Union Glashütte – Ein Ausflug nach Glashütte – Auf den Spuren von Johannes Dürrstein

Dienstagmorgen, noch gut zweieinhalb Wochen bis Weihnachten: freie Zeit, Zeit mit der Familie, Geschenke und einfach Mal abschalten vom beruflichen Alltag. Doch bevor es soweit ist stehen eben noch ein paar Arbeitstage bevor. Daher freut es mich, dass ich zumindest für zwei Tage dem Berufsalltag entfliehen kann. Union Glashütte hat mich zu einem Ausflug nach Glashütte eingeladen, auf den Spuren Johannes Dürrsteins gilt es Dresden zu erkunden, auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt zu verweilen, um dann am Abend der Vernissage im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte beizuwohnen.

Doch wie das so ist, beginnen wir am Besten am Anfang. Wieder einmal nehme ich dich mit auf einen Trip – also zumindest in Gedanken – und erlebe gemeinsam mit dir meine Reise anlässlich der Ausstellung „Union Glashütte – 125 Jahre Deutsche Uhrmacherkunst“.

Von Frankfurt nach Dresden

Meine letzte Reise nach Dresden war erst vor kurzem und nun sollte es mich wieder dorthin ziehen. Dieses Mal jedoch erfolgte die Anreise mit dem Flugzeug und nicht mit dem Auto. Schon ohne Schnee, schlechtes Wetter und gelegentlichem Eis auf der Straße ist die Anreise mit dem Auto eine Herausforderung. Nun kommen die drei Punkte noch hinzu und ich kann mich daher noch eine Spur weniger für fünfeinhalb Stunden Autofahrt begeistern.

Daher ging es von Frankfurt aus direkt nach Dresden. Flugzeit gut fünfzig Minuten, mehr Zeit wird zumindest gefühlt fürs Be- und Entsteigen aus der Maschine benötigt. Vor allem da das Gate in Dresden nicht direkt betreten werden kann, da die Brücke kurz vorm Andocken kaputtgegangen ist. Geschichten die das Leben schreibt. Aber keine Herausforderung, die nicht mit einem Bus-Shuttle und einem lockeren Spruch des Piloten gerettet werden kann.

Der Dresdner Flughafen selbst ist sehr übersichtlich, vor allem wenn man diesen mit Frankfurt vergleicht. Aus dem Flieger ausgestiegen, drei Meter gelaufen und schon sehe ich unseren Union Glashütte Shuttle. Gemeinsam mit zwei Mitarbeitern der betreuenden Agentur sowie zwei Journalisten geht’s Richtung Dresden. Unser Ziel das Hotel Taschenbergpalais Kempinksi Dresden.

Quartier für eine Nacht: Hotel Taschenbergpalais Kempinksi Dresden

Zentraler als das Hotel Taschenbergpalais Kempinski kann man in Dresden eigentlich gar nicht untergebracht sein. Mitten im Herzen Dresdens, in der historischen Altstadt gelegen, findet man das Taschenbergpalais Dresden vor. Von dort aus erreicht man in nur wenigen Minuten die berühmtesten Sehenswürdigkeiten wie die Semperoper, die Frauenkirche, das Residenzschloss oder den Zwinger. Quasi, die ideale Ausgangslage, um Dresden zu Fuß zu erkunden. Steht für uns übrigens auch noch auf dem Plan, aber zunächst war einchecken angesagt. Schließlich möchte man Tasche und Co. ablegen, um ein wenig befreiter umherzuwandern. Und zumindest das Hotel noch ein wenig zu erkunden.

Das Hotel gehört, wie der Name bereits verrät, zur Marke Kempinksi, die weltweit von einer wachsenden Anzahl charakteristischer, erlesener Hotels repräsentiert wird. Tatsächlich handelt es sich bei Kempinksi um Europas älteste Luxushotelgruppe. Am Empfang begrüßt man mich und die anderen Gäste von Union Glashütte sehr freundlich, stellt Zimmerkarten aus und weißt den Weg zu diesen. Meine Nacht in Dresden sollte ich in einem Palais Superior Zimmer verbringen, doch dazu gleich mehr beim Zimmer-Check. Zunächst lass uns noch ein wenig durchs Hotel schweifen.

