Ein weiterer Vorteil von Radfahrschuhen ist der, dass diese um einiges widerstandsfähiger sind, als normale Turnschuhe. Was, wie du dir denken kannst, gerade bei längeren und regelmäßigerem Fahren wieder von Vorteil ist.

Gepostet von Sebastian

Ich schreibe hier regelmäßig über Mode & Lifestyle. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich darüber freuen, wenn du ihm, trotz des Social-Network-Dschungels ein "Gefällt mir" geben würdest.

2 Kommentare

  1. Danke! Habe schon lange auf einen Sport-Beitrag gewartet. Ohne dass es hier zum Fitness-Blog ausartet, hoffe ich, öfters mal einen Beitrag zum Thema Sport/Fitness zu lesen. Fitness (oder sportliches Aussehen) gehört ja auch auch zu den ganzen Themen, die hier behandelt werden.

    Antworten

    1. Bekommen wir hin 😉

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