Das Taschenbergpalais Kempinksi hat seinen Namen zum einen von Europas ältester Luxushotelgruppe, zum anderen vom Taschenberg. Bei diesem handelt es sich um einen heute nicht mehr erkennbaren Hügel, auf dem das Gebäude einst errichtet wurde. Das Taschenbergpalais liegt in unmittelbarer Nähe des Residenzschlosses sowie direkt gegenüber dem Dresdner Zwinger. Mit ersterem ist das Palais über einen schmalen Gang verbunden. Warum? Das lehrt uns die Geschichte. Das Gebäude wurde Anfang des 18. Jahrhunderts am Rand der Dresdner Altstadt als Geschenk von König August dem Starken für seine Mätresse Constantia von Cosel erbaut. Den schmalen Verbindungsgang zwischen Palais und Residenzschloss gab es bereits damals. Warum kann sich sicherlich jeder denken…

Betrachtet man das Hotel von außen spiegelt es den Dresdner Barockstil wider. Auch das Treppenhaus im inneren wurde denkmalgerecht rekonstruiert. Wobei ansonsten das Gebäudeinnere sehr modern, minimalistisch und aufgeräumt gestaltet ist. In Verbindung mit hohen Decken und breiten Gängen wahrlich ein Ort zum Verweilen und Abschalten. Von außen erscheint das Hotel riesig, was sich im Inneren bewahrheitet. 182 Zimmern, 32 Suiten, das Restaurant Intermezzo, das Palais Bistro und die Karl May Bar findet man in diesem vor.

Wer zur Weihnachtzeit in Dresden unterwegs ist, kann der im Innenhof des Grand Hotel Taschenbergpalais liegenden Eisbahn einen Besuch abstatten. Diese sollten wir am Abend nach der Rückkehr von der Vernissage, auf dem Weg zur Karl May Bar, in stimmungsvollem Licht getaucht sehen.

Mein Palais Superior Zimmer im Taschenbergpalais Kempinski Dresden

Bevor ich noch zu sehr ausschweife, werfen wir noch einen schnellen Blick auf das Palais Superior Zimmer, das mir Unterkunft für eine Nacht bieten sollte. Hier setzt sich das moderne, aufgeräumte Design des restlichen Hotels gekonnt fort. Wobei meiner Meinung nach eine gelungene Verbindung zwischen modernen und klassischen Elementen geschaffen wurde. Bereits nach dem Betreten des Palais Superior Zimmers bemerkt man die Kombination wertiger Materialien, durchdacht gesetzten Farbakzenten und einer Decke, die laut Informationen des Hauses eine Höhe von 4,80 Meter besitzt. In der Realität allerdings noch viel höher wirkt.

Zwei großzügige Fenster geben den Blick in den Innenhof des Hauses frei und somit auf die zuvor erwähnte Eisbahn, die wohl noch bis Mitte Januar dort stehen wird. Ansonsten befindet sich in dem großen Raum, der Schlaf-, mit Arbeits- und Wohnbereich befindet eigentlich alles was das Herz begehrt. Zwei große, bequeme Sessel laden zum Verweilen und Lesen ein. Alternativ hat man von diesen einen ebenso guten Blick auf den Flachbildfernseher wie vom großzügigen Doppelbett aus.

Im Eckbereich des Zimmers befindet sich ein Schreibtisch, der an sich die Verbindung aus Klassik und Moderne ganz gut widerspiegelt. Dem Zusammenspiel von Holz und Glas sei dank. Wie schon so oft sollte dieser Schreibtisch – wie in anderen Hotels zuvor – der Platz sein, an dem zumindest das Grundgerüst dieses Beitrags entstanden ist.

Der Gang, der in das Hauptzimmer des Palais Superior Zimmer im Taschenbergpalais Kempinski Dresden führt, bietet neben entsprechenden Verstaumöglichkeiten für Taschen, Jacken und Co. auch Zugang zum Bad. Dies war ebenfalls sehr hell und modern gestaltet. Neben der standardmäßigen Dusche gab es noch eine Badewanne, die nicht nur genügend Platz bot, sondern auch Abstellfläche für ein Tablet beziehungsweise Laptop. Dem entspannten Lieblingsserien schauen bei schlechtem Wetter steht hier also nichts entgegen. Wenn, nicht gerade Lunch im Restaurant Intermezzo auf einen wartet…

Stärkung zur Mittagszeit im Hotelrestaurant „Intermezzo“ – roter Salon

Es gibt allerdings Schlimmeres als Lunch im Hotelrestaurant „Intermezzo“. Dort konnten wir uns nicht nur stärken, bevor es am Nachmittag zur Dresdner-Stadtführung auf den Spuren Johannes Dürrstein gehen sollte, sondern erste Kontakte konnten geknüpft und alte Bekannte wieder getroffen werden. Das Restaurant sagt sich selbst bodenständige Eleganz und raffinierte Einfachheit nach. Kann man so definitiv bestätigen.

Der Lunch war allerdings alles andere als einfach und vor allem langweilig. In Buffetform aufgebaut hieß es nun zunächst die passende Vorspeise finden. Gar nicht so einfach bei der ganzen Auswahl. Im Zweifelsfall von allem etwas. So habe ich es auch gehandhabt. Die Handschrift von Küchenchef Jörg Mergner, die als mediterran, frisch und unkonventionell beschrieben wird, zeigte sich durch den gesamten Lunch. Also fast. Denn Rotkraut, Kartoffelklöße, Entenbrust und Gemüse sind dann doch nicht so ganz mediterran, aber mindestens genauso lecker.

Dresdner-Stadtführung auf den Spuren Johannes Dürrstein – dem Gründer von Union Glashütte

Der Name Johannes Dürrstein ist nun schon einige Male in diesem Beitrag gefallen und nun begeben wir uns noch auf Spurensuche nach ihm, beziehungsweise seiner Geschichte. Wer war also dieser Mann? Und was hat er mit Union Glashütte zu tun? In einem einstündigen Streifzug quer durch Dresden bracht uns Julia Abram, Mitarbeiterin des Deutschen Uhrenmuseum Glashütte, nicht nur typische Sehenswürdigkeiten der Stadt näher, sondern verknüpfte diese geschickt mit der Geschichte Dürrsteins.

Ein wenig möchte ich dich nun visuell mitnehmen auf die Dresdner-Stadtführung auf den Spuren Johannes Dürrstein, im Text gibt es dazu ein paar Einblicke in dessen Geschichte. Verknüpft wurden die verschiedenen Stationen seines Lebens, mit Orten in Dresden an denen er in seiner Zeit zugegen war, wie beispielsweise den Standort seiner ersten Uhren-Großhandlung.

Johannes Dürrstein und die Geschichte von Union Glashütte

Dürrstein wuchs in bürgerlichen Verhältnissen auf und absolvierte eine kaufmännische Lehre beim Frankfurter Uhren-Großhändler Ludwig & Fries. Geschäftlich bereiste er wiederholt die Schweiz und lernte die bedeutenden Uhrenhersteller des Landes kennen. Am 19. Januar 1874 stellte er den Antrag auf die Eröffnung einer Uhren-Großhandlung in Dresden, die er gemeinsam mit seinem Bruder Friedrich zu einem florierenden Betrieb ausbaute. Zu diesem Erfolg trug die Tatsache bei, dass die beiden Brüder noch im Gründungsjahr den Generalvertrieb für Uhren der Firma A. Lange & Söhne übernahmen.

Dennoch merkte Dürrstein schon bald in sich den Wunsch aufkeimen, vergleichsweise preiswerte Glashütter Taschenuhren zu verkaufen. Am 01. Januar 1893 gründete er Uhrenfabrik Union, Glashütte i.S. in Glashütte. Den überwiegenden Teil der Produktion siedelte er in Glashütte an und begann mit der industriellen und technologisch moderneren Schablonenuhrfertigung. An seiner Seite, der technische Leiter, Julius Bergter, der mit Dürrstein die Uhren mit dem Schriftzug „Uhrenfabrik Union Glashütte“ auf dem Zifferblatt entwarf, entwickelte und schlussendlich produzierte.

„Der Leitgedanke der Firma lautete, hochwertige, präzise Uhren zu bauen, die für einen größeren Kundenkreis erschwinglich sind als die bisher angebotenen Uhren anderer Glashütter Firmen.“

Dürrstein kam während dieser Zeit nicht nur seine Begeisterung für Uhren zu Gute, sondern auch sein erlerntes kaufmännisches Handwerk. Dieses trug dazu bei, dass er klug und weitsichtig vorausplante. Dazu zählte beispielsweise die Anwerbung hochqualifizierter Uhrmacher bereits im Gründungsjahr, was wiederum zu dem Erscheinen einer Grande Complication in diesem beitrug, die auf der Weltausstellung in Chicago vorgestellt und verkauft wurde. Der Umzug in das nach modernsten Maßgaben errichtete Produktionsgebäude erfolgte sechs Jahre nach Gründung seiner Uhrenfabrik, die bis dahin in gemieteten Räumen eines Wohnhauses sowie später in der Werkstatt des Feinmechanikers und Mitarbeiters Carl Jentzsch zu finden war.

Der Tod der Brüder Dürrstein, in einem vergleichsweise kurzen Abstand, markierte für Union Glashütte einen Wendepunkt. In Verbindung mit einer hohen Kriegsanleihe im Ersten Weltkrieg und die Inflationszeit bringen das Unternehmen in eine finanzielle Schieflage. Ab 1925 wird die Produktion Glashütte schrittweise stillgelegt, 1926 hat das Unternehmen nur noch zwei Mitarbeiter. Sechs Jahre später wird das Fabrikgebäude verkauft und 1936 die Uhrenfabrik Union aus dem Handelsregister gelöscht. Wer noch ein wenig tiefer in die Geschichte von Union Glashütte einsteigen möchte, der sollte auf dieser Webseite vorbeischauen. Ansonsten kehren wir von unserem geschichtlichen Ausflug zurück in die Gegenwart.

Stippvisite auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt

Wären wir zu meiner Schulzeit jedes Mal nach dem Geschichtsunterricht auf den Weihnachtsmarkt gegangen, wäre die Motivation zur Teilnahme sicherlich um einiges höher gewesen. Aber ganz ehrlich, nach einer Stunde Spazieren durch Dresden, mit interessanten geschichtlichen Einblick zu Union Glashütte und vorweihnachtlicher Kälte, darf man sich doch aufwärmen. Und was wäre da besser als eine Stippvisite auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt, eine Tasse warmer Glühwein und die Silhouette der Stadt? Nichts!

Daher machte sich unsere Runde auf zum Weihnachtsmarkt an der Dresdner Frauenkirche. Statt Schnee gab es leider nur Regen. Glühwein gab es dennoch, geschützt von einem Zelt ähnlichen Verschlag konnten wir diesen genießen und uns wieder ein wenig aufwärmen. War auch bitter nötig, schließlich stand bereits der nächste Teil unserer „Union Glashütte-Reise“ auf dem Plan. Denn genau dorthin, nach Glashütte, sollten wir uns am Abend noch aufmachen, um zum einen das geschichtliche Wissen noch ein wenig weiter zu vertiefen und zum anderen, um die die 125-Jahre Jubiläums Edition von Union Glashütte zum ersten Mal zu erblicken.

Vernissage im Deutschen Uhrenmuseum, Glashütte

Von Dresden aus ging es mit dem Bus und gut 25 Passagieren auf nach Glashütte. Fünfundvierzig Minuten Fahrt und ein wenig Müdigkeit tragen in Kombination dazu bei, dass man nach gefühlten fünf Minuten Busfahrt vor dem Deutschen Uhrenmuseum Glashütte steht. Auch nicht so verkehrt. Im Inneren erwarten bereits zahlreiche Gäste die Eröffnung der Vernissage, die Vorstellung der 125-Jahre Jubiläums Edition von Union Glashütte und den ein oder anderen Happen vom Buffet.

Im Mittelpunkt des Abends steht die Eröffnung der Sonderausstellung „Union Glashütte – 125 Jahre Deutsche Uhrmacherkunst“. Denn anlässlich dieses Jubiläums zeigt das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte mit einmaligen historischen und aktuellen Exponaten einen chronologischen Überblick der 125-jährigen Geschichte der Union Uhrenfabrik. Denn eins ist spätestens jetzt auch klar, Union Glashütte ist nach der Weltwirtschaftskrise nicht einfach in der Versenkung geblieben. Einige Jahrzehnte später, 1997 erinnert man sich an die Marke und gründet die Glashütter Union GmbH, welche drei Jahre später von der Swatch Group AG aufgekauft wurde.

Dennoch werden die Ursprünge der Marke nicht vergessen: hochwertige mechanische und klassisch-schöne Uhren zu erschwinglichen Preisen. Und diese sind auch heute noch angesehen, sodass die Marke wieder ihren Platz inmitten der Glashütter Uhrenmarken findet, welche weltweit für Präzision „Made in Germany“ steht. Auch dies wird man im Rahmen der Ausstellung, die vom 06. Dezember 2017 bis 02. April 2018 täglich von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden kann, sehen. Oder einfach Mal in meinen Beitrag aus dem letzten Jahr vorbeisehen.

Vorstellung der 125-Jahre Jubiläums Edition von Union Glashütte

Auf den geschichtlichen Part von Union Glashütte, der im Rahmen der Vernissage-Eröffnung von Museumsleiter Reinhard Reichel und Union-Geschäftsführer Adrian Bosshard aufgegriffen wurde, werde ich nun nicht mehr eingehen. Vielmehr möchte ich mich dem Herzstück der Ausstellung widmen, der 125-Jahre Jubiläums Edition von Union Glashütte. Diese erscheint in der Uhrenlinie 1893 von Union Glashütte und knüpft somit an der Tradition an, Meilensteinen der eigenen Geschichte mit besonderen Uhren zu kennzeichnen. Zum 125-jährigen Jubiläum wird die Linie nun um eine neue Armbanduhr erweitert: „1893 Johannes Dürrstein“.

125-Jahre Jubiläums Edition von Union Glashütte

Die „1893 Johannes Dürrstein“ spiegelt im Namen somit nicht nur das Gründungsjahr von Union Glashütte wider, sondern greift auch den Namen des Gründers auf, über den wir bereits einiges lernen konnten. In über zwei Jahren Entwicklungsarbeit ist diese Armbanduhr entstanden und kommt in einer auf 125 Exemplaren limitierten Edition daher. Ausgestattet mit dem Handaufzugskaliber Cal. UNG-56.01 in einem 18 kt Roségoldgehäuse weiß diese bereits auf den ersten Blick zu begeistern.

Sechzig Stunden Gangautonomie, die über die Gangreserveanzeige auf dem klassisch gestalteten Zifferblatt, auf fünf Uhr, abzulesen ist. Sowie eine kleine Sekunde auf neun Uhr, als auch eine Datumsanzeige auf drei Uhr, runden das Erscheinungsbild der „1893 Johannes Dürrstein“ als 125-Jahre Jubiläums Edition von Union Glashütte gekonnt ab. In den Handel kommt die limitierte Edition für 7.950 Euro, des weiteren gibt es eine Variante mit Stahlgehäuse, diese kostet 2.350 Euro.

Streifzug durch die Sonderausstellung „Union Glashütte – 125 Jahre Deutsche Uhrmacherkunst“

Nachdem das Geheimnis um die Jubiläums Edition gelüftet war, wurde nun auch die Sonderausstellung von Union Glashütte im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte eröffnet. Dort fanden sich viele Taschen- und Armbanduhren aus den Anfängen des Unternehmens. Aber auch die aktuelle Kollektion war fast komplett vertreten. Sieht man bei Händlern auch eher selten und war somit auch eine schöne Gelegenheit, um einen Blick über das Angebot von Union Glashütte schweifen zu lassen.

Bereits bei der Dresdner-Stadtführung hatte ich die Grande Complication erwähnt, die Dürrstein im ersten Jahr seines Unternehmens, auf der Weltausstellung in Chicago vorstellte. Zwei Jahre später kam dieser Taschenuhr eine große Bedeutung als „Jubiläumsuhr“ anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Glashütter Uhrenindustrie bei. Auch diese konnte im Rahmen der Sonderausstellung „Union Glashütte – 125 Jahre Deutsche Uhrmacherkunst“ betrachtet werden und zeigt auf eindrucksvolle Weise wie viel Liebe zum Detail die Uhrenfabrik Union, Glashütte i.S. für deren Produkte aufbrachte.

„Die Jubiläumsuhr zum 50-jährigen Bestehen der Glashütter Uhrenindustrie ist die erste Grande Complication, die in Glashütte gebaut wird. Sie besitzt folgende Funktionen: Chronograph Rattrapante mit springender Sekunde, 30-Minutenzähler, Ewiger Kalender, blitzende Sekunde, Mondphase, Minutenrepetition, Grande und Petite Sonnerie. Insgesamt werden später sechs Stück hergestellt. Der Stückpreis von 5.000 Mark entspricht seinerzeit dem Wert einer Villa.“

Aber nicht nur diese Taschenuhr wusste zu begeistern, auch eine Vielzahl anderer Exponate gab einen einzigartigen Blick auf die Geschichte des Unternehmens frei. Vor allem aber konnte man an einem Platz versammelt die Entwicklung der Uhren von Union Glashütte im Laufe der Zeit betrachten. Vielmehr ins Detail möchte ich auch gar nicht gehen, sondern die Fotos für sich sprechen lassen. Und wer weiß, wenn du bis zum 02. April 2018 zufällig in Glashütte vorbeikommst, kannst du auch einen Abstecher ins Deutsche Uhrenmuseum Glashütte wagen.

It’s Gin O’Clock in der Karl May Bar – langsam Abschied nehmen…

Langsam geht alles zu Ende, auch diese Reise mit Union Glashütte. Zurück aus der Geburtsstätte von Union Glashütte stand noch ein kurzer Abstecher an die Karl May Bar bevor. Schlummertrunk quasi, bevor ich in mein Bett fallen konnte. Aber natürlich rafft man sich gerne nochmals für einen Juniper Jack Gin auf, der in drei verschiedenen Varianten in der Bar des Kempinski Hotel präsentiert wurde. Meine Wahl fiel hierbei übrigens auf den Thyme-Fizz, der auf die Kombination von Juniper Jack Gin, Zitrone, Thymian und Soda setzt. Überzeugend erfrischend und angenehm im Geschmack, so kann man einen interessanten Tag beenden.

Für mich war dann auch klar, mit dem Verlassen der Bar kommt die Heimat auch wieder ein Stück näher. Die Flucht aus dem Alltag geht dem Ende zu und Dresden muss ich leider wieder den Rücken kehren. Bin mir aber sicher, dass ich wieder zurückkommen werde. Vielleicht liegt dann auch Schnee am Weihnachtsmarkt. Und so ganz weh tut der Abschied dann doch nicht. Schließlich muss ich nicht alleine gehen. An meiner Seite eine Armbanduhr aus der Viro Kollektion von Union Glashütte mit der Referenz-Nummer D011.407.16.031.01.

Mit freundlicher Unterstützung von Union Glashütte // enthält Werbung

5 Kommentare

  1. […] ob ich nicht Lust und Zeit hätte bei einem gemeinsamen Brunch die aktuelle Kollektion von Union Glashütte ein wenig näher kennenzulernen. Präsentiert werden sollte diese in einem Barber Shop, in welchem […]

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  2. […] nicht viele Worte verlieren. Greife ich dies doch äußerst ausführlich in meinen Beiträgen: Union Glashütte – Ein Ausflug nach Glashütte – Auf den Spuren von Johannes Dürrstein sowie Glashütte Union x Barber House […]

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  3. […] es mich im Dezember zum ersten Mal nach Glashütte gezogen hat, war ein Beitrag über Glashütter Uhren ein Muss. In Glashütte selbst sind eine Vielzahl von […]

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  4. […] Union Glashütte – Ein Ausflug nach Glashütte – Auf den Spuren von Johannes Dürrstein […]

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